Streik der HAVAG-Beschäftigten für bessere Arbeitsbedingungen: Stadträte, Landtags- und Bundestagsabgeordnete kamen zur Unterstützung vorbei

Heute bleibt Halle (Saale) stehen. Keine Busse, keine Straßenbahnen, keine vertrauten Geräusche aus dem Takt des Alltags. Stattdessen Kälte, Minusgrade, Dampf aus dem Atem – und eine Feuertonne vor dem Betriebshof in der Freiimfelder Straße. Seit zwei Uhr halten die Beschäftigten der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG) aus. Nicht aus Lust am Stillstand, sondern aus Notwendigkeit. Der bundesweite Streik im öffentlichen Personennahverkehr, zu dem ver.di aufgerufen hat, ist auch in Halle angekommen. Und mit ihm eine Debatte, die weit über Tarifrunden hinausreicht: Wie viel ist uns der öffentliche Dienst wert? Wie ernst meinen wir es mit Verkehrswende, sozialer Gerechtigkeit und Respekt vor Arbeit? Auf einigen Routen sind parallel OBS-Busse unterwegs, auch die S-Bahnen fahren. Informationen dazu hier.


Es ist bezeichnend, dass an diesem kalten Morgen nicht nur Beschäftigte vor Ort sind, sondern auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker: Janina Böttger, die einzige Bundestagsabgeordnete aus Halle (Die Linke), Hendrik Lange, Landesvorsitzender der Linken und Landtagsabgeordneter, Andreas Schmidt, Landesvorsitzender der SPD in Sachsen-Anhalt, Friedemann Raabe (Volt), Stadtrat und regelmäßiger ÖPNV-Nutzer, Claudia Wittig vom BSW, Kerstin Eisenreich (Linke) sowie Stimmen aus dem grünen Lager. Sie kommen nicht, um warme Worte zu verteilen und dann weiterzugehen. Sie kommen, weil sie wissen: Wer heute schweigt, macht sich mitschuldig an einem schleichenden Verschleiß – von Menschen, von Infrastruktur, von Vertrauen.

Der Preis der Zuverlässigkeit

Der öffentliche Nahverkehr funktioniert, solange Menschen ihn täglich möglich machen. Menschen, die frühmorgens Busse durch Schneeregen steuern, nachts Schichten übernehmen, an Wochenenden und Feiertagen arbeiten. Menschen, deren Arbeit systemrelevant ist, aber zu oft behandelt wird, als sei sie beliebig austauschbar. Dass die Streikenden bei eisigen Temperaturen bereits seit Stunden ausharren, ist kein Symboltheater. Es ist ein Ausdruck dessen, was sie täglich leisten – und wofür sie nun Anerkennung einfordern.

Die Forderungen, die ver.di formuliert hat, sind klar, konkret und – bei nüchterner Betrachtung – alles andere als luxuriös. Eine Absenkung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich. Ergänzt durch ein Wahlmodell, das freiwillige Mehrarbeit ermöglicht, aber nicht erzwingt. Entlastung bei Schicht- und Nachtarbeit durch deutlich höhere Zuschläge, berechnet auf Basis angemessener Entgeltstufen. Verlässliche Ruhezeiten ohne Ausnahmen – nicht als Bonus, sondern als Schutz von Gesundheit und Sicherheit. Verbesserungen für Auszubildende, damit der Nachwuchs nicht nur geworben, sondern gehalten wird: mehr Freistellung zur Prüfungsvorbereitung, Übernahme von Führerscheinkosten, ein arbeitgeberfinanziertes Deutschlandticket. Und schließlich die Anerkennung von Gewerkschaftsarbeit durch eine Vorteilsregelung.

Wer diese Liste liest und von „Überforderung der öffentlichen Haushalte“ spricht, sollte ehrlich sein: Hier geht es nicht um maßlose Forderungen, sondern um das Minimum dessen, was nötig ist, um einen Beruf dauerhaft auszuüben, ohne daran zu zerbrechen.

Verkehrswende beginnt nicht auf dem Papier

Volt-Stadtrat Friedemann Raabe bringt es auf den Punkt. Als Stadtrat und regelmäßiger Nutzer des ÖPNV dankt er den Beschäftigten für ihre tägliche Arbeit – und benennt klar, worum es geht: „Dass die Streikenden bei Minusgraden bereits seit 2 Uhr durchhalten, zeigt, dass es hier nicht um ein Luxusproblem geht, sondern um ernstgemeinte Forderungen.“ Wer Verkehrswende wolle, dürfe sie nicht auf neue Strecken, höhere Taktungen und moderne Fahrzeuge reduzieren. „Ein sicherer und zuverlässiger ÖPNV geht nur mit engagierten Beschäftigten – und die sollten uns allen als Gesellschaft auch entsprechend etwas wert sein.“

Diese Perspektive ist zentral. Zu oft wird Verkehrspolitik als technische Frage verhandelt: Wie viele Kilometer Schiene? Wie viele Busse? Wie viele Fahrgäste? Doch Verkehr ist vor allem Arbeit. Und Arbeit braucht Bedingungen, die Menschen nicht krank machen. Raabe weist auch den Reflex zurück, Verantwortung nach unten weiterzureichen. Wenn behauptet werde, städtische und Landeshaushalte würden unter den Forderungen ächzen, dann müsse die Politik „nach oben greifen und die Gelder sinnvoll einsetzen und nicht nach unten treten“. Geld sei da. Es sei eine Frage der Prioritäten.

