„U7 bleibt“: Protest vor dem Amtsgericht wegen Räumungsklage gegen WG
In der halleschen Ulestraße droht einer siebenköpfigen Wohngemeinschaft nach einer fristlosen Kündigung wegen erheblicher Mietrückstände die Räumung. Während die Vermieterin von Vertragsbruch spricht, rechtfertigt die WG die Nichtzahlung mit massiven Mängeln, wie etwa einer zweijährig fehlenden Duschmöglichkeit. Die Bewohner und eine unterstützende Initiative werfen der Eigentümerin vor, die Mieter durch gezielte Vernachlässigung „entmieten“ zu wollen, um das Objekt teurer zu verkaufen oder neu zu vermieten.
Der Fall wird heute vor dem Amtsgericht Halle verhandelt. Das Gericht muss nun klären, ob die Mietminderung rechtmäßig war oder ob der Zahlungsverzug die Kündigung des Mietverhältnisses rechtfertigt.
Vor dem Gerichtsgebäude protestieren rund 30 Menschen. „Gegen Räumung, gegen Profit, gegen privates Wohneigentum“, sagte ein Redner.










Könnte man ja noch verstehen aber der Abschlußsatz reißt es wieder ein. Es gibt gesetzliche Regelungen Mietminderungen betreffend, einfach dran halten und dokumentieren und schon hat man keine Räumungsprobleme.
„Das Gericht muss nun klären, ob die Mietminderung rechtmäßig war“
Dokumentieren hilft nicht vor der Belastung und der Unsicherheit, die eine Räumungsklage bringt.
Jeder, der schon einmal in der Situation war, die Miete gegen den Willen des Vermieters mindern zu müssen, und dann ein Klageverfahren angedroht zu bekommen, weiß um das Gefühl sein geliebtes Zuhause zu verlieren.
Dieses systematische Ungleichgewicht, wo Mietern der Verlust der Wohnung droht, während es beim Vermieter nur ums Geld geht, ist ungerecht und gehört politisch geändert!
@NT: Sie scheinen sich diesbezüglich auszukennen: Woher nehmen Sie an, dass im hier konkreten Fall die Mietminderungen NICHT entsprechend gesetzlicher Regelungen zustande kamen?
Im konkreten Fall wurde alle veranschlagten Mietminderungen mit dem Mieterschutzbund abgestimmt. Der Vermieter war dennoch nicht einverstanden.
Ich habe das schon mal an anderer Stelle geschrieben. Das Risiko sich zu „vermindern“ oder es nicht beweisen zu können oder eines Fehlurteils trägt am Ende der Mieter. Wer eigentlich nicht mindern also sparen möchte, sondern den Mangel beseitigt haben möchte, sollte eine entsprechende Mangelbeseitungsklage mit einem Feststellungsantrag zur Minderungsberechtigung bis zur Beseitigung des Mangels erheben. Das BGB ist da zwar eindeutig, jedoch geht das Prozessrecht da nur bedingt mit. Für den Vermieter ist das ein herrlicher Weg mit der Räumungsklage den Druck zu erhöhen und in eine bessere Position zu kommen. Weswegen das so selten gemacht wird, keine Ahnung. Man hat nicht mal ein Kostenrisiko, da man die Kosten am Ende mit der Miete verrechnen kann. Es gibt Mängel, deren Beseitigung kostet Tausende Euro, da hoffe ich doch besser, dass der Mieter 50 EUR mindert und irgendwann die Flocke macht, statt 5000,00 Euro oder mehr zu investieren.
OMG…
Bei allem Verständnis für die Situation: „…gegen…“ – man kann es natürlich auch kaputt machen!
Bis dahin hab ich der WG die Daumen gedrückt, nun ist es grenzwertig.
Die 7 werden sich trollen müssen. Mit Recht.
Auch dann ändert sich in deinem Leben nichts.
Das wird zum Glück ein Gericht entscheiden, wer hier getrollt wird.
@Hallenser…na mit Deinem Wissen würden ja gleich massenhaft Leute durch Prüfungen fallen ! Wenn du darin so bewandert bist, hier schon im Vorfeld eine Verurteilung zu kennen, dann könntest Du doch helfen jede Menge steuern sparen zu und das Gericht erhellen !
Kurz und bündig: Die werden sich trollen!
Kurz und bündig: Das sah das Gericht vorerst anders.
Vorerst….😆
@Saalkreisler
Da noch kein Urteil ergangen ist: Natürlich vorerst. Dass noch kein Urteil ergangen ist, deutet darauf hin, dass die Sachlage nicht ganz so einfach ist, wie Du behauptest.
Das hat der Richter übrigens laut dem Bericht, den ich gelesen hab, auch der Vermieter-Seite klargemacht.
Die üblichen Verdächtigen? Irgendeine ‚N’GO?
