Amazon eröffnet Sortierzentrum in Halle (Saale) – 160 Jobs

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  1. 10010110 sagt:

    Die Ansiedlung von Amazon ist ein weiterer Beleg für die große Anziehungskraft, die der Wirtschaftsstandort Halle (Saale) für expandierende Unternehmen hat. Auf einer der letzten freien Flächen im Star Park siedelt sich […] eine weitere internationale Marke an. […] Damit der mitteldeutsche Wirtschaftsraum weiter dynamisch wachsen kann, […]

    Dummes Politikergeschwurbel! 😡
    Diese Billigarbeitsplätze von globalen Ausbeuterunternehmen sind nichts, worauf man unbedingt stolz sein müsste. Sobald es eine Möglichkeit gibt, billiger zu produzieren, sind die schneller wieder weg als man Jeff Bezos’ Vermögen in Worten aussprechen kann.

  2. Alt-Hallenser sagt:

    Top. Dann finden ja die noch in der bald verkehrsberuhigten Innenstadt beschäftigten neue Jobs. Und die Verdi hat auch bald alle Hände voll zu tun. Win-Win-Situation.

  3. Amazone sagt:

    Bevor der OB weitere innovative und beschäftigungsstarke Unternehmen in das zu entwickelnde Gewerbegebiet lockt, sollte er nochmal bei der Stadt Halle nachfragen…
    https://dubisthalle.de/erhebliches-stoerpotenzial-das-sagt-die-stadt-halle-zur-flughafen-erweiterung-gegner-erwaegen-klage

  4. xxx sagt:

    „Das gemeinsame Entwickeln von Gewerbegebieten ist ein guter und zukunftsweisender Weg, um in der Wirtschaftsregion Halle/Saalekreis attraktive Bedingungen für Ansiedlung und Erweiterung von innovativen und beschäftigungsstarken Unternehmen zu schaffen.““

    Blablabla. Äcker zubetonieren=zukunftsweisend, ganz bestimmt. „Attraktive Bedingungen“ – sicher, fragt sich nur für wen und warum und auf wessen Kosten.
    Presse-Schönquatscherei vom Feinsten, sind wir ja von Wessis gewöhnt seit 1990.

  5. Leser sagt:

    Wie einst die ehemalige OB Häusler so stolz auf die Ansiedlung von Callcenter war, ist nun OB Wiegand stolz auf AMAZON.
    Sicher werden auch wieder Fördermittel fließen, damit die Ausbeutung weiter seinen Lauf nimmt.

    • Malte sagt:

      Btw., dazu gehören auch immer noch zwei… Und einer davon ist ein Schlafschaf, dümmlich, uninformiert, unorganisiert.

      Die von S-direkt habe das damals ganz schnell geschnallt; hat zwar etwas länger gedauert, weil ja manager nicht die schnellsten im denken sind. Aber letztendes sich durchgesetzt… und nur das ist wichtig

  6. Willy sagt:

    Millionen von Kunden kaufen täglich bei Amazon…weil es eben um den Preis geht, sonst nichts. Wer zahlt freiwillig einen höheren Preis um Niedriglohn zu verhindern… Lachhaft, kein Mensch. Aber schön von Gewerkschaften und Billigarbeitsplätzen lamentieren… Heuchler

    • Malte sagt:

      Nö, nur wer sich nicht wehrt…
      Und Gewerkschaften sind Selbsthilfevereine für ihre Mitglieder, nicht für Trittbrettfahrer und Kollegenschweine…

    • 10010110 sagt:

      Andersrum wird ein Schuh draus: die Preise sind nur so billig, weil die Politik es erlaubt. Aus Freiwilligkeit funktioniert gar nichts in dieser Gesellschaft. Freiwillig schippt auch keiner den Schnee auf dem Gehweg vor seinem Haus weg. Freiwillig verzichtet der Handel nicht auf Plastetüten und die Nahrungsmittelindustrie nicht auf Zucker im Fertigfraß. Freiwillig fährt auch keiner 30 km/h.

      Nix mit „freiwillig“ und freundlichen Bitten. Bei sowas muss knallhart reguliert werden, zum Wohle der Gesamtheit. Manchmal muss man Menschen zu ihrem Glück zwingen.

