Students for Future kritisiert Rektorat der Uni Halle: Nachhaltigkeit an der MLU – mehr als nur heiße Luft?

Der gerade in Überarbeitung befindliche Hochschulentwicklungsplan der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für die kommenden Jahre stellt drei sogenannte Profillinien in den Vordergrund der zukünftigen Entwicklung: Transformation, Nachhaltigkeit  und Wissenskulturen/Bildung  (MLU Senatssitzung vom 12.7.23). Am 11.10.2023 wurde darüber hinaus vom Senat der MLU eine Nachhaltigkeitsstrategie einstimmig beschlossen (https://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=66183&elem=3510547). 

Konkret heißt es im Bericht zu der Senatssitzung: Der Strategie liegt ein breites Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde, nach welchem soziale und ökologische Herausforderungen integrativ betrachtet werden. Sie formuliert strategische Ziele nachhaltiger Entwicklung für die MLU in allen ihren Handlungsfeldern: Forschung, Transfer, Studium und Lehre, Betrieb und Governance. Die Strategie legt einen Fokus auf einen umwelt- und sozialverträglichen Universitätsbetrieb, die Erreichung von Klimaneutralität bis 2030, Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Förderung transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung. Die Bedeutung der Gesundheit und Vielfalt der Hochschulgemeinschaft, Partizipation, Transparenz und Vernetzung innerhalb und außerhalb der Universität für eine nachhaltige Entwicklung wird betont. Die Strategie bildet den Rahmen für Aktionspläne, die durch das Nachhaltigkeitsbüro koordiniert und von einer bzw. einem Rektoratsbeauftragte*n und einer Senatskommission begleitet werden.

Es sei daher kaum zu verstehen, dass die MLU ihr Nachhaltigkeitsbüro an die Wand fährt, heißt es von Students for Future. Das gerade erst mühsam mit wenig Personal und viel Herzblut aufgebaute Büro verliere seine Leitung. Die Universitätsleitung sei aktuell nicht bereit, mehr als eine halbe Personalstelle für die Leitung des Nachhaltigkeitsbüros zu investieren, was bei der Vielzahl an aktuellen und zukünftigen Aufgaben völlig unzureichend und keine langfristige Perspektive ist. Auch der Rektoratsbeauftragte für Nachhaltigkeit sei deshalb zurückgetreten.

Andere Hochschulen seien deutlich besser aufgestellt, wie zum Beispiel die Uni Magdeburg. Auch die Hochschule Merseburg mit gerade einmal knapp 3000 Studierenden habe eine (ganze / halbe) Stelle und diese möchte erst 2035 klimaneutral werden. Mit sieben mal so vielen Studierenden an der MLU fordern wir daher eine Ausfinanzierung des Nachhaltigkeitsbüros mit mindestens 5 Stellen.

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Keine Antworten

  1. Nein zum Klimawahn sagt:

    Lächerliche Spinner

  2. C. Weselsky sagt:

    Die 5 Angestellten streiken dann nach der Probezeit für eine Wochenarbeitszeit von 8 h und 52 Tage Urlaub. 🤣

    • Frodo sagt:

      Da solltest du dringendst mal Nachhilfe in Gewerkschafts- und Streikrech nehmen…Es könnte dein Wissensmanko entscheidend beeinflussen…

  3. Studienrat sagt:

    Bla bla bla

  4. west sagt:

    tja, Ideologien muss man sich halt leisten können…

  5. Mephisto sagt:

    Da wird sogar Maske getragen, alles klar

  6. Steff sagt:

    Students for Future haben da was falsch verstanden.

    Die Zukunft der Studierenden wird durch zielstrebiges Lernen gesichert, nicht durch lächerliche Demos mit ideologischen Themen.

    • Stoff sagt:

      Wo steht im Text etwas von der Zukunft der Studierenden oder Demos? Bei dir kann man nicht einmal von „falsch verstanden“ reden, denn dazu müsstest du den Text überhaupt erst einmal gelesen haben.