Sparen am falschen Ort

Auch aus dem grünen Lager kommt deutliche Unterstützung. „Verkehrswende kann nicht nur bedeuten: mehr Strecken, höhere Taktung, mehr Fahrzeuge für die Nutzer“, sagt Luca Salis. „Verkehrswende muss auch bedeuten: Gute Arbeitsbedingungen und bessere Löhne für euch.“ Wer Busfahrerinnen, Straßenbahnfahrer, Werkstattpersonal und Disponentinnen als Rückgrat der Mobilität begreift, kann nicht gleichzeitig ihre Arbeitsbedingungen verschlechtern. Ja, die finanzielle Lage der Kommunen ist angespannt. Aber der ÖPNV ist der falsche Ort zum Sparen. Wer hier kürzt, zahlt später doppelt – durch Personalmangel, Ausfälle, sinkende Attraktivität und letztlich durch den Verlust eines zentralen Instruments sozialer und ökologischer Politik.

Besonders scharf fällt die Kritik von Claudia Wittig (BSW) aus. Sie spricht von „Provokation“ durch die Arbeitgeberseite. Statt eines Zeichens des Entgegenkommens würden Kürzungen beim Krankengeldzuschuss und Verschlechterungen beim Kündigungsschutz gefordert. „Das kann doch nicht ernsthaft die Antwort auf eure Bemühungen sein“, sagt sie, „die ihr jeden Tag in eurem Arbeitsalltag für diese Stadt leistet.“ Mehrarbeit zu verlangen, sei leicht, „wenn man in klimatisierten Büros sitzt, mit Fahrservice und Rundum-sorglos-Paket“. Doch diejenigen, die morgens um fünf einen voll besetzten Bus durch den Schneeregen steuern, hätten ihren Beitrag längst geleistet. Wittigs zugespitzter Vergleich trifft einen wunden Punkt: Wenn ein Spitzenpolitiker eine Woche nicht zur Arbeit erscheint, merkt das womöglich kaum jemand. Wenn Busse und Bahnen nicht fahren, merkt es eine ganze Stadt sofort. Diese Unmittelbarkeit ist die stille Macht der Beschäftigten – und der Grund, warum ihr Streik wirkt.

Angriff auf den Sozialstaat

Auch Andreas Schmidt, Landesvorsitzender der SPD in Sachsen-Anhalt, findet klare Worte. Es sei eine „Schweinerei“, dass die Arbeitgeberseite erneut behaupte, es sei kein Geld da. Auf ganzer Front werde eine Attacke gegen den Sozialstaat geritten. Sein Dank gilt den Streikenden, die sich „die Füße abfrieren“ und zeigen, dass sie ihre Forderungen nicht kampflos aufgeben. Diese Worte sind mehr als Solidaritätsbekundungen. Sie benennen einen politischen Kontext, in dem soziale Sicherheiten zunehmend als Kostenfaktor statt als Fundament betrachtet werden.

Hendrik Lange, Landesvorsitzender der Linken, geht noch weiter. Angesichts der Forderungen nach längerer Arbeitszeit und schlechterem Kündigungsschutz fragt er provokant: „Wollen die etwa Krieg?“ Wer die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr derart provoziere, riskiere bewusst, dass Bus und Bahn stillstehen. „Euer Streik ist richtig und wichtig“, sagt Lange, „zeigt denen, wo der Hammer hängt.“ Es ist eine kämpferische Sprache – aber eine, die aus der Erfahrung gespeist ist, dass ohne Druck wenig Bewegung entsteht.

Der Streik als gesellschaftlicher Spiegel

Streiks im Nahverkehr sind unbequem. Sie treffen Pendlerinnen, Studierende, Eltern, Seniorinnen. Sie zwingen Menschen, Wege neu zu organisieren, Termine zu verschieben, Geduld aufzubringen. Doch gerade darin liegt ihre gesellschaftliche Funktion. Sie machen sichtbar, was sonst unsichtbar bleibt. Sie zeigen, wie sehr wir auf diese Arbeit angewiesen sind – und wie wenig wir sie im Alltag wertschätzen.

Der Streik der HAVAG-Beschäftigten ist kein isoliertes Ereignis. Er reiht sich ein in eine bundesweite Auseinandersetzung um Arbeitszeit, Entlohnung und Respekt. Die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ist dabei kein utopischer Traum, sondern eine Antwort auf reale Belastungen. Schichtarbeit, Nachtarbeit, Wochenendarbeit – all das zehrt an Körper und Psyche. Wer hier Entlastung fordert, fordert nicht weniger Leistung, sondern nachhaltige Leistung.

Nachwuchs sichern heißt Zukunft sichern

Besonders wichtig ist der Blick auf die Auszubildenden. Ein arbeitgeberfinanziertes Deutschlandticket, die Übernahme von Führerscheinkosten, mehr Freistellung zur Prüfungsvorbereitung – das sind Investitionen in die Zukunft des ÖPNV. Ohne Nachwuchs wird es keine Verkehrswende geben. Und Nachwuchs gewinnt man nicht mit Sonntagsreden, sondern mit realen Perspektiven.

Gleiches gilt für die Anerkennung von Gewerkschaftsarbeit. Wer Mitbestimmung schwächt, schwächt am Ende auch die Betriebe. Gewerkschaften sind keine Störfaktoren, sondern Korrektive. Sie bündeln Interessen, verhindern Willkür und tragen dazu bei, Konflikte geordnet auszutragen. Eine Vorteilsregelung ist kein Privileg, sondern ein Signal: Engagement lohnt sich.

Die politische Verantwortung

Am Ende dieses Streiktages steht eine klare Frage an Politik und Arbeitgeber: Wollen wir einen starken, verlässlichen öffentlichen Nahverkehr – oder nicht? Wer ihn will, muss bereit sein, ihn zu finanzieren. Nicht durch Applaus, sondern durch Haushaltsentscheidungen. Nicht durch Appelle an „Verständnis“, sondern durch faire Tarifverträge.

