Linke in Halle (Saale) stellen Direktkandidaten für die Landtagswahl 2026 auf – Sachsen-Anhalt soll demokratisches, solidarisches Bundesland bleiben
Am Samstag hat die Partei “Die Linke” in Halle (Saale) die Direktkandidaten für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im kommenden Jahr aufgestellt. Gewählt wird am 6. September 2026. “Ich wünsche mir einen ehrlichen Wahlkampf”, sagte die Stadtvorsitzende Ute Haupt. „Wir stehen vor einer Richtungsentscheidung. Es geht um nicht weniger als darum, ob Sachsen-Anhalt ein demokratisches, solidarisches Bundesland bleibt – oder ob Spaltung und Hetze den Ton angeben.“ Nötig sei ein “Miteinander, das trennendes in den Hintergrund stellt. Wir dürfen uns nicht in klein klein verlieren”, warnte Haupt, stattdessen bei wirklichen Problemen anpacken. Mit mehr als tausend Mitgliedern ist die Linke die Mitgliederstärkste Partei in der Saalestadt. Durch die zahlreichen Neueintritte sei man auch jünger und aktionsreicher geworden. “Diesen Schwung müssen wir weiter positiv ausgestalten. Dies sei nötig, “um Gegenwehr zu einem unsäglichen Rechtsruck in der Gesellschaft” zu leisten. Haupt hob positiv die Erfahrungen vom letzten Hautürwahlkampf hervor. Das wolle man auch bei der bevorstehenden Wahl tun. “Wir erleben da direkt, was die Leute für Probleme haben.” Seien es Mieter und Heizkosten, aber auch Unterrichtsausfall, Kriegsgefahr und Lebenshaltungskosten. “Wir müssen diese Dinge direkt in die Erarbeitung des Wahlprogramms mitnehmen.” Haupt sieht die Partei als “Ankerpunkt für linke und progressive Kräfte.” Man setze sich für ein soziales und ökologischen Sachsen-Anhalt ein. “Unsere Alternative ist eine solidarische Politik.”
Hendrik Lange – Wahlkreis Halle I / WK35 (Dölau, Dölauer Heide, Gewerbegebiet Neustadt, Heide-Nord/Blumenau, Nietleben, Nördliche Neustadt, Ortslage Lettin, Südliche Neustadt, Westliche Neustadt)
Lange ist bereits seit 2006 im Landtag vertreten und will diese Erfahrung auch im neuen Landtag einbringen. “Für viele Menschen in Halle gehören steigende Preise im Supermarkt sowie steigende Mieten und Nebenkosten zu den größten Problemen”, findet Lange. Seit Jahren kämpfe man darum, dass die kommunalen Wohnungsgesellschaften ihre Gewinne nicht mehr an die Stadt abführen, denn dadurch würden sie teilweise zu den Miettreibern. Die Stadt vereinnahmt die Gelder, um so ihre Haushaltslage zu verbessern. Lange sieht hier das Land in der Pflicht, mehr Mittel bereitzustellen. “Es ist ungerecht, wenn die Mieterinnen und Mieter das Loch stopfen müssen, dass das Land verursacht hat.”Lange rief deshalb unter dem Applaus der Mitglieder: “Land, finanziere deine Kommunen aufgabengerecht.” Lange forderte zudem Schulsozialarbeiter an allen Schulen und multiprofessionelle Teams. Nötig sei zudem ein Schulbauprogramm. Er forderte zudem eine bessere Finanzierung der Studentenwerke, damit die Semesterbeiträge nicht weiter steigen. “Eine attraktive Hochschule ist das beste Mittel gegen den demografischen Wandel.” Mit seinem Wohnort ist Lange ein Exot. Denn seit der gebürtige Quedlinburger 1996 nach Halle kam, wohnt er im Stadtteil Neustadt. “Das ist einer der grünsten Stadtteile”, lobte Lange. “Da bin ich mittendrin bei den Leuten.” Ein Thema für Halle-Neustadt ist natürlich das Islamische Kulturcenter (IKC), oft auch als Moschee bezeichnet. Es gab in den Vergangenheit Stimmen gegen den Standort, beispielsweise durch Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt. Er finde es unwürdig, den Gebetsort in ein Gewerbegebiet zu verfrachten, so Lange. “Pervers” finde ich gar den von rechten Kräften aufgekommenen Vorschlag des alten Schlachthofs. Er halte einen Bau am Meeresbrunnen für richtig, denn Neustadt habe neu einmal den höchsten Anteil an Muslimen. Das jetzige Gebäude sei viel zu klein, Menschen müssen bei Wind und Wetter im Freien beten.
