135 Wohnungen in 7 Gebäuden: neues Wohngebiet südlich des Sophienhafens – Stadtrat soll Bebauungsplan beschließen
Das Wohngebiet am Sophienhafen in Halle (Saale) soll wachsen: Auf der Südseite des Hafens plant ein Investor den Bau von sieben Wohngebäuden mit insgesamt 135 Wohnungen. In vier Wochen will der hallesche Stadtrat über den Bebauungsplan entscheiden und damit den Weg für das Projekt freimachen. Auf der Nordseite des Hafens stehen bereits Wohngebäude, darunter das als Wohngebäude umgebaute ehemalige Speichergebäude.
Das nun dazukommende Areal war zuvor gewerblich genutzt und stark versiegelt. Allerdings sind die Gebäude mittlerweile abgerissen. Nach Angaben der Stadt wird die versiegelte Fläche dauerhaft um rund 5.000 Quadratmeter reduziert. Zusätzlich entstehen neue Grün- und Erholungsflächen, Fassaden- und Dachbegrünungen sowie Baumpflanzungen. Insgesamt müssen 36 neue Bäume gepflanzt werden. Ziel ist es, das Mikroklima zu verbessern, sommerliche Hitze abzumildern und die Biodiversität zu stärken.
Ein Schwerpunkt der Planung liegt auf dem Klimaschutz und der Klimaanpassung. Der Bebauungsplan schreibt die Nutzung erneuerbarer Energien wie Solar- und Geothermie vor. Ein nachhaltiges Wassermanagement soll Regenwasser nutzbar machen und Versickerungsflächen schaffen, um besser auf Starkregen und Trockenperioden reagieren zu können. Auch umweltfreundliche Mobilität ist vorgesehen: Neben der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sollen Fahrradverkehr und Carsharing gezielt gefördert werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Hochwasserschutz. Das Plangebiet liegt im Überschwemmungsgebiet der Saale (HQ-100). Diesbezüglich hatte es auch bei Bürgerversammlungen Fragen und Kritik gegeben. Mehrere Gutachten kommen jedoch laut Stadt zu dem Ergebnis, dass durch die Bebauung keine nachteiligen Auswirkungen auf Ober- und Unterlieger entstehen. Weder Wasserstand noch Abfluss der Saale würden sich bei Hochwasser messbar verändern. Im Gegenteil: Durch Garagengeschosse unterhalb der Erdgeschosse und eine Retentionsmulde soll sich das Rückhaltevolumen um rund 1.100 Kubikmeter erhöhen.
Die Gebäude werden hochwasserangepasst errichtet, unter anderem mit pfahlgegründeten Konstruktionen, flutungsbeständigen Straßenaufbauten und wasserundurchlässigen Garagen. Technische Anlagen wie das Heizhaus sind erhöht geplant und können im Ernstfall geschützt werden.
Mit dem Vorhaben will die Stadt nach eigenen Angaben eine nachhaltige, klimaangepasste Stadtentwicklung in einem innerstädtischen Bestandsquartier ermöglichen. Ob das Projekt realisiert werden kann, entscheidet sich in wenigen Wochen, wenn der Stadtrat über den Bebauungsplan abstimmt. Eine Zustimmung dürfte aber eine Mehrheit finden.









Eine gute Nachricht. Weiter so!
Na, wer ist dieses mal wieder dagegen?
Hat man die Probleme der Rettungswege gelöst? Wird man die Öko-Vorschriften tatsächlich in einem B-Plan festlegen? Oder wird das alles nach und nach unterlassen, wie auf der Nordseite?
Ein Gebiet mit dann knapp 1000 Einwohnern über eine einspurige Sackgasse anzubinden, ist nicht nur hinsichtlich der Rettungswege ziemlich dämlich. Aber letztendlich sind Parkplätze auf der Fahrbahn wohl wichtiger als Menschenleben, ist ja nicht nur dort so.
„Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Hochwasserschutz.“ Wird Zeit, dass Gebäudeversicherungen deutlich die Preise in Flutungsgebieten erhöhen. Da kommen die Menschen erst gar nicht auf solchen dummen Planungen. Spätestens wenn die Saale in der Tiefgarage steht, ist das Gejammere wieder groß.“Mehrere Gutachten kommen jedoch laut Stadt zu dem Ergebnis,…“ Kommt darauf an, wer das Gutachten bezahlt hat. Ist doch wie überall. Wer zahlt, dem wird das Gutachten positiv bescheinigt.
„Wird Zeit, dass Gebäudeversicherungen deutlich die Preise in Flutungsgebieten erhöhen“
Mal abgesehen davon, dass man Planungen nicht gegen Hochwasser versichern muss – meinst du nicht, dass Versicherungen mindestens so schlau sind wie du und die Risiken, die sie versichern ganz gut einschätzen können und ihre Prämien danach ausrichten? (das ist eine rhetorische Frage)
Dann versichern sie sich einfach nicht und zählen darauf, dass der Staat sie schon wieder unterstützen wird. Es gibt immer noch keine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden.
Es wird genügend Spendenkonten geben.
Je früher „der Staat“ raus aus, so schneller kommen die Spendengelder an.
Frag mal im Ahrtal – da sind noch heute Anträge auf Spendengelder nicht bearbeitet, weil Versicherungen und „Staat“ sich gegenseitg die Zuständigkeiten zuschieben.
Die Zivilgesellschaft wird das schon richten.
Ach… Moment.
Das ist doch aber nicht Kapitalismus?
Immer weiter in hochwassergefãhrdete Gebiete hineinbauen. Dummheit und Geldgier sind unendlich.
Gibt es Hochwasser überhaupt ????
Am Hafen waren schon immer Gebäude…
Ja, Scheunen und Baracken, die jetzt schon jahrzehntelang leerstanden. Dort wurden Materialien gelagert. Jetzt geht es um Wohnungen für 135 Familien! Wie lange wollen die Anwohner dann, dass ihre Häuser mit Wasser volllaufen? Wenn sie dort erst einmal wohnen, ist es auch nicht mehr die Verantwortung der Stadt/Projektentwickler, sondern ihr eigenes Verschulden. So zieht sich die Stadt ja gerne aus ihrer Verantwortung.
Die Häuser sollen in die Höhe gebaut werden.
Die Garagengeschosse erhöhen das Rückhaltevolumen bei Überflutungen. Genau mein Humor.
Wasserundurchlässige Garagen wohlgemerkt.
Das Wasser muss ja nur reinlaufen und nicht abfließen.
Das versteht man unter Rückhalt.
Nicht zu fassen, dass der Plan noch immer eine so wuchtige Bebauung vorsieht, mal ganz abgesehen davon, dass dieses Gebiet in kluger Vorausschau überhaupt nicht mehr bebaut werden sollte. Die Bebauung auf der Nordseite mit den kleinen Häuschen ist auf dem Bild gekonnt fast ausgespart. Das Missverhältnis zwischen den Bebauungen wird aber sichtbar. Ich verstehe die Anwohner gut, wenn sie sich schon aus diesem Grund gegen den B-Plan aussprechen. Und das sollten auch alle Hallenser tun, denen die Gestalt der Stadt am Herzen liegt.
Und es gibt eben doch noch weitere wichtige Gründe, die gegen diese Bebauung sprechen., z.B die Hochwassergefahr und die Einschränkung der Frischluftzufuhr, die uns hier in der Innenstadt besonders trifft. Für die kommenden Hochwasserschäden müssen dann die Steuerzahler zahlen …
Klara,
Demokratie und Mitbestimmung sind schon hart, wenn die eigene Meinung nicht mehrheitsfähig ist, oder?
Sie, Klara, kritisieren und verlangen nur, sind aber nicht bereit, selbst etwas zu tun.
