Uni Halle will keine auslaufenden Professuren mehr ausschreiben: Protest der JUSO-Hochschulgruppe

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg steht vor neuen Einschnitten. So will das Rektorat Aufgrund des laufenden “Profilierungs”-Prozesses bis zum 31.12. diesen Jahres einen Ausschreibungsstopp (Moratorium) für die Nachbesetzung von Professuren umsetzen. 

„Der Vorschlag hätte auf die Universität und das Studium gravierende negative Auswirkungen. Wir fordern das Rektorat auf, diesen Beschluss unverzüglich zurückzunehmen“, protestiert die JUSO-Hochschulgruppe. „Zudem sehen wir das Land in der Pflicht, die finanzielle Notlage der Hochschule zu beenden.“

Weiter heißt es:

Zunächst zu den konkreten Folgen des Beschlusses: Die Stellen von allen Professor:innen, die in diesem Jahr in den Ruhestand gehen, würden zunächst nicht neu ausgeschrieben werden. Im ersten darauffolgenden Semester würde die Professur auch in keinem Fall vertreten werden, die Mitarbeiter:innen am Lehrstuhl müssten als Notlösung irgendwie die Lehre selbst stemmen. Sogar im zweiten Semester behält sich das Rektorat laut des Beschlusses vor, über eine Vertretung der Professur zu entscheiden. Es ist also klar: Mit Umsetzung dieses Moratoriums verschlechtert sich die Lehre für viele Studierende dramatisch. Wie viele Professuren und Studiengänge von dieser Entscheidung konkret betroffen wären, konnte das Rektorat in der Sitzung leider nicht mitteilen. Neben diesen unmittelbaren Auswirkungen hat der Stopp der Ausschreibungen aber eine weitere, noch bedrohlichere Komponente: Der Universität fehlen weiterhin etwa 17 Millionen Euro im aktuellen Haushalt. Zwar behauptet das Rektorat, die Entscheidung für das vorläufige Ende der Ausschreibungen habe nichts mit der desolaten Finanzlage zu tun. Aber wie glaubwürdig ist das? Aus unserer Sicht besteht die reale Gefahr, dass die jetzt ausgesetzten Ausschreibungen gar nicht wieder ausgeschrieben werden, sondern in Zukunft Teil eines neuen Kürzungspapieres werden könnten. Deswegen muss klar sein: Das Rektorat darf dieses Moratorium nicht so stehen lassen! Gestern wurde der Beschluss im Senat zurecht umfänglich kritisiert, jetzt sollte er auch vom Rektorat zurückgezogen werden. Jedoch müssen all diese schmerzhaften Diskussionen an der Uni Halle nur geführt werden, weil die Finanzlage so desolat aussieht. Würde sich die Landesregierung entscheiden, die MLU endlich finanziell auskömmlich auszustatten, hätten wir all diese Probleme nicht. Dementsprechend besteht unsere Forderung fort, die wir auch schon nach dem Zuschlag des Zukunftszentrums für Halle gestellt haben: Die Landesregierung muss auch der Martin-Luther-Universität eine Perspektive für die Zukunft geben! Die besteht aber nicht nur in lobenden Worten für die hiesige Lehre und Forschung, sondern muss auch mit einer besseren finanziellen Ausstattung einhergehen. Dann kann die Universität endlich wieder Zukunftsfragen verhandeln, anstatt mit den f i n a n z i e l l e n Lasten der Vergangenheit beschäftigt zu sein

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Keine Antworten

  1. Dr.Platzbirne sagt:

    Die Jusos sollen klechen, z.B. Spargel stechen. Wenn es denen nicht passt, ab in die Pflegeeinrichtungen!

  2. vorbildlicher Demokrat sagt:

    Die Sozis sollen gefälligst die Klappe halten!

  3. Bürger sagt:

    Wir brauchen das Geld für den Krieg, das müssen die Jusos doch einsehen. Ist doch schließlich ihr Kanzler.
    Bildung wird völlig überbewertet. Ein dummes Volk regiert sich leichter, hat Corona gezeigt.

