Bus- und Bahnfahren in Halle wird ab Montag teurer

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24 Antworten

  1. mirror sagt:

    Preissteigerungen von 3 – 4% bei einer selten niedrigen Teuerungsrate in Sachsen-Anhalt. Was läuft hier falsch?

    • 10010110 sagt:

      Du vergleichst Äpfel und Birnen. Die Teuerungsrate hat keinerlei Zusammenhang mit der Preisgestaltung des MDV. Öffentlicher Personennahverkehr wird schon immer von der Öffentlichen Hand gefördert, mal mehr und mal weniger. Entsprechend müssen die Restpreise für die Fahrgäste mal mehr und mal weniger angepasst werden. Würde der ÖPNV nicht gefördert, würde eine Einzelfahrkarte vielleicht 5€ kosten, aber dafür auch nicht um 3–4% im Preis steigen, weil dann wirklich die „natürliche“ Teuerungsrate zum tragen kommen könnte.

      • Spiegelleser sagt:

        Nein, er compart gaps.

      • mirror sagt:

        Es ist also richtig, die Förderung der Öffentlichen Hand zurück zu fahren?

        • 10010110 sagt:

          Wie kommst du zu dieser Schlussfolgerung?

          • mirror sagt:

            Wenn die Fahrpreise deutlich mehr steigen als die Teuerungsrate, dann muss der ÖPNV weniger bezuschusst werden oder im Fall von Halle kann mehr Geld aus den Stadtwerken abgezogen und in Theater, Golf und Fussball gesteckt werden. Ist doch ein einfacher Zusammenhang, oder?

          • 10010110 sagt:

            Nee, die Fahrpreise steigen ja, weil die öffentliche Förderung eher in andere Projekte gesteckt wird (und zwar nicht unbedingt in Kultur und Bildung) und nicht ausreicht, um den ÖPNV weiterhin kostendeckend betreiben zu können. Rate mal, warum (außerdem) die Linie 5 ausgedünnt und die Linie 15 komplett eingestellt wurden.

            Weiterhin werden nicht alle Preise des ÖPNV gleichermaßen angepasst. Wenn du das auf alle Fahrkarten (auch die gleichbleibenden) umrechnen würdest, gäbe es auch eine geringere Preissteigerung. Und die Anpassung erfolgt nicht konstant zur kontinuierlichen Teuerungsrate, sondern höchstens zwei Mal jährlich (und wie gesagt, manche Fahrkartenpreise bleiben auch mal mehrere Jahre gleich).

  2. Hansimglück sagt:

    Wow, alles in einem Post.
    ÖPNV-Bashing, Golf-Bashing, praktisch auch Kritik am Mathematikunterricht, den du genossen hast.

    Die Fahrpreise steigen mehr, weil die Zuschüsse gekürzt wurden. Wenn du sie noch mehr kürzt, hast du natürlich dein Ziel erreicht, das ÖPNV unerschwinglich wird.

    In deiner Liste fehlt Eishockey und Volksbespaßung durch Feste, Posten wo wirklich Geld reingesteckt wird, da passt Golf schlecht. Das sollte neben Joggen und der Muckibude eine der wenigen Sportstätten sein, die nicht durch die öffentliche Hand bezuschusst wird.

    • Spiegelleser sagt:

      „gap comparing“ nicht vergessen! Und am Ende war’S immer der OB. Selbst!

    • mirror sagt:

      Was ist jetzt daran Bashing?

      Die Fahrpreise werden nach dem Artikel um 3 – 4% erhöht. Jedes Jahr dasselbe Ritual. Die Teuerungsrate (Kosten für die Havag) ist historisch niedrig. Also nimmt der ÖPNV seinen Bürgern im Verhältnis mehr ab, als der Durchschnitt der Dienstleister. Von einer Steigerung der Attraktivität, wie im ISEK noch verkündet, möchte ich gar nicht reden.

      Im letzten Jahr waren es die Wohnungsbaugesellschaften und in diesem Jahr liefern die Stadtwerke mehr Geld an die Stadt. Es wird also ein Teil der Bevölkerung (Mieter, Stromkunden, ÖPNV-Nutzer) zur Kasse gebeten. Unter den vielen Posten, in die Geld gesteckt wird, zählt auch Golf. Man hat ja schließlich ein Grundstück an einen privaten Golfplatzbetreiber um 2 Mio unter dem Verkehrswert für Ackerflächen verschenkt.