Die Politikerinnen und Politiker, die an der Feuertonne standen, haben verstanden, dass es hier um mehr geht als um Prozentpunkte. Es geht um die Würde der Arbeit, um soziale Gerechtigkeit und um die Glaubwürdigkeit politischer Versprechen. Verkehrswende, Klimaschutz, soziale Teilhabe – all das bleibt hohl, wenn diejenigen, die es täglich umsetzen, überlastet und unterbezahlt sind.

Ein stiller Tag, der laut nachwirkt

Heute fahren keine Busse und Bahnen in Halle. Doch der Stillstand ist trügerisch. In Wahrheit bewegt sich etwas. Der Streik wirkt – nicht nur, weil er Druck erzeugt, sondern weil er eine Debatte erzwingt, die zu lange vertagt wurde. Wer diesen Tag nur als Ärgernis betrachtet, verkennt seine Bedeutung. Wer ihn als Weckruf versteht, hat die Chance, Weichen zu stellen.

Die Beschäftigten der HAVAG haben gezeigt, dass sie bereit sind, für ihre Rechte einzustehen – selbst bei eisiger Kälte, selbst unter Druck. Nun liegt es an den Arbeitgebern und der Politik, zu zeigen, ob sie bereit sind zuzuhören. Nicht irgendwann. Jetzt. Denn eine Stadt, die ihre Busse und Bahnen stillstehen lässt, steht vor einer Entscheidung: zwischen kurzfristigem Sparen und langfristiger Verantwortung. Die Antwort darauf wird man nicht nur im Depot hören – sondern auf den Straßen, in den Vierteln, im Alltag aller.

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132 Antworten

  1. Tino sagt:

    Eine gute Arbeitsleistung sollte auch gut vergütet werden.
    Leider habe ich den Eindruck, dass die Leistung der HAVAG immer schlechter wird und das mit Absicht.
    Sehr häufig habe ich beobachtet, dass die Straßenbahn auf dir Ankunft vom Bus wartet, nur um dann schnell los zu fahren bevor jemand zusteigen kann.
    (In Trohta und Kröllwitz kommt dies häufig vor)
    Auch fallen häufig Bus oder Straßenbahn aus, ohne Information, man wartet und hofft auf die nächste Verbindung.
    Besonders schlimm sind die ständig überfüllten Bahnen.
    Jetzt wollen die für diese schlechte Leistung noch mehr Geld haben?
    Ob die Öffentlichkeit weiß, das bei der HAVAG keiner unter 2600 € Netto bei einer Arbeit von 38h nach Hause geht?

  2. sunny sagt:

    35 h Woche bei vollem Lohnausgleich. Ist der Job als Tram Lenker mental, als auch physisch schwerstarbeit? Ich denke nicht.

    Aber nä. Preisanpassung kommt ja im August 26.

    Vielleicht in moderateren Job wechseln mit Geistesblitz statt Tram Lenker

    Gewerkschaften abschaffen!!! Jeder ist für sich selbst verantwortlich

    • Johannes Paul sagt:

      Sunny, wenn der Job so easy ist dann bewirb dich doch. Die HAVAG sucht Fahrer, aber Bürgergeld ist bequemer. Gell. Ich denke schon das Job anstrengend ist. Den ganzen Tag die Idioten auf der Straße. Und nein Gewerkschaften nicht abschaffen, denn sonst haben wir bald wieder die 50 Stunden Woche bei sinkenden Löhnen und und und. Unser Kanzler sagt doch wir arbeiten zu wenig. Also Sunny halt mal den Ball flach. So, jetzt fehlt nur noch ein dummer Kommentar vom PaulusHallenser. Auf geht’s.

      • Alles Subny außer der Kopf sagt:

        Wechselschichtarbeit ist erwiesen psychisch in physisch extrem belastend, die Rate der langzeitkrankheitsfälle ist deutlich höher, aber wenn du vom Sofa aus meinst, dass es nicht anstrengend ist, dann weiterhin viel Spaß in deiner Traumwelt.

    • sunny sagt:

      sorry, manchmal schreibt man eben nur Mist vor dem ersten Kaffee

    • Einfach mal nachdenken sagt:

      „Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“
      Warum ziehst du daraus die falsche weil unlogische Schlussfolgerung? Zusammen ist man stärker.

      Ich möchte ehrlich gesagt nicht acht Stunden täglich im halleschen Straßenverkehr unterwegs sein. Manchmal grenzt das schon nach 15 Minuten an mentale Folter.

    • Solo für Sunny sagt:

      Sunny, dann fang doch bei der HAVAG an wenn alles so easy ist. Ach nee dann doch lieber Bürgergeld.

    • Ehemaliger Bahnfahrer sagt:

      @sunny
      Du würdest nach einer einzigen Schicht schreiend davon rennen. So dusselig kann nur jemand reden der absolut keine Ahnung hat.

      Ich spreche im Gegensatz zu Dir aus Erfahrung, ich habe Straßenbahnen über 25Jahre bewegt, nicht in Halle, aber ich denke mir dass ist hier in der Heimat nicht anders als in meiner früheren Wahl-Heimat.

