Nur noch 12.400 Babys: Zahl der Geburten in Sachsen-Anhalt erreicht absoluten Tiefstand

2024 wurden in Sachsen-Anhalt voraussichtlich rund 12 400 Kinder lebend geboren. Wie im Vorjahr nimmt das Statistische Landesamt auf Grundlage der bekannten vorläufigen Geburtenzahlen bis zum 30. September des Jahres eine Vorausschätzung vor.

Innerhalb der ersten 3 Quartale 2024 erblickten in Sachsen-Anhalt 9 336 Kinder das Licht der Welt. Die vorausgeschätzte Gesamtzahl von 12 400 Lebendgeborenen bis zum Jahresende liegt unter dem Wert von 2023 (13 550 Lebendgeborene). Der zu erwartende Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt 1 150 Lebendgeborene bzw. 8,5 %.

Das Volumen der Geburten erreicht damit voraussichtlich einen neuen Tiefstand, der sogar die bisherigen Tiefstände von 2023 und 2022 (13 550 bzw. 14 506 Lebendgeborene) sowie die Einbrüche der Nachwendezeit in den Jahren 1993 (14 610 Lebendgeborene), 1994 (14 280 Lebendgeborene) und 1995 (14 568 Lebendgeborene) deutlich unterschreitet.

Die endgültigen amtlichen Geburtenzahlen für 2024 werden im Juni 2025 veröffentlicht.

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22 Antworten

  1. G. sagt:

    Wir brauchen mehr Fachkräfte 😆

  2. MisterX sagt:

    Nur wer nicht ganz dicht ist, bekommt in diesem gottverlassenen Land noch Kinder.

  3. 10010110 sagt:

    Tja, das ist das Dilemma der AfD-Wähler: haben Angst, dass „Bio-Deutsche“ aussterben, aber selber dagegen was zu tun und Kinder zu zeugen, ist dann doch auf Dauer zu anstrengend. 🙄

    • nur konsequent sagt:

      Wer den schlanken Staat fordert, muss eben auch die Einwohnerzahl verschlanken.

    • Aufmerksamer Leser:innen sagt:

      Eigentlich doch immer die Forderung deiner Gesinnungsschwestern, also Abtreiben gegen Überbevölkerung und für Selbstbestimmung, Nulli…

    • tja sagt:

      „aber selber dagegen was zu tun und Kinder zu zeugen“

      Wie verantwortungsvoll wäre es denn, in dieser überbevölkerten Welt mit Klimawandel, endlichen Ressourcen und zunehmenden Verteilungskämpfen noch Kinder zu zeugen? Vielleicht sind die AfD-Wähler einfach schlauer als du?

    • Zehner sagt:

      @Nulli…Na…wieder was mit AFD einstreuen?! Aber hier scheinst du was zu verwechseln. Denn schließlich ist ja die Mehrheit gegen die AFD und müsste demzufolge auch für einen ordentlichen Kindersegen sorgen.

  4. Keine Sorge! sagt:

    Norbert Blüm: „Die Rente ist sicher.“

    • Beitrag sagt:

      Lassen wir die Kirche im Dorf. Das hat Norbert vor fast 30 Jahren erzählt. Bisher hat es auch noch gestimmt. Das sowas nicht für alle Zeit gelten kann ist eine Binsenweisheit. Zumindest solange Herr Blüm Einfluss nehmen konnte hat er dafür gearbeitet. Das kann man nicht von jedem sagen. Seien wir also fair.

  5. Exil-Hallenser sagt:

    Da gründet man keine Familien, sondern sieht zu, dass man weg kommt. Bestes Halle, bestes Deutschland aller Zeiten.

    • Anna sagt:

      Es ist verständlich, dass man manchmal Veränderung sucht. Aber jede Region, auch Halle, hat ihre Stärken. Viele Menschen arbeiten hier aktiv daran, die Zukunft positiv zu gestalten. Statt nur auf die Herausforderungen zu blicken, sollten wir die Chancen nutzen und gemeinsam an einer besseren Zukunft für alle arbeiten.

    • Daniel M. sagt:

      Dann bleib doch bitte auch weg. Halle ist ein lebenswerte Stadt. Gerade für Familien. Wenn man mal Ausländergewalt absieht. Aber damit haben gerade sehr viele Städte zu kämpfen. Kinder bekommen und großziehen hat auch etwas mit Verantwortung zu tun. Für die Kinder, sich selbst und vor allem für die Gesellschaft. Darauf haben viel wohlstandsbesoffene deutsche keinen Bock. Die meckern lieber und wählen die AFD. Dann aber blöd gucken, wenn es in 20 Jahren nur noch eine Mini Rente gibt.

  6. Siegfried von der Heide sagt:

    Ist das ein Wunder: Jede dritte Frau in Sachsen-Anhalt von Gewalt betroffen – Welche Frau will ein Kind mit einem gewalttätigen Mann. Zweiter Grund: Die Gesellschaft rückt nach rechts, in erster Linie Männer, sehr wenige Frauen. Sollte es einen Zusammenhang geben zwischen rechten Männern und geschlagenen Frauen die keine Kinder mehr wollen ?

    • tja sagt:

      Ein gutes Beispiel, wie die Zahlen missverstanden werden. Sie besagen nicht, dass jeder dritte Mann gewalttätig ist.

      Schätzungsweise 95 Prozent der Männer werden „im Laufe ihres Lebens“ wenigstens einmal eine Gewalterfahrung gemacht haben. Je nach Ausweitung des Gewaltbegriffs (z.B. verletzende Worte) können es auch 100 Prozent sein.

      Handlungsbedarf? I wo.

    • Beitrag sagt:

      Ich weiß nicht, ob es zwischen rechter politischer Gesinnung und sinkender Anzahl der Kinder einen Zusammenhang gibt, ich würde es aber, mit Sicht auf andere Länder und der Geschichte bezweifeln. Eher mit dem Bildungsniveau und der Tatsache, das junge Frauen (Paare) sich insgesamt unsicher fühlen. Und eher in westliche Bundesländer abwandern. Seit Jahrzehnten ist auch eine negative Korrelation zwischen Bildungsniveau und Anzahl der Kinder gesichert. Oder Kinder stören beim verreisen.
      Jedenfalls ist die Annahme, das nur Männer rechte Gesinnungen vertreten und Frauen deshalb von denen keine Kinder bekommen eine gewagte These.

  7. Halle bietet Kindern viel sagt:

    In meinem Umfeld haben viele Familien 1 bis 3 Kinder, und viele sind extra nach Halle gezogen. Die Stadt bietet eine hohe Lebensqualität, gute Bildungseinrichtungen und ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Es ist schön zu sehen, dass so viele Menschen gerade hier ein Zuhause finden und ihre Familien gründen – das spricht für die positiven Seiten dieser Region.

    • tja sagt:

      Wenn man vom Saalekreiskaff kommt, erscheint Halle tatsächlich wie ein Paradies… Im Vergleich mit gleichgroßen Städten ragt Halle keineswegs positiv heraus. Aber immer glaube die schönen Geschichten deiner Bekanntschaft.

      • 10010110 sagt:

        Und für deine Behauptungen hast du bestimmt auch solide Quellen, oder sollte das alles nur anekdotische Evidenz, gewürzt mit ein wenig Polemik sein?