Löhne rauf, Kaufkraft runter: Hallenser geben durchschnittlich 19,5% ihre Monatseinkommens für Mieter aus – Platz 340 von 400 im bundesweiten Vergleich
Halle (Saale)/Sachsen-Anhalt. Die Einkommen in Deutschland sind seit 2016 nominal kräftig gestiegen – um rund 27 Prozent. Doch real blieb davon kaum etwas übrig: Nur 1,3 Prozent Plus nach Abzug der Inflation. Für viele Haushalte bedeutet das Stillstand oder sogar Verlust an Kaufkraft. Besonders spürbar wird das beim Wohnen, denn in zahlreichen Regionen sind die Mieten schneller gestiegen als die Löhne.
Vor diesem Hintergrund veröffentlicht DataPulse Research heute die Studie „Mehr Lohn, weniger Platz“ – eine umfassende Analyse der Mietbelastung und Einkommensentwicklung in rund 400 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten. Die Untersuchung zeigt: Deutschlandweit frisst das Wohnen einen immer größeren Teil des Einkommens auf. Am höchsten ist die prozentuale Belastung in Fürstenfeldbruck, Einwohner geben hier 39,7% ihres Einkommens für die Miete aus, gefolgt von München und Dachau. Mit 14,7% ist die Belastung der Mieter in Salzgitter am geringsten, auch in Chemnitz und Holzminden müssen die Bewohner einen vergleichsweise geringen Anteil ihres Lohn für Miete aufwenden.
Halle unter dem Bundesdurchschnitt – aber keine Entwarnung
Im bundesweiten Vergleich belegt Halle Platz 340 von 400 Kreisen und kreisfreien Städten. Damit liegt die Saalestadt 4,2 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt der Mietbelastung. Konkret bedeutet das: 19,5 Prozent des Nettoeinkommens gibt ein Einpersonenhaushalt in Halle im Jahr 2024 für eine 50-Quadratmeter-Wohnung aus.
Bemerkenswert ist der Trend: Gegenüber 2014 ist die Mietbelastung in Halle um 0,6 Prozentpunkte gesunken (von 20,1 auf 19,5 Prozent). Während in vielen Metropolen der Anteil des Einkommens fürs Wohnen deutlich gestiegen ist, blieb Halle vergleichsweise stabil.
Sachsen-Anhalt: Moderate Mieten, schwache Kaufkraft
Für Sachsen-Anhalt insgesamt bestätigt die Studie ein bekanntes Bild: Die Mieten sind im Bundesvergleich moderat, doch die Einkommensentwicklung bleibt hinter anderen Regionen zurück. Das führt dazu, dass selbst geringe Mietsteigerungen für viele Haushalte spürbar sind. Besonders Alleinlebende und Menschen mit niedrigen Einkommen geraten unter Druck – trotz niedrigerer Quadratmeterpreise.
„Mehr Lohn, weniger Platz“ zeigt: Wo Löhne kaum zulegen und Lebenshaltungskosten steigen, wird Wohnen selbst bei moderaten Mieten zur Belastung. In Halle kommt zwar statistisch „weniger“ vom Einkommen für die Miete weg als anderswo – doch der Spielraum für Rücklagen, Konsum oder Altersvorsorge bleibt gering.
Deutschlandweit wächst die Schere
Bundesweit verdeutlicht die Studie eine strukturelle Entwicklung: Nominale Lohnzuwächse werden von Inflation und Mieten aufgezehrt. In vielen Regionen kommt beim real verfügbaren Einkommen „nichts mehr an“. Halle profitiert aktuell von einer im Vergleich entspannten Marktlage – doch ohne stärkere Einkommenszuwächse bleibt auch hier das Risiko, dass die Mietbelastung wieder steigt.
Zur Studie und den Daten
– Studie „Mehr Lohn, weniger Platz“: https://track.datapulseresearch.de/track/click/v2-815485688
– Übersicht der Mietbelastung in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten: https://track.datapulseresearch.de/track/click/v2-815485689
– Vollständige Analyse mit interaktiven Karten und Landesvergleichen: https://track.datapulseresearch.de/track/click/v2-815485690








Aber bestimmt trotzdem schön meckern, dass alles so teuer geworden ist und man es hier im Osten ja soooo schlecht hat.
