Krankenstand so hoch wie seit Jahren nicht – Lage spitzt sich im dritten Quartal zu – Sachsen-Anhalt ist Negativspitzenreiter

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich in den vergangenen Monaten so häufig krankgemeldet wie seit Jahren nicht. Wie Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, hat der Krankenstand im ersten Halbjahr 2022 mit sechs Prozent einen neuen bundesweiten Rekordwert erreicht.

Im Bundesländervergleich verzeichnet die KKH den niedrigsten Krankenstand mit fünf Prozent in Baden-Württemberg, den höchsten mit 7,7 Prozent in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2019 lag der Krankenstand in Sachsen-Anhalt bei 6,4 Prozent.

Nie war die Zahl der Krankschreibungen seit Beginn der KKH-Erhebung im Jahr 2015 auch nur annähernd so hoch. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2021 fehlten Berufstätige krankheitsbedingt 4,9 Prozent ihrer Arbeitszeit. In den Vorjahreszeiträumen verzeichnete die KKH ähnliche Werte.

Im dritten Quartal 2022 hat sich die Lage nun noch weiter zugespitzt, trotz der krankheitsbezogen gewöhnlich eher milder verlaufenden Sommermonate: In der Zeit von Anfang Juli bis Ende September lag der Krankenstand bundesweit bei 6,1 Prozent und somit noch einmal 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des vorangegangenen Rekordhalbjahres.

Hauptursache für die Rekordzahl an Krankschreibungen sind vor allem Erkrankungen der oberen Atemwege wie grippale Infekte, Halsentzündungen und Schnupfen. Die größtenteils aufgehobene Maskenpflicht, wieder mehr Begegnungen auf engerem Raum bei der Arbeit und bei Veranstaltungen haben das Infektionsgeschehen im ersten Halbjahr 2022 wieder in Gang gesetzt. Insgesamt fast 18 Prozent der Fehlzeiten führt die KKH von Januar bis Juni auf Atemwegserkrankungen zurück. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Anteil noch bei 7,5 Prozent – ein drastischer Anstieg also. Krankschreibungen aufgrund nachgewiesener Covid-19-Infektionen haben den Krankenstand in der ersten Jahreshälfte hingegen kaum beeinflusst. Sie machen mit 3,7 Prozent nur einen geringen Anteil aus.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

34 Antworten

  1. Nur mal so... sagt:

    Der Verdienst in Sachsen-Anhalt ist auch am besch…, da bleibt der ein oder andere bei Krankheit noch lieber Zuhause.

  2. Hansi sagt:

    Völlig unmöglich! Die Pikserei sollte uns doch so gesund wie nie zuvor machen!

    • Hans G. sagt:

      Völlig unmöglich, die Krankheit die es nicht gibt oder höchstens eine Erkältung ist lässt in der angeblich mildesten Form die Krankschreibungen auf Rekordniveau klettern. Inkl. dem Jahr mit der schlimmsten Grippesaison seit Jahrzehnten.

    • HäuptlingGP sagt:

      Es haben sich aber sehr viele Depp*innen nicht impfen lassen, statt dessen laufen die Montags im Pulk und brüllen geistigen Dünnpfiff.

  3. Bergamo sagt:

    Masken helfen.

  4. 10010110 sagt:

    Die Leute haben einfach keinen Bock mehr zu arbeiten. Es geht uns zu gut.

  5. BR sagt:

    „Krankenstand so hoch wie seit Jahren nicht –“

    Woran das wohl liegen mag🤔🤔🤔

  6. Hdt sagt:

    Bei so wenig Geld lohnt sich das arbeiten nicht mehr

  7. Lars sagt:

    Die Menschen sind einfach Stinkend Faul geworden das ist alles . Alles haben wollen aber nichts dafür tun und solang Der Staat die Faulheit mit exorbitant hohen Sozialleistungen belohnt wird sich auch nichts ändern. Einfach mal die Sozialleistungen einschränken maximal 100Euro für ein Monat und wer in dieser Zeit kein Job gefunden hat der hat halt Pech gehabt Der frisst eben aus der Biotonne. Das beste Beispiel sind die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft bekommen ein exorbitant hohes Gehalt fürs Nichtstun siehe im Winter .

  8. Klaus sagt:

    Ja, das sie in Sachsen Anhalt so oft krank sind, ist eben auch nicht mehr Gehalt drin. Erst die Leistung bringen, dann kassieren.