„Imperiales Machtgehabe“: Demonstration in Halle gegen Irankrieg

Am Wochenende haben Israel und die USA Ziele im Iran angegriffen. Dagegen gab es am Montagnachmittag eine Demonstration in Halle (Saale). Laut Polizei beteiligten sich 16 Personen daran. Nach einer Auftaktkundgebung am Riebeckplatz ging es über den Boulevard weiter zum Marktplatz.

Aufgerufen hatte eine Person aus dem Friedensbündnis. Auch die MLPD, die SDAJ und die Bürgerinitiative für Frieden waren zugegen.

Adrian Mauson von der MLPD sprach von „Imperialisten, die den Nahen Osten in Brand setzen“. Der Krieg richte sich ganz klar gegen die Interessen von China und Russland, weil der Iran Teil der BRICS-Staaten sei. „Das macht uns große Sorgen, was da passiert.“ Es gehe nicht darum, Demokratie zu bringen, sondern darum, die Öl- und Gasressourcen zu kontrollieren. Das habe man auch in Venezuela gesehen. Es sei ein Land ohne jegliche Legitimation überfallen worden.

Er kritisiere die westlichen Regierungen, etwa die Bundesregierung, die Kriegspolitik betrieben, sagte Geralf Tuschy von der Bürgerinitiative für Frieden. Selbst beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Venezuela schweige Deutschland. Die Aktionen der USA in der Vergangenheit hätten gezeigt, dass es keinesfalls um Demokratie und Menschenrechte gehe. Die Menschen im Iran würden für eine imperiale Politik missbraucht.

Auch Christopher, jener gekündigte Mitarbeiter vom DHL Hub Leipzig, meldete sich zu Wort. Er war nach einem Auftritt bei einer Gaza-Demonstration entlassen worden, nachdem er sich dort kritisch zu Rüstungsgütern geäußert hatte, die am DHL Hub umgeschlagen werden. Diesmal kritisierte er eine „Flugzeugträgerpolitik“ von US-Präsident Donald Trump, ein „imperiales Machtgehabe“. „Wir haben ein Völkerrecht. Und das muss auch durchgesetzt werden. Deshalb wünsche ich allen Armeen, die dagegen verstoßen haben, dass sie ihre Kriege verlieren.“

Die Demonstration soll künftig regelmäßig jeden Montagnachmittag stattfinden.

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17 Kommentare

  1. Leona sagt:

    Jeden Montag? Wie damals.

  2. Wow sagt:

    Wenn es einen breiten Zusammenschluss von vielen Akteuren (Friedenbündnis, MLPD, SDAJ und die Bürgerinitiative für Frieden) gibt. Dann kann man richtig was bewegen. Bei so vielen Menschen auf den Straßen (16! das sind 4 Personen je Akteur!) wird der Imperialist Trump richtig schlecht schlafen.

    • Dog sagt:

      Demo für Terror. Mal was neues. Ein Terror-Regime das daß eigene Volk umbringt verherrlichen.Was rauchen die denn? Geht in den Iran. Das Iranische Volk wird’s euch erklären

      • Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

        Demnächst also wird auch Trumps USA in die Freiheit gebombt oder wie meinst du das?
        Oder ist dir der Vergleich nicht genehm? Erschießungen von Demonstranten, Todesstrafe, militaristische Führung, …das Schema passt doch, oder?

    • Wario sagt:

      @Wow, die Oma‘s waren nicht dabei? Verdächtig 🧐!! Scheint wohl nicht so wichtig zu sein.

  3. Wennemann sagt:

    Man zeigt wieder mal Haltung. Für das Kriegsgeschehen völlig irrelevant.

    • Franz2 sagt:

      Wäre schön, wenn diese Leute mal Haltung zeigen würden, wenn das Regime im Iran wieder auf Demonstranten losgeht … natürlich ist der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine keine Erwähnung wert.

  4. Realistisch gesehen sagt:

    Es interessiert weder in Moskau, Peking oder Washington nur irgendjemandem, ob ein Moralapostel in Deutschland sich irgendwo für fünf Minuten auf einem Platz in der Provinz knipsen lässt.

  5. Bürger sagt:

    Wir haben letztens am Stammtisch sofortige Neuwahlen gefordert. 13 Leute. Könnte DbH da nicht einen Artikel draus machen?

  6. Rarum sagt:

    lachhaft

  7. Detlef sagt:

    Damit haben wir nichts zu tun

  8. Timm Fungo sagt:

    Das spannende ist ja hierbei wie viele Millionen Fördermittel diese NGOs jedes Jahr von der Stadtverwaltung einsacken? Da sollte man mal nachhaken.

  9. Es ist wie es ist sagt:

    Die können doch mit den ca. siebzig 70-Jährigen zusammen demonstrieren, die auch jeden Montag durch die Stadt laufen. Die Deutschlandfahnen sind dann vlt n Streitpunkt, aber die Verbundenheit zum „antiimperialistischen“ und dem „friedvollen“ Russland sollte doch irgendwie zusammenschweißen. Vlt kriegen sie dann zusammen mal knapp an die 100 Leute auf die Straße. Und Schöner Nebeneffekt. Ich werde nur einmal am Montag mit dämlichen Parolen vor meiner Türe genervt.

  10. Demofried sagt:

    Das letzte Aufgebot!

  11. Arbeiter*innenstandpunkt sagt:

    Klein aber fein – etwas mehr Werbung wäre scheinbar nötig gewesen.
    Regelmäßige Montagsdemos klingt nach einer guten Idee, und am Ostermontag ist Ostermarsch?

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