„und die Einschränkung der Frischluftzufuhr, die uns hier in der Innenstadt besonders trifft. “
Ganz schlimm ist die heiße Luft, die manche absondern. Die ist mitunter schlimmer als der Klimawandel.
PH, Sie passen schlecht auf hier bei DbH …
Pauli, was hast Du denn getan?
Ist das eine ältere Grafik? Im Text steht sieben Gebäude, auf dem Bild sind neun. In älteren Artikeln (z. B. November 2023) stand neun Gebäude mit 135 Wohnungen und 4-6 Etagen, jetzt sind es 135 in sieben Gebäuden und das auf der Ecke scheint sieben Etagen zu haben (wie das schon bestehende schräg gegenüber).
Was bitte soll im Jahr 2026 ein Heizhaus sein?
Da wird geheizt, Wärme erzeugt.
Das gleiche wie noch 2025 und zuvor: Ein Haus mit Heiztechnik.
Verrückt. Ein ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet. Man hat das Hochwasser 2013 zwar nicht vergessen, aber mit rosa Brille und Technologieoffenheit wird man schon noch ein Pro für dieses zukünftige hochwertige Katastrophengebiet durchbringen. Wem nützt das?
Neue Wohnprojekte stehen weitergehend leer ( Reileck, Freyberger Brauerei) und schon wird nen neues hochgezogen.
Woher weißt du, dass die weitgehend leerstehen? Und es gibt noch mehr Neubauprojekte, z. B. die „Neustädter Pyramiden“ oder die „Saalekaskaden“ in der Seebener Straße. Wie sieht die Belegung dort aus?
„Neue Wohnprojekte stehen weitergehend leer“
Rosalinde,
bitte verbreiten Sie keine Unwahrheiten. Hochwertiger Wohnraum wird in Halle sehr nachgefragt, auch wenn bestimmte Personengruppen das immer wieder negieren.
Und trotzdem stehen in den angeführten Beispielen die meisten Wohnung leer.
https://gravo-druck.de/#wohnung
Scheint nicht so rasant nachgefragt, wie deine Unwahrheit, oder?
Mal am Klingelschild überprüft?
Was Du unter hochwertigen Wohnraum verstehst, wird für nicht länger als 1 Woche bezogen.
Bist Du nicht der, der jedesmal lauthals nach Beendigung von Förderungen schreit? Warum erzählst Du nicht, wieviel der Investor aus dem Landes- und Bundeshaushalt abgreift?
Je mehr Wohnungen leer stehen, umso höher steigen die Mietpreise. Analog der Hundesteuer.
Das ist immer Sache des Bauträgers und Vermieters. Und das sind immer verschiedene…
Du Ahnungsloser.
Ahrtal lässt grüßen. Da wird nichts gelernt.
Das große Problem ist die enge, nur einspurig zu befahrende Hafenstraße. Auch fehlen Parkflächen für die Autos der Anwohner und für Besucher. Die HWG könnte auf dem Gelände der Hasi 7 Abhilfe schaffen, wenn sie sich für die Nachbarschaft interessieren würde.
Wieviel wären denn Anwohner*innen bereit , dafür zu zahlen?
Wirklich wichtige Fragen.
Du schreibst wirr!
„Hasi 7“
Hasi steht bereits für Hafenstraße 7
„Die HWG könnte auf dem Gelände der Hasi 7 Abhilfe schaffen,..“
Das Gelände ist ein denkmalgeschützter Komplex.
Das mit dem Radverkehr ist ein echter Witz! Seit die Straße neu gestaltet wurde (aus Hochwassermitteln), kann da kein Auto mehr an einem Fahrrad vorbei. Dies führt zu viel Stress auf allen Seiten. Man wird als Radfahrer durch die Straße gehetzt, es sei denn, es handelt sich um solche Autofahrer die auch gern rasant an den Radfahrern vorbeipreschen.