Auf diesen Radwegen will Halle Schnee räumen

39 Antworten

  1. Buergah sagt:

    Klar Radfahren im Schnee ist witterungsgerecht… Halle hat keine anderen Probleme und genügend Geld übrig… Wie hoch ist der Kassenkredit aktuell?

    • Wenn die Stadt die Radwege nicht räumt, bekommt sie an vielen Straßen ernsthafte Probleme. Die Trothaer zum Beispiel kannst du im Mischbetrieb nicht wirklich anordnen (und ein systematisch verschneiter Radweg ist genau das) bei dem Verkehrsaufkommen und dem Schwerlastanteil.

      Das bedeutet, dass entweder eine Spur gesperrt werden muss oder dass Tempo 30 angeordnet werden muss. Die Räumung der Radwege entlastet den Autoverkehr. Auf vielen Straßen kannst du einen Radfahrer nicht überholen, ohne eine schwere Verkehrsgefährdung nach Paragraph 215c zu begehen. Und es wird immer mehr Radfahrer geben, die sich nicht alles gefallen lassen, sondern die Gefährder im Straßenverkehr anzeigen.

      Und nein, weder die StVO noch die Gerichte kennen irgend ein Winterfahrverbot für Radfahrer. Aber sie kennen das Gebot, Tempo und Fahrweise den Witterungsbedingungen anzupassen.

      Mit anderen Worten: die Autos müssen langsam und mit ausreichend Sicherheitsabstand hinter dem Radfahrer herfahren, der seinerseits den Straßenverhältnissen entsprechend langsam und vorsichtig fahren muss.

      • Zukunft der Demokratie sagt:

        ,,Und es wird immer mehr Radfahrer geben, die sich nicht alles gefallen lassen, sondern die Gefährder im Straßenverkehr anzeigen.“

        Und umgekehrt? die anderen Verkehrsteilnehmer müssen sich aber auch gegen undisziplinierte Radfahrer wehren können!

        Wenn man gleichberechtigt behandelt werden will, muss man auch gleich berechtigt bestraft werden können!!!
        https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-09/radfahrer-kennzeichen-pflicht-pro-contra

        Ob er sich das auch mit einem Nummernschild getraut hätte?
        https://www.hna.de/welt/nackter-radfahrer-in-radarfalle-geblitzt-zr-10071260.html

        • Die Frage, ob ein Nummernschild sinnvoll und hilfreich ist, kann man anhand der Antworten auf die folgenden Fragen abwägen:

          1. Was sind die Kosten? Inklusive Bürokratie, Aufwand, Kontrollen, IT. Aktueller Bestand: 70 Millionen Fahrräder in Deutschland.

          2. Was ist der Nutzen? Wie viele Unfälle, Verletzte, Tote lassen sich vermeiden oder besser ahnden? Wie viele Unfälle passieren aktuell, weil Radfahrer nicht verfolgbar sind?

          3. Was sind die Nebenwirkungen? Wie viele Gelegenheitsradler nutzen dann gar nicht mehr das Fahrrad? Siehe negative Helmeffekte Australien

          4. Was sind die Erfahrungen der Länder, die das ausprobiert haben? Die Schweiz hat es wieder abgeschafft, dort gab es mal ein Versicherungskennzeichen.

          Jeder, der das mal nachgeprüft hat, kam zum klaren Ergebnis: Der Nutzen ist minimal, der Aufwand unverhältnismäßig hoch und die Nebenwirkungen stark negativ (mehr Autofahrten = mehr Unfälle).

          • Zukunft der Demokratie sagt:

            1. Bestand 2017 laut dieser Statistik : 73,5 Millionen Fahrräder!!!
            https://www.pd-f.de/themenblaetter/die-fahrradwelt-in-zahlen

            2. Kosten analog S-Pedelec
            https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/versicherungskennzeichen-roller

            2.Nutzen: wirklich nur ein Einzelfall ?
            https://www.abendblatt.de/nachrichten/article216015853/Polizei-sucht-fluechtigen-Radfahrer-nach-Unfall-mit-Bus.html

            3.Nebenwirkungen: Fragen Sie lieber die dann leidende Fahrradindustrie und deren Apotheker!
            http://www.finanztreff.de/news/fahrradbranche-fuerchtet-versicherungspflicht-fuer-pedelecs/13203163

