Staatsschutz ermittelt nach mutmaßlichem rechtsextremen Überfall auf Bar in der Rathausstraße: zwei der Verdächtigen sind bereits einschlägig polizeilich bekannt

Nach einem gewalttätigen Überfall auf die Bar „El Dorado“ in der Rathausstraße am 20. Dezember ermittelt die Polizei gegen drei Tatverdächtige im Alter von 17, 23 und 25 Jahren. Ihnen wird unter anderem gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Männer konnten laut Polizei kurz nach der Tat in der Nähe des Tatorts gestellt werden. Dabei wurden auch Beweismittel sichergestellt.

Nach bisherigen Erkenntnissen kamen die Angreifer teils vermummt in das Lokal, randalierten und schlugen schließlich einen Angestellten bewusstlos. Insgesamt soll die Gruppe aus rund acht Vermummten bestanden haben. Der verletzte Mitarbeiter ist nach Angaben der Polizei ein Mann mit Migrationshintergrund.

Besondere Brisanz erhält der Fall durch den möglichen politischen Hintergrund der Tat. Wie Polizeisprecher Michael Ripke mitteilte, seien zwei der Tatverdächtigen bereits in der Vergangenheit durch politisch rechtsmotivierte Straftaten aufgefallen. Einer von ihnen soll zudem in Aktionen gegen den Christopher Street Day (CSD) in Halle eingebunden gewesen sein.

Der Staatsschutz ist in die Ermittlungen eingebunden. Gleichzeitig betont die Polizei, dass weiterhin in alle Richtungen ermittelt werde. In den sozialen Netzwerken bekannte sich inzwischen die Neonazi-Gruppierung „Deutsche Jugend zuerst“ zu dem Angriff. In einem Instagram-Beitrag äußerte die Gruppe ausländerfeindliche Parolen und schrieb unter anderem, sogenannte „Bimbobars“ müssten verschwinden.

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32 Antworten

  1. Benni sagt:

    Ich hab mich schon wieder bepullert. Der Staatsschutz ermittelt? Gegen Maximilian Wühn? Aber sicher nur wegen der schlechten Gesichts Tattoos-oder was heißt „in alle Richtungen“?

  2. Neutral sagt:

    Mich wundert es, dass noch keiner der AfD das in die Schuhe schiebt.

  3. Es ist wie es ist sagt:

    Danke, dass du es ansprichst. Nur weil die rechtsextreme Partei AfD die selbe Ideologie vertritt wie diese rechtsextremen Täter und dass Rechtsextremisten sehr wahrscheinlich die AfD wählen, heißt natürlich nicht, dass die Schläger alle Mitglieder der AfD oder deren Jugendorganisation sein müssen. So gesehen hast du da natürlich recht. Die beeinflusst zwar stark die öffentliche Meinung, aber Die Partei, ihre Funktionäre, Wähler und Sympathisanten haben natürlich nie und nimmer irgendwas zu tun mit ausländerfeindlichen Taten.

  4. stummer schrei nach Liebe sagt:

    Wieder welche den die Vaterfigur gefehlt hat.

  5. NonGovernmentOrganisator sagt:

    Es wurde doch bereits desöfteren angemerkt, dass die Neonaziszene vom Verfassungsschutz durchsetzt sei, deren Agenten dort führende Positionen einnehmen, einschließlich der Gründung und Finanzierung dieser Organisationen. Ermitteln die Verantwortlichen beim VS jetzt also gegen die eigenen Leute und Scharfmacher „in alle Richtungen“? Etwa so, wie seinerzeit beim NSU-Skandal, wo unbequeme Zeugen eine nur sehr geringe Lebenserwartung hatten. Frage für die Mainstream-Presse

    • Die Mainstream-Presse sagt:

      Es wurde auch bereits des öfteren angemerkt, dass der Verfassungsschutz nicht für die Strafverfolgung zuständig ist. „Staatsschutz“ ist nicht nur ein anderes Wort, sondern tatsächlich nicht das Gleiche.
      Du kannst dich so prächtig selbst informieren, dann tu das einfach mal.

      • NonGovernmentOrganisator sagt:

        Die polizeiliche Abteilung für Staatsschutz ist mir bestens bekannt, Meiner. Natürlich sind VS und PASS das nicht dasselbe, aber der VS agiert praktisch als Staatsschutz, nicht als „Verfassungsschutz“. Insofern haben beide Einrichtungen ähnliche Funktionen.

        Andere Frage: Wieso kümmert sich der Staatsschutz um private Betriebe. Wird der Staat jetzt auch in der Kneipe geschützt?

        • Hofbräukeller grüßt! sagt:

          „Wird der Staat jetzt auch in der Kneipe geschützt?“

          Wenn er in der Kneipe angegriffen wird… hoffentlich.

          Du willst den Staat doch sicherlich nicht angreifen! 😮

          • NonGovernmentOrganisator sagt:

            Natürlich nicht. Der Staat braucht unbedingt Schutz und Sicherheit. Daher begrüßt er jede Bedrohung freundlich mit vielfältigen „Notfallmaßnahmen“, die nicht selten zum Schutz der Macht gesetzlich verankert werden können.

            Aber was weiß ich schon. Unser weiser @Hauptstromdrücker hat natürlich Recht: Die am lautesten Schreihälse haben am wenigsten Ahnung – Antifa- bzw. Gegen-Rechts-Aktivistas auf der Straße und in den Medien sind davon freilich ausgenommen, denn sie kämpfen ja für das Gute gegen das Böse.

    • Hauptstromdrücker sagt:

      Du hast so wenig Ahnung und schreist so laut rum…

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