Sondervermögen: SPD-Landtagskandidat kritisiert, dass Süden und Osten auf der „Ersatzbank“ sitzen und bringt 5 weitere Vorschläge – die Sozialdemokraten haben bei den Diskussionen in den Ausschüssen aber bisher gar keine Anträge gestellt
„Wieso ist die offiziell schlechteste Straße der Stadt nicht im Maßnahmenpaket enthalten?“, fragt SPD-Landtagskandidat Julius Neumann. Halle erhält 116 Millionen Euro vom Bund für seine Infrastruktur. Die Verwaltung riskiert dabei, mit ihren Vorschlägen das Auseinanderdriften der Stadtteile zu verstärken. „Nur 3 der 33 konkreten Infrastrukturmaßnahmen sollen südlich der Vogelweide und im Osten Halles stattfinden – bei einem Viertel der Bevölkerung“, zeigt Neumann die rote Karte. „So entsteht der Eindruck, dass manche Stadtteile dauerhaft auf der Ersatzbank sitzen.“
Übrigens hat die SPD bislang in den Ausschuss-Debatten keine Anträge gestellt. Währenddessen hat die Stadtverwaltung erklärt, dass für viele von Neumann ins Spiel gebrachte Vorhaben auch für andere Förderprogramme in Frage kommen. Deshalb sei sich auf Projekte konzentriert worden, für die es keinerlei Förderprogramme gibt. Die Grundschule Südstadt ist im Bildungsprogramm der Stadt enthalten und kann auch gar vorgezogen werden, weil durch die nötigen Umzüge der jeweiligen Schulen in Ausweichquartiere die Maßnahmen aufeinander abgestimmt sind. Im Bildungsausschuss erklärte die Stadtverwaltung, dass die Sanierung ab 2028 erfolgt.
Die Stadt schlägt im Süden und Osten nur den Ausbau der Äußeren Radeweller Straße, den Ersatzneubau der Reidebachbrücke in Osendorf sowie ein neues Spielangebot für Jugendliche in Reideburg vor, kritisiert Neumann und bringt fünf weitere Vorschläge für eine enkelfeste Infrastruktur, die die Stadtteile näher zusammenbringen:
1. Schlechteste Straße der Stadt:
Laut Verwaltung ist die Pappelallee im Rosengarten offiziell die schlechteste Straße der Stadt. Die Stadt bewertet den Zustand mit Note 5,0 – Neubau erforderlich. Selbst die ZEIT berichtete schon. „Wir brauchen hier wenigstens nutzbare Gehwege“, so Neumann.
2. „Rosengartenroute“ entlang S-Bahn:
Ein durchgängiger Rad‑ und Fußweg von der Ottostraße bis zum S‑Bahnhof Silberhöhe würde eine ruhige Verbindung von der Silberhöhe bis Riebeckplatz schaffen. „Das wäre unsere ‚Hafenbahntrasse 2.0‘ für den Süden: sicher, alltagstauglich und klimafreundlich“, so Neumann. Es existiert bereits eine Baustraße vor Ort und die BI Rosengarten bringt das Thema seit Längerem ein. Bislang taucht zudem kein einziges Fahrradprojekt in den 33 Maßnahmen auf.
3. Erneuerung von Spielplätzen der Priorität 1:
In der Spielplatzkonzeption sind mehrere Anlagen mit Priorität 1 aufgeführt, unter anderem in Ammendorf (Karl‑Pilger‑Straße), Am Grünen Feld (inklusive Bolzplatz) und in Kanena (Zum Planetarium). Neumann: „Als Jugendlicher im Süden musste ich immer in die Stadt radeln. Hier fehlen Angebote.“
4. Sanierung der Grundschule Südstadt:
Die Schule muss dringend saniert werden und ist bisher nicht im Haushalt eingeplant. „Die Kinder hier haben gleiche Chancen verdient“, so Neumann.
5. Grüne Merseburger Straße durch Verlängerung Europachaussee:
Eine Verlängerung der Europachaussee würde den Verkehr in Ammendorf neu ordnen und den zeitgemäßen Umbau der Merseburger Straße erlauben: „Mit separatem Gleiskörper für die Straßenbahn, sicheren Fuß‑ und Radwegen und mehr Grün würde Ammendorf endlich profitieren.“ Der Stadtrat könne dafür zumindest Planungsmittel in die Maßnahmenliste aufnehmen.