            4. ja die Schweitzer ?, in ihrer Meinung manchmal so wir Deutschen, so zweigeteilt?
            https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Fahrt-in-den-Ruin-Braucht-es-wieder-eine-Velovignette/story/16239348

            Grundsätzlich stimme ich Ihnen aber zu , die Einführung solcher Kennzeichen müssen nicht sein wenn sich jeder Verkehrsteilnehmer seiner Verantwortung bewusst ist ,so handelt und sich gegenüber allen anderen Teilnehmern rücksichtsvoll verhält, das gilt nicht nur für Radfahrer sondern auch für Autofahrer und Fußgänger.! Leider besitzen fast 15% der deutschen Bundesbürger ,nach kurzer Recherche, diese wichtige Versicherung nicht mehr und das kann dann richtig teuer werden!
            https://www.test.de/Fahrradunfall-Elfjaehriger-haftet-fuer-Schaden-5153469-0/

            Miteinander und nicht gegeneinander !!!!, 90% der Radfahrer besitzen noch einen Führerschein, waren vielleicht sogar mal selbst begeisterter Autofahrer ? Alles schon vergessen ? Rote Ampel, was das ist, bei vielen Autofahrern frage ich mich das bereits wirklich und würde auch folgende Empfehlung für die Radfahrer erklären?

            https://www.focus.de/regional/videos/auf-hamburgs-strassen-freie-fahrt-an-roten-ampeln-fahrrad-club-gibt-lebensgefaehrliche-tipps_id_6119131.html

            Ist das ein respektvoller Umgang mit Verkehrsregeln? Ist man von seiner Ideologie so sehr überzeugt, das man alle anderen Verkehrsnutzer zum ,,Störfaktor‘ erklärt und sie aus dem Weg und aus der Zukunft radeln muss?

            Wie bereits erwähnt, ich fahre wirklich sehr gerne Fahrrad, (nicht unbedingt bei Eis und Schnee) ,aber den Autor kann daher ich sehr gut verstehen!
            https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/fahrradfahrer–eure-scheinheiligkeit-geht-mir-ganz-schoen-auf-die-nerven–7957468.html

            Sicherlich wird es in Zukunft mehr Radfahrer geben und das ist aus vielen Gründen auch gut so, keine Frage und wenn von den Radfahrern vernünftig umgesetzt, haben Sie meine vollste Unterstützung ! Wichtig ist und da erlaube ich mir einen rat gebenden Bezug zu George Orwell Fabel zu beziehen, ,, eine Farm der Radfahrer“ wird es vermutlich zukünftig in keiner Altstadt mehr geben und sicherlich braucht man dann auch kein Nummernschild mehr!
            https://www.tagesschau.de/ausland/prag-fahrradverbot-101.html

          • Beim S-Pedelec steht nicht, was das insgesamt kostet (Staat, Verwaltung, Bürger, Arbeitszeit). S-Pedelec fährt ohne große Anstrengung 45 km/h, dazu muss man sich auf dem Rad schon sehr anstrengen. Die Anzahl der von Radfahrern verursachten und aufgrund eines fehlenden Kennzeichens oder einer fehlenden Versicherung nicht verfolgbaren Kosten ist insgesamt in Deutschland vernachlässigbar (es fallen alle raus, die keine Unfallflucht machen, alle, die auch mit Kennzeichen nicht erwischt worden wären (beim Auto nicht so selten!), alle, die über Auto oder ADFC oder privat eine Haftpflicht haben. Es bleiben verschwindend wenig Einzelfälle übrig.

            Nebenwirkung von weniger Fahrrädern sind, wie schon geschrieben, weniger Radverkehr, also mehr Autoverkehr, also mehr Tote und Verletzte. Bei allen Versuchen, die Elektromobilität zu steigern, sind die aktuellen Vorstöße der Versicherer natürlich kontraproduktivität. Radverkehr ist *DER* Steigerungsbereich der E-Mobilität – Eisenbahn natürlich der erfolgreichste und für lange Strecken effizienteste. E-Autos spielen im Vergleich dazu noch gar keine Rolle.

