Backen mit Karamba: Bundestagsabgeordneter macht Schnupperpraktikum in Bäckerei

Als leidenschaftlichen Koch kennt man Karamba Diaby. Er hat auch ein eigenes kleines Kochbuch herausgebracht. Doch nun hat der Bundestagsabgeordnete Neuland betreten. Denn mit Backen hat er nichts am Hut. Deshalb hat der Politiker ein “Schnupperpraktikum” bei Bäcker Stefan Kirn in der halleschen Südstadt gemacht.

Bereits seit 1968 besteht die Familienbäckerei. Erst der Großvater, dann der Vater und seit elf Jahren leitet nun Sohn Stefan Kirn die Geschäfte. Neun Mitarbeiter in zwei Filialen sind tätig. Kirn selbst ist 44 und denkt natürlich noch lange nicht ans Aufhören. Doch seine eigenen Kinder haben sich beruflich anders orientiert, werden wohl den Laden nicht übernehmen.

Dafür können die Lehrlinge von Kirn überzeugen. So konnte eine Auszubildende den ersten Preis bei den Meisterschaften in Sachsen-Anhalt und den dritten Platz in Deutschland erringen. Nun steht auch noch ein Auftritt bei den Weltmeisterschaften in Island an. Allerdings macht die junge Dame nun ihre Meisterprüfung und hat den halleschen Laden verlassen. Kirn hat aber ab dem Sommer einen neuen Auszubildenden.

30 Tonnen Mehl verarbeitet Kirn im Jahr. Täglich werden 500 Brötchen und 100 Brote (mit Gold prämiert) gebacken, zudem 60 Kuchen. Letztere übrigens mit täglich wechselndem Sortiment. Diaby hat einen Teig mit angerührt und verschiedene Teilchen gebacken, so Zöpfe und Kränze.

Doch es ging auch um politische Dinge. Denn Diaby wollte auch Themen aufsaugen, die die Handwerker umtreibt. Beispielsweise Mindestlohn. Kirn selbst war zwar für die Einführung. Doch eine weitere Erhöhung ist für die Bäckereien nicht zu machen, denn in der Folge müssten die Produktpreise weiter steigen. Energie, Bürokratie, Digitalisierung… auch zu diesen Themen hat sich Diaby mit dem Bäckermeister ausgetauscht. So wurde Diaby die Sinnlosigkeit beim Thema Kassenzettel deutlich gemacht. Nicht mal ein Prozent der Kunden nimmt einen. Und so wandern täglich hunderte Bons im Müll, gedruckt auf Thermopapier und somit nicht recycelbar.

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Keine Antworten

  1. Einwohner sagt:

    Toll, was für ein Aufwand um einige Infos zu bekommen. Man kann auch mit den Menschen „ohne großen Presserummel“ reden, aber es stehen eben Wahlen an. Davon abgesehen, kann Herr Diaby nichts daran ändern, er und die SPD sind viel zu kleine Leuchten in der Gesamtpolitik.

    • großes Licht sagt:

      Hättest du einfach das Internet mal ein, zwei Tage links liegen gelassen – kein Rummel, kein Aufwand, keine „Probleme“.

    • cDU Freak sagt:

      „er und die SPD sind viel zu kleine Leuchten in der Gesamtpolitik.“

      und das ist auch gut so!

      • Bürger für Halle sagt:

        …“cDU Frak“ … sprach der (warum auch immer)“CDU-Freak“, der es ja wissen muss.

      • didi sagt:

        Ich sehe täglich das schwarze Licht der CDU-Leuchten am Himmel erstrahlen.
        Die Leuchten sind aber so klein, dass man sie nicht erkennen kann.
        Das ist gut so.

  2. Robert sagt:

    Ich nehme an, dass Herr Diaby den Job ,als Bäcker, nicht angenommen hat.

  3. Paula sagt:

    So ist Wahlkampf. Trotzdem wähle ich nicht SPD. Jeder müsste doch nun wissen, dass es mit dem sozialen nicht klappt. [DDR sage ich da nur]

    • Blödquatscher entlarven sagt:

      „Jeder müsste doch nun wissen, dass es mit dem sozialen nicht klappt. [DDR sage ich da nur]“

      In der DDR hat so manches nicht geklappt, das Soziale hingegen aber gut.

    • didi sagt:

      Für Sie gibt es doch die AfD und BSW da kommen sie doch ihren Wünschen ganz nah wenn diese Typen dem sozialen abschwören,
      Übrigens war die DDR nicht sozial sondern sozialistisch, aber einige soziale Errungenschaften hätte man beibehalten können.

      • Blödquatscher entlarven sagt:

        „Für Sie gibt es doch die AfD und BSW da kommen sie doch ihren Wünschen ganz nah wenn diese Typen dem sozialen abschwören“

        Wo genau „schwört“ das BSW dem Sozialen „ab“?

    • Hallenser sagt:

      SPD war in der DDR verboten.

  4. Nur Mal so sagt:

    Bin dafür das Diaby ein Praktikum im christian-wolff-gymnasium oder der grundschule in der kastanienallee absolviert. Mal schauen wie es dort um seine beliebtheitswerte
    bestellt ist

  5. 10010110 sagt:

    Habe gerade „Kacken mit Baramba“ gelesen. 😆