168 Schüler pro Jahrgang: IGS Am Planetarium soll dauerhaft 6-zügig werden
Die IGS “Am Planetarium” auf dem Holzplatz in Halle (Saale) ist nach dem Lyonel-Feininger-Gymnasium die zweitbeliebteste Schule in der Saalestadt Aus diesem Grund soll die Schule noch dauerhaft 6 Züge pro Jahrgang erhalten. Das hat der Bildungsausschuss bei vier Enthaltungen beschlossen und einem Antrag der CDU zugestimmt.
Die Stadtverwaltung selbst sieht nur 140 Plätze in fünf Zügen vor. “Die 6-Zügigkeit mit 168 Schülern trägt dem Elternwillen Rechnung, entspricht den ministeriellen Empfehlungen und sichert die langfristige Entwicklung eines stark nachgefragten Schulstandorts”, heißt es in der Begründung der Christdemokraten. Das sorgte zunächst im Ausschuss durchaus für Verwirrung, war doch die CDU in der Vergangenheit immer gegen Integrierte Gesamtschulen, auch wenn der Elternwille ein anderer war.
Die Stadtverwaltung ist gegen eine Erweiterung. So äußerten Vertreter des Fachbereichs Bildung die Sorge, dass jene Schüler dann bei einer Sekundarschule fehlen werden. Und alle drei Sekundarschulen seien bereits jetzt mit jeweils nur zwei Klassenzügen in den fünften Klassen in ihrem Bestand gefährdet, unter diese Marke dürfen sie Schulen nicht fallen.
Befürworter der Idee zu mehr IGS-Plätzen ist Thomas Senger vom Stadtelternrat. Allerdings hält er das Schulgebäude am Planetarium für ungeeignet. Denn das sei nur für 5 Klassenzüge räumlich ausgelegt. “Ich habe die Befürchtung, dass dafür ein Anbau nötig sein wird”, mahnte André Scherer (MitBürger).
Thomas Senger wiederum sieht laut Schulgesetz keine Notwendigkeit, alle Schulformen vorzuhalten. Damit bezog er sich auf die Kritik der Stadtverwaltung bezüglich der Sekundarschulen. Magdeburg beispielsweise habe gar keine Sekundarschule mehr, sondern nur noch Gesamtschulen – diese bieten alle Schulabschlüsse unter einem Dach an.








„Magdeburg beispielsweise habe gar keine Sekundarschule mehr, sondern nur noch Gesamtschulen – diese bieten alle Schulabschlüsse unter einem Dach an.“
Die am Ende nichts wert sind, wenn man sich um einen Studien- oder Ausbildungsplatz bewirbt. Das wird gerne vergessen.
Deine Kommentare sind nichts wert, denn sie enthalten keinerlei Fachwissen.
Ach so, klar — ein Abschluss aus einer Gesamtschule ist natürlich völlig wertlos. Deswegen nehmen Hochschulen und Ausbildungsbetriebe ja auch seit Jahren genau diese Abschlüsse an, prüfen Noten, Motivation und Kompetenzen… vermutlich nur aus Mitleid.
Und all die jungen Menschen, die mit einem Gesamtschul‑Abschluss studieren, eine Ausbildung machen oder im öffentlichen Dienst landen – reine Ausnahmen, selbstverständlich. Fast schon ein Wunder der Natur, dass das überhaupt funktioniert.
Wenn man es genau nimmt, ist der Abschluss ja auch gar nicht das Problem. Es ist eher die Vorstellung, dass die Schulform magisch über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Wäre es so einfach, hätten wir längst die perfekte Bildungswelt.
Falls das ein Plädoyer „Pro Sekundarschule“ sein soll: welchen Studienplatz ergattert man denn mit einem Sekundarschulabschluss?
Das ist kein Plädoyer für Sekundarschulen, sondern ein üblicher Trollversuch vom PaulusHeuchler, der uns einreden will, dass nur Privatschulen – Entschuldigung: „Schulen freier Träger“ – das Nonplusultra sind (weil seine eigenen angeblichen Kinder auf eine solche Schule gehen). Und dann hetzt er wiederum gegen freie Träger, weil sie von staatlichen Subventionen leben.
Das war „Pro Gesamtschule“ …. ist direkt im ersten Satz erkennbar.
Die Schule wird ja wie eine Mastgans gestopft.
So ganz richtig ist das mit MD nicht. Magdeburg hat eine Sekundarschule, die Sportsekundarschule „Hans Schellheimer“.
Doch, es ist richtig, denn es ist keine reine Sekundarschule, sondern eine Schule mit inhaltlichem Schwerpunkt, in dem Fall: Sport.
Als „normaler“ Sekundarschüler kannst Du diese Schule nicht besuchen, ohne ein Sporttalent zu sein.
Wenn man manche Kommentare liest, könnte man meinen, es geht hier um Magdeburg. Kann mir jemand mal erklären, was 6 oder 5-zügug bedeutet. Ich habe leider nur einen Sekundarschulabschluss.
6-zügig bedeutet, dass man mit 6 Parallelklassen pro Jahrgang plant. Dafür braucht man ausreichend Klassenräume. Natürlich hängt es am Ende von der Zahl der Schüler ab, wie viele Klassen eingerichtet werden.