Biber fällen Bäume am Saaleufer direkt gegenüber der Burg Giebichenstein

Ein paar frische Holzraspeln am Ufer, dazu Baumstümpfe mit deutlich dreieckigem Bissmuster – unverkennbare Spuren des Bibers. Am Saaleufer im Amselgrund, direkt gegenüber der Burg Giebichenstein, haben die geschützten Tiere erneut zugeschlagen. Zwei gefällte Bäume liegen inzwischen im Wasser.

Biber gehören seit Jahren zum vertrauten Bild entlang der Saale. Besonders an der Wilden Saale, einem Nebenarm nahe der Peißnitzinsel, sind ihre „Hinterlassenschaften“ regelmäßig zu sehen: angenagte Stämme, gefällte Weiden und Pappeln sowie kleine Veränderungen am Uferverlauf. Dass die Tiere nun jedoch an einer so prominenten Stelle aktiv wurden, sorgt für Aufmerksamkeit.

Der aktuelle Fundort liegt in direkter Sichtachse zur Burg Giebichenstein und zur Kröllwitzer Brücke. Die frischen Nagespuren deuten darauf hin, dass die Biber erst vor Kurzem am Werk waren.Viele Spaziergänger sind hier am Tage unterwegs, so dass die Biber nachts zugeschlagen haben dürften.

Biber stehen in Deutschland unter strengem Schutz. Ihr Wirken kann zwar zu Veränderungen an Uferbereichen führen, gilt aus naturschutzfachlicher Sicht jedoch als wertvoll: Durch das Fällen von Bäumen und das Umgestalten der Ufer schaffen sie neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

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20 Kommentare

  1. 10010110 sagt:

    Ihr Wirken kann zwar zu Veränderungen an Uferbereichen führen, gilt aus naturschutzfachlicher Sicht jedoch als wertvoll: Durch das Fällen von Bäumen und das Umgestalten der Ufer schaffen sie neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

    Das gilt aber nur, solange man das dann so lässt wie es ist und nicht alles mit Schotter verdichtet.

    • Zipp sagt:

      Richtig erkannt!

      Totholz ist ein Lebensraum für viele seltene Insekten und Pflanzenarten, die wiederum mithelfen, das Ökosystem zu stabilisieren.

  2. Luft nach oben sagt:

    Oh Gott, schon wieder werden in der Stadt wertvolle Bäume gefällt für ein Bauwerk – aber diesmal sogar ohne Genehmigung! Unbedingt Strafzahlung und Ausgleichspflanzungen von Familie Biber verlangen!

    • Handbreit Wasser unterm Biber sagt:

      Wenn das Rathaus clever wäre, würde sie mit Fa. Biber einen Vertrag abschließen. Es gibt ja genug Bäume in der Stadt, die Nabus & Co erhalten wollen…

    • Satire sagt:

      Sofortiger Baustopp ist erforderlich. Sofortiger Haftbefehl und das ganze sogar als Schwarzarbeit. Die Kosten für die Stadt riesig. Es wird ein Sondervermögen aufgelegt.

    • Emily sagt:

      Meinste nicht nen Biber der jungbäume in einem sich bis aus Schotter Verrücktheit selbst überlassenen Auenwald ist weniger nen Problem als wenn im Innenstadt Bereich 100+ Jahre alte Bäume platt gemacht werden ohne guten Grund? Macht halt schon nen Unterschied wo man die Bäume wie fällt. Der Baum in der Innenstadt wird nicht wieder nachwachsen selbst wenn man irgendwo nebenan pro forma Ersatz hinstellt weil der Untergrund nicht mehr geeignet ist dass nen Baum dort voll und gesund “erwachsen” wird.

      Und Biber fällen halt keine 1meter Stammdurchmesser oder mehr Eichen in trockenen Stadtteilen wo der Schatten durch die Kronen im Sommer nützt. Sondern eben dünne Bäume in aktiven Wachstumsgebietrn.

    • R.H. sagt:

      so was hättes es bis 1989 nicht gegeben, da hatte alles seinen Ortnung,, wo ist dennn der ABV ?

  3. kluggesch sagt:

    „direkt gegenüber der Burg Giebichenstein“

    Da die Burg weit hinten im Foto zu sehen ist, dürfte klar sein, dass es sich hier um eine Übertreibung handelt.

  4. Herr Liste, greifen Sie ein! Wo soll das sonst hinführen? sagt:

    Das geht doch gar nicht.

  5. Grüner Fanboy sagt:

    Die Biber als Teil der Klimakatastrophe werden dafür hoffentlich zur Verantwortung gezogen und gekeult.

  6. Hallenser sagt:

    Wenn die Biber die Saale anstauen…, was wird da mit dem Bauprojekt Hafenstr. ?

    • PaulusHallenser sagt:

      Vielleicht haben die Mitglieder der IG „Wir wollen unsere Ruhe haben und dulden keine Zugezogenen in der Hafenstraße!“ die Biber dort absichtlich angesiedelt. 🙂

  7. Baumumarmer sagt:

    Wenn man Bäume wirksam vor Bibern schützen will, muss man sie halt mit Maschendrahtzaun umwickeln. Vorbilder kann man in Greifswald sehen

  8. Elfriede von dr Vochelweide sagt:

    Endlich hat eine Gruppe Lebewesen die Zeichen der Zeit und unseres Bundeskanzlers verstanden! Sichtbare Zeichen fleißiger nutzbringender Tätigkeit! Zur Erhöhung der ökologischen Bauweise wird Holz benötigt-
    sie liefern es, ohne dass Transportkosten entstehen, ohne Rechnungslegung, einfach so und ohne langes Gerede wie “ Wir brauchen….“, „Wir müssen…“Wir wollen…“, „W werden….“
    Das ist der richtige Weg, unsere Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen!
    Nicht reden!! TUN!
    🙂 🙂

  9. Everly sagt:

    Jetzt erst bemerkt? die sind schon eine Weile aktiv und sind hauptsächlich beim Hohen Ufer aktiv

  10. PaulusHallenser sagt:

    Haben der AHA und der Stadtrat schon eine Krisensitzung einberufen? Wurden schon rote Karten an die Biber verteilt? 🙂

  11. Biberhumor sagt:

    Herrlich subversiv. Ich glaube, die hatten beim Abnagen die mittlere Kralle gen Überwachungskamera rausgestreckt.

  12. Nicole sagt:

    Bei den Temperaturen draußen würde ich zu einer Biber Mütze nicht nein sagen.
    Aber vielleicht ein Umsiedlung erstmal? Alaska könnte schon noch ein paar Bieber verkraften.

  13. Naturlehrpfad sagt:

    Kann man sich mal mit Kindern ansehen und mal nachfragen, wie viel Kraft und welches Werkzeug es wohl braucht, um solche Spuren zu hinterlassen.

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