Biber fällen Bäume am Saaleufer direkt gegenüber der Burg Giebichenstein

Ein paar frische Holzraspeln am Ufer, dazu Baumstümpfe mit deutlich dreieckigem Bissmuster – unverkennbare Spuren des Bibers. Am Saaleufer im Amselgrund, direkt gegenüber der Burg Giebichenstein, haben die geschützten Tiere erneut zugeschlagen. Zwei gefällte Bäume liegen inzwischen im Wasser.

Biber gehören seit Jahren zum vertrauten Bild entlang der Saale. Besonders an der Wilden Saale, einem Nebenarm nahe der Peißnitzinsel, sind ihre „Hinterlassenschaften“ regelmäßig zu sehen: angenagte Stämme, gefällte Weiden und Pappeln sowie kleine Veränderungen am Uferverlauf. Dass die Tiere nun jedoch an einer so prominenten Stelle aktiv wurden, sorgt für Aufmerksamkeit.

Der aktuelle Fundort liegt in direkter Sichtachse zur Burg Giebichenstein und zur Kröllwitzer Brücke. Die frischen Nagespuren deuten darauf hin, dass die Biber erst vor Kurzem am Werk waren.Viele Spaziergänger sind hier am Tage unterwegs, so dass die Biber nachts zugeschlagen haben dürften.

Biber stehen in Deutschland unter strengem Schutz. Ihr Wirken kann zwar zu Veränderungen an Uferbereichen führen, gilt aus naturschutzfachlicher Sicht jedoch als wertvoll: Durch das Fällen von Bäumen und das Umgestalten der Ufer schaffen sie neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

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2 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Ihr Wirken kann zwar zu Veränderungen an Uferbereichen führen, gilt aus naturschutzfachlicher Sicht jedoch als wertvoll: Durch das Fällen von Bäumen und das Umgestalten der Ufer schaffen sie neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

    Das gilt aber nur, solange man das dann so lässt wie es ist und nicht alles mit Schotter verdichtet.

  2. Luft nach oben sagt:

    Oh Gott, schon wieder werden in der Stadt wertvolle Bäume gefällt für ein Bauwerk – aber diesmal sogar ohne Genehmigung! Unbedingt Strafzahlung und Ausgleichspflanzungen von Familie Biber verlangen!

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