Wenn du doch wenigstens wüsstest, was das überhaupt ist…
Wahrscheinlich mit Steuergeld versorgte Claquere (a la NABU) für irgendeinen Unsinn.
„wahrscheinlich“
„irgendeneinen“
Oh man…..
„Räumung, gegen Profit, gegen privates Wohneigentum“
So ist das leider nicht der Einzelfall in diesem Lande.
Es gibt aber zum Glück noch bezahlbaren Wohnen in einigen Stadtteilen und gute 1-2 Raumwohnungen.
Bezahlbaren Wohnraum, wozu wenn‘s ja für lau geht.
Südpark und Silberhöhe.
1-2 Zimmerwohnungen für eine 7-köpfige Wohngemeinschaft?
Ich hoffe es wird zeitnah geräumt. Gerne mit einer Einsatz-Hundertschaft.
Korrekt.
Ihr beiden seid so armselig…
Ich hoffe in deinem Kopf wird bald mal geräumt. Diese Unnützen Gedanken braucht wirklich keiner.
Meinst du, du könntest dir leisten, dort einzuziehen?
Das sehe ich auch so. Ich hätte die Bude mit ein paar Kumpels schon beräumt!
Klar, dann hätte jeder von euch eine Einraumbude mit Einschluss bekommen. Könntet ihr aber auch einfacher haben…
„gegen Profit, gegen privates Wohneigentum“, sagte ein Redner.“
Daher weht der Wind. Diese Personen wollen eine Wohnungswirtschaft wie in der ehemaligen DDR an. Wozu das führt, kann man noch heute in Halle sehen.
Ich hoffe, die Vermieterin kann sich vor Gericht durchsetzen. Wer die Miete nicht zahlt, der muss mit den Konsequenzen leben und eben ausziehen.
Was sieht man denn in Halle so?
„…rechtfertigt die WG die Nichtzahlung mit massiven Mängeln, wie etwa einer zweijährig fehlenden Duschmöglichkeit.“
Würdest Du in diesem Fall die vollständige Miete zahlen?
Ich würde ausziehen. Zwei Jahre nicht duschen, da war bestimmt dicke Luft im Gerichtssaal
Das ist in einer WG so!
Ist das denn glaubhaft belegt?
Beide Seiten haben durchaus berechtigte Gründe.
Einfach mal abwarten….
„Ist das denn glaubhaft belegt?“
Ich schrieb: „Würdest Du in diesem Fall…“
„eine Wohnungswirtschaft wie in der ehemaligen DDR an. Wozu das führt, kann man noch heute in Halle sehen“
Da hast du Recht. Selbst in gutsituierten Vierteln gibt es noch Wohnungen, die nicht mal eine Dusche haben!!
Nein. Diese Personen wollen eine bezahlbare Miete, wie beispielsweise in Wien. Wo die Stadt (Rechtzeitig) Häuser gekauft hat um bezahlbare Mieten auch in „angesagteren“ Vierteln zu gewährleisten. Aber dass du das im Paulusviertel nicht möchtest ist schon klar. Dir fehlt es vermutlich nur an Parkplätzen und Empathie.
@Emil, die Uhlestr. ist nicht im Paulusvirtel
Und die Ulestraße auch nicht.
Allerdings bezieht sich der Kommentar auf den (angeblich) im Paulusviertel wohnenden Troll, auf den „Emil“ geantwortet hat.
Also viele Bürger leben nicht schlecht in den Wohnungswirtschaften der ehemaligen DDR. Die heißen nur eben jetzt anders, sind etwas sanierter und auch mietzinsmäßig angepaßt. Aber sonst hat sich nix geändert…
Als Vermieter würde ich es nie zulassen , dass eine WG bei mir einzieht. Da weiß man schon vorher was passiert.
Bei uns in Neustadt gibt’s schöne große Wohnungen. Selbst an der Magistrale sind Zweietagenwohnungen frei und günstig in der Miete. Eine Durchmischung mit Studenten und jungen Menschen begrüßen wir hier sehr. Zudem kurze Wege zur Uni dank Straßenbahn bzw. bessere Fahrradwege als in der Innenstadt.
Raus mit den. Eigentum ist Eigentum, was der Eigentümer damit macht geht den gar nichts an. Ich würde die auch rauswerfen wenn ich mehr verdienen kann.
Wenn die Leute die Wohnung weiter besetzt halten, gibt es Mittel und Wege , dass die freiwillig schnell verschwinden….
„freiwillig“
Wieder wirre Smyleys von dir?
Ziemlich wyrre Schreybweyse…
Die Wohnung ist nicht besetzt.
Wieso? Ist die leer?
Eine besetzte Wohnung würde voraussetzen, dass die derzeitigen Besitzer keinen Mietvertrag haben. Den haben sie aber.