Halles Studenten demonstrieren gegen den Numerus Clausus


Wer Lehramt oder Medizin an der Uni Halle studieren will, der kann das nicht einfach so. Die Studiengänge sind zulassungsbeschränkt. Doch gegen diesen Numerus Clausus regt sich Protest. Am 23. November werden Studenten vom Steintor Campus aus über den Riebeckplatz zum Uniplatz ziehen. 16 Uhr gehen die Kundgebungen zunächst am Steintor Campus los. 17 Uhr startet dann die Demo „Für die Freiheit – gegen den NC und andere Ungerechtigkeiten“, im Feierabendverkehr muss also mit erheblichen Behinderungen gerechnet werden.

Initiiert hat den Protest der Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I (FSR). Anlass für den Protest ist die Verhandlung des „Numerus Clausus“ vor dem Bundesverfassungsgericht. „Egal wie dieses Urteil letztendlich fällt, es wirft erneut ein Licht auf die verheerenden Folgen dieser Praxis: 15 Semester Wartezeit sind der Durchschnitt in der Medizin, während es an Ärzt*innen fehlt. Nur wohlhabende Studienbewerber*innen können sich einklagen und die soziale Spaltung an den deutschen Universitäten nimmt zu“, heißt es in einer Erklärung.

Der Fachschaftsrat will die Abschaffung des NC und eine Öffnung der Hochschulen für alle. Hierzu brauch es aber die notwendige Finanzierung von der Landes- und Bundesebene, zudem die Bereitschaft der halleschen Universität, die eigenen Beschränkungen aufzugeben. Das falle der Uni aber offenbar schwer, was andere Ereignisse an der Uni zeigen. „Hier sperren sich ganze Fakultäten gegen die Vernunft und fordern von den Studierenden Anwesenheitspflicht und eine über einen Krankenschein hinausgehende „Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung“ und beschneiden damit die Studierfreiheit sowie das Recht auf Privatsphäre immens.“