Ernährungsrat Halle: Speeddating am Dienstag für mehr regionalen Handel

Am 21. November 2023 findet das Netzwerktreffen Speeddating für mehr regionalen Handel von 17 bis 20 Uhr im Puschkinhaus in Halle statt.
Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus dem lokalen Ernährungs- und Agrarsystem – also aus Landwirtschaft, Gastronomie, Handel und Initiativen für Verpackungsmüllvermeidung und gegen Lebensmittelverschwendung. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit anderen Akteuren zu vernetzen und somit neue Kooperationen und Synergien entstehen zu lassen.
Während der Veranstaltung wird außerdem die INKOTA-Ausstellung „Zukunft säen“ zu besuchen sein. Die Ausstellung beleuchtet Missstände unseres globalen Landwirtschafts- und Ernährungssystems und präsentiert agrarökologische Lösungsansätze für eine Agrarwende.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Eintritt frei.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Zutaten für die Ernährungswende“, die sich dem lokalen und nachhaltigen Ernährungssystem aus unterschiedlichen Blickwinkeln widmet. Sie wird vom angehenden Ernährungsrat Halle/Umgebung und dem BUND-Regionalverband Halle-Saalekreis organisiert. Weitere Veranstaltungen sind „Arbeitskreise im Ernährungsrat“ am 16. November für alle Interessierten an der Arbeit im Ernährungsrat Halle/Umgebung und „Nischen und Beteiligung im Ernährungssystem“ am 27. November für alle Interessierten des nachhaltigen und regionalen Lebensmittelkonsums.
Mehr Informationen unter www.bund-halle.com/ernaehrungsrat
Die Veranstaltung ist zu begrüßen, da unser Ernährungssystem /Handel fast ausschließlich auf umweltzerstörende – und , aus industrieller Landwirtschaft und Verarbeitung kommende Lebensmittel setzt. (außer Bio / Naturkostläden)
Der Anteil an regionalen Erzeugern im Biomarkt ist zwar höher als im konventionellen Supermarkt, aber auch dort zu gering. Eine Ursache: Flächenpreise für regionale Landwirtschaft sind zu hoch und für bäuerliche Landwirtschaft zu teuer, bzw. überhaupt nicht zu bekommen. Daher gibt es auch nur wenige Biobetriebe, weil Subventionen und Anreize falsch gesetzt sind. (Wer viel Fläche hat (Konzerne), bekommt auch viel Subventionen, egal, wie umweltschädlich die Produktion ist.) Hier braucht es dringend Anreize, wie z.B. bezahlbare Pachtpreise, die auch von den Kommunen kommen bzw. gefördert müssen. Die Ernährungswende – hin zu nachhaltiger Ernährung – muss beschleunigt werden.
Oder…Sie bezahlen einfach den Mehrpreis. Ist nicht so schwer, oder? Wann waren Sie zuletzt in einm Hofverkauf im Umland? Noch nie? Alles klar.
Wo befindet sich der nächste Hofverkauf von, sagen wir mal, Milch?
Klobikau, Spergau, Pfaffendorf
(falls Milch von der Milchkuh gemeint ist)
Milch hat dummerweise ziemlich hohe Anforderungen an Hygiene. Deshalb gab es die Milchautomaten auch nur kurz. Die Nachfrage war für den Aufwand zu gering. Du und noch drei reichen halt nicht.
Es ist nicht gerade ökologisch, extra für den Milcheinkauf dorthin zu fahren. Oder was meinst du?
Die Automaten in Halle wurden nicht angenommen. Zu wenig Nachfrage.
Dir geht es außerdem nicht um Ökologie. Wenn das mal der Fall sein sollte, halte dir eine eigene Milchkuh. Noch besser, ökologischer und vor allem gesünder: verzichte auf Milch.
Immerhin hast du was gelernt. 🙂
Umland? Ist mir zu aufwändig mit dem Auto, und ja, böse Umwelt…
Der Anteil regionaler Erzeuger ist zu gering…..
Einfach zu ändern, nicht mit dem Mund sondern mit den Händen. Am besten konsequent, Essen, Energie, technische Güter, Gesundheit, alles regional. Willkommen zurück im Mittelalter. Wer das eine will, muss die Konsequenzen auch wollen. Rosinen gibt’s dann auch nicht mehr ( unter anderem)
Du weißt offenbar nicht, woher Rosinen kommen bzw. wie sie gemacht werden.
SPAM, SPAM, SPAM, der kommt aus England.
Wichtige Erzeuger sind die Türkei und Griechenland, Kalifornien, Australien und der Iran. Mehr dazu zum Bleistift hier: https://www.rewe.de/lexikon/rosinen/
Jetzt noch kurz überlegen, ob „wichtige“ Erzeuger die einzig möglichen sind und dabei bitte beachten, dass es um „mehr regionalen Handel“ geht und der dafür notwendig höhere „Anteil regionaler Erzeuger“ angesprochen wurde.
In deinem tollen Rewe-Lexikon steht, was Rosinen sind. Hast du das wenigstens mal überflogen?
