Nahversorgung, Arbeitsplätze, Treffpunkte: Demo am Freitagabend vor dem Südstadt-Center
Nach dem Rückzug von Kaufland steht das Südstadt-Center in Halle (Saale) vor einer noch ungewisseren Zukunft. Seit zwei Wochen ist das Einkaufszentrum bereits dicht, die Stadt hatte eine Nutzungsunterlassung wegen Brandschutzmängeln erlassen. Am Freitag, 20. Februar, wollen Anwohner ab 17 Uhr erneut für ihr Center protestieren.
„Uns geht es mittlerweile um mehr als nur eine kurzfristige Öffnung“, sagt Initiator Daniel Mahler. „Viele Menschen machen sich ernsthaft Gedanken darüber, was es für Halle-Süd bedeutet, wenn das Südstadt-Center dauerhaft wegfällt.“
Es gehe um Nahversorgung, Arbeitsplätze und Treffpunkte – aber auch um die Frage, ob ein Stadtteil schleichend an Struktur verliert. „Wenn wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten verschwinden, steigen Wege, Verkehr und Unsicherheit“, so Mahler. „Wenn Frequenz sinkt, geraten Infrastruktur und Attraktivität unter Druck.
Vielleicht ist es auch für die Leser interessant, sich einmal zu fragen: Was passiert eigentlich mit einem Viertel, wenn sein Zentrum fehlt? Welche Folgen hat das langfristig – für Umwelt, Mobilität, Gemeinschaft und Wohnqualität?“
Und er stellt klar: „Wir setzen weiter auf Sichtbarkeit und Dialog – nicht auf Konfrontation.“









Da könnt ihr demonstrieren wie ihr wollt ! Geld regiert die Welt! Das ist ebenso. Sicherlich liegen da schon andere Pläne von einem Investor in der Schublade. Und Halle kümmert sich einen Sch….. darum!
Und was soll deiner Meinung nach die Stadt machen. Hier ist der Eigentümer in der Pflicht. Der hat aber entweder keine Lust an der Situation etwas zu ändern oder ist mittlerweile garnicht mehr in der Lage was zu ändern, da es in anderen Objekten von ihn wohl genauso aussehen soll.
Sehe ich leider genauso, am Ende sitzt der Eigentümer welcher keinen offensichtlichen Druck von Stadt oder Staat zu befürchten hat. Eventuell sogar Entschädigung wegen des Leerstands in welcher Form auch immer. Zumal es für Anwohner nahe, eine gute Anbindung an Öffis, wie auch dank dem Parkhaus für Leute weiter weg oder größerem Einkauf gut erreichbar war.
Die Demonstrierenden köne ja für die sicherheitsrelevante Sanierung spenden.
Warum sollten sie? Haben die Mieter keine Miete gezahlt?
Meinetwegen könnte man das geschlossen lassen. Dort würde ich nie einkaufen gehen, viel zu verdreckt. Man müsste auch mal investieren und nicht nur Geld herausziehen.
Mir erschließt sich der Sinn der Demo nicht.
Der Eigentümere hat sich jahrzehntelang nicht für die Sanierung interessiert, er interessiert sich definitiv nicht für die für ihn konsequenzlose Demo – falls er sie überhaupt mitbekommt. Solange außerhalb niemand bedroht ist, zwingt ihn niemand, etwas zu unternehmen. Er muss halt die Konsequenzen tragen, hier Schließung.
Die Stadt kann nicht enteignen, sie kann und muss nur bei Gefahr im Verzug – und das lag vor – das Gebäude für die Öffentlichkeit schließen. Was soll sie sonst tun?
Also wer ist der Adressat der Demo? „Die da oben?“ Ich verstehe den Frust, hier fällt ein großes Angebot weg, aber das hier erzeugt nur blinde Wutbürger.
Die Stadt Halle bzw. das Land Sachsen-Anhalt sollte ein Abrissverbot für 15 Jahre verhängen.
Es wirkt so, als ob mit Absicht der Eigentümer sein Objekt verfallen ließ um alle Mieter schnell heraus zu bekommen.
Bestimmt möchte er dort was anderes errichten lassen.