Wie geht es nach Mai weiter? Internationaler Bund sieht soziale Infrastruktur in Halle massiv bedroht und warnt vor Kahlschlag in der Jugendhilfe
Am vergangenen Mittwoch haben rund 3.000 Menschen auf dem Marktplatz in Halle (Saale) wegen der Haushaltslage der Saalestadt protestiert. Denn weil der Haushalt nicht genehmigt ist, hat die Stadt auch keine Mittel ausbezahlt. Zahlreiche Träger im Bereich Kinder- Jugend und Familie haben deshalb die Schließung angedroht. Bis Mai sei nun eine Zwischenlösung erzielt worden, erklärte Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt ist der Stadtratssitzung – obwohl mehrere Stadträte darauf hingewiesen haben, dass es diese Möglichkeit durch einen Runderlass des Innenministeriums schon längst gebe. Doch unklar ist es, wie es ab Mai weitergeht. Der Internationaler Bund (IB) in Halle (Saale) schlägt angesichts der prekären Haushaltslage der Stadt Alarm. Zentrale Angebote der Kinder- und Jugendhilfe stehen vor dem Aus, weil die Finanzierung über den Mai 2026 hinaus völlig ungeklärt ist. Trotz der jüngsten Signale aus dem Stadtrat und der großen Solidaritätswelle auf dem Marktplatz bleibe die Lage für die betroffenen Einrichtungen existenzbedrohend.
Beim IB sind mehrere Einrichtungen betroffen:
– Roxy: Seit 2004 eine feste Institution der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit jährlich rund 8.500 jungen Besuchern. Eine Schließung würde eine massive Versorgungslücke im Stadtgebiet hinterlassen.
– Jugendzentrum Schleuse: Ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für Jugendliche in belasteten Lebenslagen, der jährlich hunderte Beratungen und Kontakte leistet.
– Reintegrationsklasse (RIK): Seit 25 Jahren stabilisiert dieses spezialisierte Angebot junge Menschen mit psychischen Herausforderungen und verhindert Bildungsabbrüche. Aktuell sind fünf Schülerinnen und Schüler betroffen, weitere Aufnahmen sind bereits geplant.
– Spezieller Elternkurs: Im Südpark werden derzeit rund 20 Eltern in Fragen der Alltags- und Sprachkompetenz begleitet. Das Angebot stärkt Integrationsprozesse frühzeitig und wirkt präventiv gegen spätere Sozial- und Förderkosten. Ein Wegfall würde gewachsene Unterstützungsstrukturen für Familien abrupt beenden.
– go! Halle: Aktuell werden junge Menschen in intensiven Beratungsprozessen begleitet. Ab dem 01.07.2026 ist ein Ausbau mit sieben Mitarbeitenden vorgesehen. Ohne gesicherte Finanzierung drohen der Abbruch laufender Integrationsprozesse und das Aussetzen der geplanten Erweiterung.
Für den Internationalen Bund biete die bisherige Lösun jedoch keine ausreichende Planungssicherheit. „Ohne einen genehmigten Haushalt und verlässliche Verträge können wir keine Personalentscheidungen treffen oder langfristige Unterstützungsprozesse sichern“, so die Einschätzung des Trägers.
Die Demonstration von rund 3.000 Menschen auf dem Marktplatz unter dem Motto „Heute sparen, morgen wundern“ habe verdeutlicht, dass die Stadtgesellschaft die Kürzungen nicht tatenlos hinnimmt. Der IB unterstreicht, dass Jugendhilfe faktisch eine Pflichtleistung zur Daseinsvorsorge ist. Ein Wegbrechen dieser Strukturen würde langfristig weit höhere Kosten verursachen, da Bildungsbiografien zerstört und soziale Spannungen verschärft würden.
Der Internationale Bund fordert die Stadtverwaltung daher auf, umgehend eine nachhaltige Finanzierungslösung über den Mai 2026 hinaus sicherzustellen, um den drohenden Kollaps der sozialen Infrastruktur in Halle (Saale) abzuwenden.










Das Leben als NGO Boss ist hart, wenn mal das Geld der wirklich arbeitenden Bürger alle ist.