      Immer mit 120% Konzentration fahren, ständig im Stress, jede Minute , die ich verliere, nimmt mir die Gelegenheit, entspannt aufs Klo zu gehen.
      jeden Tag beten das keiner seinen Kopf auf die Schienen legt. Jeden Tag irgendein Herr oder Frsu Wichtig, die meinen die Bahn/der Bus gehört ihr, weil sie sich für „zweifuffzich“ einen Fahrschein gekauft haben.
      Jeden Tag irgendwelche Assis, die Stress machen und sich benehmen wie die allerletzten Schweine.Quer durch alle Bevölkerungsschichten. Schulkinder die man eher als Ranzenidioten bezeichnen muss, die weder Respekt noch Anstand haben und wo Mutti gleich auf der Matte steht, wenn man die mal mit Nachdruck angesprochen hat, weil eine hochbetsgte Seniorin sicher eher auf den Sitzplatz gehört, als der rsnzen und der Turnbeutel.
      Der Verkehr draußen wurde immer dichter und rücksichtsloser. Ein LKW Fahrer muss nicht permanent durch volle Innenstädte. Ich hatte ehemalige Lokführer,in der Einarbeitung, die nach 2 Tsgen hingeschmissen haben.
      Dazu fuhr auch immer ein finanzielles Damoklesschwert mit. Eine Straßenbahn kostet im Schnitt 4-5 Mio Euro. Mein alter Arbeitgeber fordert bei einem verschuldeten Unfall generell Regress, oft in 5 stelliger Höhe. Es luegt in der Natur des Menschen, dass fehler passieren.. Nicht Aufgepasst, gegen einen LKW geknallt, ein Brutto Jahresgehalt als Regressforderung durch die Firma…

      Feierabend ? Selten war die Ablösung wirklich da. Man fährt nach der uhr, scheisst nach der uhr, schläft nach der Uhr.
      Kein Weihnachten, kein Ostern mit der Familie oder nur alle Jubeljahre mal. Der Wecker klingelt um 1.30, der Feierabend ist oft genug früh um 4 mitten in der Stadt irgendwo. Bei jedem Wetter.
      Dann nach Hause und mit Glück hatte man mehr als 10 Stunden bis zur nächsten Schicht zum Schlafen. Rotierende Woche nannte sich das, 6 Tage arbeiten 2 frei.
      Nacht–Spät-Mittag-Normal-2xTeil/Frühdienst
      Überstunden ohne Ende. Oft genug auch noch angewiesen an Tag 7.

      Bleibt im Büro ein Brief ne Woche liegen, merkt das keine Sau.
      Kommt die Straßenbahn nicht, merken das sofort 5000 Menschen an dem Tag. Die Grippewelle ist die gleiche, die Überstunden werden im Büro aber selten angewiesen so dass man auch noch Tag 7 fahren muss und nur einen frei hat.

      Es sind nicht nur Respektlosigkeiten Stau und Verkehr im täglichen Dienst.
      Wenn ich so rekapituliere
      Auf mich wurde 1996 geschossen, mir wurden Bierflaschen über den Kopf gezogen, ich habe nur durch Glück Messersngriffe glimpflich überstanden. 2x wurde ich wegen ganzer 20€ wechselgeld überfallen und einmal dabei ins Krankenhaus geprügelt. 2 Menschen haben mich als Erfüllungsgehilfen für ihren Selbstmord genommen und sich unmittelbar vor mir auf die Schienen gestellt/geworfen die Bilder wie der Gesichtsausdruck des Selbstmörders war und darauf folgend die Bilder wie der Kopf auseinander platzt wie eine überreife Melone, oder wie das Gehacktes aussieht, was eben noch ein Mensch war, nachdem 5 Achsen des Zuges srüber gerolt sind, kriege ich nie wieder los. Ein writerer Unfall kostete einem Radfahrer, der mit kopfhörern und handy in der Hand einen für ihn rot signalisierten Bahnübergang befuhr, beide Beine. Eine Straßenbahn hat aus einer Geschwindigkeit von 50km/h rund 50-60m Bremsweg, je nach Reaktionszeit.. Da kann man nur die Schnellbremsung reinknallen und hoffen, denn im Gegensatz zu jedem Kraftfahrzeug gibt es keine Möglichkeit, am lebkrad zu drehen um einen Haken zu schlagen. Das wird psychologisch, man hat keine Chance und braucht Nerven wie Drahtseile.

      Du willst mir also ernsthaft erzählen, dass dieser Job nicht zum stressigsten gehört was man sich antun kann?

      Mein letzter Lohn als Fahrer 2017 lag bei 1782,36€ netto bei einer 38h Woche. Hab grad nachgeschaut. Sicherlich sind da in den letzten Jahren einige Euro dazu gekommen, aber ich kann mir solche Phantasiezahlen ehrlich gesagt nicht vorstellen. Selbst 2500Euro sind in meinen Augen ein gar mieses Schmerzensgeld, wenn ich die Erfahrungen der Zeit dagegen stelle.
      Jetzt genieße ich meine Rente in. Der Heimat und habe für alle Fahrer immer ein „Guten Morgen “ und ein Lächeln auf den Lippen, denn die haben es in Halle auch nicht leicht wie .ich hier anhand vieler respektloser Kommentare hier lesen kann.

      • Respekt fehlt sagt:

        @ehemaliger Bahnfahrer, ich respektiere Sie und was sie durchgemacht haben. Danke für dieses Text.

      • Kluger Thomas sagt:

        Genau so ist es-sehr gute Wortwahl

      • Tino sagt:

        @Ehemaliger Bahnfahrer, wenn ihr letzter Lohn als Fahrer 2017 bei 1782,36€ netto (mit einer 38h Woche) lag, haben Sie sich über die Jahre ganz schön verarschen lassen.
        Niemand hat Sie und Ihre Kollegen gezwungen dort zu arbeiten, jeder kann Kündigung, wenn man aber nichts anderes kann oder Will, hätte man mit allen anderen Kollegen streiken könne, falls diese auch so empfinden.

        • Frodo sagt:

          Streiken, das darfst du dir mal sagen lassen, darf man nur außerhalb einer Friedenspflicht, und dann nur, wenn deine GEWERKSCHAFT auch zum Streik aufruft. Alles andere ist Arbeitsverweigerung

      • M sagt:

        Das war mal informativ. Danke schön. Bleiben Sie gesund und und alles Gute.