            Die Verantwortung des Einzelnen und die Infrastruktur arbeiten immer zusammen. Eisenbahnlinien haben Schranken, obwohl jeder versucht, nicht vom Zug überfahren zu werden. Dort hat man Sicherheit auf ein extrem hohes Maß angehoben, was auch gut ist. Die Sicherheit im Individualverkehr und im LKW-Verkehr muss da endlich nachziehen. Aktuell dominieren dort noch sehr stark der Geiz und die einseitige Optimierung auf einen schnellen Kraftverkehr. Vor allem die große Unkenntnis der Straßenverkehrsregeln ist bei vielen Kraftfahrern immer wieder erschreckend. Was denkst du, wie oft man angehupt und beschimpft wird, weil sich die Leute einbilden, dass eine rote Fußgängerampel für Radfahrer gilt. Das Unwissen ist dabei die kleinere Schande (aber bedenklich genug), aber dieses Unwissen dann anderen aufzudrängen ist eine enorme Anmaßung.

            Überfahrene und getötete Fußgänger gibt es viel mehr bei grüner Ampel als bei roter Ampel, bei Radfahrern sieht es genauso aus. Eigentlich muss man also den Tipp geben, Straßen gar nicht mehr zu überqueren, schon gar nicht an Ampeln. Das wäre natürlich auch statistisch falsch, bei Grün queren viel mehr als bei Rot (hofft man zumindest).

            Guter Radverkehr brauchen gar keine Farm. Viel mehr bringen:

            * Brauchbares, verbundenes, sicheres Wegenetz

            * Durchsetzung der StVO

            * Sichere Stellplätze, besonders an Orten zum Umstieg (Park&Bike, Ride&Bike)

            Dann kann der Radverkehr seine vielen positiven Wirkungen entfalten – jeder km spart der Gesellschaft Geld (und dem Einzelnen auch, das er dann sinnvoll ausgeben kann).

        • Bollwerk sagt:

          Und? Autofahrer trauen sich trotz Nummernschild noch ganz andere Sachen. Im Zweifelsfall wird einfach ein Schild geklaut und vorwärts gehts. Und das alles trotz Führerschein… Na sowas!

          • Zukunft der Demokratie sagt:

            @HalleVerkehrt,

            * Durchsetzung der StVO

            Voraussetzung ist nicht nur die Kenntnis der Solchen, sondern auch deren Verständnis!
            Mangelnde und fehlende Kontrolle in unserer Stadt ,ausführlich diskutiert!
            Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer,erschwerend sind notwendige und aktualisierende Änderungen die aber offensichtlich ,,kaum jemand kennt“, hier speziell auf Radfahrer noch einmal kurz zusammengefasst!
            https://weather.com/de-DE/wissen/mensch/news/2018-07-24-wichtige-radfahrer-regeln

            Wie notwendig aufklären und vermitteln ist, wird an dem hier viel diskutierten Thema ,,rote Ampel!“ sehr deutlich!
            Aus Sicht diesen Radfahrers und es lohnt sich wirklich mal bis zum Schluss zu lesen, ist das mit dem aktuellen ,,Verstehen“ für alle Verkehrsteilnehmer dann wirklich nicht so einfach!

            https://radverkehrspolitik.de/endlich-radfahrer-duerfen-ueber-rote-ampeln-fahren/

          • @Zukunft: die Verwaltungen müssen aller zwei Jahre eine Straßenschau machen, spätestens dabei sollten sie die Regeln an die Gesetzesänderungen anpassen. Größere Gesetzesänderungen werden ja sogar durch die Presse gejagt, das mit den Ampeln hab ich aus vielen verschiedenen Quellen erfahren, und das war, bevor ich mich für Radpolitik interessiert habe. Die allgemeine Benutzungspflicht ist seit 21 Jahren Geschichte, aber in den meisten Autofahrerköpfen fest verankert. Sogar bei jungen Menschen, die definitiv nach 1997 den Führerschein gemacht haben (oder sogar danach geboren sind) gibt es sehr viel vom „da ist ein Radweg!“ Besitzdenken. Blitzerwarnungen immer noch das deutlichste Zeichen, dass eine große Mehrheit der Autofahrer wenigstens gelegentlich das Tempolimit überschreitet. Auch der Abstand, den Radfahrer vom rechten Rand halten müssen, ist den meisten Autofahrern komplett egal oder unbekannt.

          • @Zukunft Nachtrag: natürlich darf man Zebrastreifen fahrend überqueren, hat aber dann keinen Vorrang. Seitdem ich weiß, dass es viele Autofahrer stört, wenn man mit dem Rad über den Zebrastreifen fährt (auch wenn ich dadurch vor dem Auto konfliktfrei drüber wäre und mich der Autofahrer gut sehen konnte), steige ich selbstverständlich ab, dadurch muss das Auto anhalten statt nur etwas langsamer zu fahren, und dann schiebe ich korrekt über den Zebrastreifen. Für alle ist das zwar die dümmste Lösung, aber des Menschen Wille ist sein Himmelreicht.

