Tausende bei Kundgebung auf dem Marktplatz wegen Haushaltslage – OB Vogt sagt Lösung zu

Momentan läuft ein Protest der Vereine und Freien Träger auf dem Marktplatz wegen fehlender Gelder. Zahlreichen Einrichtungen unter anderem im Bereich Kinder und Jugendliche droht das aus. Der Stadtjugendring hat aufgerufen.

Daniel von der Villa Jühling sagte, die Zukunft steht auf dem Spiel. Oft werde so getan, Jugendhilfe sei eine freiwillige Aufgabe. “Das stimmt nicht.” Jeder Jugendliche habe Recht auf Bildung und Teilhabe. 

Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hatte für die Demonstranten eine gute Nachricht. Demnach kann eine Auszahlung der Mittel über eine Ausnahmegenehmigung erfolgen. Mehr im Video:

Auch in der Einwohnerfragestunde war die finanzielle Situation Thema.

Christian Kühne vom Kinderschutzbund spricht nun. Er will wissen, ob man in dieser Woche noch eine schriftliche Information bekommt, ob es Mittel gibt. „Ansonsten gibt es für uns keine Möglichkeit, Arbeitsverträge zu schließen.“ Laut Dezernentin Brederlow wolle man versuchen, bis Freitag eine Information zu erteilen, diese sei aber nicht rechtsverbindlich.

Ein Vertreter eines weiteren Trägers meldet sich zu Wort. Seit 1991 sei er in dem Sektor tätig. „Das was jetzt passiert, habe ich in den 35 Jahren noch nicht erlebt.“ „Wir bluten als Kommune aus“, sagte ein bei Rock your Life Engagierter.

Eine weiterer Bürgerin fragt zu den zwei neuen Brücken an der Saline, wie denn der Eigenanteil gestemmt werden soll. Sie stelle sich die Frage, ob dies angesichts der vielfältigen Probleme der Stadt nötig ist. Baudezernent Rebenstorf warnte davon, ein Projekt gegen ein anderes auszuspielen. Zudem hänge dieses Projekt mit anderen Vorhaben wie dem Hintereingang des Zoos und Radwegen zusammen.

https://www.youtube.com/watch?v=u6kepJcy7Xw
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23 Antworten

  1. Robert sagt:

    Richtig viele Menschen! Stark

  2. Daniel M. sagt:

    Starkes Signal!

  3. $ sagt:

    Die Demo war ein Fehler. Jetzt kann man das ganze Einsparpotential in Bildern sehen.

  4. Henk sagt:

    Es ist erstaunlich, wieviele Leute von staatlicher Alimentierung – Steuergeld der Bürger – in einer armen Stadt wie Halle leben. Das geht so nicht, dass kann sich keiner leisten.

  5. Steffen sagt:

    Wow, da werden aber viele bezahlt von Steuergeldern!
    Durch solche Aktionen fällt erst mal auf, für wen alles mitgearbeitet werden muss.
    Respekt Herr Oberbürgermeister! Doch den richtigen angekreuzt.

  6. PaulusHallenser sagt:

    Ich finde das Artikelbild sehr beeindruckend. Es macht deutlich, wie groß der Personenkreis mittlerweile ist, der über die freien Träger mit Steuergeldern alimentiert wird.

    • Ach Pauli... sagt:

      Sie sind nicht alimentiert, sie verdienen Geld durch Arbeit. Und du so? Darüber hinaus waren nicht nur mittelbar oder unmittelbar Betroffene vor Ort sondern auch interessierte Bürger. Nennt sich Solidarität innerhalb einer Gesellschaft. Ach ja: Herrn Neumann, Herrn Mehrheim konnte ich ausmachen und eine Delegation von Die Partei. FDP? Natürlich Fehlanzeige.
      Im Übrigen kritisiert dein geliebter Timmy im Stadtrat, dass das Geld schon längst hätte fließen können. Ja was denn nun? Ist er jetzt ein Verräter an den hart arbeitenden Menschen geworden???

    • 1 Typ sagt:

      Wer vor Ort war, hat gesehen, dass die Mehrheit aus Familien, Eltern und Kindern bestand, die auf die Angebote angewiesen sind oder davon profitieren. Insofern ist dein Kommentar substanzlos und falsch.

    • Daniel M. sagt:

      Ihr Rechten sorgt euch plötzlich um unsere Steuergelder? Niedlich!

    • RW13 sagt:

      Schon mal von Solidarität gehört? Oder ist der Gedanke, dass Menschen für andere eintreten, ohne selbst direkt betroffen zu sein, für dich zu abstrakt?

    • Tina sagt:

      So ein Quatsch!
      Ich war z.B. dort, obwohl ich nicht in einem der betroffenen Bereiche arbeite. Habe dafür sogar Termine verlegen müssen; aber das war es mir wert, denn eine Stadt ohne diese Hilfen ist wahrlich nicht mehr lebenswert (das rächt sich in einigen Jahren durch höhere Schulabbruchquoten, Gewalt, fehlenden sozialen Zusammenhalt, fehlen an Kultur und Ideen, fehlende Perspektiven usw).

      Es freut mich auch, wie viele Leute das ähnlich sehen – und mal wieder ein Beweis dafür, dass die Leute die hier fleißig kommentieren eben nicht repräsentativ sind.

  7. PaulusHallenser sagt:

    „Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hatte für die Demonstranten eine gute Nachricht. Demnach kann eine Auszahlung der Mittel über eine Ausnahmegenehmigung erfolgen.“

    Die schlechte Nachricht für die halleschen Steuerzahler ist: Die städtische Verschuldungsorgie geht weiter, vor allem zulasten hart arbeitender Menschen.

    • Ach Pauli... sagt:

      Du meinst also, die Mitarbeiter der freien Träger arbeiten nicht und zahlen keine Steuern?

    • Pittiplatsch sagt:

      Stell dir vor, ich gehe Vollzeit arbeiten und trotzdem muss ich Bildung und Teilhabe für meine Kinder beantragen. Wahrscheinlich wäre es dir lieber, wenn ich nicht arbeiten gehe, um mich um meine Kinder zu kümmern. Nicht alle die Hilfe beantragen sind arbeitslos, aber das ist dir wahrscheinlich eh egal, du bist ja auch nicht dafür das die Angestellten mehr Geld für ihre Arbeit bekommen. Das eine geht nur nicht ohne das andere.

  8. Ach verpipsch sagt:

    Na,mal was sinnvolles und das bei Kaiserwetter. 👍

  9. Daniel M. sagt:

    Ihr Rechten sorgt euch plötzlich um unsere Steuergelder? Niedlich!

  10. Kommentator sagt:

    Sparen tut nun mal weh.

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