    • Hausmeister sagt:

      Genau sunny, Denken ist nicht so deine Sache,keine Ahnung, woran das liegen könnte. Aber deshalb bist du ja auch kein Fahrer bei HAVAG. Und abschaffen? Nö, deshalb haben wir sie ja gegründet, weil einer allein eben keine Kraft hat, was Entscheidendes zu verändern. Ist so geschichtlich seit der Antike. Oder hat Alexander der große allein irgendwas gestemmt? Nee, der hatte sein Heer, das waren auch Tausende… Genauso isses mit der gewerkschaft: Selbsthilfeverein der Arbeitnehmer, der abhängig Beschäftigten. Übrigens, auch Arbeitgeber haben ihre „Gewerkschaft“, denne sich Unternehmerverbände. Warum wohl? Denk mal drüber nach, achnee, erster Satzdes Kommentars… Geht also nicht…

  3. Zappelphilipp sagt:

    Wenigstens ist es arschkalt …

  4. General sagt:

    Generalstreik jetzt

    • Malte sagt:

      Derist vom gesetzgeber so als politischer Streik nicht vorgesehen, und wird aus den bekannten gründen auch von keiner gewerkschaft im DGB so angeschoben.

  5. Frager sagt:

    Und wieder keine Zahlen. Wie viel bekommt man denn im Durchschnitt bei der Havag für die geforderten Dinge bisher?

  6. Bahn sagt:

    Da stehen ja richtig „viele“ Streikende.

    • Das Internet kann so viel mehr als Hass sagt:

      Informiere dich doch einfach mal, wie streiken funktioniert. Der Begriff, denn du genau suchst, heißt Streikwache.

  7. Christopher sagt:

    Richtige Antwort auf die neuesten Angriffe der Regierung gegen Arbeiter und Angestellte!
    Viel Erfolg! Haltet durch!

  8. Detlef sagt:

    Dann sollen einige Straßenbahn und Busfahrer mal bei Rentnern und körperlich beeinträchtigen Menschen ein bisschen mehr Arrangement zeigen. Mal aufstehen und die Einsstiegsrampe ausklappen und nicht ne Gusche ziehen und Augen verdrehen und rum jammern wenn man drum bittet.

    • Mitleser sagt:

      Bist du etwa auch ein körperlich beeinträchtigter Mensch? Sind je eine Menge hier in den Kommentaren. Erklärt auch die dauerhaft schlechte Stimmung. 🙂

      Du warst doch auch der, der in Heide Nord wohnt und zum Vergnügen zum Südstadtcenter fährt, oder? Vielleicht solltest du da mit den Forderungen nach bisschen mehr „Arrangement“ nicht ganz so forsch sein. Allerdings habe ich das noch nie erlebt, dass ein Fahrer rumgejammert hat. Die meisten wollen ja weiter fahren und beeilen sich sogar. Liegts am Ende nicht sogar an dir selbst? Wenn alle um dich rum immer eine Gusche ziehen, solltest du darüber nachdenken….

  9. Archivguru sagt:

    Das sollten alle mal machen! Vielleicht hört Friedrich Merz und die CDU dann auf die Bevölkerung mit ihren abstrusen Forderungen zu verhöhnen.

  10. Al Capone sagt:

    Deutschland das Land der Kürzertreter.
    Weniger arbeiten und mehr Geld in der Tasche. Streiken bei Glatteis wenn alte Leute auf die Fr… fliegen. Verdi ist eine super Truppe.

  11. auf Kosten der Schwächsten sagt:

    Na danke wegen euch muss ich bei Minusgraden 40 Minuten lang zum Krankenhaus laufen weil die 5 nicht fährt 🤬

  12. Steffen sagt:

    Die vergleichen sich mit den Damen und Herren in Berlin, fern der Realität!
    Früher war mehr Gehalt mal mit Leistung verbunden!
    Ich glaube da sind wir uns alle einig, betrifft die aktuell streikenden nicht.

  13. Hallenserin sagt:

    Da können wohl nicht alle am Steik teilnehmen, da ja nichts fährt?Diese dürften für den Tag keinen Lohn bekommen. 35 Stunden Woche ist ja wohl der Hammer.Kann sich nur der öffentliche Dienst leisten,die andere dummen kommen heute nicht auf Arbeit und müssen Urlaub nehmen.

    • A.R.C sagt:

      Wer streikt bekommt für die nicht geleistete Arbeitszeit noch nie Lohn! Wer in der Gewerkschaft ist kann Lohnausfall Zahlungen einreichen und wer Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto hat, dem werden die Stunden für den Streiktag ausgeglichen. Denn er hat die Arbeitsleistung schon vorher erbracht.
      Soviel zu:
      „Diese dürfen den Tag keinen Lohn bekommen“!

    • Fred sagt:

      Ja, das ist dann wohl so. Der Arbeitnehmer ist per Gesetz gehalten, sich selbst um seinen Arbeitsweg zu kümmern. Und bei Streik bekommen die Streikenden ohnehin keinen Lohn; dafür wird Streikgeld gezahlt, für Gewerkschaftsmitglieder.

    • Rentner sagt:

      Wer nicht arbeitet, bekommt auch kein Entgelt für diesen Tag, aber die Gewerkschaft zahlt den Mitgliedern Streikgeld.
      Bekommst du 8:44 dein Daddeln bezahlt? Ein Tramfahrer sollte kaum während der Fahrt daddeln.

    • Hinweis sagt:

      Die bekommen für den Tag auch keinen Lohn. Was ist das für eine 0-Forderung?

      Für dich selbst: Seit Freitag hattest du die Chance:

      a) ein Mietfahrzeug zu buchen
      b) eine MFG zu organisieren
      c) Home-Office zu beantragen
      d) ein Taxi zu ordern.