Gitta-Susann Hartenstein-Wiermann – Wahlkreis Halle II / WK36 (Gesundbrunnen, Heide-Süd, Industriegebiet Nord, Kröllwitz, Lutherplatz/ Thüringer Bahnhof, Ortslage Trotha, Saaleaue, Südliche Innenstadt)
Das Zukunftszentrum könne Motor für eine Entwicklung sein, aber auch ein Magnet für steigende Wohnungskosten. “Das werden wir genau beobachten”, kündigte sie an. Ein wichtiges Thema sei aber auch der demografische Wendel. “Entscheidend ist, Belastungen früh zu entzerren, Übergänge zwischen den Generationen sicher zu gestalten und Strukturen beweglich und innovativ zu denken, damit niemand zwischen Schule, Ausbildung, Studium, Pflege und Arbeit aufgerieben wird. Es braucht eine faire Balance zwischen den Generationen, damit die Älteren nicht überfordert und die Jüngeren nicht ausgebremst werden.” Wichtige Themen für sie sind Klimagerechtigkeit, Frieden statt Zwangsdiensten eine gute Gesundheitsversorgung und eine bezahlbare Mieter, die die Lebensleistung anerkennt. “Diese Bedürfnisse dürfen wir nicht gegeneinander ausspielen”, sagt Gitta-Susann Hartenstein-Wiermann, die derzeit Mitarbeiterin der Fraktion im Landtag ist.
Jannik Balint – Wahlkreis Halle III / WK37 (Altstadt, Am Wasserturm/Thaerviertel, Diemitz, Freiimfelde/Kanenaer Weg, Frohe Zukunft, Gottfried-Keller-Siedlung, Gebiet der DR, Giebichenstein, Landrain, Mötzlich, Nördliche Innenstadt, Paulusviertel, Seeben, Tornau)
Balint beklagte niedrigere Löhne als im Westen auch 35 Jahre nach der Wende sowie kaputtgesparte Kommunen. “Halle und Sachsen-Anhalt brauchen eine Zukunftsperspektive”, sagte er. “Politik muss konkret sein, sie ist keine Repräsentationsaufgabe.” Er wolle als Abgeordneter sein Gehalt auf 2.750 Euro begrenzen, der deutsche Durchschnittslohn. Der Rest soll in Nachbarschaftszentren fließen. “Wir machen Politik aus der Nachbarschaft für die Nachbarschaft.” Angesichts der Wiedereinführung der Wehrpflicht sagte Balint, man wollte Beratungsangebote zu einem Widerspruch gegen die Musterung anbieten. Spekulativen Leerstand wolle er bekämpfen, auch Klima- und Umweltpolitik seien für die Nachhaltigkeit wichtig. Abschaffen will Balint die Waffenverbotszonen, wie es sie beispielsweise am Riebeckplatz gibt. Diese seien nur ein Instrument der Repression und dienen oft mit ihren anlasslosen Kontrollen als Racial Profiling.
Wenke Marie Dargel – Wahlkreis Halle IV / WK38 (Böllberg/Wörmlitz, Büschdorf, Damaschkestraße, Dautzsch, Dieselstraße, Kanena/Bruckdorf, OrtslageAmmendorf/Beesen, Planena, Radewell/Osendorf, Reideburg, Silberhöhe, Südstadt)
Die wohl flammendste Rede hielt Wenke Marie Dargel. Wichtig sei ihr ein kostenloses Mittagessen in der Schule. “Das ist linke Politik, die schmeckt.” Die 31-Jährige ist auf einem Bauernhof in Niedersachsen aufgewachsen, lebt aber seit ihrem 18. Lebensjahr in Ostdeutschland. verfügt unter anderem über einen Bachelor in Wirtschaft- und Agrarwissenschaften. Landwirtschaft, Klima- und Umweltschutz sowie soziale Gerechtigkeit seien ihre Kernthemen. “Denn wenn wir die Klimakrise wirklich stoppen wollen, brauchen wir Mut zu Utopie, damit wir den Mut zur konkreten Gestaltung finden.” Ein klimagerechtes Leben müsse ein besseres Leben sein, “nicht ein mit höheren Kosten für die, die ohnehin wenig haben.” Der Kapitalismus habe gezeigt, dass er diese Krise nicht lösen kann, sondern ihr Treiber sei. Die Zukunft des Planeten könne deshalb nur “ökologisch, sozial, friedlich und sozialistisch” sein, sagte sie unter dem Applaus der Mitglieder. Regulieren oder gar verbieten wolle man die unsozialen Sharedeals um landwirtschaftliche Flächen, stattdessen solle es einen öffentlichen Bodenfonds geben. Oft kam die Frage, wer das bezahlen soll. Für Dargel ist klar:”Die ALDI-Erben und Großkonzerne, die den Boden aufkaufen.” Keine Mensch brauche so viel Geld zum Leben, um so die Bodenpreise in die Höhe zu treiben. “Eat the rich, damit Sachsen-Anhalts Kinder alle Bio-Käse essen können.”








