Neues Wohngebiet in Büschdorf: keine öffentliche Grünfläche

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Der Planungsausschuss hat am Dienstag der Auslegung der Planungsunterlagen für ein neues Wohngebiet in Halle-Büschdorf zugestimmt. Entstehen soll dies auf dem 2,64 Hektar großen Gebiet des ehemaligen Schulgartens der Grundschule, das seit 15 Jahren brach liegt. Bereits im Juni hatte der Stadtrat der Aufstellung des Bebauungsplans zugestimmt. Etwa 40 Einfamilienhäuser will die Baufirma Siewert errichten.

Zu beraten hatte der Ausschuss auch über einen Änderungsantrag der Grünen. Diese wollten zumindest einen Teil des Gebiets als öffentliche Grünfläche erhalten. Dies wurde aber von der Ausschussmehrheit abgelehnt. Christian Feigl bedauerte, dass wieder ein Stück Grün verschwinde. Eine Nutzung als Schulgarten fände er am besten, zumal in Halle immer mehr Schulgärten verschwunden seien. Stadtplaner Lars Loebner nannte dagegen die Fläche einen idealen Standort, der den Gesamtstandort Büschdorf als Wohngebiet ergänze.

Bereits in der Vergangenheit hatte es vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) Kritik gegeben, forderte eine Einstellung der Pläne. Es sei ein weiteres grünes Kleinod mit verschiedenen Baum- und Straucharten sowie Wiesen- und Staudenflächen von Zerstörung und Versiegelung bedroht. Das Gebiet habe sich zu einem sehr wichtigen Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelt.

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