      Nur als Gedankenstütze.

  14. sagjanur sagt:

    In Berlin fahren trotzdem ein paar Straßenbahnen (ohne Fahrgäste), um die Oberleitungen eisfrei zu halten. Bin mal gespannt, was hier morgen früh funktioniert.

  15. besser mit Auto und ohne spinnerte Verkehrswende sagt:

    Vollkommen überzogen und verrückt von den linksextremen Verdi Bonzen.
    Es gab vor kurzem erst eine Lohnerhöhung im zweistelligen Prozent Bereich. Irre.
    Man sollte die einfach mal streiken lassen bis die Kasse leer ist, sonst kommt diese sinnlose und völlig maßlose Erpressung jedes Jahr.
    Das absurde ist ja, der Laden macht horrende Verluste. Jeder Streiktag mindert die.
    Als Arbeitgeber würde ich zusätzlich noch kalt lächelnd für jeden Streiktag eine Mio an Subventionen fürs Folgejahr streichen.
    Und dann – viel Spaß beim streiken.

  16. Geht gar nicht sagt:

    Wo ist PaulusHallenser sein Statement 😅

    • Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal sagt:

      Halles Abgeordneter Friedemann Raabe hat in seinem Leben zwar
      noch nie in einem Arbeitsverhältnis gestanden , ist aber fürs
      streiken . Solche Figuren braucht Europa , um die Energiewende zu vollenden.

      • Und wer bist du? sagt:

        Ach du kennst ihn wohl persönlich? Reichlich Meinung für so wenig Ahnung!

        • Ich bin ich. sagt:

          Und den Langhaarigen kenne ich persönlich. Der sitzt 10m von mir entfernt im Saal. Am letzten Mittwoch im Monat.

          Und wie siehts bei dir aus? Kannst du mehr als nur dumme Fragen zu stellen??? Nicht? Aha! Es ist nämlich genau anders herum: Du scheinst den Mann nicht zu kennen!

          Diesen Hr. Raabe nicht persönlich zu kennen, ist eigentlich unmöglich. Omnipräsent ist der. Quaddert überall herum und bleckt die Zähne. Ständig läßt er sich filmen. 09/2024 stand er mit Damen-Röckchen auf der CSD-Bühne. Mann, war das lustig! Als Stadtrat ist er sowas wie der politische Debattenkomiker: zwar immer mit illustren Forderungen und mächtig unter Strom als „Mr. 100.000 Volt“ dabei, aber politisch höchst unwirksam. Lustig halt! Lernen tut er’s aber nicht! Ein VOLTler eben. Seine Fraktion ist nicht besser. Die hat sich am letzten Mittwoch in Gestalt der MitBürger-Anteile bis auf die Knochen blamiert. Aber hey: gut für die bürgerliche Mitte im Ratssaal! Und unterhaltend ist er auch! LOL!

          • Raabe verfehlt! sagt:

            Tja das ist aber der falsche Bruder… scheinst also keine Ahnung zu haben

          • Oh, stimmt! Aber diesen kenne ich auch persönlich! sagt:

            Mea culpa! Namen sind [aber auch] Schall und Rauch. (Ferdinand/Friedemann … wen juckt’s schon.)

            Auch diesen Mann kenne ich persönlich, er sitzt aus meiner Position nur ein wenig weiter links von mir. Nicht ganz so lästig, weniger medial, aber eben auch verpeilt unterwegs. Also nichts mit „keine Ahnung“! Der Typ ist genauso toxisch wie sein Brüderchen, nur geschickter. Hinter denen steht beratend deren SPD-Papa. Dieser wollte offenbar sogar bei den VOLT-LSAlern eintreten – sagen deren Parteikameraden (cis, männlich). Diese Family strebte nach Dominanz. Wurde aber nichts!

            Nichts von dem, was ich schrieb ist falsch! Aber DANKE für den Kommentar! Nichtsdestotrotz: Du bist einfach nur eine aktivistisch-progressiv-traurig-trollige Vollplinse! 🙂 Und: Gern geschehen!

          • Don't feed the troll! sagt:

            @ Raabe verfehlt!
            Merkst Du hier nicht, was Du gerade machst?

          • @Don’t feed the troll!

            Naja, was erwartest Du von einem Afder? *Zwinkersmiley*

  17. Henk sagt:

    Das Verhalten Beschäftigten der HAVAG ist absolut verantwortungslos. Die Strassen sind spiegelglatt, mithin kann man nicht vernünftig laufen oder radfahren. Aber die Damen und Herren Strassenbahn- und Busfahrer glauben für noch mehr Gage in ihrem öffentlich subventionierten Job nicht arbeiten zu müssen. Kann man nur maximal meiden, bäh.

  18. Uwe sagt:

    Also als Anwohner eines stark befahrenen Streckenabschnitts mit Weichenbereich muss ich sagen, diese Ruhe ist einfach herrlich. Selten so gut geschlafen. Wegen mir kann die Havag ruhig noch ein wenig hart bleiben.

  19. Zappelphillip sagt:

    Service und Dienstleistung werden bei der HAVAG immer weiter reduziert .. Preis und Löhne haben Dank Verdi mittlerweile Weltmeisterniveau erreicht .

  20. Belladonna sagt:

    Werden denn alle Fahrer nach Tarif bezahlt? Oder gibt es Subunternehmer, die Fahrer stellen?
    Richtig finde ich die Forderung nach den Ruhezeiten, den Nachtzuschlägen sowie den Forderungen für die Auszubildenden.
    35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, dass finde ich tatsächlich etwas drüber. Ich gönne es zwar Jedem, aber das würde die Teuerungsraten wieder anheben, und muss nicht sein. 38 Stunden ist ja schon ein Träumchen. Und bevor Jemand kommt mit, ja dann werde doch Fahrer, würde ich, sofort, aber ich hab einen Job den ich liebe, bei weit weniger Gehalt und bin zu alt, leider.
    So, jetzt die Wanderschuhe an und zur Arbeit laufen. Viel Glück.