„Die 116 Millionen ermöglichen unserer Stadt, näher zusammenzurücken. Klar ist, dass nicht alle Projekte finanzierbar sind. Aber das Stadthaus (geplante 33 Mio. Euro) sollte hintenanstehen“, richtet Neumann seine Vorschläge an die Verwaltung. „Als Schiedsrichter kämpfe ich in der SPD-Fraktion dafür, dass der Süden und Osten nicht mehr auf der Ersatzbank sitzen.“









Das sieht für mich so armselig aus, wie er da sitzt mit seinem Kärtchen und seinem Sportoutfit – man möchte ihm am liebsten einen Euro zustecken….
Danke fürs Angebot – lassen Sie uns den Euro lieber direkt in einen Spielplatz investieren 😀
Warum so despektierlich? Er macht sich wenigstens Gedanken und bringt sie in die Öffentlichkeit.
Der will bloß ein trockenes und gut bezahltes Plätzchen im Landtag haben.
Soll ihm doch gegönnt sein, wenn er gute Arbeit leistet und die Wähler das dann vieleicht entsprechend honorieren. Wen will man denn da sonst sitzen sehen? Jemand der noch nie Vorschläge gemacht hat?
Die Schließung des Südstadtcenters würde ich jetzt nicht als gute Leistung bezeichnen.
Schön zu lesen, wie wichtig ihnen der Inhalt dieses Beitrags ist. Super gemacht Herr, Frau, Divers, Einwohner. Bitte machen Sie weiter so und machen sie ihr Kreuz bei der nächsten Wahl, doch bitte lieber auf ihrem Bierdeckel
Ein inkompetenter Schwätzer, der sich schon mit seinen Aktionen rund um das Südstadt-Center lächerlich gemacht hat.
Wir haben gesehen, was er beim Südstadtcenter erreicht hat. Am Besten ist, er gibt sich selbst die rote Karte.
Das Südstadt Center ist laut Verwaltung aufgrund von Gefahr für Leib und Leben nutzungsuntersagt. Dies liegt an Brandschutzmängeln im Gebäude. Für das Gebäude ist der Eigentümer verantwortlich. Umso wichtiger ist es also seit Monaten, hier für eine Lösung für die Versorgung – und enkelfeste Infrastruktur – in unserem Stadtteil zu kämpfen. Das tue ich.
Wie ist es mit den ekelhaft stinkenden Toiletten im Stadthaus? Diese befinden sich gegenüber des Büros der SPD-Stadtratsfraktion! Wieso wird dieses hingenommen? Angst davor, das Büro auf Grund der ekelhaften Infrastruktur räumen zu müssen?
Das ist eben die permanente Doppelmoral der SPD.
Ich frage dazu gerne nach. Allerdings habe ich persönlich noch keine Probleme mit den Toiletten wahrgenommen. Mit dem Zustand der Toiletten, die ich im Südstadt Center im Dezember gesehen habe, ist das auf jeden Fall nicht vergleichbar gewesen.
Diese Aussage finde ich sehr merkwürdig! Öfters ist die „Abfluss- und Kanalreinigung“ im Stadthaus zu Gange und die Toiletten sind dann gesperrt! Herr Neumann scheint mit Scheuklappen an den Toiletten vorbei zu gehen. Aber für die eingeplanten 33 Millionen Euro an Sanierungskosten für das Stadthaus, kann man dann auch ein Luxus-WC erwarten…. Das die SPD massiv dagegen ist und auf diese Renovierung verzichtet, zeigt das wahr Gesicht der SPD-Fraktion.
Meine Nachfrage hat ergeben, dass die Toiletten aktuell grundsätzlich funktionieren und zugleich (wenig überraschend) Sanierungsbedarf haben. Im Übrigen wäre mir neu, dass die SPD-Fraktion „massiv gegen eine Renovierung ist“. Mein Verständnis ist, dass es um Prioritäten und Verhältnisse der 40 vorgeschlagenen Maßnahmen geht. Und für viele Bürger ist das Stadthaus im Alltag weniger von praktischer Bedeutung als sichere Wege, gute Schulen & Co. Zugleich sind über 30 Mio. Euro über ein Viertel der 116 Mio. Euro, die wir nur einmalig zur Verfügung haben.
Und ekelhafte Toiletten haben natürlich die gleiche Priorität, wie eklatante Mängel beim Brandschutz.
Gibt es eigentlich Daten, wie viele Menschen schon an schmutzigen Toiletten gestorben sind?
Seit Jahren ist bekannt, dass es immer wieder Probleme mit dem Vermieter gibt. Gegen den Geschäftsführer des Hausverwaltung laufen mehr als 130 Verfahren. Meine 1. Frage: Wenn dies bekannt ist, warum wurde nicht eher etwas getan? Und dann geht es weiter mit: Was unternimmt Politik und Justiz nun endlich gegen Herrn Ioannis Moraitis oder möchte Politik und Justiz weiter mit Versagen glänzen?
