Zum internationalen Krebstag: Rentenanstalt Mitteldeutschland informiert über Rehabilitation und Forschung zur Wiedereingliederung

Der Weltkrebstag am 4. Februar ruft nicht nur zur Vorsorge und Früherkennung auf, sondern rückt auch die Bedeutung der Rehabilitation und Nachsorge für Menschen mit einer Krebserkrankung in den Fokus. 2024 haben in Mitteldeutschland 19.953 Menschen eine onkologische Rehabilitation abgeschlossen (in Sachsen waren es 9.780, in Sachsen-Anhalt 4.978 und in Thüringen 5.195). 9.671 der Reha-Leistungen wurden von Männern in Anspruch genommen, 10.282 von Frauen. Letztere erkrankten am häufigsten an Brustkrebs, Männer an Prostatakrebs.

Erbracht werden die Rehabilitationsleistungen in eigenen Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung und in Vertragseinrichtungen. Informationen zum Behandlungsspektrum, zur Qualität und zu weiteren Merkmalen gibt es auf meine-rehabilitation.de. Eine geeignete Reha-Einrichtung finden Betroffene außerdem online unter www.drv-reha.de.

Förderung der Reha-Forschung und Hilfe für Betroffene vor Ort
Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland bietet nicht nur onkologische Reha-Leistungen. Auch die Reha-Forschung zum Thema unterstützt sie: „Von Januar 2023 bis Mai 2025 haben wir ein Forschungsprojekt gefördert, bei dem es um die berufliche Wiedereingliederung von Betroffenen nach einer Krebserkrankung ging“, sagt Dr. Kerstin Mattukat, Referatsleiterin Reha-Entwicklung bei dem Rentenversicherungsträger. Ziel des Projektes war es, Hürden und Hilfen zu erforschen, die Patientinnen und Patienten in Mitteldeutschland daran hindern beziehungsweise die dabei helfen, nach einer Krebserkrankung wieder ins Berufsleben zurückzukehren. Die Forschungsarbeiten erfolgten am Institut für Medizinische Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Neben der Reha-Forschung fördert die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland auch die Landeskrebsgesellschaften in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit den Zuwendungen konnten sowohl Personal- und Sachkosten der Geschäftsstellen als auch Projekte finanziert werden. Die Selbsthilfeorganisationen beraten Betroffene mit einer Krebserkrankung und deren Angehörige bei allen Fragen zur Erkrankung, medizinischen Versorgung und Nebenwirkungen sowie zu Unterstützungsmöglichkeiten bei ganz alltäglichen Problemen.

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3 Antworten

  1. emilia sagt:

    Und wo sind konkrete Forschungsergebnisse?

  2. Wintersonne sagt:

    Guten Tag, ich freue mich , dass das Thema der schnellen Wiedereingliederung in den Fokus rückt. Leider sind die Möglichkeiten der Selbstbeteiligung an der Gestaltung einer schnellen Wiederaufnahme seiner beruflichen Tätigkeit nach einer Krebserkrankung mit der Unterstützung durch eine Reha im Organisatorischen sehr gering. Warum ? Mich erwartet eine Hirn-OP auf Grund der Entfernung eines Tumors , ich kenne das OP Datum , ich versuche einen Antrag auf REHA zu stellen , welcher zeitnah und zur Organisation des Aufenthaltes , Wahl der Einrichtung schon bereits vor der OP geklärt werden sollte .Was bisher nicht möglich ist. Auch wenn zusätzlich weitere Erkrankungen vorliegen oder neue Erkrankungen , welche aus der Zeit der Entwicklung des Tumors zusätzlich entstanden sind , wird es noch weniger händelbar. Ist es mein Wunsch und Ziel nicht länger als 6 Wochen überhaupt von meiner Arbeitstätigkeit auszufallen , kann ich es mit den heutigen Antrags- und Umsetzungsverfahren nicht möglich werden lassen. Auch gibt es keine Suchfunktion bei den Seiten der Rehaeinrichtungen, welche darauf abzielt alle meine Erkrankungen anführen zu können , lediglich eine Erkrankung findet Beachtung . Auch die Entscheidung welche Erkrankung mich davon am meisten belastet und für welche Einschränkung ich Unterstützung benötige besteht keine Möglichkeit. diese anzuführen . Hierzu wird eine andere Betrachtung vorgenommen . Daher mein Beispiel : Ich habe einen Hirntumor, welcher operativ versorgt werden wird , leider ist dem Zeitpunkt der Entstehung des Tumors die Entstehung einer schweren Klaustrophobie zuzuordnen, sowie neurologische Ausfälle . Eine Festlegung in welche Rehaklinik ich im Anschluss kommen könnte ist hier im onkologischen Bereich verankert . Ich selbst sehe mein Behandlungsfeld in der Neurologie aber vor allem in der Psychologie, weil die aufgebauten seelischen Beeinträchtigungen wiegen schwerer auf mein Berufs-und Lebensalltag , da ich sozial eingeschränkt, sowie meine Lebensqualität wie zum Beispiel nutzen von öffentlichen Verkehrsmittel oder Veranstaltungen oder ein MRT zur Kontrolle meiner Behandlung für mich eine schwere medizinische Herausforderung mit sich bringen und mich mit nicht unerheblichen zusätzlichen Kosten belastet. Ein Umdenken und eine Beteiligung der Patienten in den Vorbereitungsprozess einer Reha wäre sehr wünschenswert. Für mich würde es eine Möglichkeit der besseren Vorbereitung zur OP und der Behandlung danach darstellen um mein Ziel der schnellen Wiedereingliederung in den Berufsalltag zu finden. Im Moment bin ich eher ratlos , führe endlose Anfragen nach einer Möglichkeit der Reservierung eines Platzes in einer Rehaeinrichtung, beim Rententräger , wenn denn der Rehaantrag vor OP noch bearbeitet werden sollte. Schade ist es dann , wenn ich nach der OP viele Wochen zu Hause verbringe , weil dann die Anfrage nach einer terminlichen Aufnahme erst erfolgt oder Orte vorgeschlagen werden , wo man auf Grund seiner (klaustroph. Einschränkung ) nur sehr schwer mit viel Aufwand, wenn überhaupt hinkommt. Es muss dann auch niemand genervt sein , wenn man den Patienten eine gewisse Selbständigkeit zuspricht, sie teilhaben lässt am Prozess , denn auch den Patienten ist an einer schnellen Wiederherstellung gelegen und der Mensch ist immer ein Gesamtpaket. Danke für Ihre Mühe

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