SPD Sachsen-Anhalt will Mitgliederentscheid zu Vorsitz


Der SPD-Landesvorstand Sachsen-Anhalt spricht sich dafür aus, den künftigen SPD-Vorsitz durch eine Mitgliederbefragung zu legitimieren. „Wer künftig die SPD führt, braucht Rückhalt aus der ganzen Partei. Ein Mitgliedervotum würde eine neue Vorsitzende oder einen neuen Vorsitzenden mit einem solchen Rückhalt ausstatten. Deshalb sollten wir uns in dieser Situation nicht auf die Wahl durch einen Parteitag beschränken, sondern eine Mitgliederbefragung durchführen“, erklärte der Landesvorsitzende Burkhard Lischka nach einer Telefonschaltkonferenz der Mitglieder des Landesvorstands.

„Was wir uns in unserer Lage überhaupt nicht erlauben können, ist ein Gegensatz zwischen ,oben‘ und ,unten‘ in der SPD“, ergänzte die stellvertretende Landesvorsitzende Katja Pähle, die auch Mitglied des SPD-Parteivorstands ist. „Deshalb sollten wir die gesamte Partei bei der Entscheidung einbeziehen und so zugleich die neue SPD-Spitze mit einer starken Legitimation ausstatten.“

Lischka: „Die wichtigste Aufgabe für den künftigen Parteivorsitz wird es sein, das Vertrauen der Mitglieder in die Parteiführung zu stärken und den Erneuerungsprozess glaubwürdig voranzubringen.“