Das wirft die Frage auf, warum Herr Geier in seiner Stellvertreter-Amtszeit nichts dagegen unternommen hat, wenn so eine akute Gefahr besteht.
Das Südstadt Center war schon mehrfach Thema im Stadtrat. Die Verwaltung hat dabei immer wieder auf die Nicht-Erreichbarkeit des Eigentümers verwiesen (bis kurz vor Weihnachten). Dies hat sich nun auf den öffentlichen Druck laut Medienberichten geändert. Was vor meiner Zeit war, kann ich nicht im Detail bewerten. Aktuell diskutiert der Stadtrat außerdem einen Antrag, wo es um das Südstadt Center geht. Das Agieren von Politik und Justiz ist aus guten Gründen im Rahmen der Gewaltenteilung getrennt.
Schlechter Zustand? Halte ich für Gejammer auf hohem Niveau im Villenviertel. Der Jung soll mal nach Zossen fahren bei Berlin. Da sieht man Sandwege und schlechter Pflasterweg. Da bekommt man einen Herzkasper.
Die Verwaltung selbst hat diesen Zustand so bewertet. Teilweise umbefestigte Kieswege gibt es übrigens genau in der Pappelallee. Wir können gerne darüber diskutieren, wo es weitere Straßen mit dringendem Sanierungsbedarf gibt. Nur irgendwo müssen wir ja loslegen 🙂
Hier geht es um Halle an der Saale und nicht um ein Kaff bei Berlin 🤦♂️
Warum erwähnst du dich wieder mit komischen Geschriebsel?
Schon klar!
Warste mal in Mooda-Mooda(Somalia)?
Bin gestern von dort zurück gekommen. Mit dem Moped. Warum?
Herr Neumann hat seine Vorschläge bisher gut geheim gehalten, wenn nicht einmal die SPD selbst davon weiß. Die SPD hat keine Vorschläge eingereicht und er kritisiert. Dann soll er bei seiner eigenen Partei beginnen, wenn die alles verschlafen. Die SPD macht nur ihre Stände auf, wenn sie meckern können. Eigene Ideen fehlen eben
Viele Akteure und Fraktionen haben bereits ihre Ideen für die 116 Millionen Euro öffentlich geteilt. Die Meinungsvielfalt finde ich gut.
Soweit ich weiß, hat zugleich bisher keine einzige Fraktion Änderungsanträge zum Thema gestellt. Das hier sind meine Ideen zur Diskussion als jemand, der sich für Süden und Osten unserer Stadt einsetzt. Für die Ideen kämpfe ich nun genau in der SPD-Fraktion und darüber hinaus und mache das transparent, um gerne auch auf weitere wichtige Projekte hingewiesen zu werden.
Ich weiß ja nicht, ob der emmi-troll gefüttert werden sollte. Aber ok, dass du es machst.
Emmi, genau das machen síe auch. Meckern, meckern, meckern!
Als Anwohner der Straße würde ich jetzt nervös werden. Die Letzten, denen Herr Neumann geholfen hat, stehen jetzt ohne Einkaufsmöglichkeit da.
Da sparen die wenigstens ihre Stütze in dem Problem Viertel!
Wahlkampfgelaaber. Da er eh nicht gewählt wird, hören wir ab September nix mehr von klein Julius(der von einer Politikkarriere träumt)
Ich denke auch, dass der Aktivismus dieses Mannes am Tag der Wahl sein plötzliches Ende haben wird. Ich erinnere da nur an ähnlich gelagerte Fälle wie zum Beispiel Ines Brock-Harder. Nach der verlorenen Bundestagswahl verschwand sie regelrecht über Nacht mitsamt ihrem Aktivismus.
Klimaneutralität? Scheint so ziemlich hinten runter zu fallen .
Was kommst du schon wieder mit dem Märchen?
Ganz offen gesprochen: der Punkt beschäftigt mich auch sehr. Daher der Radweg, auch Spielplätze sind hier meines Erachtens kein Widerspruch. Die Pappelallee in extrem schlechtem Zustand, wo es vielen Anwohnern um die Fußwege geht, halte ich in der Abwägung auch für sinnvoll. Wenn die Europachaussee uns die Fortführung von Stadtbahnprogramm und Rad- und Fußwege in Ammendorf erlaubt, sehe ich auch hier einen Beitrag. Ich verstehe aber, wenn die Abwägung bei Ihnen anders ausfällt – das würde mich sehr interessieren. Wie ist Ihr Blick darauf?
Die SPD ist einfach „Spitze“ darin, Geld zu verbraten, was noch nicht einmal erwirtschaftet, geschweige denn zurückgezahlt wurde.
