Alte Wasserleitungen nicht im Plan verzeichnet: Havarie im Stadthaus
Für 33 Millionen Euro soll das Stadthaus am Marktplatz in Halle (Saale) saniert werden. Die Stadt will das Geld dafür aus dem Sondervermögen des Bundes nehmen. Mehrere Stadtratsfraktionen wollen die Summe gern absenken und ein Teil des Gelds für andere Projekte verwenden.
Doch am Montag zeigte sich die dringende Notwendigkeit einer Sanierung. Denn in dem historischen Gebäude kam es zu einer Havarie. Ein Unternehmen hat bei Arbeiten gleich zwei Wasserleitungen für kaltes und warmes Wasser beschädigt. “Das Unternehmen trifft aber keine Schuld”, betonte Felix Bürger vom städtischen Servicezentrum Gebäudemanagement im Bildungsausschuss. “Die Firma hat nach Plan gearbeitet. Aber die Leitungen waren dort nicht verzeichnet.”
Bürger betonte auch: “so geht es uns die ganze Zeit.” Immer wieder stoße man auf nicht verzeichnete Leitungen. “Das sind zum Teil Schwarzbauten.” Das stammen aus der Bauzeit und aus den 1990er Jahren. Damals gehört das Gebäude einem österreichischen Unternehmen. Zudem sprach Bürger von einer “spannenden Elektrik” im Untergeschoss. Dort sei es auch am Dienstag zu einer weiteren Wasserhavarie gekommen.
Unterdessen will die Stadtverwaltung demnächst interessierte Stadträte durch das Gebäude führen und dabei auch nicht öffentlich zugängliche Bereiche zeigen.










Neueste Kommentare