Mittwoch Blitzer-Marathon in Halle (Saale)

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Dieses Thema enthält 35 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  gleicher vor 3 Monate.

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 35)
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  • #97199 Antwort

    TheDuke
    Teilnehmer

    Das hätte man auch besser ordnen könne:

    1. Apoldaer Str. falsch geschrieben.

    2. Berliner Straße gibt es 2mal

    3. Delitzscher Straße auch 2mal

    Ah, Copy&Paste-Fehler von hier: https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/blitzmarathon-in-sachsen-anhalt-hier-wird-am-mittwoch-jagd-auf-raser-gemacht-30022422-seite2

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate von  TheDuke.
    #97205 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Die Liste stammt aus der offiziellen Pressemitteilung, einschließlich der Tipp- und Grammatikfehler.

     

    Die „Doppelung“ bei Berliner und Delitzscher könnte zumindest für Ortskundige, die wissen, dass diese Straßen ziemlich lang sind, ein Hinweis darauf sein, dass es dort nicht nur eine Messstelle geben wird. 😉

    #97249 Antwort

    Sazi
    Teilnehmer

    Und wieder wird es jede Menge Leute geben, die trotz dieser Ankündigung geblitzt werden. Ob Ignoranz oder Unwissenheit darf jeder für sich selbst entscheiden.

    #97284 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Wieso ist man eigentlich so inkonsequent, nur Verkehrskontrollen vorher anzukündigen? Viele Leute hätten Interesse daran, dass auch Drogenrazzien, Steuerkontrollen, Zollkontrollen, Razzien gegen Schwarzarbeit tagelang vorher ganz genau angekündigt würden.

    Noch viel wichtiger und nahe am Verkehr: in jeder Straßenbahn soll bitte vorher dranstehen, von welcher Haltestelle bis zu welcher Haltestelle ein Risiko von Kontrollen besteht! Das wäre wirklich mal nützlich und würde vielen Schwarzfahrern das Herzklopfen ersparen!

    Das würde die Sicherheit im Land sehr erhöhen, da die Razzien dann belegen könnten, dass nur ganz wenige Verstöße gegen die untersuchten Gesetze und Vorschriften stattfinden!

    Bei Steuerprüfungen also bitte dem Anlass entsprechend schon ein Jahr vorher ankündigen, wer wann überprüft wird.

     

    Oder im Ernst: warum macht man nicht einfach mal einen unangekündigten Blitzermarathon? Gibt es Logistikprobleme, wenn man hunderte Führerscheine einzieht und dann die ganzen Autos rumstehen? Wieso gibt es einzelne Tage, an denen die StVO plötzlich was zählt, und die auch noch vorher angekündigt werden?

    #97288 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Wieso ist man eigentlich so inkonsequent, nur Verkehrskontrollen vorher anzukündigen? Viele Leute hätten Interesse daran, dass auch Drogenrazzien, Steuerkontrollen, Zollkontrollen, Razzien gegen Schwarzarbeit tagelang vorher ganz genau angekündigt würden.

    Das ist wohl schon dem Unterschied zwischen Ordnungswidrigkeiten und (schweren) Straftaten geschuldet. Die einzelnen Verstöße im Rahmen einer Verkehrskontrolle haben aufgrund der Vielzahl der Fälle aber nur geringer Anzahl bei jedem Einzelnen auch noch eine andere Gewichtsverteilung als z.B. bei gewerbsmäßigem Drogenhandel, Schmuggel und Bannbruch. Derartige Aktionen dienen eher der Prävention denn der Sanktion.

    #97290 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Eine präventive Wirkung wäre gegeben, wenn man generell mit Tempokontrollen rechnen müsste. Dank Blitzermeldungen in Radio und App ist dies aber nicht der Fall.

    Ein angekündigter „Blitzermarathon“ hebt einen Tag heraus, an dem man die StVO mal einhalten soll.

    Schwarzfahren (in der Bahn) ist zwar auch als Straftat eingestuft, aber vielleicht noch vergleichbar. Mir ist aber nicht bekannt, dass durch das Fehlen von Fahrscheinen schon mal andere Fahrgäste gefährdet oder getötet wurden, im Gegensatz zu Geschwindigkeitsübertretungen, Handy am Steuer oder Falschparkern. Also ist Schwarzfahren eigentlich deutlich harmloser.

