Madeleine Östlund wieder da – Blitztransfer als Initialzündung: Wildcats feiern emotionalen Heimsieg gegen Buxtehude
Mit einem überzeugenden Auftritt, viel Leidenschaft und einer klaren Leistungssteigerung haben die Wildcats des SV UNION Halle-Neustadt das neue Handballjahr eingeläutet. Vor ausverkaufter SWH.arena und 1.200 begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern setzte sich das Team von Trainerin Ines Seidler am Freitagabend mit 33:24 (15:10) gegen den Buxtehuder SV durch und feierte einen enorm wichtigen Heimsieg in der Alsco Handball Bundesliga Frauen
Madeleine Östlund ist zurück
Schon vor dem Anpfiff sorgten die Wildcats für Aufsehen. Mit einem kurzfristigen Blitztransfer holte der Verein Madeleine Östlund zurück nach Halle-Neustadt. Die schwedische Kreisläuferin, die bis Mitte 2025 bereits das Wildcats-Trikot trug, wurde erst wenige Stunden vor Spielbeginn offiziell präsentiert – eine Nachricht, die selbst den Gegner überraschte und von den Fans frenetisch aufgenommen wurde. Östlund unterschrieb zunächst bis zum Saisonende und sollte dem Spiel sofort ihren Stempel aufdrücken.
Wildcats lassen Torchancen liegen
Sportlich begann die Partie zunächst mit Anlaufschwierigkeiten für die Gastgeberinnen. Zwar trafen Cara Reuthal und Lynn Molenaar früh zur 2:0-Führung, doch ließen die Wildcats in den ersten zehn Minuten gleich drei klare Torchancen ungenutzt. Buxtehude blieb dadurch im Spiel und glich durch Treffer von Isa Ternede und Teresa von Prittwitz zum 6:6 aus. In dieser Phase brachte Halle-Neustadt mehr Struktur ins eigene Spiel – auch dank der Präsenz von Östlund am Kreis. Mit ihrem starken Stellungsspiel band sie Gegenspielerinnen, öffnete Räume für den Rückraum und erzielte in der 20. Minute ihr erstes Tor zum 10:7. Die Wildcats setzten sich nun Schritt für Schritt ab. Treffer von Viktoria Marksteiner, Emma Hertha und Lilli Röpcke sorgten für ein beruhigendes Polster, ehe es mit einer verdienten 15:10-Führung in die Pause ging.
Top-Leistung von Ela Szott
Defensiv präsentierten sich die Wildcats deutlich stabiler als zuletzt. Die Abwehr arbeitete kompakt und aggressiv, dahinter zeigte Torhüterin Ela Szott eine herausragende Leistung. Mit einer Quote von rund 40 Prozent gehaltener Bälle brachte sie die Buxtehuder Angreiferinnen immer wieder zur Verzweiflung und war ein entscheidender Rückhalt.Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und körperlich geprägt – es ging für beide Mannschaften um viel. In der 36. Minute geriet Halle-Neustadt kurzzeitig unter Druck, als das Team innerhalb weniger Sekunden zwei Zeitstrafen kassierte und in doppelter Unterzahl agieren musste. Doch genau in dieser Phase zeigte sich die neu gewonnene Mentalität: Die Wildcats kämpften verbissen, hielten defensiv stand – und Madeleine Östlund traf trotz Unterzahl zum 19:12. Die Emotionen waren zurück, die Halle stand Kopf.
Lyn Molenaar startet durch
Dieser Moment leitete die stärkste Phase der Wildcats ein. Lynn Molenaar übernahm Verantwortung, traf mehrfach aus dem Rückraum und vom Siebenmeterpunkt. Lea Gruber, Emma Hertha und Lilli Röpcke nutzten die entstehenden Räume konsequent. Beim 25:18 in der 49. Minute war die Vorentscheidung gefallen.In der Schlussphase ließen die Wildcats nichts mehr anbrennen. Das Spieltempo blieb hoch, die Abwehr weiterhin konsequent. Besonders erfreulich: Erstmals in dieser Bundesligasaison kassierte Halle-Neustadt weniger als 30 Gegentore – ein klares Zeichen für die defensive Entwicklung. Am Ende stand ein verdienter 33:24-Erfolg. Beste Werferin war Lynn Molenaar mit acht Treffern, gefolgt von Lilli Röpcke (5), Madeleine Östlund (5), Lea Gruber (4), Emma Hertha (4) und Cara Reuthal (4). Mit diesem Sieg verschaffen sich die Wildcats wichtige Punkte im Tabellenkeller und gehen mit neuem Selbstvertrauen in den nächsten Spieltag, an dem es gilt, die gezeigte Stabilität und Emotionalität zu bestätigen. Bereits am kommenden Mittwoch wartet die nächste Aufgabe für das Team aus Halle. Dann empfangen sie in der SWH.arena den Thüringer HC. Anwurf ist um 19:00 Uhr.
Lob-Worte von der Trainerin
Trainerin Ines Seidler zeigte sich nach der Partie sichtlich erleichtert: „Da ist mir heute wirklich ein großer Stein vom Herzen gefallen. Dieser Sieg tut uns allen unglaublich gut.“ Besonders hob sie die Bedeutung des Erfolgs über das Sportliche hinaus hervor: „Das war ein Sieg für die gesamte Wildcats-Familie – für alle, die Woche für Woche mit Leidenschaft, Herzblut und viel Einsatz für diesen Verein arbeiten und ihn unterstützen.“ Ein Sonderlob verteilte Seidler für die Leistung in der Defensive: „Unsere Abwehrarbeit war heute der Schlüssel. Die Mannschaft hat füreinander gekämpft, sich gegenseitig geholfen und genau diese Geschlossenheit auf die Platte gebracht, die wir uns vorgenommen hatten.“
Statistik und Links zum Spiel
Aufstellung: Szott, Illic, – Molenaar 8/1, Östlund 5, Röpcke 5, Reuthal 4/1, Gruber 4, Hertha 4, Marksteiner 2, Pallas, Kairyte, Polakova, Kieffer, Petika
Zuschauer: 1.200
Schiedsrichter: Christopher Hillebrand / Stefan Umbescheidt
Siebenmeter:
Halle: 2/2
Buxtehude: 5/7
Zeitstrafen:
Halle: 5
Buxtehude:6
Foto Michael Vogel









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