Für 1,2 Millionen Euro: Spatenstich für neue Motoballanlage in Halle

Sachsen-Anhalts 1. Motoballclub 70/90 Halle e. V. (MBC) erhält einen neuen Motoballplatz im Gewerbegebiet Neustadt. Im Beisein von Sportministerin Dr. Tamara Zieschang wurde heute der Spatenstich für den Neubau in der Schieferstraße gesetzt.

„Aus Halle (Saale) kommt der einzige Motoballverein Mitteldeutschlands, der in der Bundesliga spielt. Das zeigt, dass das Sportland Sachsen-Anhalt auch in außergewöhnlichen Sportarten erfolgreich ist. Der Verein bringt seit mehr als 50 Jahren generationsübergreifend Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft zusammen. Dafür braucht es gute Spiel-Bedingungen. Daher freue ich mich, dass wir als Land den Neubau dieser Sportstätte unterstützen können“, sagte Sportministerin Dr. Tamara Zieschang. Es handele sich um eine der größten Investitionen im Sportsektor der letzten Jahre.

Für den MBC wird ein neues wettkampftaugliches Motoball-Spielfeld als Asphaltfläche errichtet. Das Stadion bekommt eine Flutlichtanlage, um auch bei Dunkelheit Trainieren und Spielen zu ermöglichen. Sachsen-Anhalt fördert die Investition mit 648.539 Euro. Das ist knapp die Hälfte der Gesamtkosten.

Die Stadt Halle (Saale) beteiligt sich mit 380.000 Euro. „Wir freuen uns, dass es endlich beginnt“, sagte Sportdezernentin Judith Marquardt. Die Stadt hatte den Verein bei der Suche nach einem neuen Standort gesucht. Beim alten Stadion zwischen Neustadt und Nietleben gab es zu Diskussionen mit den Anwohnern bezüglich Lärm. Auch Lotto hat sich finanziell beteiligt. „Lottogeld ist die finanzielle Rückenwind für die Vereinsarbeit“, sagte Sprecherin Astrid Wessler.

Halles Motoballer spielen seit mittlerweile 20 Jahren in der 1. Bundesliga. Der Verein hat fast 100 Mitglieder. Derzeit werden noch finanzielle Mittel für Gebäude gesammelt (zum umziehen, für Sanitäranlagen).

Hintergrund:

Motoball ist eine Mannschaftssportart, die auf Motorrädern gespielt wird. Ein Team besteht aus vier Feldspielern und einem Torhüter (ohne Motorrad). Ziel ist, den Ball ins gegnerische Tor zu schießen. Dafür dürfen beide Füße sowie das Vorder- und das Hinterrad benutzt werden. Ein Spiel ist in vier Viertel unterteilt, die jeweils 20 Minuten dauern.

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Keine Antworten

  1. klar, wir fördern alles sagt:

    „Der Verein bringt seit mehr als 50 Jahren generationsübergreifend Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft zusammen.“

    Generationsübergreifend innerhalb der Sportler und ihrer Kernfamilien. Und sonst so?

    Eindeutig Nischensportart, klima- und umweltschädlich außerdem.

  2. Motomüll sagt:

    Leute, wen interessiert diese dämliche Sportart?

  3. HALLEnser sagt:

    Wow, da haben die Motoballer offensichtlich eine starke Lobby in der Landesregierung.

  4. Keine Macht dem Unfug sagt:

    So ein Quatsch in meinen Augen.

  5. Brumm Brumm sagt:

    Schön, dass die Stadt so viel Geld hat, dass sie 380.000 Euro für ein paar Leute auf Motorrädern ausgeben kann. Aber warum verfallen dann die Schulen?

  6. Maria45 sagt:

    Für Sportarten wie diesen, die so wenige Menschen betreiben und auch nicht vielen anderen Menschen Freude durch Zuschauen machen, sollte nicht so viel Steuergeld ausgegeben werden.
    Gesundhetsfördernd ist Motoball auch nicht gerade Motoball? Ist da jemals ein Spiel im Fernsehen übertragen worden?

  7. Fakten sagt:

    Es gibt nur eine Bundesliga in Deutschland, in der die 14 Mannschaften spielen, die es hier überhaupt noch gibt.

    • JS sagt:

      Das lässt sich aber nicht so gut verkaufen. Klappern gehört zum Handwerk und in deren Köpfen klapperts gewaltig.
      So viel Geld, mit dem man so viele Vereine hätte glücklich machen können.

  8. Mertl3 sagt:

    Völlig übertrieben für so ein Nischensport! Kannte ich bisher noch gar nicht. Ich wünsche mir, dass marode Turn-bzw. Sporthallen, besonders an den Schulen, mit dem vielen Geld saniert und modernisiert werden. Schande!

