Handwerkskammer Halle fordert Klarstellung für den Neustart bei Friseuren und Fußpflegern – Oberverwaltungsgericht bestätigt Schließung bis Ende Februar

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Handwerkskammer Halle

Die Schließung der Friseure bis Ende Februar ist rechtens, das hat das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt entschieden. Es hat den Antrag der Betreiberin eines Friseursalons abgelehnt. Die Schließung sei eine notwendige Schutzmaßnahme. Die Corona-Pandemie begründe gegenwärtig eine ernstzunehmende Gefahrensituation, die staatliches Einschreiten nicht nur rechtfertige, sondern zur Vermeidung eines exponentiellen Wachstums der Infektionen mit unmittelbaren, nicht absehbaren Folgen für Gesundheit, Leib und Leben der Bevölkerung mit Blick auf die diesbezüglich aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG folgende Schutzpflicht des Staates gebiete.

Die Handwerkskammer in Halle (Saale) macht sich derweil Gedanken um die Wiedereröffnung der Friseur- und medizinischen Fußpflegebetriebe am 1. März. Diese werde von zahlreichen Einschränkungen begleitet. So gelten neben den landesspezifischen Regulierungen auch Empfehlungen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk vorgibt. Aus Sicht der Handwerkskammer ist die in dem BGW-Arbeitsschutzstandard enthaltene Beschränkung, eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person vorhalten zu müssen, nur eine Empfehlung, keineswegs aber bindend. Bereits durch die Verpflichtung zur Terminreservierung werden Personenansammlungen und Warteschlangen vermieden.  

„Durch die Vorgaben bei der Terminvergabe und die Zuweisung fester Plätze wird verhindert, dass sich zu viele Kunden im Salon aufhalten. Wir fordern von der Landesregierung, eine Klarstellung für Sachsen-Anhalt und damit auch die Eindämmungsverordnung zu ändern, um den Friseur- und Fußpflegebetrieben Planungssicherheit für den Start am 1. März zu geben“, sagt Dirk Neumann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle.

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17 Kommentare

  1. Erm sagt:

    Na klar bis Ende Februar und dann, Hauptsache die Gerichte haben zu tun

  2. Bruno sagt:

    Und was ist mit den Kosmetikstudios und den Nagelstudios?? Das sind mitunter Soloselbständige, die kurz vor Hartz IV stehen. Wird mit zweierlei Maß gemessen? Lässt endlich wieder Normalität zu, oder sollen wir die nächsten 10 Jahre so eingeschränkt weiterleben. Denn solange wird uns Corona erhalten bleiben lt. der Aussage von bekannten Virologen.

    • Kosmetik- und Nagelstudios – Grundpfeiler der westlichen Zivilisation

      Wer dieser Solo-„Selbstständigen“ stockt nicht sowieso schon immer auf?

      • Bruno sagt:

        Viele von denen leben nur von ihren Einnahmen. Solltest dich vielleicht Mal informieren. Nicht jeder ist automatisch Aufstocker.

        • Habe mich informiert. Sonst würde ich hier nicht schreiben.

          Wovon leben die denn, wenn sie keine Einnahmen haben? Sind ja nun schon ein paar Tage zu, die Maler-, Anstreich- und Lackierwerkstätten. Hm? Was sagst du nun?

    • Klara sagt:

      Wenn Ihr Normalität bei den Öffnungen, Schulen etc. wollt, dann setzt doch endlich mal Eure Masken auf und haltet Abstand und die Hygienevorschriften ein. Das, genau das fehlt, würde uns aber den Weg in die Freiheit erleichtern.

      • Tim Buktu sagt:

        Absolut richtig. FFP2-Maske unbedingt auf unbelebten Plätzen und am besten auch im Bett tragen. Die Freiheit ist unheimlich wichtig. Leider hast Du die Freiheit des alternativen Denkens und Handelns vergessen.

  3. Iche sagt:

    Worum geht es denn jetzt überhaupt? 🤔
    Bis Ende Februar war klar, Reservierung mit Termin auch. Vorschriften sind ebenfalls festgelegt. Was will die HWK noch? 🤷

  4. Zentraldenker sagt:

    Kaum reißt die Handwerkskammer das Maul auf, schon stinkt es. Frisöre sind nicht systemrelevant. Die Mutationen breiten sich aus. Die zweite Pandemie ist fast da.

    • Kurt Hubert sagt:

      Du denkst möglicherweise etwas zu sehr mit Deinem Zentralhirn. Benutze doch mal auch den linken und rechten Lappen. Nicht alle habe das Glück einer mutationsbedingten Glatze.

    • BW sagt:

      Du hast es verpennt. Wir sind
      schon in der dritten, vierten… Pandemie
      Oberverwaltungsgericht 🤮🤮🤮 Wer ist das??

      • Tim Buktu sagt:

        Offenkundig eine Ansammlung drittklassiger Westimporte, die auf eine lockdownfreundliche einheitliche Rechtsprechung getrimmt worden sind. Abwägungen, die dem juristischen Handeln zugrundeliegen sollten, werden zugunsten einer obrigkeitsstaatlichen Hörigkeit garnicht erst angestellt. 3. Gewalt? Es steht schlimm um Deutschland.

  5. Clown sagt:

    Dann gibt’s keine Frisöre mehr.Die Urmenschen hatten auch keinen Lodenschneider.

  6. Fritz sagt:

    Aus Sicht der Handwerkskammer ist die in dem BGW-Arbeitsschutzstandard …….. nur eine Empfehlung, keineswegs aber bindend. Diese Aussage finde ich eine Frechheit. Also jedes große Geschäft ( z.b. EDEKA, Real usw.) muß diese 10 Quadratmeter pro Person einhalten nur in den eh schon kleinen und engen Frisörläden dürfen sich die Angestellten und Kunden stapeln? Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden ist egal? Schon beim letzten mal saßen in meinem Frisörladen des Vertrauens nicht nur Kunden auf dem Frisörstuhl sondern auch noch wartende Kunden mit im Laden was ich bedenklich fand. Und aufgrund der Enge des Ladens gab es keine Abgrenzungen zwischen den Frisörstühlen ( nennt man es Spuckschutz?) bzw. es wurde auch nicht jeder zweite Platz genutzt. Der Chef sah dies locker, Hauptsache die Einnahmen stimmen…

    • BW sagt:

      @Fritz
      Bitte lass dir keine Haare mehr schneiden, soweit auf dir noch welche wachsen. Gehe nie mehr in den Läden deines Vertrauens. Gehe bitte in deinen Keller, zum Lachen und soweit noch ein Luftschutzraum vorhanden sein sollte, schließ dich ein. Nur so kannst du Corinna besiegen.

  7. Fritz sagt:

    @BW…mit Corinna werde ich fertig…nur bei Corona muss ich aufpassen 😉 wünsche dir noch einen schönen Tag 👍