Mitarbeiter der HAVAG streiken für 1,50 Euro mehr Stundenlohn

In Halle (Saale) bleiben heute Busse und Straßenbahnen in den Depots. Die Mitarbeiter der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG) streiken noch bis 14 Uhr. Alle Linien sind betroffen.

Die Gewerkschaft ver.di will einen tabellenwirksamen Inflationsausgleich in Höhe von 1 Euro pro Stunde durchsetzen, dazu eine Aufwertungskomponente in Höhe von 50 Cent pro Stunde. Die Ausbildungsvergütung soll um 150 Euro pro Monat steigen. 

Am 11. Juli findet die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern statt. In Sachsen-Anhalt wird heute unter anderem noch in Magdeburg, Dessau-Roßlau und dem Burgenlandkreis gestreikt. 

Der Streik sei eine notwendige Antwort auf Preissteigerungen, sagte die Landtagsabgeordnete Henriette Quade (Linke). Sie kritisierte, dass bundesweit die Unternehmen des ÖPNV durch die Politik zu gering finanziert werden. Es seien mehr Gelder für den ÖPNV nötig, das 9-Euro-Ticket müsse verstätigt werden. 

„Wir brauchen den Inflationsausgleich und die Energiepreispauschale“, sagte ein Redner. Man werde die Reallohnverluste nicht hinnehmen. 

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Keine Antworten

  1. Lachmicheckig sagt:

    Am besten sie dehnen den Streik noch auf ein paar Tage aus. Dann können sie den Inflationsausgleich tagesaktuell anpassen

  2. Hallmich sagt:

    Schön und endlich mal Ampelschaltungen, die nicht ständig durch Bimmelbahnen ruiniert werden.

  3. Ewald sagt:

    Was für eine himmlische Ruhe, wenn die klapprigen Busse der Havag nicht wie die Ochsen, unter Mißachtung der rechts vor links Regel, durch das Wohngebiet donnern. Der Streik könnte von mir aus ewig gehen.

  4. Je sagt:

    1 € mehr? Na die haben es wohl noch nicht gehört, das klopfen

  5. Dunkelfeld sagt:

    Eigentlich verdienen die OBS Fahrer wenigstens für heute eine Zulage. Am ZOB rennt eine Menschenmassen von einem Bus zum nächsten und fragt ob sie wohl damit zum gewünschten Ziel kommen. Und wenn die Massen enttäuscht und zugleich hoffen zum nächsten Bus rennen, kommen zum Fahrer noch fünfzig Leute einzeln angekleckert.
    Ich bewundere echt deren Ruhe und Nervenstärke.

    • ABC sagt:

      „Und wenn die Massen enttäuscht und zugleich hoffen zum nächsten Bus rennen, kommen zum Fahrer noch fünfzig Leute einzeln angekleckert.“

      Dann scheint es ja wieder einmal hervorragende Kommunikation der ÖPNV zu geben.