    • kurz überlegen sagt:

      Sollte es Fahrer stellende Subunternehmer geben, was höchst zweifelhaft ist, dann hätte der Tarif keine Auswirkungen auf die dort Beschäftigten. Es sei denn, auch die Subunternehmer sind an den Tarifvertrag gebunden. Dann ist es aber auch egal, ob es Subunternehmen gibt.

      Wie viel weniger ist „weit weniger“ Gehalt? (bei 38h pro Woche bist du schon mit Mindestlohn bei ca. 2.300 brutto!)

  21. R.Bohte sagt:

    Selbst bei 2.600 ist das angemessen. Für die meisten User hier in der Kommentarspalte ist das viel. Warum? Weil diese eben einen miesen Job haben. Ich geniese mein Ruhegehalt von 2.500. Und warum? Weil ich im Landesdienst war.

  22. Paulusvöglein sagt:

    Die Havag sollte mal die Anbindung überdenken.Wer abends aus Richtung Ranischer Platz kommt,muss an der Vogelweide 20 Minuten auf die nächste Bahn warten um in den Süden zu kommen.Heut zu Tage undenkbar bei den Gestalten die rum laufen.
    Bzw.wie früher eine Bahn einsetzen die durch fährt abends.Aber das ist anscheinend nicht möglich.

  23. Uwe sagt:

    Das denke ich, das nur solche verkappten Links Politiker vor Ort sind und noch Wasser auf die Mühlen Gießen. Verdienen die denn nicht schon genug im Öffentlichen Dienst?? Diese Gesellschaft ist einfach nur krank, immer mehr verlangen,und sich wundern das die Inflation immer höher wird. Habt ihr denn nur Scheisse in eurer Rübe??

  24. Anna sagt:

    Kein Mitleid mit denHavag Fahrern!!!
    Ich haben das Gefühl ich werde als Geisel genommen und muss jeden August auch noch nen schönen Aufschlag auf die gleiche miese Leistung zahlen.
    Und wer spielt sich dazu noch in Szene? Die Linken und SPD….wie passend! :)))))))
    Strassenbahnfahrer müssen demnächst bei uns in der Praxis auch etwas länger warten!!!! 😉

    • Ruhe bitte sagt:

      Du musst gar nichts, Meiner. Vor allem musst du keine Märchen erzählen.

    • Fred sagt:

      Du tust ja gerade so, als ob die Fahrer für die Preise verantwortlich sind. Meine, die Preise macht der MDV, macht sie auch in Leipzig und den anderen enthaltenen Unternehmen. Da hat das Personal nix mitzureden. lass dir das mal von deinem Chef-Doktor beibringen. . Ob der allerdings für deine Kleinlichkeit und Unwissen verständnis aufbringt wage ich mal zu bezweifeln.

    • Jaja. Theorie und Praxis…

      Ach ja: !!!!!!!111!!!!1!! Eins

    • JeanPütz sagt:

      Was für ein widerlicher Kommentar. Und das auf so vielen Ebenen. Ich werd dann einfach noch unfreundlicher zu den minderbemittelten Saftschubbsen am Tresen in Arztpraxen sein.
      Merkste was?

      • satte Realitätsferne sagt:

        Med. Fachangestellte /Arzthelferinnen verdienen durchschnittlich netto die Hälfte wie die Havag-Angestellten u. haben bei weitem nicht die soziale Absicherung wie die Angestellten des ÖD u. müssen den ganzen Tag freundlich zu den Kunden / Pat. sein u. können sich nicht wenn es Ernst wird in der Fahrerkabine einschließen etc.

        • Hm sagt:

          Das durchschnittliche Bruttogehalt für Medizinische Fachangestellte (MFA) in Deutschland liegt überwiegend zwischen 2.780 € und 3.300 € pro Monat (bei Vollzeit).

        • Umgeschaut sagt:

          Dann sei dir doch wohlwollend empfohlen, dich bei der HAVAG als fahrer zu bewerben. Dann hättest du die gleichen Vorzüge und brauchtest nicht zu jammern.

  25. unterirdisch Kundenunfreundlich sagt:

    Diesmal also nicht sportlich mit der Bahn wegfahren ,wenn an der Endstelle die gerade angekommenen Busfahrgäste nur noch 10 Meter bis zur Bahn brauchen , bei Glatteis u. Kälte. Nein man ist noch skrupelloser u. lässt ganz Halle : Alte , Kranke u. Kinder in der Kälte stehen , sollen die sich bei Glatteis die Knochen brechen , den Fahrern völlig egal , Hauptsache die Kasse stimmt. Man sollte bei den Kliniken in Halle fragen , ob der 2. Februar ein Spitzentag bei Unfällen war. Bei solchen Sozialverhalten kann man den ÖD-Mitarbeitern nur eine Privatisierung wünschen . Das wäre die beste Lehre ihres Lebens .

  26. Hallenser sagt:

    Ich selbst war mein Arbeitsleben lang als Produktionsarbeiter im Schichtbetrieb malochend tätig und hege gewiss Sympathien für Arbeiter und Angestellte. Was sich allerdings die gewiss nicht zu den Geringverdienern gehörenden Angestellten öffentlicher Verkehrsbetriebe – angestachelt von Gewerkschaften und deren feisten Bossen, die ihre Machtspiele abziehen – immer wieder an Streiks herausnehmen, ist nur noch als maßlos zu benennen. Wen bilden sich diese Streikenden eigentlich ein, mit ihren Aktionen wirklich zu treffen? Es sind die Fahrgäste, die den Streikbeflissenen über die regelmäßig steigenden Fahrentgelte die Löhne finanzieren. Glauben die HAVAG-Leute allen Ernstes, dass es die empörten Fahrgäste sind, die deren Forderungen umzusetzen in der Lage sind? Man beißt also die Hand, die einen füttert, um seine Begehrlichkeiten durchzusetzen.