    Wie steht es da mit einer Warn-App und mit Ankündigungen im Radio?

    #97296 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Eine präventive Wirkung wäre gegeben, wenn man generell mit Tempokontrollen rechnen müsste. Dank Blitzermeldungen in Radio und App ist dies aber nicht der Fall.

    Doch! Gerade das verhindert ja das Übertreten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Soll es zumindest und macht es sicher auch merklich.

     

    Ein angekündigter „Blitzermarathon“ hebt einen Tag heraus, an dem man die StVO mal einhalten soll.

    Ein möglicher Effekt: Man wird sich bzw. macht sich bewusst, wie wenig man sonst auf das Einhalten der Regeln achtet, wenn auch nur an diesem einen Tag. Aber vielleicht bleibt was hängen. Zum Umdenken zwingen klappt bekanntlich bei den meisten Leuten nicht.

     

    Mir ist aber nicht bekannt, dass durch das Fehlen von Fahrscheinen schon mal andere Fahrgäste gefährdet oder getötet wurden

    Es gibt sehr viele strafwürdige oder jedenfalls strafbare Taten, die ohne Verletzung und Tod vonstattengehen: Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, Diebstahl, Betrug, Beleidigung, Fahrrad fahren ohne Licht. 🙂

     

    im Gegensatz zu Geschwindigkeitsübertretungen, Handy am Steuer oder Falschparkern.

    Das mag für Verletzung und/oder Tod oft mitursächlich sein, ist gewiss aber nicht der eigentliche Grund. Am Beispiel Übertretung der Geschwindigkeit: Das Nicht-zum-Stehen-kommen(-können) ist der Grund für den Unfall mit all seinen sich daran anschließenden Folgen. Das bloße Schnellfahren verletzt oder tötet niemanden. Auch nicht durch Fahrtwind/Sog, wie z.B. bei Zügen, Luftfahrzeugen etc.

    Das häufige Übertreten der zulässigen Höchstgeschwindgkeit, dass du sicher selbst oft genug beobachten kannst, und die dazu im Verhältnis dankenswerterweise sehr geringen (wenn auch insgesamt immer noch zu hohen) Unfallzahlen belegen es. Und gerade da setzt die Prävention an.

    Ob das am Ende was bringt, steht auf einem anderen Blatt. Die generelle Entwicklung zeigt aber, dass bisher nicht alles falsch gemacht wurde.

     

    Also ist Schwarzfahren eigentlich deutlich harmloser. Wie steht es da mit einer Warn-App und mit Ankündigungen im Radio?

    Es steht dir frei, eine solche App zu programmieren. Im Gegensatz zu Teilnehmern am MIV ist der Adressatenkreis aber recht übersichtlich. Die meisten Fahrer haben auch kein Radio im Führerhaus. Der Vorstand/die Geschäftsführung eines Verkehrsunternehmens ist zudem ziemlich genau im Bilde über etwaige Ausfälle durch das Erschleichen von Leistungen. Und läge ihnen daran, von jedem zu kassieren (lies: wäre es einträglicher, jeden Fahrgast zu kontrollieren), sie würden es tun. 🙂

    #97298 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    > Eine präventive Wirkung wäre gegeben, wenn man generell mit Tempokontrollen rechnen müsste. Dank Blitzermeldungen in Radio und App ist dies aber nicht der Fall.
    Doch! Gerade das verhindert ja das Übertreten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Soll es zumindest und macht es sicher auch merklich.

    Aber nur konkret an einem Tag (Marathon) oder an einer Stelle (Blitzermeldung).

    Beim Schwarzfahren ist es für viele das Risiko von unangekündigten Kontrollen, und die Schwarzfahrquote ist entsprechend gering.

    Beim Autofahren ist das Risiko mit entsprechendem Radiosender und entsprechender App sehr gering, unerwartet geblitzt zu werden. Die präventive Wirkung fehlt also (außer an dem einen Tag oder den bekannten Stellen).