    • Bürger für Halle sagt:

      „Steff“ … schrieb der Chef-Ideologe unter den Fake-News-Verbreitern.

  7. Prolet sagt:

    Die sollen klechen jehen und keinen Mist erzählen!

  8. Joris Walter sagt:

    Die Uni hat echt Nachholbedarf. Es ist schön und inspirierend zu sehen, dass sich Menschen reinknien. Und schade, dass es soweit gekommen ist. Hoffentlich ein Weckruf.

  9. Klowart sagt:

    Die blödeln gerne rum . Meistens.

  10. Radfahrer sagt:

    Ich frage mich, wo die HS Merseburg die ganzen Mittel her bekommt. Gefühlt überall mehr Personal, ja auch viel Projektmittel, aber insgesamt staune ich immer wieder, wofür dort Geld vorhanden und es an der MLU nicht ist. Vielleicht hat die MLU mehr Altlasten und weniger Drittmittel.

    Dass die halbe Stelle ein Feigenblatt ist, dieses Gefühl hat mich von Anfang an beschlichen. Mit einer Stelle allein wäre es ja nicht getan. Man müsste auch Mittel haben, um baulich etwas verändern zu können.

    So ohne Geld ist man sich auf Maßnahmen wie das Abbauen von Kopiergeräten beschränkt.

    • Gefühle statt Fakten sagt:

      „wo die HS Merseburg die ganzen Mittel her bekommt“

      Die HS Merseburg ist eine staatlich Hochschule für angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt.

      Gemäß §108 Abs.2 Hochschulgesetz weist „[d]as Land (…) den Hochschulen die Haushaltsmittel zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu, soweit es sie nicht selbst bewirtschaftet.“

    • Feigenblattdrucker sagt:

      Das Nachhaltigkeitsbüro soll gar nicht dafür da sein, auf eigene Faust und eigenes Budget bauliche Veränderungen durchzuführen.

  11. PsyOp For Future sagt:

    Die ganze Klimabewegung an sich ist ein einziger Widerspruch.

  12. Grüner Filzhut sagt:

    Nein, eine kurzzeitige Plage. Bald ist Schluss mit dem Blödsinn. Ab 25.

    • Bürger für Halle sagt:

      Ich glaube, die größte Plage sind Fake-News- verbreitet von Klimawandel-Leugnern. Wobei das kein Glaube, sondern ein Fakt ist. Aluhut und Drohgebärde – das kennen wir ja schon. Fühlst du dich jetzt besser?

  13. tja... sagt:

    „Die Universitätsleitung sei aktuell nicht bereit, mehr als eine halbe Personalstelle für die Leitung des Nachhaltigkeitsbüros zu investieren“

    Vielleicht kann sie einfach nicht, weil die Uni seit Jahren langsam aber stetig totgespart wird. Auf so eine Idee kommen diese Pappnasen natürlich nicht.

  14. Der Name MLU ist eine Schande. sagt:

    Warum sollte man von der MLU etwas modernes erwarten? Sie trägt ja immer noch den Namen eines Antisemiten im Namen. Martin Luther hatte antisemitische Ansichten und äußerte sich negativ über Juden in einigen seiner Schriften. Insbesondere in seinem Werk „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1543 vertrat er rassistische und diffamierende Ansichten gegenüber Juden.

    • Vorwärts immer sagt:

      Ja, zum Glück sind Antisemitismus und Diffamierungen in der Moderne völlig unbekannt.

    • Malte sagt:

      Klar, kann man ja dann auch in Friedrichs- oxder Friedrich-Engels-Universität umbenennen… Noch irgendwelche Anwärter?
      Luther war übrigens DER große deutsche Reformator und Bibelübersetzer, und natürlich wie auch andere(?) und heutige(?) Menschen nicht fehlerfrei und seiner Zeit verhaftet: Nur wußte er eben in 1543 auch noch nicht, daß seine geäußerten Ansichten mal nicht konform sein könnten.
      Wird man aber in 500 Jahren auch von deutschen Zeitgenossen sagen können…

    • Päter sagt:

      Ich find’s gut.