            Es fehlt noch, wann man alles nebeneinander fahren kann: wenn man damit niemanden behindert, der entsprechend den Abstandsregeln überholen kann. Wenn also der Platz ohnehin nicht ausreicht, um korrekt gesetzeskonform zu überholen, können zwei Radfahrer natürlich nebeneinander fahren (Bernburger stadteinwärts z.B.).

            Wenn die Autofahrer dann hupen oder drängeln, ist das wiederum nicht erlaubt (Nötigung und teilweise vorsätzliche Verkehrsgefährdung). Erst recht nicht, wenn sie die Sperrfläche überfahren.

    • Sazi sagt:

      D.h. wenn draußen die Sonne scheint, läßt du dein Auto stehen? Autofahren bei Sonnenschein ist ja auch nicht witterungsgerecht!

  2. Busfahrer sagt:

    Die Deppen von den Stadtwerken schaffen es nicht mal die Hauptverkehrsstrassen zu räumen.
    Jedes Jahr wieder.
    Die Kreuzungen sind oft genug spiegelglatt und brandgefährlich.
    Aber unser Wolkenkuckucksheim-Stadtrat träumt von geräumten Radwegen.
    Für wahrscheinlich 2-4 Radfahrer. Pro Woche.
    Die spinnen doch. Reine Geldverschwendung.

    • Du kennst Halle nur aus dem Märchenbuch, oder? 2-4 Radler sind pro Ampelphase schon knapp gerechnet in den genannten Bereichen.

      Die Alternative wäre, die Straßen auf T30 zu setzen, weil die Radfahrer ohne Radweg auf der Fahrbahn fahren müssen. Dass das bisher nicht zu Problemen geführt hat, liegt an der typischen Ausweichstrategie der meisten Radfahrer (Gehweg) und an der unglaublichen Aggressivität, mit der viele Autofahrer auf Radfahrer reagieren, wenn sie (wie vorgeschrieben) auf der Fahrbahn fahren.

      Das typische Anhupen ist Nötigung, das häufige Überholen mit 10cm Abstand eine Verkehrsgefährdung.

      Außerdem zeigen damit wieder viele Autofahrer, dass sie weder Ahnung von noch Interesse an der StVO haben, sondern nur ihre gefühlten Vorrechte durchsetzen wollen.

      Und ja: die StVO ist da absolut eindeutig. Wenn der Radweg auf der LuWu durch Schnee blockiert und unbefahrbar ist, dann musst du vom Reileck bis zum Steintor hinter mir herfahren.

    • HansimGlueck sagt:

      Es wird halt von beidem geträumt, wo ist das Problem?

  3. mirror sagt:

    Die Stadträte haben das Monitoring der Maßnahme vergessen. Es wäre schon wichtig zu wissen, wieviele Radfahrer die freigeräumten Radwege auch nutzen. Kosten-Nutzen zählt leider nicht zu den Kernkompetenzen des Stadtrats.

    • Der Nutzen bei der Kosten-Nutzen-Rechnung besteht in der Aufrechterhaltung des Kraftverkehrs. Ein Komplettverbot des Radverkehrs würde die Stadt rechtlich nie durchbekommen (keine Verhältnismäßigkeit), ein angeordneter Mischverkehr ist auf vielen der Straßen nicht zulässig oder eine starke Verkehrsbehinderung – damit müsste die Stadt zur Gefahrenabwehr Tempo 30 oder sogar Tempo 20 anordnen und durchsetzen.

      Außerdem müsste die Stadt zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit vielen Autofahrern, die sich gegen Radfahrer auf der Fahrbahn schwer gefährdend verhalten, auf der Stelle den Führerschein entziehen. Das wird schon deshalb schwer, weil man die Autos gar nicht wegbekommt.

      • HalleVerkehrt sagt:

        Darwin regelt. Man muss die Radfahrer nur wegen grober Fahrlässigkeit alles selbst bezahlen lassen. Da wären vor allem die Krankenkassen in der Pflicht.