Manchen scheinen die Mieten hoch, doch im Vergleich sind sie niedrig, und vor allem: wirtschaflich sind die Mietpreise in Halle nicht. Vermieten hier eäre ein Zusatzgeschäft. Die Preise und Unterhaltskosten sind schneller gestiegen als die Mieten. Folge sind Pleiten oder v.a. private Vermieter zahlen drauf, vieles rechnet sich nur unter Substanzverlust. Das geht nicht lange gut ( s. DDR). Ich bin so froh, dass ich schon vor vielen Jahren das Vermieten aufgegeben habe – als privater Vermieter ist das aufwändig und nicht rentabel. Lieber ETFs und Aktien – weniger Ärger, weniger Aufwand, höhere Rendite.
Auch vermieten muss man können…
Stimme zu und habe das Vermieten auch aufgegeben.
Hoher Aufwand: Mietverträge, Wohnungsbesichtigungen und-abnahmen, Reparaturen, Anlage V
Niedriger Ertrag durch Mietenbremse und volle Versteuerung.
Schlechte Perspektive, da man an Deutschland gebunden ist und Deutschland zusehends den Bach runtergeht. Aktien kann man weltweit streuen.
Das Gesetz der Marktwirtschaft. Wer keinen Schimmer von unternehmerischer Tätigkeit hat, fliegt raus.
Genau, das Vermieten von 1 Wohnung ist so schwer, dass man das aufgibt. Naja, siehe Vorredner „tja“.
Aber es ist schon peinlich, dass Sie Möchtegern „Liberaler“ mit einer Wohnung immer so tun, als hätten Sie Ahnung.
Ich kann nur wiederholen, ich verdiene sehr, sehr gutes Geld mit Vermietung. Es geht also.
Alt-Dölauer,
mit Ihrer Feststellung haben Sie eindeutig recht. Das Problem ist nur, dass viele Hallenser nicht begreifen wollen bzw. können, dass die viel zu niedrigen Mieten in Halle zu einem Substanzverlust führen.
Und die steigenden Preise für Immobilien als Gratisrendite (ohne Steuern) lässt du einfach mal weg?
In letzter Zeit wird in Artikeln immer die Miete hervorgehoben. Ist das ein klares Anzeichen zur Vorbereitung der Bürger auf weitere Miersteigerungen?
Wer ist dein Vermieter?
Buna Werke.
Dann habe ich schlechte Nachrichten für dich.
Dass es die „Buna-Werke“ seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gibt?
Oder dass Emmi glaubt, böse Mächte erhöhen alle Mieten „der Bürger“?
Dann wohne ich ja in Fürstenfeldbruck 😞
Nein, du lebst nur über deinen Verhältnisse
Kann es sein,dass Emil bißchen dumm ist?
Während in den meisten EU-Ländern der Eigentumsanteil zwischen 75-100% liegt, ist hier eben das Land der Mieter und Lohnsklaven.
„Eigentumsanteil zwischen 75-100% liegt“
hahaha
Oder meinst du das ernst?
ahahahahahaha
100 Prozent gibt’s eher nicht, aber der Durchschnitt liegt in der EU bei 70%. In D als Land mit dem geringsten Anteil an Eigentum bei 47%.
Mit Spitzenreitern wie Rumänien und Ungarn. 😂😂
Mieten in Kombination mit regelmäßigen Investionen ist die langfristig bessere Strategie. Wohneigentum ist ein Lifestyle, keine kluge finanzielle Entscheidung.
Wunderbar. Der neue Mietspiegel liegt bereit und wurde an den Kaufpreisindex angepasst. Genau so muss das sein.
