Südstadt-Center: Kaufland baut seine Logos ab

Am vergangenen Donnerstag hat Kaufland seinen Rückzug aus dem Südstadt-Center in Halle (Saale) angekündigt. Am Montag hat das Unternehmen nach außen hin schon Nägel mit Köpfen gemacht. Die großen Logos an den Außenwänden des Einkaufszentrums wurden abgebaut.

„Die vielfältigen baulichen Mängel im gesamten Gebäude, besonders im Bereich des Brandschutzes, vor allem aber das fehlende Vertrauensverhältnis zum Vermieter machen eine Wiedereröffnung der Filiale jedoch unmöglich“, hatte Kaufland zim Rückzug erklärt.

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7 Antworten

  1. Obacht sagt:

    Alle Messen sind gesungen.

  2. 10010110 sagt:

    Wollt ihr jetzt noch einen Live-Blog vom Auszug machen? 🙄 So schnell wird sich an der Tatsache nichts ändern, da könnt ihr noch so viel die Realität verleugnen.

    • Gummizellen-Krise sagt:

      Was ist jetzt dein Problem? Du kritisierst die Berichterstattung ja andauernd. Zwingt dich irgendwer, hier überhaupt zu lesen? Wenn ja, solltest du das den Behörden oder wenigstens den Pflegern melden!

  3. Andreas Müller sagt:

    War bloß eine Frage der Zeit. Wer soll in dem Dreckloch noch einkaufen.

  4. Mario sagt:

    ℹ️
    Ein bereits 10 Jahre alter Report über den Eigentümer des aus der Gekko-Gruppe hervorgegangen, d.h. in Hedera Bauwert GmbH umbenannten Unternehmens, welches nun für denselben Inhaber auch das Südstadt-Center seit einigen Jahren als Eigentum ”verwaltet“ sollte wohl Klarheit verschaffen darüber, woher der Wind bereits seit Jahren an vielen Schauplätzen und nicht nur hier beim Objekt Südstadt Center Halle (Saale) weht und wie viele Hoffnungen man sich tatsächlich noch machen kann bzw. wo allein man überhaupt nur noch ansetzen könnte, wenn man das denn politisch wollte.

    📰 ZITTY 22-2015
    Die bissigsten Haie im Becken

    Der Wohnungsmarkt ist zur Kampfzone geworden. Investoren vertreiben Altmieter – um die leeren Wohnungen anschließend besser vermarkten zu können. Drei berüchtigte Unternehmer in Nahaufnahme

    TEXT: PHILIPP WURM
    ILLUSTRATION: POLAND BRUCKNER

    loannis Moraitis

    Er wollte den Gemüsehändler Ahmet Caliskan verscheuchen, die gute Seele des Wrangelkiezes. Anderswo in Kreuzberg lässt er angeblich Wohnungen mit Regenwasser fluten. […]

    Seine Immobilienfirma heißt Gekko Real Estate GmbH […] Gordon Gekko, den Investment Banker aus Oliver Stones „Wall Street“, eine der teuflischsten Figuren der Filmgeschichte. Für diesen Gekko, gespielt von Michael Douglas, ist Wirtschaft bloß eine Wette auf den höchsten Gewinn. Menschenschicksale fallen nicht ins Gewicht.

    Joannis Moraitis ist erst vor Kurzem in die hiesige Imanobilienbranche eingestiegen. Sein Ruf ist schon so umstritten, dass man meinen könnte, er sei seit Jahren im Gewerbe unterwegs. Der Hesse hat drei Altbauten erworben, zwei im Kreuzberg, einen in Neukölln, in Lagen, die zu den gewinnträchingsten der Stadt zählen. In den Kiezen ist er als skrupelloser Entmieter verschrien.

    In der Wrangelstraße, wo ihm über eine weitere GmbH ein Haus gehört, wollte Moraitis in diesem Jahr dem Kiez-Urgestein Ahmet Caliskan kündigen – der Mittfünfziger Verkauft ini Endgeschoss seit fast drei Jahrzehnten frisches Obst und Gemüse. Ein empfindlicher Stich gegen die lokale Community. Die Nachricht reichte, dass der Kiez den Aufstand probte. Erst unter dem Druck einer Protestwelle, von der am Ende sogar überregionale Medien berichteten, zog Moraitis die Kündigung zurück.

    In einem anderen Objekt, gelegen an der Zossener Straße in Kreuzberg, ist die Stimmung ebenfalls ungemütlich. Dort hört man von Reparaturen am Dachstuhl, während denen Regenwasser den vierten Stock flutet. Außendem erzählen die Mieter von Ankündigungen für Mieterhöhungen um knapp sechs Euro pro Quadratmeter infolge von Modernisierungen, die urplötzlich wieder zurückgenommen werden; oder von Heizkörpern, die während der Wintermonate nicht funktionieren.

    Alles Puzzlestücke einer von langer Hand geplanten Entmietungsstrategie? Gekko Real Estate bestreitet die Vorwürfe. Die Dachreparatur etwa habe sich aufgrund von Lieferschwierigkeiten verzögert. Mietern seien in dieser Zeit „Ersatzwohnungen“ angeboten wогden. Mit der Ankündigung von Mieterhöhungen sei „lediglich eine gesetzliche Pflicht“ erfüllt worden. Später hat man sich entschlossen, das Vorhaben „im Interesse der Vermeidung von aufwändigen Rechtsstreitigkeiten“ zurückzunehmen. Was den unzerkühlten Wohnraum betrifft: Das waren lediglich „kurzzeitige Störungen der Ölheizungen im Heizkeller an einigen Tagen“.

    Im Look eines Rap-Managers

    Selbst wenn Moraitis und seine Firma schuldlos sind: Das Leben im Haus hat sich gewandelt. Etwa die Hälfte der Mieter sei ausgezogen, erzählen die Mieter, gegen eine Abfindung. Die Unberechenbarkeiten haben Eindruck hinterlassen. Vertriebene fürchten jedoch, dass Abfindungen nicht ausgezahlt werden. „Wir haben kein Vertrauen in die geschäftliche Seriösität“.

    Die Wohnungen der Dagebliebenen seien an einen neuen Eigentümer übergegangen, eine fremde GmbH, von der man nicht wisse, was sie vorhabe.

    „Er ist ein Junge, der Monopoly spielt“, mutmaßt ein Mieter. Vorgefahren sei er mit einem […] gekleidet in einen Anzug mit Turnschuhen, lässig wie der Manager einer Rapgruppe. Oft ließ sich Moraitis zuletzt allerdings nicht blicken. Ihm haben offenbar die Demos im Wrangelkiez zugesetzt. Im Handelsregister erfährt man Bruchstücke aus seiner Vergangenheit. Dort ist sein Name unter der Geschäftsführung von Firmen eingetragen, die mittlerweile aufgelöst sind. Eine Firma für Ledermode sowie ein Internetdienstleister, beide in Frankfurt angesiedelt. Spuren eines Jung-Unternehmers, der sich ausprobiert.

    Im Wrangelkiez, wo ihm seine Geschäftspraktiken so viel Ärger eingebracht haben, ist loannis Moraitis bis heute ein Phantom geblieben. ”Niemand hat ihn je persönlich getroffen“, sagt Sükrü Caliskan, der Sohn des Gemüsehändlers. In seinem dortigern Haus kommuniziere Moraitis aus schließlich über seine Anwälte. […] Der Großkapitalist aus Manhattan hält sich auch lieber in Hintergrund. Bevorzugt verschanzt er sich hinter seinem Schreibtisch.

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