Im Paulusviertel lebten die Handwerker und Salzsieder


Am Dienstag wurde der neue Wohnpark Paulusviertel offiziell übergeben. Doch bevor gebaut werden konnte, haben erst einmal die Archäologen das Gelände „umgepflügt.“

Susanne Friederich vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie hatte den Hut dafür auf. Die Arbeiten könne man sich keinesfalls so vorstellen wie im Fernsehen, „mit Pinsel unter dem Coca-Cola-Schirm“, stattdessen sei es „mittelschwere Gartenarbeit.“ Doch bevor die Archäologen graben, trägt zunächst einmal ein Bagger die oberen Schichten ab.

Wie Friedrich sagte, habe man Siedlungsreste aus dem Zeitraum etwa 1000 Jahre vor Christus gefunden. Dabei habe man festgestellt, dass sich an dieser Stelle eine Handwerkersiedlung befand. Unter anderem habe sich hier der Metallguss befunden. Zudem sei an dieser Stelle auch Salz gesiedet worden. Dafür sprechen mehr als 100 Kilogramm gefundene Keramik sowie Kelche für die heiße Sole. Ob aber auch im Paulusviertel Sole ausgetreten ist, dass könne man heute nicht mehr belegen.

Friederich sagte, es sei völlig neu, „dass hier so intensiv gesiedelt wurde.“ Doch ihr Fazit lautet: „das damals lebenswert war, muss es auch heute sein.“