    Dieses Selbstverständnis der Autofahrer, nur an bekannten Blitzerstellen korrekt fahren zu müssen, treibt manchmal sehr lustige Blüten bei der bekannten Autopartei (https://www.welt.de/regionales/hamburg/article171957137/Hamburg-CDU-Mann-Dennis-Thering-fuer-Warnschilder-vor-Blitzern.html).

    Da soll also ein Schild hin, welches besagt, dass an dieser Stelle die angeordnete Geschwindigkeit kein Witz ist wie sonst überall, sondern an dieser Stelle mal einzuhalten ist und ernst gemeint. Und dieser Dennis Thering ist ja ein Repräsentant eines sehr weit verbreiteten Selbstgefühls der Autofahrer.

    #97302 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Aber nur konkret an einem Tag (Marathon) oder an einer Stelle (Blitzermeldung).

    Ja. Aber ohne solche Aktionen bliebe es bei (ebenfalls irgendwann) bekannten festen und überraschenden („hinterhältigen“) Kontrollstellen. Da kommt dann ganz schnell das Abzock- und Wegelagerer-„Argument“ und eben nicht die bewusste Beschäftigung mit dem eigenen Verhalten.

     

    Beim Schwarzfahren ist es für viele das Risiko von unangekündigten Kontrollen, und die Schwarzfahrquote ist entsprechend gering.

    Das stimmt (leider) beides nicht.

     

    Da soll also ein Schild hin, welches besagt, dass an dieser Stelle die angeordnete Geschwindigkeit kein Witz ist wie sonst überall, sondern an dieser Stelle mal einzuhalten ist und ernst gemeint.

    Du weißt ja sicher, dass es tatsächlich Verkehrsteilnehmer gibt, die ernsthaft behaupten, es gäbe durch feste Blitzer ein erhöhtes Gefahrenpotenzial („Gefahrenbremsungen“ in der Volkmannstraße). 😉 Die sind zum Glück in der absoluten Minderheit, aber warum sollen sie nicht auch einen Repräsentanten in der Legislative haben, der in dieses Horn bläst?

    Man sollte aber die „Forderung“ eines einzigen Angehörigen einer Oppositionsfraktion in einem der 16 Landesparlamenten nicht mit der Ansicht der (Bundes-)Partei gleichsetzen. Ein schnell und auch viel zu oft gemachter Fehler.

     

    Einzige konsequente Lösung wäre dauerhafte und allgegenwärtige Kontrolle. Also jede Straße, auf ihrer gesamten Länge und in beiden Richtungen, jede Kreuzung, jeder Tunnel, jede Brücke usw. Allerdings sind wir da bei einem zumindest äußerlich ähnlichen (aber nicht gleichen!) Problem wie mit der Fahrscheinkontrolle. Wenn die Kontrolle mehr kostet als durch die Kontrolle an Mehreinnahmen wird, ist es (wirtschaftlich) sinnlos. Bei der Kontrolle der Rechtsordnung durch staatlich Stellen könnte man statt der Wirtschaftlichkeit auf die schnell gewitterte „Verschwendung“ von Steuergeldern abstellen, die durch die gesamte Kontrollinfrastruktur verursacht würde. All die gemachten Fotos und Messungen müssen bearbeitet, die Technik muss bedient und gewartet und all die unweigerlich folgenden Widersprüche und Verfahren müssen betreut werden. Selbst effektiven Techniken wie bspw. „Section Control“ wird mit der Datenschutzkeule begegnet. Die wird von besonders uninformierten „besorgten“ Mitbürgern sogar schon bei Mautsäulen geschwungen. Wobei gerade die letztens errichteten Säulen für plötzliche Bewusstseinseinbrüche und panische Blicke auf den eigenen Tach sorgen. 🙂 Leider hält sich dieser Effekt des Unbekannten nicht allzu lange an und es wird schnell wieder geträumt und gerast.

    #97304 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Einzige konsequente Lösung wäre dauerhafte und allgegenwärtige Kontrolle. Also jede Straße, auf ihrer gesamten Länge und in beiden Richtungen, jede Kreuzung, jeder Tunnel, jede Brücke usw. Allerdings sind wir da bei einem zumindest äußerlich ähnlichen (aber nicht gleichen!) Problem wie mit der Fahrscheinkontrolle. Wenn die Kontrolle mehr kostet als durch die Kontrolle an Mehreinnahmen wird, ist es (wirtschaftlich) sinnlos.

