Neue Grundschul-Lehrpläne für Sachsen-Anhalt werden erarbeitet

Derzeit werden die Lehrpläne für die Schulform Grundschule in Sachsen-Anhalt überarbeitet. Damit sollen – wie auch in anderen Bundesländern – die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für die Primarstufe (Beschluss 2022) umgesetzt werden. Diese Standards definieren verbindliche Kompetenzanforderungen und bilden die Grundlage für alle Länder.

Die nun vorliegenden Entwürfe zur Anpassung der Fachlehrpläne sind Teil eines geordneten, gesetzlich vorgesehenen Anhörungsverfahrens, in dem zahlreichen Experten aus der Praxis Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird.

Bildungsminister Jan Riedel erklärt: „Eine Absenkung der Leistungsstandards und damit der Qualität an Sachsen-Anhalts Grundschulen wird es nicht geben. Die Überarbeitung der Lehrpläne ist ein normaler, fachlich begründeter und transparenter Vorgang. Regelmäßige Lehrplananpassungen sind notwendig, um aktuelle Bildungsstandards umzusetzen und Unterricht weiterzuentwickeln.“

Nach Abschluss der Anhörungen erfolgt eine weitere Überarbeitung der Entwürfe, bevor der Landtag im Sommer unterrichtet wird.

Der neue Lehrplan soll – wie üblich – zunächst zur Erprobung in Kraft gesetzt werden. Auch in dieser Phase gibt es ausdrücklich Raum für Feedback.

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13 Antworten

  1. PaulusHallenser sagt:

    „Bildungsminister Jan Riedel erklärt: „Eine Absenkung der Leistungsstandards und damit der Qualität an Sachsen-Anhalts Grundschulen wird es nicht geben. Die Überarbeitung der Lehrpläne ist ein normaler, fachlich begründeter und transparenter Vorgang. Regelmäßige Lehrplananpassungen sind notwendig, um aktuelle Bildungsstandards umzusetzen und Unterricht weiterzuentwickeln.““

    Ich bewundere Jan Riedel. Er versteht es auf eine sehr sympathische Weise, die Menschen regelrecht einzuwickeln. Er spricht davon, dass Leistungsstandards nicht abgesenkt würden, was auch der Wahrheit entspricht. Das derzeitige Hauptproblem besteht allerdings aus einer stetigen Absenkung der Bildungsstandards. Was nicht (mehr) vermittelt wird, kann auch nicht mit geringeren Leistungsstandards benotet werden.

  2. Robert sagt:

    Warum dürfen die jeweiligen Fachlehrer nicht selber entscheiden wie und was sie lehren ?
    Lehrplan hört sich so nach DDR an.

    • MS sagt:

      Und welche Standards setzt du dann für die Gymnasialstufe, wo die Kinder aus verschiedenen Schulen ab Klasse 5 hingehen? Wie garantierst du, das Kinder, die die Grundschule wechseln müssen (Umzug wegen Arbeit der Eltern etc) auf vergleichbarem Stand sind? Hast du überhaupt eine Idee, was „Lehrpläne“ sind, was sie beinhalten?

    • xyz sagt:

      Weil das im Caos enden würde. Woher soll dan klar sein was die Kinder können und was nicht? Das ist heute schon ein Problem wenn der Fachlehrer wechselt. Außerdem ist er eine große Hilfe zur Orientierung für junge Lehrer und diese sind Sinnvoll aufgebaut. Welcher Mehrwert liegt den darin das Lehrer sich selbst Lehrpläne ausdenken?. Dazu kommt das es den Lehrkräften frei steht wann was unterrichtet wird solange es sich in grenzen hält. So kann ein Mathelehrer Funktionen in der 7 oder 8 Unterrichten etc Ein gewisses maß an Flexibilität gibt es also. Auch kann die Lehrkraft in den Themen einen Schwerpunkte legen etc. Lehrpläne gibt es auch in der BRD und gab es auch vor der DDR. Das hat also nix damit zu tuen. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen

    • Yvonne sagt:

      Hallo Robert
      und was war so schlimm an diesem?
      Mathe, Chemie, Physik, Biologie und Astronomie, Musik, Sport, Kunst, Werken fand ich toll, Gartenarbeit gab es auch manchmal.
      Besser ging’s doch nicht!
      Und jetzt Wahlfächer, Formeln nein danke.
      Drama Schule.

      • bald vorbei sagt:

        Chemie, Physik, Biologie und Astronomie gab es damals in der Unterstufe (was heute für euch Grundschule ist) nicht.

        Formeln gibt es in diesen Fächern hingegen sehr häufig und die gab es früher auch schon.

        Wann wird das „Drama“ Schule für dich vorüber sein? Du weißt hoffentlich, dass du nur 9 Jahre musst. (war früher auch so)

  3. Emmi sagt:

    Bei der Auswertung von Pisa für Halle würde das auch eine Katastrophe geben.

  4. Langzeitpauker sagt:

    Da sich hier Blitzmerker wie Robert offensichtlich genau auskennen, sei mal betont, dass Grundschulkinder zu DDR – Zeiten Grundkompetenzen im Lesen, Schreiben, Rechnen und ein gewisses Maß an naturwissenschaftlichen Kenntnissen vermittelt bekamen und das in einem Ausmaß, an das heutige Kinder nicht ansatzweise mehr rankommen! Seit über 30 Jahren geht es nur noch bergab. Damit das nicht so auffällt, wird einfach nicht mehr so viel gefordert. Was vor 20 Jahren mit 4 bewertet wurde, ist heute locker 2. So what?! Dumme Menschen lassen sich leichter manipulieren. Alles halb so wild.

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