  27. Eine erste Streikbilanz sagt:

    1. Es war heute sehr ruhig ohne quietschende Bahnen.
    2. Die nervige Vorrangschaltung ist entfallen. Autos kamen schnell voran.
    3. Die HAVAG hat Einnahmen verloren und Kunden vergrault.
    4. Der Vorstand visiert schon das autonome Fahren an.
    5. Fußgänger erschraken kurz, weil sie plötzlich ihr eigenes Denken hören konnten.
    6. Radfahrer fühlten sich erstmals wie die heimlichen Gewinner der Verkehrswende.

  28. Opa gegen ROT! sagt:

    17.Juni 1953 Generalstreik in der DDR
    Wie er endete wissen wir alle.
    Wer war an der Macht?
    Die Roten!
    Wer erscheint heute zur Unterstützung der Streikenden?
    Die Roten!
    Finde den Fehler bei dieser versifften Partei!
    Bestimmt gab, s vom Zonenvolk wieder ein kostenloses Frühstück!

  29. Ein paar Worte sagt:

    Ist schon zum Teil eine recht weinerliche Kommentarsektion:

    a) Leute beschweren sich über Bürgergeldbezieher, aber auch über Leute, die da nicht reinrutschen wollen.
    b) Leute jammern, dass sie nicht von A nach B kommen, obwohl es immerhin in einer Ferienwoche liegt, sodass die Kinder versorgt sind.
    c) Der Streik war Freitag angekündigt. Wer bis Montag keinen Weg gefunden hat, der hat keine Kollegen die er mag, Eltern, Kinder, Geld für Taxi, Carsharing, keine HO-Möglichkeit. Der Anteil dürfte sehr gering sein. Aber wahrscheinlich hatten alle heute eine Hüft-OP in Hinterhoyerswerda wo sie hin mussten.
    d) Ihr gönnt Leuten, die wirklich arbeiten ihren Verdienst nicht. Aber wenn jemand, der einfach nur aus dem richtigen Gebärmutterhals geflutscht ist und mehrere Millionen steuerarm erbt, dann ist da nur ein Schulterzucken? Das ist die Konserven- und Schlumpfmentalität.

    • ! sagt:

      Ihre Ausführungen sind an Schlichtheit kaum noch zu unterbieten. Nicht ein Wort widmen Sie der Frage, wie der Staat seine stark steigenden Ausgaben und seine starke Verschuldung in den Griff bekommen soll, wenn zeitgleich der Wirtschaftseinbruch andauert, die Demographie und die Zeitenwende zusätzliche Riesenlasten induzieren. All dazu sagen Sie kein einziges Wort. Sie sagen auch nicht, dass diese Streiks die Lohn-Preis-Spirale noch weiter anheizen und damit die Inflation, die kärglichen Ersparnisse des einfachen Bürgers noch mehr entwertet werden.

      • Einfach mal nachdenken. sagt:

        Immer die böse Lohn-Preis-Spirale.
        So oft wir von der nun schon gehört haben, die Städte müssten mittlerweile in Trümmern liegen.
        Tarifabschlüsse unterhalb der Inflation haben also die Inflation angefeuert.

      • Netter Versuch sagt:

        1.) Variante d) beinhaltet ganz klar die Antwort, wie steigende Kosten zu stemmen sind. Da muss man aber auch willens sein, zu verstehen was gemeint ist, denn es handelt sich in den drei Sätzen bereits um zwei Steuern. Lies vielleicht nochmal.

        2.) Grundsätzlich ist immer Inflation. Die Studien seit Einführung des Mindestlohns sind eindeutig. Die Lohn-Preis-Spirale ist genauso ein Mythos wie der „Trickle-Down-Effekt“.

      • Deine Ausführungen sind an Schlichtheit kaum noch zu unterbieten. Und haben rein gar nichts mit dem Streik zu tun.

    • Spiegelkabinett sagt:

      Wer weint denn hier gerade?

      • ! sagt:

        Die Lohn-Preis-Spirale ist kein Phantom, sondern ein konjunkturabhängiges Risiko. Dass sie aktuell noch begrenzt wirkt, widerlegt sie nicht. Streiks wirken zudem angebotsseitig inflationär – unabhängig von der Lohnhöhe. Vor allem bleibt die zentrale Frage unbeantwortet: Wie sollen dauerhaft steigende Staats- und Personalausgaben bei schrumpfender Wirtschaft, alternder Bevölkerung und hoher Verschuldung finanziert werden? Ironie ersetzt jedenfalls keine fiskalische Antwort.

        • Hausmeister sagt:

          Indem man das Geld dort holt, wo es derzeit, unbenutzt, liegt… Das ist keine Vorhandenseinsfrage, das ist eine Verteilungsfrage.

          • ! sagt:

            Sie meinen die Goldreserven der BRD in den USA? Der Wert dieses Bestands wird Anfang 2026 auf ca. 150 Milliarden Euro geschätzt. Das reicht nicht mal zur Begleichung der neuen Sonderschulden. Enteignungen ohne Entschädigung sind auch unzulässig. Den Wohnsitz von Vermögenden kann man nicht festlegen, sie können ihn jederzeit verlegen. Was nun?

          • Merkwürdig sagt:

            Komisch, wie andere EU-Länder das hinbekommen mit der Wohnsitzregelung, nur Deutschland nicht.

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