    Sehe ich anders, aber das Argument ist mir drüben von Twitter (Falschparker/Poller/Kontrollen) sehr vertraut.

    Eine Kombination aus Kontrollen, die nicht vorher angekündigt und nicht im Radio verbreitet werden, plus eine europäische Höhe an Bußgeldern, plus vielleicht 50% mehr Kontrollen wäre weit von flächendeckend weg und sehr wirksam.

    Es geht mir auch nicht um einen einzelnen Lokalpolitiker, sondern die Sammlung vieler solcher Stimmen (leider findet man auf Twitter nichts wieder, muss ich also als meinen unbelegten Gesamteindruck hinstellen). Seien es hysterisch schreiende Politiker in Berlin, die einen Parkstreifen retten, sei es unser Scholtyssek mit seiner Rosengartenbrücke.

    Wenn man sich die Verteilung der Parteispenden aus der Autoindustrie in den letzten Jahren anschaut, ist das natürlich nachvollziehbar. Rohloff und Diamant können sich solche Summen natürlich nicht leisten.

    #97308 Antwort

    Sazi
    Teilnehmer

    @rödi Versuch mal den Unterschied zu verstehen zwischen einer ortsfesten Mautsäule, die permanent jedes Auto erfaßt und weiterleitet und eines mobilen Blitzers, der dort wo er gerade steht auch nur die zu schnell fahrenden Autos erfaßt. Nur so aus Datenschutzgründen. Und wenn du es in ein, zwei Tagen, Monaten, Jahren dann begriffen hast … Und kleines Bonbon dazu. Das Foto vom Blitzer kann ich verhindern …

    #97311 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Eine Kombination aus Kontrollen, die nicht vorher angekündigt und nicht im Radio verbreitet werden, plus eine europäische Höhe an Bußgeldern, plus vielleicht 50% mehr Kontrollen wäre weit von flächendeckend weg und sehr wirksam.

    Bitte bedenke dabei auch die Verhältnismäßigkeit. Gerade deswegen wird u.a. zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten unterschieden. Auch die Straftaten selbst sind nochmals unterteilt. Und deswegen wird auch der Einsatz staatlicher Ressourcen zu deren Verfolgung entsprechend kontingentiert und wiederum daraus folgt die Schwerpunktsetzung hinsichtlich Prävention und/oder Bestrafung.

     

    leider findet man auf Twitter nichts wieder, muss ich also als meinen unbelegten Gesamteindruck hinstellen

    Das ist aber ungünstig und nicht selten Quelle unbewusster Fehleinschätzung. Aber auch die Twitteräußerungen von Lokalpolitikern und erst recht von Privatpersonen sollte man nach ihrem tatsächlichen Gewicht und nicht nach der (erinnerten) Häufigkeit beurteilen. Klar können lässig und nebenbei auf dem Smartphone abgesetzte Tweets ein Indiz sein (nur wofür?), Grundlage wirklicher Parlamentsarbeit und verbindlicher(!) Parteipolitik sind sie keinesfalls. Man denke da nur an all die „Ausrutscher“ und Fehltritte nicht autorisierter „Mitarbeiter“. Es gibt glücklicherweise andere und vor allem nachvollziehbare Wege der politischen Kommunikation. So muss man sich auch als Bürger eben nicht auf einen unbelegten Gesamteindruck verlassen, auch wenn genau das viel zu viele tun.

     

    Allerdings ist die Hamburger Bürgerschaft nun nicht Lokalpolitik. Sie hat als staatliches Organ ein nicht geringes Gewicht in der Bundesrepublik. Ich wollte nur auf die Stellung der dortigen CDU-Fraktion samt ihrer Experten hinweisen. In der Opposition wird eben gern gefordert. Wie du vielleicht weißt, kommentierst du hier auch zu einem Thema, das durch eine bloße Forderung einer Stadtratsfraktion gestartet wurde. 🙂

     

    #97313 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Versuch mal den Unterschied zu verstehen zwischen einer ortsfesten Mautsäule, die permanent jedes Auto erfaßt und weiterleitet und eines mobilen Blitzers, der dort wo er gerade steht auch nur die zu schnell fahrenden Autos erfaßt.