  7. Bo sagt:

    Wir befinden uns hier ganz einfach im Niedriglohnsektor, wo der Mensch als solches nicht viel zählt. Amazon hat nach wie vor keinen Tarifvertrag, trotz jahrelangen Streiks. Überall werden billig Leiharbeiter eingesetzt, die jeder Zeit austauschbar sind. Auch das DHL Drehkreuz wurde hier gebaut, weil hier für wenig Lohn, für die schwere Arbeit, geschufftet wird, auch die angrenzenden Gemeinden leiden unter dem nächtlichen Lärm. Aber egal, Hauptsache der Rubel rollt, aber leider nicht in die Taschen der Arbeiter. Das ist alles nur traurig. Wie kann man sich damit nur rühmen. Unglaublich.

    • Malte sagt:

      Nun mußt du aber auch dazu sagen, daß bei Amazon wirkliche Schlafschafe und Kollegenschweine arbeiten, die noch der Geschäftsführung in den Hintern.. Der Organisationsgrad ist leider viel zu niedrig, aber das schnallen halt die „Arbeitnehmer“ nicht. Bei 80% oder mehr % wären da ganz andere Hebel möglich, siehe eben S-direkt

    • Yippie-a-yeah sagt:

      Genau, F*** Amazon. Noch nie bei denen was bestellt. Und das bleibt auch so.

  8. ???? sagt:

    Gibt es dann noch mehr Busse nach Queis , weil selbst die vier Busse , die 4.56 Uhr fahren sind schon voll

  9. sXe4Life sagt:

    Oh nein, Amazon schafft Arbeitsplätze. Oh nein, Amazon sorgt für Innovationen, von denen alle profitieren. Oh nein, Amazon hat die Grundversorgung zu Zeiten von Corona sichergestellt, wo es keiner sonst konnte. Das kommunistische Geschwafel ist nicht auszuhalten hier. Und was heißt hier „Niedriglohn“? Bei der MZZ oder Relaxdays im Lager verdient man genauso wenig. Das sind schlecht bezahlte Jobs, weil sie kaum bis keiner Qualifikation bedürfen. Was erwartet ihr? Für’s Pakete packen 5000 Netto im Monat? Wer bei Amazon in höheren Positionen arbeitet, wird mehr als überdurchschnittlich bezahlt.

    • 10010110 sagt:

      Erzähle keinen Blödsinn von „Grundversorgung“ und von „alle profitieren“. Es profitieren eben nicht alle und die Grundversorgung wird auch weiterhin von den ortsansässigen Betrieben (Infrastruktur und Lebensmittelhandel) sichergestellt, nicht (allein) von Amazon. Auch ohne Amazon würden wir nicht frieren und nicht hungern. Niemand „braucht“ Amazon.

  10. Franz2 sagt:

    Das Amazon nicht der beste Arbeitgeber ist, ist hinlänglich bekannt, aber wie schon gesagt wurde: auf der einen Seite immer schön billig kaufen und die Angebotsreklame am Wochenende studieren (es gibt sogar Leute, die im Discounter die Mitarbeiter belästigen, weil irgendein Produkt, dass mal 6 cent billiger ist, ausverkauft ist und der Mitarbeiter muss sich dann rechtfertigen, dabei steht ein ähnliches Produkt nur eben nicht rabattiert im Regal) und sich dann hier heuchlerisch als der große Anti-Kapitalist geben. Genau so wie bei den Call-Centern … auf der einen Seite wollen die Leute rund um die Uhr Beratung und Erreichbarkeit, aber alles kostenlos und sich dann noch beschweren, wenn die Leute streiken. Genau so wie sich hier in aller Regelmäßigkeit Leute beschweren, wenn irgendjemand streikt.
    Der Kapitalismus hat es im Osten geschafft, dass die Leute am unteren Ende der Nahrungskette sich gegenseitig an die Gurgel gehen, wenn man sich gewerkschaftlich organisiert und die Bosse sitzen da und grinsen sich eins.

    • Willy sagt:

      @Franz2 👍👍👍
      Auf den Punkt gebracht, alles scheinheilig, sich über die Zustände im Niedriglohnsektor zu beschweren…

    • xxx sagt:

      „Genau so wie bei den Call-Centern … auf der einen Seite wollen die Leute rund um die Uhr Beratung und Erreichbarkeit, aber alles kostenlos“

      „Wollen“ die Leute das wirklich? Oder hat man ihnen diese Verfahrensweise einfach übergestülpt. Statt einen kompetenten Mitarbeiter vor Ort zu bestimmten Öffnungszeiten zur Verfügung zu haben, erreicht man irgendwen irgendwo nach endloser Warteschleife mit anschließendem Weiterleiten per stufenweise einzugebenden Nummern. Ist man endlich so weit vorgedrungen, hat man vielleicht schon vergessen, was man eigentlich klären wollte oder der Mensch am Telefon ist weder kompetent noch befugt, das Anliegen zu klären. Wenn man ganz großes „Glück“ hat, ist dieser Mensch noch schwer verständlich. Das ist nervig für beide Seiten des Telefonats.

