Ordnungsausschuss debattiert über Freefloating für E-Scooter und lehnt den SPD-Antrag mit Patt ab

Seit Juni dürfen E-Scooter in Halle (Saale) nur noch an bestimmten festgelegten Plätzen abgestellt werden. Zumindest in den Außenbereichen sollte wieder Freefloating ermöglicht werden, sieht ein SPD-Antrag vor. Der Ordnungsausschuss hat diesen Antrag jedoch mit Patt abgelehnt. 

E-Scooter seien eine sinnvolle Alternative zu Autofahrten auf kurzen Strecken. Doch dazu brauche es eine sinnvolle Infrastruktur, sagte Eric Eigendorf (SPD). Im innerstädtischen Bereich würden die Stellplätze gut funktionieren. Doch gerade in Außenbezirken sei der Weg zum nächsten E-Scooter zu weit, deshalb seien E-Scooter unattraktiv. 

Auch in Außenbereichen gebe es ältere und bewegungseingeschränkte sowie blinde Personen, sagte Tobias Teschner, Leiter des Fachbereichs Sicherheit. Zudem seien die Gehwege dort oft schmaler. Freefloating sei eigentlich eine gute Idee, “wenn alle vernünftig sind”, so Teschner. Fahrräder beispielsweise werden vernünftig abgestellt, was aber wohl auch daran liegt, dass diese sich im Eigentum der Fahrer befinden und deshalb nicht quer auf die Gehwege hingestellt werden. “Es ist Eigentum. Da geht man anders damit um”, mutmaßt Teschner. Er verweist darauf, dass die Stadt derzeit an einem Mobilitätskonzept arbeitet. Seine Auffassung zufolge sollten die E-Scooter nicht in bestimmten Bereichen abgestellt werden wie in der Nähe von Flüssen, Seen oder Naturschutzgebieten.

Yana Mark (FDP) sagte, dass sich durch die Sammelplätze nun die E-Scooter an bestimmten Plätzen ballen. Aus diesem Grund sei es sinnvoll, durch die Zuweisung weitere Punkte die Abstellproblematik zu entzerren. Alexander Raue (AfD) schlug vor, die E-Scooter beispielsweise mit einer kleinen Kette anzuschließen wie bei Einkaufswagen und so ein Umkippen auszuschließen.

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19 Kommentare

  1. Klaus sagt:

    Die beste Lösung des abstellproblems wäre, die E-Scooter ganz zu verbieten!

    • Rebell sagt:

      👍👍👍👍👍

    • Franz2 sagt:

      Naja, die beste – aber auch unrealistischste Lösung – wäre, wenn die Leute einfach aufhören würden sich asozial zu verhalten und die Dinger nicht in die Gegend werfen. Aber wie schon gesagt, da es kein Eigentum ist, denken Viele eben anders. (Schließlich zahlen sie ja 😉 )

  2. Radfuchs sagt:

    “Es ist Eigentum. Da geht man anders damit um.”

    Auch diese Mietroller „sind Eigentum“. Es wäre an den Eigentümern Lösungen zu entwickeln, dass die Roller ordentlich abgestellt werden. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten wäre es überhaupt kein Problem, zu unterscheiden, ob der letzte Nutzer oder ein Vandale den Roller irgendwo hingestellt oder hingeschmissen hat und damit letztlich den Nutzer zu verantwortlichem Verhalten erziehen. Das funktioniert – wie immer – über den Geldbeutel. Und man könnte überwachen, ob Roller irgendwo unkontrolliert herumfliegen.

  3. Rollerfahrer sagt:

    Stimmt nicht! Nicht abgelehnt.

  4. Agnes Kraus sagt:

    Da gebe ich Dir völlig Recht, Klaus. Weg mit den Dingern.

  5. harro sagt:

    @ Klaus, für ewig Gestrige wie Dich, auf alle Fälle! Wenn die Vollpfosten, die die Dinger umkippen belangt werden würden, wär Free-Floating kein Problem. In anderen Städten funktioniert es ja auch, nur eben hier nicht, in der Stadt der Dickschädel und ewig Gestrigen

  6. Je sagt:

    Die SPD ist nicht ganz normal und weiß nicht wie es in Wirklichkeit aussieht

  7. 10010110 sagt:

    E-Scooter seien eine sinnvolle Alternative zu Autofahrten auf kurzen Strecken.

    Zum hundertsten Mal: nein, sind sie nicht. Zumindest wird diese Alternative nicht in dem Sinne genutzt. Leihroller werden hauptsächlich als Alternative zum Gehen und zum ÖPNV und aus reiner Dummdödelei genutzt. Dieser Quatsch von „Alternative zu Autofahrten“ kommt von neoliberalen Flachpfeifen wie Andreas Scheuer, der auch „Flugtaxis“ und Oberleitungs-LKW für eine sinnvolle Ergänzung der Mobilität hält.

  8. Es geht nur noch, um zu stören und beschmieren sagt:

    Auf jeden Fall so lange, bis die so genannte letzte Generation Ordnung gelernt hat. Und Respekt vor fremden Eigentum hat.

  9. Muss los! sagt:

    „Alexander Raue (AfD) schlug vor, die E-Scooter beispielsweise mit einer kleinen Kette anzuschließen wie bei Einkaufswagen und so ein Umkippen auszuschließen.“
    Ja genau, Alex..
    https://dubisthalle.de/vagabundierende-einkaufswagen-mieterrat-sieht-ordnungsamt-in-der-pflicht
    https://dubisthalle.de/rumstehende-einkaufswagen-stadt-draengt-supermarkt-betreiber-zu-nachhaltiger-sicherung-einige-betreiber-haben-wachschutz-angekuendigt
    Merkste selber, he!

  10. Hansi sagt:

    Ich bin noch nie auf so unüberwindbare E-Scooter-Barrieren gestoßen, wie seit dem Sammelgebot. Einzeln herumliegende Roller konnte ich mühelos umschiffen, aber jetzt sind es ganz formidable Roller-Berge geworden.

  11. Judu sagt:

    Diese scheißroller benutzten nur gefühllose und gehirnlose

  12. J.S. sagt:

    Für kurze Strecken hat der Mensch von der Natur Füße zum gehen bekommen. Eigentlich sind diese auch für längere Strecken geeignet, wäre die moderne Gesellschaft nicht dermaßen degeneriert. Alle Welt spricht von Stromsparen und einer Energiekrise. Diese Dinger fahren womit? Richtig, mit Strom! Wenn ich mir so ansehe, welche Klientel diese E-Roller (Neusprech E-Scooter) in welcher, allzu oft absolut rücksichtslosen Art und Weise, benutzt, dann ist es sicher nicht eine Alternative zum Auto, sondern eine Alternative zum Gehen oder dem ÖPNV. Mehr als einmal wäre ich am Gehweg von so einem Teil umgefahren worden. Ganz zu schweigen davon, wie oft so ein Ding mir bereits den Weg versperrt hat, weil es einfach quer über den Bürgersteig stand oder auch lag. Diese Dinger sind einfach nur gemeingefährlich und so unnötig wie ein Kropf. Sie spiegeln eindrucksvoll den Namen des für ihre Einführung verantwortlichen Ministers wider: Be-Scheuer-t.