„Bemerkenswert ist der Trend: Gegenüber 2014 ist die Mietbelastung in Halle um 0,6 Prozentpunkte gesunken (von 20,1 auf 19,5 Prozent). Während in vielen Metropolen der Anteil des Einkommens fürs Wohnen deutlich gestiegen ist, blieb Halle vergleichsweise stabil.“
Das ist doch positiv!
Da die Mieten nicht gesunken sind, ist in Halle das Lohnniveau also gestiegen.
Das kann man dann auch mal so schreiben.
Dann schreib doch.
Hat er doch geschrieben, aber eben seit 2016(!) Deutschlandweit nach Inflation nur um 1,3%. Das ist das Problem was in Deutschland für die Krise sorgt, nicht die Bürokratie. Fehlende Investitionen durch die Schuldenbremse haben dieses Problem weiter befeuert.
Wir haben also nach Inflation mehr Geld in der Tasche. Wo ist das Problem?
Wenn du jetzt sagst, dass die Unternehmen im gleichen Zeitraum viel besser verdient haben, dann ist auch nicht zu wenig Geld für Investitionen da.
Hm, ich Frage mich ja immer, was da als Grundlage genommen wird. Ich gebe ein Drittel meines Gehalts für die Kaltmiete aus. Dazu kommt dann der Batzen an Nebenkosten, die auch in Halle gestiegen sind. Ergo komme ich im Endeffekt auf die Hälfte meines Gehalts für Wohnen all in. Dazu noch Strom, der, obwohl es Artikel gibt, in denen geschrieben wird, er sei gesunken, auch noch mal drauf. Die angeblich gesunkene Inflation macht sich im Einkaufswagen ebenfalls nicht bemerkbar bis jetzt. Ausgehen oder mal shoppen, muss gut geplant sein. Geht das nur mir so?
Wer wie du an der Armutsgrenze lebt, hat es nicht leicht.
Aber es geht zum Glück nur wenigen wie dir.
Hier als Ansporn:
https://dubisthalle.de/verfuegbares-einkommen-der-sachsen-anhalter-pro-kopf-bei-25-094-euro-im-jahr-bundesweit-sind-es-28-452-euro
2000 Euro pro Monat sind schon einen Menge bei den Mieten in Halle.
Hallo,
dann möchte ich Dich bitten auch mit den statistischen Zahlen die zur Verfügung stehen zu arbeiten.
In Sachsen-Anhalt wurde im Jahr 2023 im Schnitt 25.000€ netto pro Jahr verdient.
Durch 12 Monate somit ca. 2.083€/Monat netto.
Davon entfallen zu 19,5% an Miete; macht also 406€/je Monat……is klar.
Sehr unrealistisch aber gut – immer schön an Statistiken glauben.
„In Sachsen-Anhalt wurde im Jahr 2023 im Schnitt 25.000€ netto pro Jahr verdient“
Erster Fehler.
„Davon entfallen zu 19,5% an Miete; macht also 406€/je Monat“
Zweiter Fehler.
Dritter Fehler: Die 19,5% gelten für Halle nicht Sachsen-Anhalt.
Vielmehr war nicht. Also im Prinzip alles falsch.
Möchtest du nochmal?
bitte beachten
– Nettoverdienst ist was anderes als verfügbares Einkommen
– Haushaltseinkommen etwas anderes als Einkommen pro Person
– https://dubisthalle.de/spitzenreiter-halle-hoechster-medianlohn-in-sachsen-anhalt-mit-3-621-euro-akademiker-und-fachkraefte-verdienen-besonders-gut
Du musst nicht an Statistiken glauben. Aber so plump welche verfälschen wollen sollte dir auffallen und peinlich sein.
also wenn das sinn machen soll muss man den Anteil der Miete vom Bruttolohn berechnen. Wenn das alles auf den Nettolohn bezogen ist macht das gar keinen Sinn
Jammere nicht rum . Kaufe dir einen gebrauchten Wohnwagen (Ca. 6- 8000 Euro)und lass dir den Stellplatz dafür genehmigen.Möglichst in der Nähe von der Saale. Kauf dir eine Angel und fische. Da kannst du regelmäßig Wels, Hecht oder Aal verzehren!