Lesung und Gespräch mit Susanne Siegert in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) am Montag

Am 9. Februar 2026 um 18:00 Uhr liest Susanne Siegert in der Gedenkstätte Roter Ochse in Halle aus ihrem Buch „Gedenken neu Denken“. Das im Jahr 2025 erschienene Buch „Gedenken neu Denken“ von  Susanne Siegert ist thematisch hochaktuell. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt und mit dem Netzwerk Evangelische Frauen in Mitteldeutschland statt. Der Eintritt ist frei.

Geboren im Jahr 1992, ist die Journalistin Susanne Siegert eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. „Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern“ plädiert sie in ihrem ersten Buch und wünscht sich damit eine offene und pluralistische Gedenkarbeit. Im Schwerpunkt stellt sie die Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle laut der These der Autorin, „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den NS-Opfern. Welche Opfergruppen sind in der Gedenkarbeit vernachlässigt und welche NS-Verbrechen im öffentlichen Diskurs sind wenig bekannt oder in den Schulen nicht berücksichtigt? Wie kann es gelingen, die vielfältige Gedenkkultur bei den neuen Generationen zu aktivieren? Im Buch zeigt Susanne Siegert die neuen Ansätze und nimmt einen Bezug auf Themen, die oft nur dank der intensiven und individuellen Auseinandersetzung in der Gedenkkultur verankert werden können.

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8 Antworten

  1. Jörg-Uwe sagt:

    Ich lehne diese Lesung rundheraus ab.
    Der Gedanke, das jemand mit seiner Zeugung quasi per Gesetz unabwendbar lebenslang als entpersönlichtes Symbol einer ewig bösen „Täter-und Sündergruppe“ und/oder umgekehrt einer ewig guten „göttlichen, nie schuldhaben könnenden Gruppe“ behandelt werden soll, ist mir wesensfremd.

  2. Professor Nachtjacke sagt:

    In 500 Jahren natürlich auch noch.
    Wie der Vietnam Krieg. Oder Napoleons Feldzüge. Irak und Lybien Gemetzel u.s.w. Nicht zu vergessen: Der Bauernkrieg.

    • Guten Morgen! sagt:

      Jaaa, der war letztes Jahr großes Thema, vor allem in Thüringen. War auch gut so. Die Überarbeitung der Gedenkkultur ist notwendig, da es kaum noch Zeitzeugen gibt und immer mehr Relativierer auf Bauernfang aus sind. Bei dir hatten sie schon mal Erfolg

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