        • Bollwerk sagt:

          Ich hoffe du rauchst und trinkst nicht. Und hoffentlich isst du nicht so viel fettes Zeug. Und hoffentlich bewegst du dich regelmäßig sportlich!
          Nicht? Tja, dann solltest du auf jeden Fall für die Folgen selbst aufkommen und nicht die Allgemeinheit belasten. Ich wette, du wärst in kürzester Zeit pleite. 😀

      • mirror sagt:

        Zusammenfassung: Sie wollen keine Zahlen. Lieber irgendwelche Umfragen irgendwo in der Welt nachplappern.
        Hat eine Strecke 30 Radler nach erfolgter Räumung pro Stunde, ist die Räumung gut eingesetztes Geld. Hat sie nur 30 Radler pro Tag, könnte man diesen wenigen, wackeren Streitern die HAVAG zumuten.
        Wo Sie wieder die Phanatasien der Verbote herholen, ist wohl Ihrer Philosophie der Oberlehrer und Öko-Dikatatoren geschuldet.

        • Nein, ich habe gar nichts gegen Zahlen, ganz im Gegenteil haben alle in anderen Städten aufgestellten Zählsäulen für bessere Informationen und Planbarkeit gesorgt.

          Klar ist nur, dass die Radler auf vielen Straßen eben nicht sicher sind, wenn sie auf der Fahrbahn fahren, weil zu viele Autofahrer die StVO ignorieren. Es geht also auch um den Autoverkehr und die Absicherung der Radfahrer vor den Autofahrern, wenn die Radwege nicht geräumt werden.

          Auf Straßen wie der Trothaer, Merseburger, Paracelsus gibt es zwei Möglichkeiten bei einem ungeräumten Radweg: man sperrt die Straße komplett für den Radverkehr (also komplettes Verbot) oder man sorgt für sicheren Mischverkehr (also Tempo 20 bei der Belastung). Einfach den Kopf in den Sand (oder den Schnee) stecken und „interessiert mich nicht“ zu sagen ist da nicht möglich.

          Wenn Sie sagen, dass Radfahrer mit der Straßenbahn fahren müssen, sollten Sie ihre eigenen diktatorischen Züge mal dringend prüfen: das wäre genau ein Fahrverbot für jeglichen Radverkehr.

          In der LuWu und Magdeburger sollte es sehr wenig Tage geben, wo 150 Radfahrer pro Richtung pro Tag unterschritten werden. Ungeräumte Radwege sind oft für viele Tage unbenutzbar. Das sind dann sehr viele beeinträchtigte Autofahrer. Die liegen Ihnen doch sonst so am Herzen.

      • Bürgah sagt:

        Winter: 30kmh, passt.

  4. Kopfschüttel sagt:

    Wenn die Radler im Winter bei Schnee radeln wollen, dann bitte gefälligst auch Winterreifen aufziehen.
    Alles andere ist grob fahrlässig und verkehrsgefährdend.
    Der Witterung angepaßtes Verhalten nennt sich das…
    .
    Mal abgesehen davon, dass es aus physikalischen Gründen sowieso komplett bescheuert ist bei Schneeglätte mir einem Zweirad zu fahren.
    Aber gut, es ist auch bescheuert bei Rot über die Kreuzung zu fahren und die machen das.
    Insofern wird es wohl tatsächlich drei bis fünf Bekloppte in Halle geben, die versuchen bei Glätte mit dem Rad zu fahren.
    Für die müssen selbverständlich die Radwege geräumt und mit Salz bestreut werden.

    • Auch dir empfehle ich einen Blick in dieses komische Ding da draußen namens „Realität“. Es gibt ein paar Tage im Jahr, wo nur wenige Radfahren. Allerdings sind die Radwege dann wochenlang unbenutzbar, weil alles von der Fahrbahn draufgeschoben wird, oft durchkreuzt von Autos bei Parkvorgängen.

      In der LuWu hast du immer allermindestens 100 Radfahrer am Tag pro Richtung, das sind dann aber schon absolute Ausnahmen nach unten (normal sind 1000 pro Tag schon vor vielen Jahren gewesen). Nichts mit 2-3. Auf der Peißnitz ebenfalls viele.

      Ohne Räumung auf der Fahrbahn. Da es nach eurer Ansicht ja keine Radfahrer im Winter gibt, können die ja auch nicht stören, wenn sie auf der Fahrbahn fahren. Dann wäre ja alles klar, die extrem seltenen Räder sollten niemanden aufregen.

      Dennoch regen sich sofort die allermeisten Autofahrer erheblich auf, wenn ein Rad vor ihnen fährt.