    OK, hab ich. Und nun? Es ging nicht um mobile Blitzer und deren Gleichartigkeit mit Mautsäulen.

    #97314 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Bitte bedenke dabei auch die Verhältnismäßigkeit. Gerade deswegen wird u.a. zwischen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten unterschieden.

    Deutschland ist ja innerhalb der EU kein herausragend armes, notleidendes Land (auch wenn uns bestimmte Parteien das einreden wollen). Die Verhältnismäßigkeit ist also auch gewahrt, wenn wir mal den EU-Durchschnitt ansetzen. Und wer mit 60 durch eine 30er Zone fährt oder mit 70 durch eine 50er, gefährdet Menschenleben und Gesundheit anderer.

    Auf Twitter kamen verschiedenste Zeitungsmeldungen, nicht Privataussagen. Untergehende Geschäfte werden heraufbeschworen, abwechselnd von CDU und FDP, Abwanderung von Arbeitsplätzen, weil 20 Parkplätze wegfallen, von denen überhaupt nur 40-60 Leute pro Tag irgendwas mitbekommen, die anderen 300 müssen jetzt schon ohne Parkplatz dorthin kommen.

    Dann auch bundesweit: mindestens ein großer Konzern erschleicht sich mit vorsätzlichem Betrug die Betriebserlaubnisse und die Steuereinstufungen für seine Autos, die alle falsch sind. Die realen Abgaswerte sind nicht mal auf Euro-4 Niveau. Damit gehen riesige Steuerverluste für den Staat einher (Euro 6 zahlt weniger als Euro 4), Umweltzonen und so weiter sind nutzlos.

    Das ist seit über zwei Jahren bekannt, und kein einziges Auto wurde bisher aus dem Verkehr gezogen (erloschene Betriebserlaubnis) oder repariert (auf Kosten des Herstellers). Die Luftwerte der Städte belegen das Problem eindeutig. Die Hersteller fahren Milliardengewinne ein und bauen und vermarkten als Lehre aus dem ganzen viel größere, viel schwerere und viel spritschluckende Autos.

    Die Bundesregierung schaut zu und schiebt mal schnell noch eine dreiviertel Milliarde Steuergelder hinterher, um die Städte irgendwie von Fahrverboten abzuhalten. Sie enteignen damit die Autokäufer und schieben den schwarzen Peter noch an diejenigen ab, die die Stadtluft wenigstens ein bisschen retten wollen.

    Die USA sind ja wirklich nicht grade als Ökodiktatur bekannt. Trotzdem sind dort riesige Lager der zurückgenommenen VW entstanden und VW musste die Käufer entschädigen.

    #97315 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Gegen Veränderung der bestehenden Regeln ist nichts einzuwenden. Nur bis diese Regeln geändert werden, sind ein paar Hürden zu nehmen und ist allgemein der dafür vorgesehene Weg einzuhalten. Das wiederum unterscheidet uns von dem einen oder anderen europäischen und außereuropäischen Staat ganz gewaltig, in denen es zwar oft auch so sein sollte, aber manchmal auch ganz offen nicht so gehandhabt wird.

     

    wer mit 60 durch eine 30er Zone fährt oder mit 70 durch eine 50er, gefährdet Menschenleben und Gesundheit anderer.

    Das ist wieder ein Beispiel für den Unterschied zwischen Geschwindigkeitsübertretung und Schwarzfahren. Die Geschwindigkeitsübertretung gefährdet wenn überhaupt die Umwelt durch erhöhten Kraftstoffverbrauch bzw. relativ erhöhten Schadtstoffausstoß. Ansonsten ist erstmal niemand gefährdet und schon gar nicht verletzt oder getötet. Es ist aber auch hier die auch strafrechtlich Verfolgung möglich, s. §§ 315b, 315c, 315d, 316 StGB. Da genügt dann teilweise auch die bloß abstrakte Gefährdung.

    Beim Schwarzfahren wird aber in jedem einzelnen Fall ein Rechtsgut verletzt. Auch, wenn nicht kontrolliert wird, auch wenn es niemand sieht.

