Kriminalstatistik für Halle (Saale): Anstieg bei Raubstraften, Rohheitsdelikten, Drogenvergehen, Graffiti und Sexualvergehen; weniger Fahrraddiebstähle und Einbrüche

In der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden für das Polizeirevier Halle (Saale) 27256 Straftaten registriert, dies ist eine Steigerung von 97 Fällen (+ 0,4%) gegenüber dem Jahr 2021. Die Aufklärungsquote liegt bei 47,5%. Dies entspricht einer Steigerung um 0,9%.


Aufschlüsselung ausgewählter Delikte an der Gesamtkriminalität


Mit insgesamt 393 erfassten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Jahr 2022 wurden im Vergleich zum Vorjahr 99 Fälle mehr registriert. Ihr Anteil an der Gesamtkriminalität beträgt damit 1,4%.

Im Bereich der Straftatengruppe Rohheitsdelikte ist im Vergleich zu 2021 eine Steigerung der registrierten Straftaten zu verzeichnen. Mit insgesamt 5.219 erfassten Fällen im Jahr 2022 wurden 923 Fälle mehr als im Jahr 2021 registriert. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktsfeld beträgt 81,6%. Im Vergleich zum Jahr 2021 ist die Aufklärungsquote hierbei um 2,2% gesunken.

Eine Steigerung ist auch bei den Raubstraftaten um 129 Fälle (2021 = 214 Fälle und 2022 = 343) zu verzeichnen.

Einen Großteil der Gesamtkriminalität nehmen weiterhin die Diebstahlsdelikte mit 30,4% ein. Im Jahr 2022 ist im Vergleich zum Vorjahr eine enorme Senkung (- 21,2%) der Straftaten zu verzeichnen. 2022 wurden insgesamt 8.283 Fälle registriert. Dies stellen 2.227 Fälle weniger als im Jahr 2021 dar.

Analog hierzu verläuft die Entwicklung bei den Diebstahlsdelikten im besonders schweren Fall. Bei diesen zeichnete sich im Jahr 2022 ebenfalls eine starke Senkung (-2.165 registrierte Fälle, – 31,8%) auf 4.645 Fälle ab.

Ausgewählte Fallzahlen aus dem Bereich des Diebstahls ohne erschwertem Grund:
Diebstahl aus Verkaufseinrichtungen (+ 12 Fälle; + 0,9%),
Diebstahl aus Kraftfahrzeugen (- 86 Fälle; – 16,0%),
Taschendiebstahl (+ 11 Fälle; + 12,6%).

Ausgewählte Fallzahlen aus dem Bereich des besonders schweren Diebstahls:
Einbruchsdiebstahl in/aus Boden- und Kellerräumen (- 1.052 Fälle, – 44,5%),
Fahrraddiebstahl (- 579 Fälle; – 25,7%).
Wohnungseinbruchsdiebstahl (+ 47 Fälle, + 17,4%).

Im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls erfasste das Polizeirevier Halle (Saale) für seinen Zuständigkeitsbereich im Jahr 2022 317 Fälle, dies sind 47 Fälle mehr als im Jahr 2021. 179 Fälle der angezeigten Tathandlungen blieb im Versuchsstadium stecken.

Die Vermögens- und Fälschungsdelikte haben mit 4335 Fällen einen Anteil von 15,9% an der Gesamtkriminalität. Im Vergleich zu 2021 wurden 450 mehr Fälle bekannt (+ 11,6%).

Ausgewählte Fallzahlen aus dem Bereich der sonstigen Straftatbestände:
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (- 21 Fälle; – 13,3%),
Sachbeschädigung durch Graffiti (+ 507 Fälle; + 46,9%).

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität liegt die Zahl der erfassten Fälle bei 1.395 im Jahr 2022. Dies bedeutet eine Steigerung von 6,2%.

Die sog. „Konsumentendelikte“ (allgemeinen Verstöße gegen das BtMG) bilden mit 1.185 erfassten Fällen im Jahr 2022 in diesem Deliktsbereich den größten Anteil. 140 Fälle des unerlaubten Handels mit Betäubungsmittel wurden im Jahr 2022 registriert.

