Verdienstgrenzen für die 14.500 Minijobber in Halle (Saale) steigen ab Januar auf 603 Euro
Mini-Jobber mit dickeren Portemonnaies: Rund 14.500 Mini-Jobber gibt es in Halle. Sie können ab Januar 603 Euro pro Monat verdienen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Die meisten Mini-Jobber bekommen nur den gesetzlichen Mindestlohn. Und der steigt ab Januar um 1,08 Euro auf dann 13,90 Euro pro Stunde. Für die Mini-Jobber bedeutet das: Wenn sie 10 Stunden pro Woche arbeiten, müssen sie ab dem Jahreswechsel 47 Euro pro Monat mehr auf dem Konto haben“, erklärt Christian Ullmann.
Der Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau appelliert an die geringfügig Beschäftigten, das „Lohn-Plus“ im Blick zu haben. Und Christian Ullmann stärkt ihnen den Rücken: „Mini-Jobber sind keine Beschäftigten 2. Klasse – und sie dürfen auch nicht so behandelt werden.“ Konkret kritisiert die NGG Leipzig-Halle-Dessau, dass Mini-Jobber „häufig als Aushilfen mit weniger Rechten behandelt werden“.
Dabei gehe es auch um den Lohn: „Wenn ein Mini-Jobber bei gleicher Qualifikation die gleiche Arbeit wie eine Vollzeitkraft leistet, dann hat er dafür auch den gleichen Stundenlohn verdient. Denn Mini-Job bedeutet nicht immer gleich Mindestlohn. Außerdem steht auch Mini-Jobbern Urlaub zu“, so Christian Ullmann. Wer geringfügig beschäftigt sei und für längere Zeit krank werde, habe zudem – genauso wie jeder andere Beschäftigte im Betrieb auch – Anspruch auf Lohnfortzahlung.
„Wenn es im Unternehmen Zuschläge bei Wochenend- oder Nachtarbeit gibt, dann dürfen Mini-Jobber auch dabei nicht leer ausgehen. Genauso wie beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, macht NGG-Geschäftsführer Christian Ullmann deutlich. Er rückt dabei gerade auch Restaurants, Gaststätten und Hotels in den Fokus: „1.830 Mini-Jobber arbeiten allein in der Gastronomie in Halle. Das ist eine Branche, die stark auf Mini-Jobs setzt.“ Der Gewerkschafter beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.
„Egal, ob jetzt auf dem Weihnachtsmarkt oder im Sommer im Biergarten – ob in der Restaurantküche, in der Kantine, an der Bäckerei- oder Fleischtheke: Unternehmen nutzen Mini-Jobs, um es wirtschaftlich in Halle rundlaufen zu lassen“, sagt Christian Ullmann.
Die NGG Leipzig-Halle-Dessau sieht die hohe Zahl der Mini-Jobs dabei allerdings kritisch: „Mini-Jobs verdrängen Vollzeitstellen. Dabei bieten nur die regulären Jobs den Beschäftigten einen kompletten Sozialversicherungsschutz – von der Rente über die Pflege bis zur Arbeitslosigkeit“, so Christian Ullmann.
Die Gewerkschaft spricht sich dafür aus, Mini-Jobs in ihrer bisherigen Form abzuschaffen. „Auch für Jobs mit geringer Wochenarbeitszeit muss gelten: Wer arbeitet, muss ab der ersten Stunde auch komplett sozialversichert sein“, fordert NGG-Geschäftsführer Ullmann.
Die NGG kritisiert besonders die Folgen, die Mini-Jobs für Frauen haben können. „Oft machen gerade junge Mütter den Mini-Job anfangs nebenbei, um später wieder voll in den Beruf einzusteigen. Genau das gelingt vielen aber nicht. Gerade dann, wenn der Betrieb nicht mitzieht und ihnen keine Jobs mit mehr Wochenstunden anbietet. Der Mini-Job wird so zur beruflichen Sackgasse – mit allen Folgen, die das dann hat. Bis hin zur deutlich geringeren Rente“, warnt Christian Ullmann.









Dann wäre man als arbeitslose Person, nicht verpflichtet, sich dort zu bewerben, da es einen nicht dauerhaft aus der Arbeitslosigkeit holt! Genau wie bei Zeitarbeitsfirmen!
Warum sollen Zeitarbeitsfirmen Arbeitslose nicht dauerhaft in Beschäftigung bringen? Das ist Quatsch. Ich habe fast 20 Jahre bei Randstad gearbeitet, war viel auf Montage und vielseitig einsetzbar. Sei es als Helfer kurzfristig oder eben als Fachkraft auf dem Bau bundesweit oder regional in der Umgebung. Du musst nur wollen.
Sorry, aber die Zeitarbeitsfirmen müssen das wollen.
Und es gibt nicht nur Randstad.
Da hattest Du wohl Glück.
Du bist ganz sicher nie bei einer Zeitarbeitsfirma gewesen. Man hat ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, nur die Einsatzstellen sind befristet und ändern sich. Deswegen heißt es Zeitarbeit. Nicht, weil man befristet beschäftigt ist. Ist ein Job wie jeder andere, und keine Begründung, sich weiter im Leistungsbezug auszuruhen.
Was Du alles weißt, vor allem über mich!
Du „HochDenArsch“ bist hier wahrscheinlich der wahre arbeitslose couchhockende Kommentarschreiber, also urteil nicht über Menschen, die Du nicht kennst!
Sind nicht alle wie Du!
Genau, fühl‘ dich einfach nicht verpflichtet eine Arbeit anzunehmen und lebe weiterhin auf Kosten des Steuerzahlers, die gerne frühs aufstehen oder auf Nachtschicht gehen, damit der Tag Struktur hat und man voller Schaffenskraft seinen Beitrag leistet.
Bin arbeitstätig!
Die Politik wurschtelt weiter mit der Arbeitslosigkeit rum .
Ohne richtige Konzepte wird nichts besser .
Die verantwortlichen Parteien sind einfach nur Versager und Möchtegerne .