Aula-Neubau für 300 Personen an der IGS II


Die hallesche Stadtverwaltung legt nach monatelangem Streit nun Pläne für den Bau einer Aula am neuen Standort der IGS II vor. Demnach soll am Ende des nördlichen Schulhofbereichs ein Neubau für 300 Personen entstehen. Ende Oktober soll der Stadtrat dazu einen Beschluss fassen. Die Firma Obermeyer hat im Vorfeld verschiedene Varianten für einen Standort der Aula untersucht.

Geprüft wurde beispielsweise die bislang von Oberbürgermeister Bernd Wiegand favorisierte Variante einer Nutzung von Räumen im Bestandsgebäude, wodurch keine zusätzlichen Kosten entstehen und auch die Schulhoffläche nicht verkleinert werden muss. Die die gewünschten 300 Plätze im Auditorium können so nicht gewährleistet werden. Auch eine Bühne, ein Möbellager, Garderobe, Cateringbereich, Sanitär- und Technikräume sowie eine externe Nutzung wären so nicht möglich. Dies aber hatte der Stadtrat in seinem Beschluss eingefordert.

Als weitere Variante wurde ein Anbau an den Mitteltrakt (Kosten: 1,2 Mio Euro) geprüft. Hier würden Teile des Mitteltrakts der Aula zugeschlagen, stünden damit der Unterrichtsnutzung nicht zur Verfügung. Der Schulhof würde eingeschränkt, eine externe Nutzung wäre nicht möglich. Auch einen Anbau an den nördlichen Hochtrakt (Kosten: 1,5 Mio Euro) lehnt die Stadt ab, weil unter anderem der Schulhof geteilt würde und Erschließungswege lang seien.

Ebenfalls geprüft wurde noch ein Aula-Neubau für 1.000 Personen. Der würde auch eine Vollversammlung der aufgewachsenen Schule möglich machen, sei aber nicht genehmigungsfähige. So könnte der Platz für Fluchtwege und Feuerwehrzufahrten nicht realisiert werden. Zudem wären 100 Pkw- und 100 Fahrrad-Stellplätze notwendig, der komplette nördliche Schulhof müsste für den Neubau dran glauben. Zudem würde diese Variante 6,9 Millionen Euro kosten.

Aus diesen Gründen entschied sich die Verwaltung für die kleinere Variante eines Neubaus für 300 Personen. Für diese müssten je 30 Stellplätze für Autos und Fahrräder geschaffen werden. Es komme zu keinem Flächenverlust für die Schulnutzung, weil sämtliche Funktionen im Neubau untergebracht werden. Dadurch ist laut Stadt auch eine externe Nutzung ohne Einschränkungen möglich. 1,8 Millionen Euro Kosten entstehen.