      Ich lasse mich gerne widerlegen, aber bitte mit Argumenten.

      • Ron sagt:

        Der Verkehrswert liegt laut Gutachten bei unter 1 Mio, nämlich dem Verkaufspreis, den Labuschke bezahlt hat.

        Woher stammt dein Preis (2 Mio + X)?

        • mirror sagt:

          Einfach das Rechnen anfangen. Erlöse für Ackerfläche mal qm. Ergänzend noch die Preise für Gewerbeflächen (Hotel und Einzelhandel) mal qm. Ein Gutachter für Golfplätze kommt natürlich zu einem anderen Ergebnis.

          • Ron sagt:

            Und so kommt man auf 3 Millionen? Tut mir leid, kann ich nicht nachvollziehen. Da fehlen mir die „richtigen“ Werte…

      • 10010110 sagt:

        Die Kosten für die HAVAG sind aber immernoch höher als allein von Tarifentgelten reinkommt. Und die Förderung des ÖPNV wurde und wird gleichermaßen reduziert. Ergo muss mehr Geld rein als die „natürliche“ Inflation kostet.

  3. Heimatliebe sagt:

    Und dann noch nicht mal klimatisiert ?

  4. Nachtschwärmer sagt:

    „Bus- und Bahnfahren in Halle wird ab Montag teurer“

    Wer hätte das gedacht, kommt völlig unerwartet und ist was ganz neues… 😀

  5. Hansimglück sagt:

    Die Stadt lässt den Wert ihrer Grundstücke aber vom unabhängigen Gutachterausschuss ermitteln. Bzw. hat sich an diese Werte auch zu halten und darf nicht teurer verkaufen. – Wahrscheinlich sehr zum Unglück der Kämmerei an mancher Stelle.

    Warum mischst du jetzt Bodenpreise für Einzelhandel mit hinein?

    • mirror sagt:

      Nach meiner Erinnerung wurde der Grundstückswert nicht durch den Gutachterausschuss, sondern durch den Gutachter für Golfplätze des Golfplatzbetreibers ermittelt.

      Auch die Gutachterausschüsse ermitteln den Wert unbebauter Grundstücke nach dem Vergleichswertverfahren – was kosten vergleichbare Grundstücke zum Zeitpunkt der Bewertung. Ackerflächen erzielen in S-A derzeit Spitzenpreise. Die Abwertung erfolgte durch die Umwidmung der Grundstücke zum Golfplatz, Einzelhandel und Hotel im B-Plan durch den Stadtrat.

      • mirror sagt:

        Kleine Ergänzung zum Thema Flächen mit Einzelhandel: Im B-Plan für den Golfplatz sind Flächen für Hotel, Gastronomie und Einzelhandel ausgewiesen. Es wurde also Bauland geschaffen und normalerweise müssen dann Käufer Preise für Bauland zahlen. In meinen internen Berechnungen habe ich diese Flächen nur mit dem niedrigeren Wert für unbebaute Gewerbeflächen angesetzt.

    • Spiegelleser sagt:

      Da hat „saale-view“ nunmal recht. Wenn man lang genug rechnet, den B-Plan laienhaft interpretiert und auch ein paar Fantasiezahlen einbaut, kommt man tatsächlich zu dem Ergebnis, dass Ackerflächen auf Deponiegelände utopische Preise erzielen könnten.

      Allerdings hat das keine Auswirkungen auf den tatsächlichen Verkehrswert und die Rechnung ist somit im wahrsten Sinne Makulatur.

      Aber vielleicht kann BB 2019 ja nochmal antreten? Es war doch so knapp!

  6. sara sagt:

    Hi Spiegelleser, wie geht es Dir. Haben uns ja lange nicht mehr hier gesehen. Was machst Du so?

  7. Hansimglück sagt:

    … und Träume mit Erinnerungen verwechselt 😉

  8. Kati sagt:

    Vlt. Können sie sich dadurch mal ne Klimaanlage leisten!!! Im Sommer ne Zumutung und sich dann wundern das die Leute in der Bahn umkippen…

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