Hilfe,die gibt es wohl noch immer!!
Mit der Linken war nach 2000 einmal ein Licht zu sehen. Dann hat man unter Kipping im Bund und unter Lange/Angern im Land Friedenspolitik, soziale Gerechtigkeit als irrelevant höchstens noch für Sonntagsreden zu gebrauchen, entsorgt. Stattdessen hat man unrealistische Wolkenkuckucksheime a la Grundsicherung gepflegt (wenn überhaupt), die noch dazu strukturell zu HartzIV und Nachfolger kompatibel ist. Und setzt auf den Friedensblinzler von Aken, der vor allen dafür sorgt, dass linke Friedenspolitik dem Militarismus keine Steine in den Weg legt.
Die auf die Landesliste Gewählten werden dafür sorgen, dass alles so bleibt, wie es istund kein Wahlprogramm dem bedingungslosen politischen Anpassungskurs und Karriereinteressen seiner Protagonisten im Wege steht.
Ein Pellmann, dem man seine politischen Inhalte auch abnehmen kann, ist weit ubd breit nicht zu sehen. Wer von den potentiellen Direktkandidaten steht für linke Inhalte und ist nicht nur Steigbügelhalter im Wartestand?
Ich glaube nicht, dsss diese Gurken noch gewählt werden.
…“das Spaltung und Hetze den Ton angeben“…dann sich einfach einmal vor den Spiegel stellen
Hat das bei dir geholfen?
Was hat die Linke in all den Jahren geleistet ?
Die Linke ist genauso bedeutungslos geworden wie die FDP .
Ähm, wo war doch Die Linke in Regierungsverantwortung? Kannst du sicher erschöpffend beantworten…
Was für ein linkspropagandistisches Geschwafel! Niemand will linke Politik. Das hatten wir schon zu lange. Man sieht ja was aus der DDR geworden ist.
Übrigens, Frau Wenke Marie Dargel, kostenloses Schulessen wurde durch ein Antrag der AfD schon mal im Landtag eingebracht. Das wurde auch von der Linken abgelehnt um dann selber den Antrag einzubringen. Wie verlogen ist das bitte? Schämen sie sich!!
„Niemand will linke Politik. Das hatten wir schon zu lange. Man sieht ja was aus der DDR geworden ist.“
Ach und deshalb ist jetzt rechte Politik dran?
Weil diese Zeiten so viel besser waren.
Kann man sich nicht ausdenken!
Dieser A-Antrag sollte doch nur dazu dienen, Kinder gewisser Bevölkerungsgruppen zu stigmatisieren und auszugrenzen, von wegen „nur für Bio-Deutsche“…
„Der Kapitalismus habe gezeigt, dass er diese Krise nicht lösen kann“
Der Kapitalismus sorgt weltweit dafür, dass Menschen in Wohlstand leben können. Der Sozialismus, den die Linkspartei präferiert, sorgte bisher nur für Millionen Tote.
Da hat jemand keine Ahnung von Geschichte und von der Welt. Der PaulusHallenser lebt wieder in seiner Märcherwelt
Nein tut er nicht. Der Kapitalusmus sorgt höchstens für den ( exorbiantem) Wohlstand von ein paar Leuten im Westen. Der weltweite Rest bleibt als Rohstoff- und Reichtumslieferant in Armut und Abhängigkeit gefangen, in Zweifel auch durch Kriege.
Der in Brüssel für die Partei diätös darbenden Sonneborn hat das ganze Prinzip dahinter sehr anschaulich und verständlich an Westafrika dargestellt:
https://m.youtube.com/watch?v=RRZLiqz6SCc&pp=ygUOU29ubmVib3JuIG1hbGk%3D
… das mit den Toten ginge auch anders aufzurechnen – vermutlich geht Ihre Rechnung nicht nur nicht auf, sondern verloren.
@PaulusHallenser aber nicht für alle . Nur wer Geld hat profitiert vom Kapitalismus .
Einst war die Rente mal 60 % und heute nur noch 48 % . Die Rente wird weiter sinken .
Robert,
die Rentenhöhe in Deutschland wird von der Demografie (weniger Junge, mehr Alte) und Privilegien (Beamte und Politiker) beeinflusst.
Zur Lösung der Problematik bieten sich 2 Wege an:
1. Modell Österreich: Alle zahlen in die Rentenversicherung ein und niemand wird bevorzugt. Österreicher erhalten im Schnitt 400-500 € mehr Rente als Deutsche.