    • Alt-Dölauer sagt:

      Na ja, die Probleme der MLU gab es schon in den Vorjahren, auch schon vor COVID. Aber so ein pauschaler Stop ist ein Armutszeugnis. Statt schon vor Jahren strategisch zu planen, und einige Fächer abzuwickeln, wird jetzt nach Zufallsprinzip gespart ( wo gerade was frei wird). Das ist peinlich, und kann großen Schaden anrichten, wenn z.B. regional wichtige Fächer wie Informatik oder Chemie betroffen sind – die Ingenieure hat man ja leider schon vor Jahren nach Magdeburg abgegeben. Welche selbstverschuldete Dummheit.

  4. Student sagt:

    Jusos? Sind das die, die Gelder veruntreuen, indem sie mit antifanahen Studentenorganisationen gemeinsam illegale Projekte finanzieren?

    • Heidi sagt:

      ja, Schmarotzer vorm Herrn, länger als der Durchschnitt studieren, unnütze Fächer studieren und später als gescheiterte Existenzen in die Politik (natürlich über Landesliste abgesichert, ohne eigenen Wahlkreis) gehen und die Bevölkerung schikanieren. Jetzt wissen wir, warum für die linken Kräfte die Existenz der AFD so wichtig ist: SPD, Grüne und die Linke haben immer mehr Prozente als die CDU. Widerlich!

      • Klimaenthusiast sagt:

        was denkst du denn? Wenn der Staat die Mittel bereitstellt, nehmen wir die Gelder auch. Auch andersherum funktioniert der nützliche Idiot! Und ihr zahlt. Damit wir dieser teilweise rassistischen deutschen Gesellschaft den Rassismus abgewöhnen!

        • Lehrer sagt:

          Skandal! Wollen die Linken uns verarschen? Warum wird diese linke Partei immer noch gewählt? Sie rauben den Staat aus, sind Kleptomanen wie die russischen Oligarchen! Werdet endlich wach!

  5. der Fisch stinkt immer vom Kopf her sagt:

    „Wie viele Professuren und Studiengänge von dieser Entscheidung konkret betroffen wären, konnte das Rektorat in der Sitzung leider nicht mitteilen.“

    Vielleicht sollte man das Rektorat komplett austauschen. Scheinen inkompetent oder faul zu sein.

  6. Steff sagt:

    Haben die magdeburger Schwätzer nicht gerade Halles Vorzüge gepriesen beim Zuschlag des Zukunftszentrums?!

    Diese Vorzüge werden mit der Komplexhauptstadt Magdeburg systematisch abgebaut.
    Denn in Magdeburg soll eine neue Universität errichtet werden.
    Herr Haseloff fordert auch vehement 10 Milliarden statt 6 Milliarden Förderung für eine imaginäre Intelansiedlung.
    Der Wittenberger schaut dabei zu wie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg abgebaut wird. LOL

    Es gilt der 1. Hauptsatz Sachsen-Anhalts:

    HALLE MUSS WEG VON MAGDEBURG!!!
    WEG VON DEREN KOMPLEXEN.

    Dann klappt’s auch mit der positiven Entwicklung Halles bei Ansiedlungen, Steuereinnahmen, Wissenschaft und Kultur. Also das, was unter normalen Umständen schon längst Realität wär.
    Aber in Sachsen-Anhalt gibt es keine normalen Umstände, sondern magdeburger Entwicklungshilfe.

  7. Eric E's Mudda sagt:

    Ah, die „Juso Hochschulgruppe“.
    Sind das die Mega leistungsbereiten *ologie Studenten, die nie einen vernünftigen Abschluss hinbringen werden, aber für die in der Politik immer Platz ist?
    Apropos- hat Juso Eric Eigendorf nun nach zehn Jahren Gammelei endlich einen Abschluss und schonmal für sein Geld gearbeitet? Oder bezahlt immer noch Mutti, während er uns belehrt, wie wir gefälligst zu leben haben?

  8. Tim Buktu sagt:

    Auslaufende Professuren nicht verlängern? Das klingt nach einem genialen Plan! Alles Irre.

  9. Steven sagt:

    Ich kann nur sagen zum Glück bin ich da raus.
    Das ging damals schon los, dass gute Professoren die Uni verlassen weil kein Wert auf den Lehrplan gelehrt wurde.

    Und die Uni wird immer schlechter. Die Uni Halle war mal laut Studentenumfragen richtig gut.
    Jetzt fehlt nur noch, dass sie mit erkaufen Diploms Berühmtheit erlangt.