      • Franz2 sagt:

        Wenn man sich mit Leuten aus der Branche unterhält, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass es GEWOLLT ist. Natürlich rufen tagsüber mehr Leute an, wie Nachts – aber es gibt diese Leute. Meist sind es Dinge, die nichtmehr gelöst werden können, weil es ungangssprachlich (und real) schon 5 nach 12 ist – oder es sind Betrunkene, geistig Verwirrte oder Querulanten, die einfach nur jemanden suchen, den sie terrorisieren können oder die schlichtweg einsam sind . Wenn man natürlich nur Mindestlohn zahlt, dann hat man es eben auch nicht immer mit kompetenten Menschen zu tun – ohne irgendjemanden zu verurteilen – oder man darf bei bestimmten Dingen nicht helfen oder kann es nicht. Den Call Centern werden ja explizit Vorgaben gemacht, was man darf/kann und was nicht – auch oftmals zum Unverständnis der Angestellten, weil die Meisten helfen wollen, aber nicht können.

        • 10010110 sagt:

          Nein, das ist nicht „gewollt“, es wurde den Menschen einfach vorgesetzt, und wenn es schonmal da ist, wird es eben auch genutzt. Niemand hat verlangt, dass er 24 Stunden irgendwo Beratung kriegt. Niemand hat verlangt, dass eine Bestellung noch am gleichen Tag kommt. Niemand hat verlangt, dass es im Winter Erdbeeren gibt. Niemand hat verlangt, ein Smartphone zu besitzen. Erst das Angebot hat die Nachfrage geschaffen.

          Und dann, wenn man sich dran gewöhnt hat, fühlt es sich natürlich unbequemer an, wenn man es nicht so haben kann. Aber abgesehen davon sind die Leute, die sich hier beschweren, nicht zwangsläufig die gleichen, die bei Amazon bestellen.

          • Franz2 sagt:

            Wenn es nie gewollt war, warum hat man es dann gemacht ? Der Unternehmer würde ja sparen, wenn er sagt 8 – 20 Uhr. Fertig. Ich denke es ist auch die Konkurrenz untereinander. Da kann man dann mit 24h Service punkten und du hast Recht: die Leute gewöhnen sich dran und nutzen es – wobei sich mir der Sinn entzieht, 24h Erreichbarkeit, wenn es keine Notfälle sind. Ich jedenfalls würde das aus Prinzip nicht nutzen.

    • Faktencheck sagt:

      „Der Kapitalismus hat es im Osten geschafft, dass die Leute am unteren Ende der Nahrungskette sich gegenseitig an die Gurgel gehen“

      Das fasst es perfekt zusammen. Es wird fleißig nach unten getreten. Die Leute begreifen nicht, dass sie nach oben schauen müssen.

      • xxx sagt:

        Nach unten treten ist halt bequemer als nach oben zu schauen.

        • Franz2 sagt:

          Richtig. Wem kann man eher ans Bein pissen: Dem Boss, der irgendwo im 12. Stock sitzt und der sich einen Dreck darum kümmert, was ein Wutkunde sagt, oder ein Angestellter, der an der Kasse sitzt und nicht einfach wegrennen kann und sich das Geschrei anhören muss (meist noch mit einem Vorgesetzten, der seinem Angestellten nicht beisteht, sondern ihm in den Rücken fällt)

  11. ... sagt:

    „Der Kapitalismus hat es im Osten geschafft…“ Wer hat es denn so gewollt und ist 89 auf die Straße gegangen? Die haben damals nur die D-Mark und das Reisen gesehen. Dass die Einheit natürlich auch negative Seiten hat, hat niemand bedacht! Obwohl das System bekannt war. Alle wollten nur reisen und mit D-Mark bezahlen, das meiste sollte aber so weiter laufen, z. B. Bildungssystem, Gesundheitswesen, Arbeitsplätze für alle usw. Tja, Pustekuchen! Über den Rattenschwanz hat keiner nachgedacht. Wer das Eine will, muss das Andere mögen…

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