2. Modell Norwegen, GB, Australien etc.: Dort gibt es einen Staatsfond, der die eingezahlten Rentenbeiträge in Aktien und Anleihen anlegt und daraus die Rentenzahlungen vornimmt.
Das norwegische Modell wurde immer wieder mal von der FDP – namentlich Lindner – vorgeschlagen, leider interessiert sich der Bundestag nicht dafür.
Hier kommen wir dann wieder auf die o.g. Privilegien. Im Bundestag sitzen überdurchschnittlich viele Beamte, Lehrer, Rechtsanwälte, Freiberufler.
Die Beamten lehnen eine Reform ab, da sie im Ruhestand dicke Beamten- und Politikerpensionen einstreichen und die Rechtsanwälte und sonstigen Freiberufler zahlen in ihr Versorgungswerk ein und interessieren sich ebenfalls nicht für eine Reform der deutschen Rentenversicherung.
Sinnvoll wäre eine Quote im Bundestag einzuführen – aber nicht Männlein/Weiblein – sondern dergestalt, dass Beamte und Rechtsanwälte nicht derartig überrepräsentiert sind, sondern vielmehr Berufstätige aus der freien Wirtschaft angemessen vertreten sind.
Fernab jeder Realität!
Ja, Menschen, die Mövenpick und Lindner et Cons. heißen sollen in Wohlstand leben. Die anderen haben sich mit den Krümeln von der Herren Tische zurechtzufinden…
Du weißt nicht, welchen Zweck die Messerverbotszone hat.
Hui, die hatten wir schon mal, das Volk wurde nie einbezogen, aber abkassiert, nie wieder.
Dass die mehrfach umbenannte, aus der Mauerschuetzenpartei SED hervorgegangene Linke unter der Jugend wieder Zuspruch findet, ist erschreckend. 35 Jahre nach der Befreiung aus dem Gefängnis DDR sehnt man sich offenbar nach Planwirtschaft, Überwachung, Unfreiheit, Mangelwirtschaft und flaechendeckender Armut zurück.
So schlecht war ja Planwirtschaft nicht, wenn man sich mal Schülerplan, Lehrerplan und Ärzteplan ansieht. Und Überproduktion auf Halde gab es auch so nicht, weil eben geplant. Sogar die Bahn hatte einen Plan, mehr als heute.
Die Linken sind immer da wo der Wind weht und nächstes Jahr die Stütze für Sven Schulze gegen die AFD!
Ja, äh, was denn sonst? Warum sollten sie die AfD auch unterstützen?
Die Linken können keine eigenen Leistungen hervorbringen, sondern nur alles kritisieren. Bestes Beispiel jetzt wieder gegen die AfD vorgehen ( mit Linken haben wir immer Falschheit und Unehrlichkeit bezeichnet und daran hat sich bis heute nichts geändert, die braucht keiner ) Dummschwätzer gibt es schon genug
Du hast recht, wenn du die Blauen meist: Falschheit und Unehrlichkeit, Dummschwätzer, KZ-Freunde und Neonazis…
Die Linke sind die Partei der Hoffnung, die jetzt freilich noch eine Schippe drauflegen muss. Ich denke, über die zerstöreische Kraft der AFD ist alles bekannt und Vieles trotzdem viel zu selten öffentlich gesagt. Man muss diesen braunen Hasspredigern durch Aktionen und Sichtbarkeit auf allen Medien Paroli bieten, denn Menschlichkeit und Gerechtigkeit sind nun mal besser als Hass, Gewalt und als Konsequenz der völkischen AFD Agenda: Krieg. Wenn es die öffentlich rechtlichen Medien leider selten machen, dann muss es eben die Zivilgesellschaft tun.
Braune Hasser sehe ich immer
bei Demos in Gestalt der Antifa, die keine Kommunikation zulassen und unbescholtene Bürger als N….s beschimpfen.
Dann sind sie wohl eher nicht so unbescholten, wenn sie bei den blauen Vaterlandsverrätern mitlaufen, die uns wieder an die Russen verkaufen wollen. 40 Jahre Russen haben einmal gereicht, brauchen wir nicht wieder.
Heee?
Die alten Wendehälse mit neuem Namen und Frischzellenkur! Junge Leute lassen sich halt schon mit einem Frühstück ködern und dann missbrauchen .
Ok Boomer.
Die alten Wendehälse sind mir immer noch lieber als die Nachgeborenen, die nur noch Oppositionsarbeit können und sich auf Symbolpolitik spezialisiert haben.
Senf ist auch braun und gut zum Misbrauchen… Hatten wir ja sogar schon mal, aufch mit Blut besudelt.
Die Partei der Mauermörder. Das die sich nicht schämen.