AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd präsentiert zum Welt-AIDS-Tag ihre Kampagne gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV

Anlässlich des morgigen Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember veröffentlicht die AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd ihr Video-Projekt „Herausforderungen des Alltags – HIV zählt nicht dazu!“, mit dem der Verein der Stigmatisierung und Diskriminierung HIV-positiver Menschen entgegenwirken möchte.

„Unter erfolgreicher Therapie“, so der Geschäftsführer Martin Thiele, „können Menschen mit HIV ein ebenso normales Leben führen wie alle anderen auch. Eine HIV-Infektion schränkt die Lebensführung dann in der Regel nicht mehr ein. Diese so wichtige Botschaft wollen wir greifbar machen, indem wir zeigen, dass sich Menschen mit HIV heute mit genau den gleichen banalen Alltagsproblemen rumschlagen.“ Damit soll das leider immer noch weit verbreitete Un￾und Halbwissen über das Leben mit HIV beseitigt sowie mit Vorurteilen über Menschen mit HIV aufgeräumt werden.

Die Kampagne besteht aus vier Videoclips, in denen die Tücken dargestellt werden, denen Denis im Alltag immer wieder begegnet. Denis Leutloff ist Mitarbeiter der Halleschen Aidshilfe und lebt selbst bereits seit 2009 mit seiner HIV-Infektion. In den ersten drei Kurzclips ist er in seiner Beziehung, auf der Arbeit und im Sport zu sehen. „Der Alltag hält für mich einige Problemchen und Herausforderungen bereit. In meiner Partnerschaft gibt es leider auch mal Streit über die Hausarbeit, im Beruf ärgere ich mich mit der Technik herum und zum Ju-Jutsu-Training komme ich hin und wieder zu spät. Meine HIV-Infektion“, erzählt Denis, „gehört aber nicht zu den Schwierigkeiten meines Alltags.“ Im vierten Video berichtet Denis über die Herausforderungen, die das Leben mit HIV trotz der guten Behandelbarkeit dann doch noch mit sich bringt. „Mit der Infektion kann ich gut leben, mit Diskriminierung nicht. Und genau gegen die möchten wir mit unserer Kampagne vorgehen.“

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

18 Antworten

  1. Exilhallenser sagt:

    Egal wie man es dreht, HIV ist nach wie vor eine unheilbare und tödliche Krankheit. Auch wenn Medikamente die Folgen der Infektion bei Betroffenen deutlich mildern und herabsenken, so bleiben HIV-Positive ein Risikofaktor für Menschen, die nicht infiziert sind.

    • Riko sagt:

      HIV ist keine Krankheit. Rate, wofür das V in HIV steht!

      Würdest du dich gegen HIV impfen lassen? Warum?

      • Exilhallenser sagt:

        Riko,

        ich bin mir bewusst, dass es einen Unterschied zwischen HIV-positiv und Aids/ Aids-erkrankt gibt. Mir ging es eigentlich nur darum zu erwähnen, dass trotz aller Medikamentenerfolge HIV-Positive ein Risiko für Nicht-HIV-Positive bilden.

        Wenn es eine Impfung gegen HIV gäbe, würde ich mich impfen lassen. Ich bin kein Impfgegner.

        • Riko sagt:

          Der Übertragungsweg ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Das Risiko einer Infektion ist unter Beachtung weniger Vorsichtsmaßnahmen äußerst gering.

          Anders als bei SARS-CoV2 bzw. „Corona“ zum Beispiel, wo die Ansteckung nur mit relativ extremen Mitteln vermieden werden kann. Aber dafür gibt es zum Glück eine Impfung, so dass eine Erkrankung milde oder sogar symptomlos und mit vollständiger Heilung und vor allem ohne Spätfolgen ausfällt.

    • Lieber Exilhallenser,

      ja, HIV ist leider immer noch nicht heilbar. Aber mittlerweile stehen zahlreiche hochwirksame Medikamente zur Verfügung, die dafür sorgen, dass Menschen mit der Infektion ein genau so gesundes, langes und normales Leben führen können wie Menschen ohne HIV. Eine behandelte HIV-Infektion führt heute daher weder zu einer AIDS-Erkrankung noch zum Tod.

      Menschen mit HIV stellen zudem keinerlei Risiko für ihre Umwelt dar. HIV ist im Alltag nicht übertragbar! Unter Therapie wird die Virusmenge im Körper zudem soweit gesenkt, dass die Infektion selbst beim kondomlosen Sex nicht mehr weitergegeben werden kann.

      Wie die Studie der „Positiven Stimmen 2.0“ (https://hiv-diskriminierung.de/positive-stimmen-20) zeigt, sind es vielmehr Unwissen und Infektionsängste sowie die daraus resultierende Diskriminierung, die Menschen mit HIV das Leben schwer machen.

      Weitere Informationen findest du unter http://www.halle.aidshilfe.de

      Mit freundlichen Grüßen aus der Halleschen Aidshilfe
      Martin Thiele, Geschäftsführer

  2. Frösi sagt:

    Ok, und wer kümmert sich bitte um die Diskriminierung derer die diverse Angebote unserer Politik ablehnen ?

  3. 10010110 sagt:

    Woher weiß man denn vom äußeren Anschein, ob jemand HIV-positiv ist? Warum sollte man eine Infektion überhaupt erwähnen, wenn es doch keine Relevanz im Alltag hat? Ich habe schon in der Schule gelernt, dass das HI-Virus nicht so ohne weiteres übertragbar ist, dass man schon direkt Körperflüssigkeiten austauschen müsste, um sich anzustecken. Im normalen Alltag mit Freunden und Kollegen spielt das doch überhaupt keine Rolle?

    Ich habe das Gefühl, die Angst vor möglicher Diskriminierung ist bei den Betroffenen größer als eine tatsächliche Diskriminierung. Das ist dann eher eine Einstellungssache.

    • duut sagt:

      Danke für deine …. Meinung.

    • gosetrinker sagt:

      O je du schon wieder.
      In der Schule gelernt? -wann denn? und dann nicht weiter gebildet?.
      Wenn du jemals gearbeitet hättest wüßtest du, daß gerade dort erheblich gepoppt , neudeutsch Quickie´genannt, wird.

  4. Uffel sagt:

    Was soll denn der Quark, die werden doch gar nicht diskriminiert

  5. Hansi sagt:

    Nach 40 Jahren Diskriminierung von HIV-positiven kann ja auch mal Schluss damit sein. Insbesondere, wo wir jetzt Covid-1984-Ungepiekste als aktuelle Objekte der Angstprojektion haben.