Hallo Sultan, sie wissen offensichtlich nicht welche Menge benötigt wird. Wir haben hohe Bevölkerungsdichten. Um alle regional zu versorgen brauchen sie schon ein paar Flächen. Bei „Bio“ noch viel mehr. Zuerst sollte man aber das Wort „regional ‚ mal definieren. 5 km, 10, 500? Alles möglich. Ein albernes Modewort, ohne echten Inhalt, so wie“nachhaltig“ Nebenbei, keine Banane, keine Zitrusfrüchte, keine Auberginen noch nicht mal Reis und und und.
Ach ja, das Modewort „regional“. Gibt es erst seit ganz kurzer Zeit. 🙄
Pro Rosine ist exakt eine Weinbeere notwendig.
Auberginen gibt es aus Brandenburg und Bayern. Zitrusfrüchte können auch in Deutschland angebaut werden. Über Reisanbau wurde erst vor kurzem wieder berichtet (agrar heute, August 2023).
Vielleicht ist dir die Erfindung „Gewächshaus“ bekannt. Wenn nicht, einfach mal in ein Lexikon sehen oder falls du Internet hast…
Dass es günstigere Anbaugebiete gibt, wo auch das Personal weniger kostet, ist unbestritten. Es soll aber nicht so billig wie möglich sein. Das führt ja gerade zu den erwähnten Missständen.
Auberginen aus Brandenburg, schön, wo gibt es die denn? Reis spielt in Deutschland nach wie vor keine relevante Rolle. Das hervorziehen von Einzelfällen macht praktisch keinen Unterschied. Auch der durchaus erfolgreiche Bio Soja Anbau in Halle ist in der Gesamtwertung nicht bedeutend . Aber in bestimmten Kreisen wird so getan als ob in 2 Jahren alles Öko, Bio usw. Ist. Nur, die selben Töne kenne ich seit meiner Landwirtschaftsausbildung vor mehr als 30 Jahren. Die Neuigkeiten im Anbau kommen und gehen wieder, da wir nicht die Standorte dazu haben sind diese Experimente dauerhaft nicht Wettbewerbsfähig.
„Auberginen aus Brandenburg, schön, wo gibt es die denn?“
Na in Brandenburg. Fretzdorf, Werder Frucht GmbH. Google kaputt?
Natürlich spielen Handelswaren, die hauptsächlich importiert werden, oft keine große Rolle. Genau das soll sich aber ändern, damit nicht mehr so viel importiert werden muss. Ist das so schwer zu verstehen?
Dass wir die Standorte haben, zeigt sich ja, auch wenn das nicht in dein Narrativ passt. Das war aber auch vor 30 Jahren schon so. Da gab es mal ein wenig Stunk, weil einerseits der Tabakkonsum eingeschränkt werden sollte, gleichzeitig aber der Tabakanbau hoch subventioniert war. Ja, Tabakanbau in Deutschland gibt es nach wie vor.
Brandenburg, Fretzdorf, regional????. Das war das Thema,. Regional, nicht irgendwo
Hans fragte:
„Auberginen aus Brandenburg, schön, wo gibt es die denn?“
Blöd, wenn man so gar keine Ahnung hat aber mit seiner „Ausbildung“ prahlen möchte, ne? 🙂
Auch keine PCs und Smartfons… Nur noch Handgeschmiedetes. Gut, wer es gelernt hat, da sind die Alt-Neubürger mit ihrer polytechnischen Bildung wieder im Vorteil…
Danke für diesen wertvollen Beitrag zur Erhaltung meiner Gesundheit. Deine Worte lösten herzhafte Heiterkeit aus. Und Lachen hält bekanntlich gesund. Hast Du schon eine eigene Bühnenshow? Deine Worte, vor großem Publikum vorgetragen, sind ein wertvoller Beitrag zur Volksgesundheit. Du kannst natürlich sagen: Ich spiele doch schon den Influenzianer im Indernett. Das ist zu wenig. Viel zu wenig. Es kommt (und nicht nur beim Speed-Dating) auf das direkte Fettbäck vom Publikum an. Bisweilen überraschen sie Dich mit fliegenden Eiern und Tomaten…
Zu DDR Zeiten hat der Bürger mit der Milchkanne Milch geholt.
Und die Wurst wurde in Zeitungspapier eingewickelt, die der Verkäufer vorher gelesen hat.
Der Käufer hat dann nach dem Auswickeln der Wurst, die Zeitung ins Aussenklo gebracht.
Ach, wie einfach und umweltfreundlich war das Leben in der DDR .
das hast Heuchelbert aber so nicht selber erlebt.
Ab den 60-er Jahren spätestens gab’s die Milch in Halbliter-Flaschen (Pfand).
Und Butterbrot-Papier hatte die Fleischverkäuferin auch, und dann braunes Papier drumrum.