„Als Schiedsrichter kämpfe ich in der SPD-Fraktion dafür, dass der Süden und Osten nicht mehr auf der Ersatzbank sitzen.“
Schiedsrichter entscheiden auch nicht über die Mannschaftsaufstellung, sondern der Trainer. Man merkt dem Julius an, dass er der Generatin Z angehört, wo nichts ist, kann auch nichts werden und es an grundlegendem Wissen fehlt, aber aufgrund ihrer Selbstdarstellungssucht vor jede Kamera es sie zieht und sie einen dummen Post nach dem anderen absondern müssen – nur noch Fremdschämen!
F.J. Strauß hat schon vor über 40 Jahren vor Rot/ Grün gewarnt. Von denen kam nur Unheil, in allen Branchen.
ok, boomer. wenn du das so schreibst, muss es ja stimmen, NICHT. (damit du es verstehen tust, passen wir mal unser niveau an)
An welchem Wissen fehlt es mir denn konkret? Ich bin an Haustüren und z. B. hier in den Kommentaren aktiv, weil ich nicht alles wissen kann. Als Wirtschaftsingenieur habe ich einige fachliche Grundlagen, das macht mich nicht allwissend. Und vor allem gibt es bei vielen Themen kein richtig und falsch. So ist das in meinen Augen auch bei über 100 Millionen Euro für die Infrastruktur, die wir als Stadtgesellschaft nach ganz verschiedenen Kriterien ausgeben können. Dieser Artikel beschreibt, was aus meiner Sicht und auf der Grundlage vieler Haustürgespräche und Nachrichten wichtig ist: Projekte, die die Lebensqualität in der Stadt angleichen.
„Projekte, die die Lebensqualität in der Stadt angleichen.“
Herr Neumann,
genau diese sozialistische Gleichmacherei sollte es überhaupt nicht geben, denn so wird das Leistungsprinzip ausgehebelt. Die Existenz von Stadtteilen und Vierteln mit unterschiedlicher Lebensqualität motiviert die Menschen, mehr zu arbeiten und eine höhere Wertschöpfung zu betreiben, um sich etwas Besseres, z.B. eine Wohnung in einer guten Gegend, leisten zu können. Wer darauf keine Lust, muss sich halt mit dem Status quo zufriedengeben und sollte nicht auf Steuergeldgeschenke hoffen.
Halle ist eine Problem Stadt( Kriminalität, Stütze, Dummquatscher …..) Da lohnt es sich nicht mehr Geld in die Hand zu nehmen.
An alle Kommentatoren:
Ihr zieht hier in abscheulichem Tonfall über jemanden her, beschimpft ihn anonym. Jemand, der sich Euch hier bei dbh stellt und für Euchansprechbar ist. Das muss jetzt mal hervorgehoben werden (und nein .. ich bin nicht mit ihm verwandt, befreundet oder anderweitig verbandelt)!
Gegensätzliche Meinungen und Ansichten heißt NICHT beschimpfen und beleidigen!
mit verlaub, wo warst du die letzten jahre. die blaue sekte agiert seit knapp 13 jahren so, um deutschland wieder großartig zu machen. „protestpartei“ oder „nölär**he“ und die menschen fallen darauf rein. aber besser du kritisierst diesen „politstil“ spät als nie, also: Danke!
Ich kritisiere die vollkommen unkonstruktive und respektlose Wortwahl. Das ist genau die Art Kommunikation, die das blaue Gedöns wachsen lässt.
Das unterstütze ich!
„Gegensätzliche Meinungen und Ansichten heißt NICHT beschimpfen und beleidigen!“
Achso,
diesen Satz sollten die beiden Ex-Stadträte Martin Bochmann und Detlef Wend mal an ihre Spiegel schreiben.
Da hat der junge Mann schon Recht.
Gerade der Süden Halles wird noch mehr vernachlässigt, als es in Halle eh schon der Fall ist.
Schon etwas peinlich. Für die Anwohner zwar sicherlich ärgerlich, aber es sollte wichtigere Dingen geben wo sich die Stadt darum kümmern sollte. Mal abgesehen davon, dass niemand weiß wo ein Herr Neumann wohnt. Wenn Neumann wirklich etwas am Süden von Halle liegen sollte, dann kann er da mit den Kindern anfangen. Am besten mit der Schulwegbeleuchtung und dem Winterdienst auf dem Weg zur Hanoier Grundschule. Auch wenn sich da mittlerweile etwas tut, entspricht das nicht den tatsächlichen Bedürfnissen der Schüler. Der kürzeste Weg ist immer noch finster wie im Bärena**** und von Winterdienst war weit und breit nichts zu sehen. Warum kümmert er sich denn nicht darum? Findet er keine Wähler bei den Kindern? Alles nur billiger Populismus von ihm.