Harvester rollt durch die Dölauer Heide

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24 Antworten

  1. Macrocyclus sagt:

    So ein Mist! Beim letzten Mal waren die Wege fast anderthalb Jahre versaut, vermatscht und verspurt, Radfahren war unmöglich. Offensichtlich kann man mit dem schweren Gerät ernten, aber nachher mal den Weg wieder gerade schieben und an kritischen Matschstellen nachschottern passiert nicht. Wann kapieren Förster und Stadt endlich, dass die Dölauer Heide mehr Park, Naherholungsgebiet und innerstädtisches umweltfreundliches Wegenetz für Dölauer/Lieskauer etc.ist als Nutzwald. Man muß dann wieder auf die radweglosen gefährlichen Straßen (Salzmünder, Waldrand etc) ausgewichen werden.
    Kann man die Forstbetriebe nicht verpflichten, zeitnah die Wege wieder zu richten und entmatschen? In dem Zusammenhang könnte man auch einige Baumstumpfreste an bzw auf den Wegen der Heide entfernen, die sind v.a. im Winter schlimme Fallen für Radfahrer.

    • Förster sagt:

      Sie haben null Ahnung vom Waldgesetz. Der Wald dient in erster Linie der Forstwirtschaft. Die Forstarbeiter müssen bei ihrer Arbeit überwiegend schweres Gerät einsetzen. Dies führt oft zu matschigen und aufgewühlten Wegen, die nur mit Vorsicht zu befahren sind. Sie wollen aus dem Wald einen Park machen. Da haben sie sich aber geschnitten. Womöglich wollen sie den Jägern noch das Jagdrecht nehmen? Sie zeigen ein ungehöriges Benehmen!

      • Achso sagt:

        Zweck dieses Gesetzes ist insbesondere, …
        3. einen Ausgleich zwischen dem Interesse der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeizuführen.
        § 1 BWaldG

  2. Hallenser sagt:

    Dann wird die Heide wieder aussehen, wie nach einem Angriff … Schade, dass man die Chance nicht nutzt, den Wald gesund nachwachsen zu lassen und das Totholz für die Artenvielfalt und den Waldboden der Entwicklung überlässt. Offensichtlich gibt es kein großes Interesse an einem gesunden Wald 🙁

  3. Macrocyclus sagt:

    Hallo Förster,
    Wovon Sie reden, das sind Baumplantagen ( Wirtschaftswälder, keine echten naturnahen Wälder), da können Sie ja wüten, ist auch o.k. Ich hab ja auch nix gegen die Bewirtschaftung wo gewinnbringend, oder Jagen. Aber die Dölauer Heide ist ein Stadtwald, den wir Bürger inklusive Ihres Gehalts finanzieren. Zudem ist es ein Zuschußgeschäft, wenn es der Stadt denn wenigstens Gewinn bringen würde, ihre altbackene Vorstellung von Nutzung ohne Rücksicht auf die Bürger, aber sie kostet mehr als rausspringt.
    >> In einem Stadtwald gibt es vielfältige Nutzungsinteressen – gewöhnen Sie sich dran, wir Bürger nutzen und reden mit – und ich bin kein Grüner. Verstecken hinter dem Waldgesetz – peinlich, nicht zielführend, und da steht auch nirgends, dass man die Wege nach Nutzung nicht wieder richten darf – oder?
    Macht Ihr eigentlich auch was gegen den ganzen Holzdiebstahl in der Dölauer Heide? Kann man jedes Wochenende beobachten, Reflektorjacke an und Holz absacken.

    • Förster sagt:

      Falsch! Der Mensch ist dem Wald oftmals im Wege. Der Mensch spielt eine untergeordnete Rolle im System Wald. Allein schon die vielen Wege stören das Waldgefüge.

      • Heidebeere sagt:

        Die Aussage „Der Mensch spielt eine untergeordnete Rolle im System Wald“ passt nicht zusammen mit dem Einsatz schweren Gerätes.

        Aber ich stimme Ihnen zu. „Der Mensch ist dem Wald oftmals im Wege“ – dank Harvester.

  4. Macrocyclus sagt:

    Was in Deutschland als Wald bezeichnet wird sind oft nur Baumplantagen. Zum Glück ist das in der Dölauer Heide nur in Teilen der Fall, vermutlich die, die der Förster liebt. Er verkennt, das ein Stadtwald auch andere Aufgaben hat ( wozu sonst ein Aussichtsturm, befestigte Wege, eine Laufstrecke etc.), das wir Bürger mitreden wollen und werden, und wir auch sein Gehalt zahlen ….
    Und wie gesagt, nirgends im Waldgesetz steht, dass man die Wege nach Nutzung nicht wieder richten darf, oder Herr Förster?