  9. Der metzger sagt:

    Toll, für einen Nieschensport ist so viel Kohle da. Für Schulen und Kitas und Alte wird gestritten und gestrichen. Mein Vorschlag: aus Schulen und Pflegeheimen werden Vereine gemacht, dann gibt’s auch Kohle

  10. BB sagt:

    Sehr geehrte Herr Seppelt,
    könnten Sie bitte bei Ihrer Berichterstattung weniger lobbyistisch sein. Wie mein Vorgänger schon sagte, gibt es nur eine Liga in dieser Sportart und es ist erstaunlich wie wenig man datrainieren muss, jeder Fußballverein in den unteren Ligen muss mehr kämpfen und trainieren.
    Außerdem ist es Anbetracht der Pläne der Bundesregierung alle Verbrennungsmotoren zu verbieten, schwierig diese Millionenförderung f
    zu verstehen. Hat man als Journalist nicht die Aufgabe, Fakten kritisch zu hinterfragen?

  11. Daniel M. sagt:

    Kann die Investitionssumme nicht nachvollziehen. Diese Randsportart verursacht Lärm und Gestank. Ansonsten gibt es eine Hand voll begeisterte Sportler. Eigentlich ein Skandal.

  12. Itschi sagt:

    Wer entscheidet eigentlich, welche Sportart eine Daseinsberechtigung hat ?
    Ihr schon mal nicht. Gott sei Dank.

    • @Itchy (juckend) sagt:

      Es geht nicht um Daseinsberechtigung, sondern um Verhältnismäßigkeit.
      Unsere Sporthallen verrotten und sind teilweise auf dem Stand der 80’er. Da ist kein Geld da.
      Viele Breitensportvereine müssen auf Kante rechnen und so ein Pipifax-Verein bekommt Förderungen in siebenstelliger Höhe.
      Eine absolute Randsportart, die außer Dreck und Krach nichts hervorbringt.
      Da werden Bürger mit Wärmepumpen gegängelt und für diese Dreckschleudern gibts Förderungen.

  13. Der wahre Exilhallenser sagt:

    Die Kohle in Chemie Halle investieren, dann schmeißen wir Magdedorf aus Liga 2.
    🇮🇩✌️😎✌️🇮🇩

  14. Wurst-Finger sagt:

    Zack,und wieder melden sich jene die selber nichts auf die Reihe kriegen.

  15. HäuptlingGP sagt:

    Um alle gefällten Bäume in Halle zu ersetzen und aufzupäppeln ist aber angeblich kein Geld da. Flächenversiegelung, Hitzestau und Abgase werden gefördert als gäbe es keine Klimakrise. Zum Ko…..

  16. Halleluja sagt:

    Wo bleiben denn da unsere „Klimakleber“?
    Für so eine umweltverpestende angebliche Sportart, die keine ist, Geld auszugeben…völlig absurd und unverständlich! Aber das sind unsere Politiker, bestrafen die arbeitende Bevölkerung und fördern Lobbyismus…die Taschen sind halt noch nicht voll!
    Halleluja

  17. PaulusHallenser sagt:

    Für so einen Mist ist Geld da, vor allem wird mit dieser „Sportart“ die Umwelt ruiniert. Wo sind die Leute von der LG und FfF, wenn man sie mal braucht? Das Geld wäre besser in hallesche Schulen investiert.

  18. Hallenserin sagt:

    In die Erleichterung über die künftige Entlastung von Lärm, Abgasen und Staub, mischt sich Bedauern, dass dringlicheren Vorhaben nun so erhebliche Mittel entzogen werden müssen.
    Beschwerden gab es seit Jahrzehnten, doch leider gab es in der Stadtverwaltung keinerlei Bereitschaft, einen gesetzeskonformen Zustand herzustellen. Dort ist auch die erfolgreiche Lobbyarbeit zu suchen, wenn man dazu Erklärungen finden will:
    Nach Stationen in den Steinbrüchen auf dem Dautzsch und in Salzmünde (warum wohl vorher solche Standorte?),bekam dieser Verein wider schon damals bestehender gesetzlicher Vorgaben einen Standort in einem Allgemeinen Wohngebiet. Deshalb räumte die Stadt ihm nachträglich noch den Status einer Altanlage nach dem Einheitsvertrag ein, obwohl das eigentlich nicht mehr möglich war, weil der Spielbeginn erst im Jahr 1992 lag!
    Nach Ausweitung der Nutzung des Platzes für nächtliche Partys, nach stundenlangen Turnieren und keinerlei Entgegenkommen des Vereins zur Entlastung der Anwohner, gab es 2014 einen Termin bei unserem Oberbürgermeister Dr. Wiegand. Es gab Zusagen vom ADAC im Fall einer Verlegung des Platzes eine Unterstützung zu prüfen und von der GWG, den Platz zur Verfügung zu stellen. Er bot sich seit Jahren an, weil dort die Motorräder standen. Man hätte es damals viel billiger haben können, doch unter Assistenz von Frau Ernst wischte es Dr . Wiegand alles rigoros vom Tisch…