      • mirror sagt:

        Wenn die Zahlen so gut sind, warum dann nicht die Wirkung von Stadtratsbeschlüssen messen? Ohne Messung keine Steuerung.

        • Ich habe nichts gegen Zählung. Wichtig ist mir nur, Ihre Einseitigkeit zu zeigen.

          Sie suggerieren immer wieder, dass es eine Maßnahme nur für die Radfahrer ist. Das ist es aber nicht.

          Auch wenn nur 10 Radfahrer pro Stunde ordnungsgemäß vom Reileck zum Steintor fahren, hat das deutliche Auswirkungen auf den Kraftverkehr – der auf dieser Strecke nicht überholen kann, ohne massiv gegen die StVO zu verstoßen.

          Ebenso in der Merseburger – Sie gehören ja zu den klaren Apologeten, die den Untergang des halleschen Verkehrsnetzes bei einer Reduktion der Merseburger Straße auf eine einzige Spur predig(t)en.
          Mit 2m Überholabstand (schwierige Witterungsverhältnisse) wird es sogar eine sehr knappe Einspurigkeit, während ein einziger Radfahrer dort langfährt.

          Dass bisher die meisten Radfahrer falsch auf dem Gehweg gefahren sind und damit das Problem auf Kosten der Fußgänger umgangen haben, ist ja keine dauerhafte Lösung.

          Also: Es ist gut für die Kraftfahrer und die Radfahrer und die Fußgänger, dass die Stadt diesen Konflikt mit dem Kraftverkehr durch Winterräumung deutlich entschärft. Schon geringe Zahlen (korrekt fahrender) Radfahrer werden sonst zum erheblichen Verkehrsproblem, und die häufig falsch fahrenden Autofahrer zum erheblichen Sicherheitsrisiko.

  5. murphy sagt:

    Die Stadt Halle sollte sich eher darum kümmern, dass im Winter auf den der Stadt zugeordneten Fußwegen der Schnee geräumt wird!
    Da hat sie jedes Jahr genug Versäumnisse.
    Aber nein, da beugt sie sich den Erpressungen militanter in größeren Gruppen auftretender Zweiradprotestlern und ihren politischen Unterstützern.

    • Ganz billiger Versuch, Fußgänger und Radfahrer gegeneinander aufzuhetzen. Die Stadt gibt über eine Million für die Winterräumung vorrangig der Fahrspuren der Autos aus, vernachlässigt aber Radwege und Gehwege. Die neue Radwegräumung kostet unter 100000, zumindest waren das die letzten Schätzungen. Deutlich unter 10% der Räumung für den Kraftverkehr.

      Natürlich müssen die Gehwege, für die die Stadt zuständig ist, geräumt werden!

  6. murphy sagt:

    Sie werden aber unzureichend geräumt, und das viel zu spät und jedes Jahr wieder.
    Wenn die Stadtwirtschaft nicht in der Lage ist, ihre Pflichten zu erfüllen. kann sie nicht neue Aufgaben zusätzlich in Auftrag zu nehmen!

  7. lederjacke sagt:

    Mir würde es ja schon genügen, wenn die Schneeräumer der Stadtwirtschaft und der Hauseigentümer*innen nicht ständig den Schnee auf die Radwege schieben! Und dann bleibt das alles auch noch ewig dort liegen. Die Trothaer ist wirklich bei Schnee eine Katastrophe, mensch muss dann auf die Fahrbahn ausweichen.

  8. lederjacke sagt:

    Mir würde es ja schon genügen, wenn die Schneeräumer der Stadtwirtschaft und der Hauseigentümer*innen nicht ständig den Schnee auf die Radwege schieben! Und dann bleibt das alles auch noch ewig dort liegen. Die Trothaer ist wirklich bei Schnee eine Katastrophe, mensch muss dann auf die Fahrbahn ausweichen. Die Karlsruher Allee ebenso.

  9. Gutfinder sagt:

    Mich würde mal interressieren, welche Lösungen all die statistikverliebten Paragraphenreiter hier vorschlagen. Wo soll der Schnee denn hin? In Tüten verpackt? Mit dem Fön geschmolzen? Aufs StraBa-Gleis? Es gibt nun mal jahreszeitliche Einschränkungen, die sich nicht mit reiner Willenskraft oder Füßetrampeln regeln lassen. Wer von den Quatschern, die so genau wissen, wie geräumt werden muss, kann denn auf praktische Winterdienst-Erfahrungen zurückgreifen? Jammerlappen…

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