     

    Die Bundesregierung schaut zu und schiebt mal schnell noch eine dreiviertel Milliarde Steuergelder hinterher, um die Städte irgendwie von Fahrverboten abzuhalten. Sie enteignen damit die Autokäufer

    Ein Widerspruch.

     

    USA … Ökodiktatur … Lager … VW … Käufer entschädigen

    Nun sind wir aber weit weg vom Blitzer-Marathon in Sachsen-Anhalt. 🙂

     

     

    #97362 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Das ist wieder ein Beispiel für den Unterschied zwischen Geschwindigkeitsübertretung und Schwarzfahren. Die Geschwindigkeitsübertretung gefährdet wenn überhaupt die Umwelt durch erhöhten Kraftstoffverbrauch bzw. relativ erhöhten Schadtstoffausstoß. Ansonsten ist erstmal niemand gefährdet und schon gar nicht verletzt oder getötet.

    Erhöhte Geschwindigkeit führt besonders in den Städten zu zwei Effekten: deutlich höheres Unfallrisiko und deutlich größerer Schaden, wenn ein Unfall passiert. Das ist eine Gefährdung.

    Allein zwischen 30 und 50 km/h liegen bei einem Unfall die Todesraten und die Schwere der Verletzungen ganz deutlich auseinander. Eine Vielzahl von Unfällen passiert wegen überhöhter Geschwindigkeit.

    #97368 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Das ist eine Gefährdung.

    Ja, aber erstmal „nur“ eine Gefährdung. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls bzw. eines (größeren) Schadens wird erhöht. Ein Schaden entsteht aber nicht. Deswegen ist das bei Fällen wie 50 bei erlaubten 30 auch nur eine Ordnungswidrigkeit.

     

    Das Übertreten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit bzw. allgemein unangepasste Geschwindigkeit ist sehr häufig der Grund für Unfälle, auch und besonders für schwere. Diese Verstöße passieren aber auch zigtausendfach Tag für Tag, ohne Unfall, ohne Verletzung, ohne Tod. In den allermeisten Fällen wird überhaupt niemand davon in irgendeiner Weise beeinträchtigt.

     

    Damit will ich Rasen nicht gutheißen. Im Gegenteil, ich bin sogar für prinzipielles Tempo 30 in Ortslagen oder wenigstens für flächendeckende Kontrollen. Aber das ist nunmal der Hauptgrund, warum Geschwindigkeitsübertretungen anders gehandhabt werden als Schwarzfahren.

    #97386 Antwort

    Sazi
    Teilnehmer

    OK, hab ich. Und nun? Es ging nicht um mobile Blitzer und deren Gleichartigkeit mit Mautsäulen.

    Du hast doch das Thema Mautsäulen und Datenschutz angebracht. Und behauptet, Blitzer wären schlimmer. Doch das Gegenteil ist der Fall.

    #97396 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Und behauptet, Blitzer wären schlimmer.

    In keinster Weise.

    #97405 Antwort

    Sazi
    Teilnehmer

    In keinster Weise.

    Ok, wenn du nicht mal mehr verstehst, was du schreibst, dann erübrigt sich die Diskussion 😉

    #97441 Antwort

    Fred
    Teilnehmer

    Ich weiß nicht, was du gelesen hast und wo. Ich habe jedenfalls nirgends geschrieben, dass Blitzer „schlimmer“ wären als Mautsäulen. Aber wenn du das als Ausrede gebrauchen kannst, um dich nicht weiter oder überhaupt an der Diskussion zu beteiligen: Gern geschehen! 🙂

    #97477 Antwort

    10010110

    Wieso ist man eigentlich so inkonsequent, nur Verkehrskontrollen vorher anzukündigen?

    Weil man sich den geballten Hass der ohnehin schon genervten Autofahrer, die einfach nicht einsehen wollen, dass sie Teil des Problems sind, vom Hals halten will.

