Bildungsausschuss und Jugendhilfeausschuss beschließen Fusion von IGS Am Steintor und KGS Hutten – Sorge um Realisierung des geplanten Anbaus in der Roßbachstraße
Die Kooperative Gesamtschule (KGS) “Ulrich von Hutten” verliert ihre Eigenständigkeit. Der Bildungsausschuss hat am Mittwoch und der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag eine Fusion der Schul aus der Roßbachstraße mit der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Steintor in der Adam-Kuckhoff-Straße beschlossen. Beide Standorte sollen bestehen bleiben – es entsteht also aus zwei getrennten Schulen eine gemeinsame Schule mit zwei Standorten. Diese Lösung ist vor allem dem Schulgesetz in Sachsen-Anhalt geschuldet, wonach die KGS als eigenständige Schule nicht mehr bestandsfähig wäre.
Zugleich wurde in beiden Ausschüssen ein SPD-Antrag zum Anbau abgelehnt. Die Sozialdemokraten wollten erreichen, dass der seit Jahren geplante Anbau auch tatsächlich realisiert wird, weshalb der ohnehin vom Stadtrat beschlossene Anbau nun auch in der neuen Schulentwicklungsplanung enthalten sein sollte. Stattdessen heißt es nun unbestimmt, dass die Stadtverwaltung eine “Neubewertung des bestehenden Raumkonzeptes unter Berücksichtigung der geänderten pädagogischen und organisatorischen Rahmenbedingungen” vornehmen soll.
“Uns liegt am Herzen, dass der Standort Roßbachstraße erhalten bleibt”, sagte Silke Burkert (SPD). Es solle “als attraktiver Lernstandort fortbestehen.” Deshalb sei der Anbau wichtig. “Ich halte es für wichtig, dass sich der Stadtrat zum Anbau bekennt”, meinte Hendrik Lange (Linke) und unterstützte das Ansinnen Burkerts. “Wir haben verstanden, dass eine solche Fusion notwendig ist,” sagte KGS-Schulleiter Stephan Wussow. Die Schule hatte sich lange gegen die Pläne gesträubt. Wie er sagte, haben sich die Leitungen beider Schulen auf ein gemeinsames Schulkonzept verständigt, das sei aber wegen der Kürze der Zeit noch nicht mit Eltern und Schülern abgestimmt. Die Fusion könne ein Pilotprojekt für die Bildungslandschaft werden, meinte Wussow. Der Erweiterungsbau spiele hierbei eine zentrale Rolle. Wussow sieht auch die Gefahr, dass andernfalls die gesamte Attraktivität der neuen gemeinsamen Schule leidet.
Andreas Slowig, Schulleiter des Christian-Wolff-Gymnasiums und sachkundiger Einwohner im Ausschuss. erkundigte sich, wenn denn überhaupt die Zuweisung der Schüler an die einzelnen Standorte erfolgen soll, ob sich Eltern und Schüler direkt bei der Bewerbung für einen der beiden Standort entscheiden sollen. Laut Stadtverwaltung erfolgt die Zuteilung nach dem Wohnortprinzip.
„Keinen Mehrwert“ in dem Änderungsantrag zum Erweiterungsbau kann Carsten Heym (AfD) erkennen. Denn es gibt ja schon einen wirksamen Stadtratsbeschluss, so Heym, Doch dieser Beschluss sei noch unter anderem Vorzeichen mit einem anderen Konzept erfolgt, meinte Claudia Schmidt (CDU).
Bildungsdezernentin Katharina Brederlow erklärte, dass die Stadtverwaltung auch den Anbau favorisiere. Klar sei, dass an den Fachkabinetten am Standort Roßbachstraße unbedingt Maßnahmen stattfinden müssen, “das muss was passieren.” Laut Stadtverwaltung besteht vor allem im MINT-Bereich Nachholbedarf. „Wir zweifeln nicht an dem Erweiterungsbau“, betonte Brederlow. Doch es gehe um die Anzahl der Räume, „um nicht überdimensional Angebote zu haben.“








Das ist doch absurd. Es werden immer weniger Schulen, die dann immer mehr überfüllt werden (siehe siebenzügige IGS am Planetarium), und die Klassen selbst werden immer voller. Gute Bildung sieht anders aus.
Danke CDU. 🙄
10010110,
es steht Ihnen frei, selbst eine Schule in freier Trägerschaft zu gründen. Aber das wird wohl nicht passieren, da Sie, wie so oft, nur reden und nicht handeln.
Wie viele Schulen in freier Trägerschaft hast du denn schon gegründet?
Wirklich absurd und nicht nachvollziehbar! Es sollte doch an den Schulen besser werden?
Dank an die Politik… sie zeigt was unsere Kinder wert sind. Zu Dank sollen sie sich um die Alten kümmern und noch als Kanonenfutter dienen. Wo sind die Omas für Bildung?
Die Opas können ja auch mal was machen.
„Sorge um Realisierung des geplanten Anbaus in der Roßbachstraße“
Der Anbau sollte auf Grund der schlechten finanziellen Situation der Stadt komplett gestrichen werden.