Städtebauliche Wunde wird geschlossen: Grundsteinlegung für 48 neue Wohnungen in der Jacobstraße

Seit Jahrzehnten lag das Areal an der Ecke Jacobstraße / Bertramstraße in Halle (Saale) brach. In den vergangenen Monaten wurden die alten leerstehenden Industriegebäude auf dem Gelände abgerissen. Und bis Dezember 2025 entsteht hier ein neues Wohngebäude.

Am Freitagmittag war die Grundsteinlegung für die insgesamt 48 Wohnungen. Diese sollen zwischen 55,65 m² und 135,50 m² groß sein. Rund 13 Euro Kaltmiete für den Quadratmeter sind zu bezahlen. Laut Klaus Uwe Marsch, Geschäftsführer der Leipziger Stadtbau-Gruppe, sei es das elfte Projekt, das die Gruppe in Halle umsetzt. Die neue Wohnungen sollen alle barrierefrei erreichbar sein. Als Effizienzhaus nach dem 40NH-Standard sei es besonders nachhaltig,

“Eine städtebauliche Wunde wird geschlossen”, sagte Bürgermeister Egbert Geier. Wegen der Vernachlässigung zu DDR-Zeiten sei das Image des Viertels viele Jahre nicht das Beste gewesen. Doch das habe sich inzwischen geändert. Seit 2008 seien auch viele Sicherungsmittel in das Gebiet geflossen, 40 Häuser hätten so vor dem Verfall gerettet werden können, so Geier.

Der Standort für den Neubau sei attraktiv. Es bestehe eine gute ÖPNV-Anbindung. Und die Altstadt sei fußläufig schnell erreichbar. “Ich bin vom Markt bis hierher in 14 Minuten geschlendert”, so Geier, der noch einmal betonte: “geschlendert.” Der Neubau trage dazu bei. Glaucha als attraktives Wohngebiet zu stärken.

Geier hob zudem hervor, dass das Projekt trotz der momentan schwierigen Marktlage in der Bauwirtschaft umgesetzt wird. Und natürlich hofft Geier auch auf weitere Projekte des Unternehmens. Denn der Stadtbau AG gehört auch das Kaufhof-Gebäude, das wieder einer Nutzung zugeführt werden soll.

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23 Antworten

  1. Parkdrücker Glauch sagt:

    Will Kommen!

  2. Geht gar nicht sagt:

    Echt günstige Mietpreise…🤣

    • Tomate sagt:

      Was soll man bei den Baupreisen machen? Wieso baust du kein Haus und bietest die Wohnungen für 5 Euro pro qm an? Wäre doch ganz toll für dein Gewissen und das Klientel dann aber bitte auch so auswählen, dass die Bewohner auch ja nicht zuviel verdienen. Vielleicht hast du das Haus dann in 100 Jahren abbezahlt?

  3. Wacht endlich auf sagt:

    Anstatt mit einem schönen Park den Klimawandel zu bekämpfen, wird wieder alles zu betoniert. Immer und immer wieder! 👎

    • Tomate sagt:

      In Dölau wird schon wieder der nächste Acker für den Traum vom Eigenheim zubetoniert. Da wohnen dann vielleicht 20 Familien auf der 5 Flächen Fläche dieses Hauses. Dann doch lieber auf eh schon versiegelten Flächen 48 Wohnungen mit einer zentralen Heizungsanlage.

    • ! sagt:

      …und wohnen dann auf der Parkbank?
      Eine Baulücke zwischen Wohnhäusern mit Wohnungen statt einem Park-Platz zu schließen, kann man getrost als konsequent betrachten…

  4. 10010110 sagt:

    Und jetzt bitte noch die klaffende städtebauliche Wunde entlang der Glauchaer Straße und am Steg schließen. Und zwar nicht mit Park und Radweg und irgendwelchen einzeln stehenden Neubauten, sondern mit Blockrandbebauung nach historischem Vorbild!

    • sehr seltsam sagt:

      Warum? Was ist mit der offenen Bebauung nicht in Ordnung? Zuviel Grün?

    • Horscht von Glauche sagt:

      Mit historischem Vorbild meinst du die zugigen Bauten mit Ofenheizung und Klo halbe Treppe tiefer oder ganz und gar die windschiefen Katen aus der Zeit davor?

      • @Banause sagt:

        Quedlinburg besteht zum größten Teil aus „windschiefen Katen“ und gehört gerade deshalb zum UNESCO-Weltkulturerbe.

        • Hallenser sagt:

          Nein, in Glaucha standen nie Fachwerkhäuser Quedlinburger Art. Das war ein Armenviertel und Rotlichviertel und wurde dann 1811 eingemeindet und kurz danach komplett platt gemacht. Da hatte es vorher so oft gebrannt, dass irgendwann gar nichts mehr ernsthaft gebaut wurde. Bitte nicht rumschwatzen, wenn du nur Neustadt kennst oder zu kennen glaubst. Halle selbst ist schon etliche hundert Jahre älter.

    • PaulusHallenser sagt:

      „sondern mit Blockrandbebauung nach historischem Vorbild!“

      10010110,

      zum Glück haben Sie in dieser Stadt nicht viel zu entscheiden, sonst müssten die Menschen in Halle wieder in irgendwelchen windschiefen und zugigen Fachwerkhäusern mit Lehmziegeln leben.

  5. Fettlebe sagt:

    Mal wieder die übliche Maximalbebauung. Wenigstens das Hinterhaus hätte man weglassen und stattdessen eine Grünfläche für die Anwohner anlegen können.
    Und für diesen ganzen Betonwahn mit Schei…aussicht noch 13€/qm, na wer’s braucht…
    Wo sind eigentlich die, die immer so realitätsfern behaupten, es mangele in Halle an „hochwertigem“ (also sauteurem) Wohnraum?

    • PaulusHallenser sagt:

      „Wo sind eigentlich die, die immer so realitätsfern behaupten, es mangele in Halle an „hochwertigem“ (also sauteurem) Wohnraum?“

      Fettlebe,

      es fehlt in Halle tatsächlich an hochwertigen Wohnungen. Das ist eine Tatsache. Hier müsste dringend mehr gebaut werden.

      Und 13€/qm sind nun nicht gerade viel für jemanden, der einem geregelten Erwerbsleben nachgeht.

    • Meinjanur sagt:

      Also bisher steht da noch gar nichts bezugsfertiges.

      • @Tellerrändler sagt:

        Denkst du immer nur von gestern Nachmittag bis heute morgen?

        • Tapetenwand sagt:

          Büschen länger schon noch:

          „Und bis Dezember 2025 entsteht hier ein neues Wohngebäude“

          Aber vielleicht werden es milde Winter.

  6. Pressesprecher sagt:

    Naja, wenigstens sind 40 Wohnungen bereits verkauft(!) und für 8 gibt es Interessenten…

    • Marktwirtschafter sagt:

      Eine Wohnung kaufen und (selbst) darin wohnen, sind zwei oft sehr unterschiedliche, jedenfalls unabhängige Vorgänge.

  7. Sagjanur sagt:

    Nur gut, dass die Wunde keine Sepsis bekommen hat.

  8. Robert sagt:

    Ich fühle mich wohl in meiner Platte. ich brauch keine Schnickschnack-Wohnung.