    Ich hatte letzten Sonntag schon das Gefühl, dass es einen „Blitzermarathon“ gab, als ich früh um halb neun Richtung Gera unterwegs war und in der Merseburger Straße in Ammendorf (stadteinwärts) und dann in irgendeinem Dorf an der B2, wo man von gerader und abfallender Straße schön lässig in den Ort reinrollt, nochmal eine Laserkontrolle war. Glücklicherweise habe ich mir reflexartig angewöhnt vorschriftsmäßig zu fahren, sonst wäre ich da glatt erwischt worden. Warum die sich gerade Sonntag früh irgendwo hinstellen, ist mir auch nicht klar. Wenn kaum Verkehr ist, kann man auch kaum jemanden erziehen. Aber Kontrollen sind richtig und wichtig und sollten viel öfter stattfinden.

    #97478 Antwort

    Trollmelder

    Glücklicherweise habe ich mir reflexartig angewöhnt vorschriftsmäßig zu fahren

    Eigentlich lernt man bereits in der Fahrschule das vorschriftsmäßige Fahren. Das sollte auch Sonntag früh Voraussetzung sein, wenn man am Straßenverkehr teilnehmen möchte, selbst auf der B2.

     

    Es scheint, als bist du selbst Teil des Problems, das du anderen so gern anhängen möchtest.

    #97482 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Ich habe keine Probleme mit dem Blitzer-Marathon. Einfach an die vorschriftmäßigen bzw. erlaubten Höchstgeschwindigkeiten halten und schon braucht man sich nicht aufzuregen.

    Nur, solchen „Idioten“, die mit 80 durch eine 30er Zone brettern, den sollten sie den FS auf Lebenszeit entziehen. Solche Leute sind in meinen Augen „ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges“.

    #97485 Antwort

    Richtig so

    „Das“ sehe ich „ähnlich“.

    #97486 Antwort

    Beinende der Gans

    Das sehe „ich“ auch so „!“

    #97488 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Ich hatte letzten Sonntag schon das Gefühl, dass es einen „Blitzermarathon“ gab, als ich früh um halb neun Richtung Gera unterwegs war und in der Merseburger Straße in Ammendorf (stadteinwärts) und dann in irgendeinem Dorf an der B2, wo man von gerader und abfallender Straße schön lässig in den Ort reinrollt, nochmal eine Laserkontrolle war. … Warum die sich gerade Sonntag früh irgendwo hinstellen, ist mir auch nicht klar.

    Genau wegen solchen Sonntagsfahrern wie dir machen die das. Auch am Sonntag gilt die StVO.

    #97489 Antwort

    Richtig so

    Na „gugge“ mal an“.“ Das hätt‘ „ich “ nun wirklich „nicht“ gedacht.

    #97494 Antwort

    10010110

    Genau wegen solchen Sonntagsfahrern wie dir machen die das. Auch am Sonntag gilt die StVO.

    Was soll dieser dämliche Kommentar? Wegen Sonntagsfahrern wie mir? Vielleicht hast du ja meinen Beitrag nicht verstanden, aber die Polizei hat an mir nichts verdient und mich vollkommen unbehelligt passieren lassen, weil ich mich an die StVO gehalten habe (auch ohne zu wissen, dass dort Polizei stand).

    Denk’ mal ein bisschen nach, bevor du Sprüche klopfst! 😡

    #97582 Antwort

    Lurch

    Erhöhte Geschwindigkeit führt besonders in den Städten zu zwei Effekten: deutlich höheres Unfallrisiko und deutlich größerer Schaden, wenn ein Unfall passiert. Das ist eine Gefährdung.

    Stimmt, wir sollten alle Zuhause bleiben. Ach ne da passieren ja die meisten Unfälle. Und eine Gefährdung sind auch tausende Radfahrer die bestenfalls ihre Rechte kennen aber nicht ihre Pflichten geschweige denn die StVO.

    Allein zwischen 30 und 50 km/h liegen bei einem Unfall die Todesraten und die Schwere der Verletzungen ganz deutlich auseinander. Eine Vielzahl von Unfällen passiert wegen überhöhter Geschwindigkeit.

    Eine Vielzahl von Unfällen passiert weile Leute UFOs sehen. Über 50% der Unfalltoden Radler geht auf das Konto von Radlern, vielleicht sollten wir das Radfahren verbieten.

Ansicht von 30 Beiträgen - 1 bis 30 (von insgesamt 35)
Antwort auf: Mittwoch Blitzer-Marathon in Halle (Saale)
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