Schade, dass Viele den Sinn und die Zielstellung der Veranstaltung nicht verstehen wollen. Nicht einmal, warum regionale – und ökologisch nachhaltig erzeugte und angebotene Lebensmittel so überlebenswichtig für die Gesellschaft sind. Die auf Masse über weite Strecken herangefahrenen minderwertigen Waren gibt es erst seit relativ kurzer Zeit auf Kosten aller, weil sie die Ressourcen zerstören. Deshalb brauchen wir ein Umdenken von Erzeugern, Verbrauchern und der Politik, die die Rahmenbedingungen setzen müsste, aber nicht macht, weil die Agrar – und Chemielobby so stark ist. Man muss leider konstatieren: Es sieht nicht gut aus. Einige Lichtblicke gibt es jedoch, und diese gilt es auszubauen.
Dann fang schon mal an, die wenigen hier erzeugten Lebensmittel zu zählen. Wo kommen Kartoffeln, Reis und Nudeln her, woher kommen hier die Milch, Pommes und Ketchup? Oder Soja und Hafer, für sog. „Milchen“? Woher kommen Kaffee und Tee, Bier…
Die Liste ließe sich beliebig erweitern…
Wenn bisher die regionale Erzeugung vernachlässigt wurde, wundern sich manch Maltes und Frodos, dass regional nicht allzu viel erzeugt wird. Aber ihr „beide“ würdet sicher auch Kartoffeln aus China kaufen, wenn sie ein paar Cents billiger wären.
China ist groß, hat aber auch viel Menschen. Ob die Kartoffeln anbauen (können), weiß ich nicht. Musste mal einen Landwirt fragen. Fraglich ist aber, ob die ihr Land für sowas exotisches nutzen möchten. (Vielleicht importieren die welche auf dem Rückweg des Zuges)
Kartoffeln und reifes Getreide sind doch relativ gut geeignet für Transport in großen Säcken.
Das was ich an ‚Sättigungsbeilagen‘ brauche, kaufe ich im Laden, habe keinen Einfluß, woher das kommt. Einen Verkäufer (mwd) nach der Herkunft zu fragen, verkneif ich mir, es interessiert mich auch kaum. Da heute die Kartoffeln kühl gelagert werden, sind die auch noch bis vor der nächsten Ernte genießbar.
„China ist groß, hat aber auch viel Menschen. Ob die Kartoffeln anbauen (können), weiß ich nicht. Musste mal einen Landwirt fragen.“
Die Kartoffel kommt ursprünglich aus China ich bin mir sicher die können die auch Heute noch dort anbauen.
Die Kartoffel kommt ursprünglich aus Südamerika, aber sonst schöner Text.
China ist mit Abstand weltgrößter Kartoffelproduzent.
„Die Kartoffel kommt ursprünglich aus China“
Die Kartoffelproduktion hat 2022 nach dem Rekordjahr 2021 wieder abgenommen, was hauptsächlich dem Klimawandel zugeschrieben wird. Dennoch hat China auch im vergangenen Jahr den mit Abstand größten Anteil – mehr als ein Viertel – an der weltweiten Kartoffelproduktion bestritten.
Zitieren kann nicht jeder.
Du musst das noch lernen.
Was genau versteht das Dummbrot am Wort „ursprünglich“ nicht?
Alle kommen aus Afrika.
Nö, das mit sicherheit nicht, da würde schon mein Händler drauf schauen. Aber insgesamt bin ich ein Freund von einmal hin, alles drin. Da ist es gleich, wie der Händler heißt. So Butterfahrten von Pontius zu Pillatus sind der Umwelt auch abträglich.
„Nö, das mit sicherheit nicht, da würde schon mein Händler drauf schauen.“
Wenn dein Händler billiger einkaufen kann und du die Ware trotzdem abnimmst, wird dein Händler billiger einkaufen.
Die Veranstaltung soll u.a. deinen Händler dazu animieren, mehr regional erzeugte Produkte zu kaufen.
Hier wird gar nichts „vernachlässigt“- Sondern standortangepasst angebaut. Bei uns also z.B. Weizen und kein Reis. Wir verkaufen dann Weizen und kaufen Reis. P:S. Das sind nur die deutlichsten Beispiele.
Kartoffeln werden in D angebaut und werden so ab Juli hier geerntet, wohl jetzt per Vollerntemaschine (wer da den ganzen Tag drauf gestanden hat, hatte danach nen Drehwurm. Aber Kartoffeln auflegen, sich nach jeder Kartoffel bücken, da wusste man auch abends, was man gemacht hatte (die Herbstferien hießen Kartoffel-Ferien)
Weiß nicht, wo hie die nächste Molkerei ist, könnte im Burgenland sein und sicherlich hoch automatisiert. Ich hab früher in den Schulferien in ner sächsischen Molkerei gearbeitet, war ziemlich anstrengend, zB die Milchflaschen schnell aufs Band stellen und aufpassen, dass keine umfällt, auf der anderen Seite die in den Kasten stellen. Oder beim Quark mussten die großen Wannen, bevor die Milch reinkam, ausgescheuert und gespült werden, also reinklettern…
Aber es war schön, sonst war die Milch auf Marken, dort sollte nur Magermilch getrunken werden, naja. Und Quark konnte man 1×/Woche0 als Deputat kaufen… Käse musste reifen und die Käselaiber mussten mit Salzwasser abgebürstet werden.