Vergessener Rucksack am Hauptbahnhof sorgt für Sperrung – Eigentümer meldet sich eine halbe Stunde später

Am Freitag, den 27. Februar stellte eine Streife der Bundespolizei um 15:40 Uhr einen Rucksack in der Haupthalle des Hauptbahnhofes Halle (Saale) fest. Ein möglicher Eigentümer konnte vor Ort und mittels veranlasster Lautsprecherdurchsagen nicht ermittelt werden. Der Inhalt des Gepäckstückes war für die Einsatzkräfte nicht einsehbar. Entsprechend wurde der Bereich geräumt, abgesperrt und ein Sprengstoffspürhund angefordert.

Um 16:11 Uhr sprach ein 22-Jähriger die absperrenden Beamten der Bundespolizei an und teilte ihnen mit, dass er der Besitzer des Rucksackes sei. Nach Beschreibung des Inhalts durch den Eigentümer und der anschließenden Öffnung des Gepäckstückes durch die Beamten in Anwesenheit des Mitteilenden, konnten die Angaben bestätigt und die polizeilichen Maßnahmen um 16:15 Uhr beendet werden. Der malaysische Staatsangehörige wurde belehrt und erhielt seinen Besitz zurück.

Die Bundespolizei weist aufgrund des aktuellen Sachverhaltes erneut eindringlich darauf hin: Bitte achten Sie auf ihr Reisegepäck! Behalten Sie dieses ständig im Blick und führen Sie es immer bei sich. Neben einem möglichen Gepäckdiebstahl kann es, wie in dem aktuellen Fall, zu einem Polizeieinsatz unter finanzieller Regressnahme des Verursachers kommen. Außerdem haben derartige Vorfälle immer weitreichende Einschränkungen für andere Reisende und deren Angehörige zur Folge, die mit der angemessenen Sorgfalt der jeweiligen Besitzer zu vermeiden wären. Dieser aktuelle Fall hatte keine Einschränkungen auf den Bahnverkehr zur Folge.

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3 Kommentare

  1. 10010110 sagt:

    Nach Beschreibung des Inhalts durch den Eigentümer und der anschließenden Öffnung des Gepäckstückes durch die Beamten in Anwesenheit des Mitteilenden, konnten die Angaben bestätigt und die polizeilichen Maßnahmen um 16:15 Uhr beendet werden […]

    Das war aber sehr naiv von der Polizei. Was, wenn es ein potentieller Selbstmordattentäter gewesen wäre, der einen Rucksack mit Sprengstoff platziert hat, um dann die Polizei dazu zu bringen, ihn zu öffnen und somit zur Detonation zu bringen? Oder andersrum gesagt: dann könnte die Polizei auch einfach jede liegengebliebene Tasche öffnen und reingucken, ohne vorher den Sprengstoffspürhund zu bemühen.

  2. Wennemann sagt:

    In einem normalen Land, wie es auch Deutschland einmal war, wäre der Rucksack ins Fundbüro gebracht worden. Vermutlich auch in Malaysia.

  3. Diana sagt:

    Finanzielle Regressnahme für einen vergessenen Rucksack?! Typisch Deutschland. Wir haben Angst vor Attentaten und legen die Kosten von Polizeieinsätzen auf Menschen um, die einfach ihr Eigentum vergessen haben. Unglaublich.

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