Bei der am häufigsten konsumierten Droge handelt es sich um Cannabis und deren Zubereitungen. Im Jahr 2022 wurden hierfür 759 allgemeine Verstöße mit Cannabisprodukten erfasst.


Straftaten unter Beteiligung von Zuwanderern betrugen im Jahr
2022 = 1.489 Fälle (+ 284 Fälle, +23,6%).

Im Rahmen von 12.960 geklärten Straftaten im Jahr 2022 wurden insgesamt 7.960 Tatverdächtige ermittelt. Die Anzahl der Jungtatverdächtigen liegt hier bei 1.906.


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26 Antworten

  1. Hölle (Saale) sagt:

    Na siehst, Platz 2 ist schon in greifbarer Nähe. die ganzen Statistiken sind nur grob, weil die Dunkelziffern höher liegen

  2. Detlef sagt:

    Hat man was anderes erwartet, das durch Zuwanderungen die Statistiken auf einmal fallen? Gegenteil ist der Fall aber das scheint in obersten Kreisen keinen zu interessieren. Dafür sind die Zahlen noch zu gering

    • lalal sagt:

      Weniger Straftaten als nach der Wende oder im großen Heilsjahr 2014.

      Von daher…

    • Neustädter sagt:

      Wie erklärst du dir dann eigentlich die Tatsache, dass die Anzahl der Straftaten in den 90er Jahren höher waren als jetzt und das bei geringerem Ausländeranteil?

      • Satire Friedhälm sagt:

        Weil das die eingereisten Wessis waren?

      • S. H. sagt:

        Das kannst du doch überhaupt nicht vergleichen. Da liegen mehr als 30 Jahre dazwischen.

        • so? sagt:

          Der Anteil von Ausländern war vor drei Jahren geringer als heute und die Anzahl der Straftaten höher.

        • Neustädter sagt:

          Ähm, Kollege, das machst du in deinem Kommentar weiter unter doch selbst… Musst dich jetzt schon entscheiden, ob du einen Vergleich willst oder nicht.

          Also: warum sollte man es nicht vergleichen können`?

  3. Egon Olsen sagt:

    Statistik der Schande

  4. Gutgläubiger sagt:

    Ist doch super! Endlich können sich unsere Fahrräder in den Kellern sicherer fühlen.
    Immer positiv bleiben, wir schaffen das. 🙂

    • S. H. sagt:

      Absolut. Für unseren werten Steff ist das ein enormer Fortschritt. Die Hetze gegen Magdeburg kann beginnen!

  5. Windows 95 sagt:

    Hallo hier ist das Jahr 2000. Ich möchte bitte meine PowerPoint-Vorlage zurück. Sie ist nicht mehr zeitgemäß. Danke.

  6. Seekarl sagt:

    Fachkräfte, die gemäß Politiker goldwert sind, am Werk.

  7. Allwetterradler sagt:

    Weniger Fahrraddiebstähle? Das liegt einzig und allein daran, das Radfahrer, deren Fahrrad nicht versichert ist, sich die Anzeige des Diebstahls gleich schenken können, denn die Aufklärungsquote tangiert gegen Null.

  8. reiner sagt:

    Was sind Rohheitsdelikte?

  9. S. H. sagt:

    Das war absolut klar. Für Halle gibt es immer nur schlechte Neuigkeiten. Während Magdeburg und Dessau von Jahr zu Jahr sicherer werden, versinkt Halle im Kriminalitätschaos. Bei der unfähigen Politik in dieser Stadt war aber nichts anderes zu erwarten. Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass Halle bald Frankfurt und Berlin als gefährlichste Stadt ablösen wird.

    • Lern! sagt:

      Welches Kriminalitätschaos? Vor einem Jahr wurde die niedrigstes Kriminalität seit Jahrzehnten verkündet. Im letzten Jahr gab es einen leichten Anstieg. Immer noch weit unter dem Niveau vergangener Jahre.

      Dein seltsamer Fetisch mit der „Platzierung“ basiert auf einer Fehlvorstellung oder/und ist wohl Ergebnis mangelnder Bildung.

    • Steff sagt:

      Ja Magdeburg ist supper (nach S:H:).
      Er muß sich das nur immer wieder einreden. LOLLLLLLLLL

      Seine Komplexe kann man kaum besser zeigen.