Deins ist jedenfalls nicht hart. Stütze kommt weiter zuverlässig.
Kennst dich aus“Nulli“
Du musst es wissen.
Besser kann man es nicht formulieren.
Jede Menge freie Fachkräfte die zukünftig richtig arbeiten könnten.
Natürlich wie die Normalos , 40 Stunden Woche!
@ Vera, warum bist Du so neidisch und vor allem auf wen ?
Ich erkenne keinen Neid. Nur aufrichtige Anteilnahme und Vorfreude auf neue Kollegen. Oder etwa nicht? 😉
Genau! die Leute vom IB arbeiten selbst nicht und die Erde ist eine Scheibe. Was ist denn wieder „wirklich arbeitende Bürger“? Warum ist bei der Bewertung sozialer Arbeit so viel Häme?
was labert Ihr alle von NGO’s ? Wie kann man so viel Pech beim Denken Haben ?
Korrekt, es sind Subventionsprofiteure.
„Die Demonstration von rund 3.000 Menschen auf dem Marktplatz unter dem Motto „Heute sparen, morgen wundern“ habe verdeutlicht, dass die Stadtgesellschaft die Kürzungen nicht tatenlos hinnimmt….“, das ist eben nicht die Stadtgesellschaft, sondern die 3000 Hansel auf dem Marktplatz! Wenn man nur von Zuschüssen etwas erhalten kann, dann muss das eben „weg“! Die Stadt Halle kann nicht mehr jeden Traumtänzer finanzieren, das sollten auch die Stadträte verstanden haben.
Wenn du so realistisch bist, kannst du ja gerne den hunderten Kindern und Jugendlichen erklären warum sie ihre Jugendclubs jetzt nicht mehr besuchen dürfen.
Oder sollen die einfach arbeiten gehen in ihrer Freizeit?
Jugendclub? Haste da mal reingeschaut? Da gehst du rückwärts wieder raus!
Warum glauben diese Leute, dass alle Bürger sie mit ihren Steuern finanzieren müssen?
„Zahlreiche Träger im Bereich Kinder- Jugend und Familie haben deshalb die Schließung angedroht.“
Das Leben ginge auch ohne die „zahlreichen Träger“ weiter. Bestimmte Personengruppen sollten sich einfach nicht so wichtig nehmen.
„Die Demonstration von rund 3.000 Menschen auf dem Marktplatz unter dem Motto „Heute sparen, morgen wundern“ habe verdeutlicht, dass die Stadtgesellschaft die Kürzungen nicht tatenlos hinnimmt.“
Die hallesche Stadtgesellschaft besteht aus etwa 242.000 Menschen. Es ist von daher ziemlich vermessen, zu meinen, die 3.000 Demonstranten auf dem Marktplatz stünden für die Stadtgesellschaft. IB und Co überschätzen ihre Bedeutung völlig.
Oje… schon keine Kraft mehr, für deine FDP zu kämpfen? Das Zeichen am Mittwoch war sehr stark. Von euch war natürlich nichts zu sehen. Geht ja auch um Menschlichkeit. Frag mal deine Eltern, was das bedeutet. Kleiner Vergleich zu deinen Zahlenspielen: Bei den entscheidenden Montagsdemos in Leipzig nahmen im Oktober 1989 ca. 70.000 Leute teil.Waren die auch „vermessen“? Frag mal Mutti und Vati…
Wenn es um das eigene Geschafft geht, wird laut aufgeschrien. Das ist echt billig. Jetzt sind Lösungen gefragt, wie der Haushalt aus der Schlagseite kommt. Nichts anderes.
Die Geschäftsführer der freien Träger kämpfen um ihren hoch dotierten Job! Weg damit! Geld ist alle!
Frei bedeutet unabhängig, auch finanziell. Das sind sie (IB) nicht. Sie beschreiben sich selbst als unparteilich und demokratie-stärkend. Das wäre ja gut, aber es gibt nur Angebote gegen Rechts, gegen Links hab ich im Netz nichts gefunden. Damit sind sie für mich nicht neutral und nicht förderfähig. Und Geld ist eh keins da. Also Sparkandidat.