    • Förster sagt:

      Sie haben keine Ahnung. Auch ein „Stadtwald“ fällt unter das Waldgesetz. Einen Stadtwald kennt das Waldgesetzt nicht. Es gibt keine Sonderrechte für Menschen, weil der Wald stadtnah oder in der Stadt liegt.

  5. Hallenser sagt:

    Lieber „Förster“, ich meine es ist nicht so einfach, alle Interessierte an einer gesunden Heide mit „Sie haben keine Ahnung“ abzutun. Möglicherweise vertreten Sie die Lobby der Forstwirtschaft. Fakt ist, dass künstlich gestaltete Wälder unter den aktuellen Klima- und Wetteränderungen nicht mehr selbstständig regenerationsfähig sind. Monokulturen, insbesondere Nadelbäume wie Fichten oder Flachwurzler tun ihr Übriges und werden längere Trockenphasen nicht überstehen. Im Harz gibt es viele Brachen – das ist richtig. Es gibt aber viele Beispiele, z. B. im Bayrischen Wald, wo sich bewusst die Natur sich selbst überlassen wurde. Dort wachsen neue Mischwälder ohne Zutun des Menschen heran, die den neuen klimatischen Bedingungen besser gewachsen sind. Die Natur passt sich an. Totholz ist für gesunde Wälder wichtig. Borkenkäfer und andere Insekten kommen natürlicher Weise vor. Es macht nicht Sinn, an falscher Forstwirtschaft festzuhalten.

    • Förster sagt:

      Sie müssen bedenken, dass wir auch bei Mischwäldern und sogar bei den wenigen (Buchen-)Urwäldern ein Problem haben: Die Bäume leiden extremen Trockenstress nach zwei Dürresommern. Das ist selbst bei den Buchen deutlich sichtbar, wenn man sie von oben anschaut. Umso wichtiger wird es, das richtige Verhältnis von Totholz und Bodenfreiheit zu finden.

  6. Macrocyclus sagt:

    Lieber (?) Förster, es ist interessant das Sie mir vorwerfen, ich hätte keine Ahnung, u.a. von Biologie. Lacher! Raten Sie mal was ich studiert habe und beruflich mache. Habe mit 35 Berufsjahren weltweit vermutlich schon mehr Wälder beruflich besucht als Sie.
    Das die Dölauer Heide unter das Waldgesetz fällt ( statt z. B. Park zu sein) hat v.a. Haftungsgründe. Finanziell lohnt sich die Dölauer Heide nicht, warum wird sie also nicht in einen reinen Nutzwald verwandelt? Fragen Sie mal den Eigentümer. Wegen der Nutzung der Bürger! Der Stadtrat kann Sie ja mal stellvertretend aufklären. Das man den Wald bewirtschaftet, ist aber nicht mein Problem in der Diskussion, sondern die Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen Nutzrn, wenn man fertig ist mit der Bewirtschaftung.
    Das -dezent- bewirtschaftet werden muss – Borkenkäfer etc. – bestreite ich ja nicht, denn leider ist die Heide kein Urwald, in Teilen leider nicht mal Mischwald. Echte Wälder haben die Jahrtausende ohne Förster gut überstanden, aber – sorry Hallenser – haben wir hier leider nicht, also muss Herr Förster durchaus ran um ein überschießen der Probleme zu verhindern. Aber danach bitte Wege wieder brauchbar machen – warum nicht? Offensichtlich fehlt neben Geld der Wille und das Gemeinschaftsgefühl.
    Die Realität ist nunmal eine Mischnutzung, da beisst die Maus keinen Faden ab. Und Sie stören die Leute im Wald? Da kann ich nur sagen: Augen auf bei der Revierwahl! Die nicht baumfällenden Nutzer verdichten und zerstören weniger als Ihre Grossgeräte. Aber natürlich, man kann Sie ja rausekeln, dann kommt mehr Wild und Sie können ungestörter Ihren Jagdfreuden frönen. Na ja, nach dem Halali mach ich mal lieber Schluß, es ist eh besser die Zeit mit den Weisungsbefugten zu nutzen.

  7. Waldmensch sagt:

    Lange Rede kurzer Sinn, Harvester durch und fertig.

  8. Müller sagt:

    Lieber Herr Seppelt, Sie schreiben u. a.: „Der „Harvester“ werde eingesetzt, weil bei Arbeiten an abgestorbenen Bäumen die maschinelle Holzernte vorgeschrieben sei, erläutert die Stadt.“

    Wer von der Stadtverwaltung hat Ihnen das gesagt oder geschrieben? Mich interessiert, in welcher Vorschrift das steht!

  9. Schnabl sagt:

    Warum nur das alles? Haben wir nicht schon genug Natur zerstört?
    Man lasse doch mal den Dingen ihren natürlichen Lauf.

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