Kostenexplosion beim Zukunftszentrum: Bundesregierung hält an Vorhaben fest, hallescher Stadtrat fasst Beschlüsse
In der Debatte um das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation am Halleschen Riebeckplatz deutet alles auf eine konsequente Fortsetzung des Vorhabens hin, ungeachtet der zuletzt diskutierten finanziellen Herausforderungen. Während Berichte über eine massive Kostenexplosion – die Schätzungen stiegen von ursprünglich 200 Millionen auf 277 Millionen Euro – für politische Unruhe sorgten, setzt die Bundesregierung nun ein klares Signal der Entschlossenheit. In einer aktuellen Unterrichtung des Haushaltsausschusses des Bundestages wurde bekräftigt, dass das Projekt ohne Abstriche bei der geplanten Größe realisiert werden soll. Zudem hat der hallesche Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch vier Beschlüsse zum Zentrum gefasst.die Satzungs-, Feststellungs- und Abwägungsbeschlüsse zum Flächennutzungsplan sowie zum Bebauungsplan gefasst.
Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Elisabeth Kaiser, unterstreicht in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer offenen Kommunikation. Es sei ihr ein besonderes Anliegen, transparent über die Kostenentwicklung zu sprechen, während man nun zeitnah in die nächste Phase der Bauplanung übergehe. Kaiser bezeichnet das Vorhaben als zentrales Projekt der Regierungskoalition, das nicht nur für die Stadt Halle, sondern für den gesamten Bund eine nationale und europäische Ausstrahlung besitze. Von der strukturellen Stärkung der Region zeigt sie sich überzeugt und verweist auf die breite politische Unterstützung, für die sie sich weiterhin intensiv einsetze.
Um die Belastung für den Bundeshaushalt trotz der gestiegenen Baukosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten, hat die Bundesregierung das Betriebskonzept strategisch angepasst. Ein Sprecher der Ostbeauftragten erklärte hierzu gegenüber dubisthalle.de, dass das Gebäude künftig verstärkt als Plattform für Kooperationen dienen soll. Konkret ist vorgesehen, dass rund 25 Prozent der Flächen an Partnerorganisationen untervermietet werden. Diese Mieteinnahmen sollen als neue Einnahmequelle dienen, um die laufenden Kosten des Zentrums zu refinanzieren und den Steuerzahler langfristig zu entlasten. Damit soll die ursprüngliche Gründungsidee des Dialogs zwischen Ost und West mit einer ökonomisch tragfähigen Basis verknüpft werden.
Innerhalb der Bundesregierung herrscht Einigkeit darüber, dass die im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ziele zügig umgesetzt werden müssen. Nach dem klaren Bekenntnis des Bundestages anlässlich des 35. Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung im Oktober 2025 sollen die Architekten nun umgehend mit den weiteren Planungsleistungen beauftragt werden. Die entsprechenden Mittel werden laut Regierungsangaben zeitnah freigegeben, um die Ausschreibungsprozesse nicht weiter zu verzögern. Für die Stadt Halle bedeutet dies, dass der markante Neubau am Riebeckplatz trotz der wirtschaftlichen Debatten ein fester Bestandteil der städtebaulichen und politischen Zukunftsplanung bleibt.










Schon der Name allein! Deutsche Einheit und europäische Transformation! Das kann nicht gut sein.
Sollte der Unfug tatsächlich gebaut werden, wird es wohl mindestens eine halbe Milliarde kosten.
Da stellt sich die Frage, wer soll da Mieter werden. Wieso muss immer neu gebaut werden, es gibt unzaehlige leerstehende Gebaeude. Warum renoviert man nicht eines davon, zum Beispiel das Maritimhotel und bringt dort das Zukunftszentrum unter.
Weil „man“ das anders beurteilt als du und womöglich auch Eigentumsverhältnisse beachtet.
„verstärkt als Plattform für Kooperationen dienen soll. Konkret ist vorgesehen, dass rund 25 Prozent der Flächen an Partnerorganisationen untervermietet werden.“
Welche Kooperationen? Ich denke es weiß noch keiner was rein soll? Aber Touristenströme berechnet.
Die Baudauer und Kosten werden eh noch explodieren.
Es scheint so,das in der Zukunft Geld keine Rolle spielt und das Ding muss kommen ob man will oder nicht. Nicht durch Zufall am Bahnhof, wenn es schief geht kann man schnell wieder das Haus in alle Richtungen verlassen. Hauptsache die Brücke ist weg und jahrelange Verkehrsprobleme sind die Folgen.
Du hast deinen ei(s)ernen Widerstand aufgegeben. Einfach resigniert.
War leichter als gedacht.
Als ob wir in Halle,Umgebung oder sogar ganz Deutschland keine Möglichkeiten haben,Geld auszugeben.Bis jetzt 277 Millionen!Geht’s noch??