neues theater beteiligt sich am Samstag beim WIR-Festival mit Meckerchor und Mettigel-Prozession

Am kommenden Samstag, den 8. November, beteiligt sich das neue theater Halle am diesjährigen WIR-Festival – einem stadtweiten Festival für Toleranz, Respekt und Zusammenhalt. Unter dem Motto „künstlerisch, kulinarisch, kollektiv“ lädt das Theater zu einem vielfältigen Tag voller Begegnungen, Kreativität und Mitmachaktionen ein.

Den Auftakt bildet um 11:00 Uhr der Workshop „Der Meckerchor – Entladung durch Singen“ mit Juliane Meckert und Tommy Neuwirth. Nach einer musikalisch-humorvollen Einstimmung auf der Probebühne zieht der Chor gemeinsam auf den Marktplatz Halle – dort darf hemmungslos gemeckert, gesungen und gelacht werden. Teilnahmegebühr: 5 €.

Ab 14:00 Uhr verwandelt sich der Hof des neuen theaters in einen lebendigen Theatermarkt: Besucherinnen und Besucher erwarten Siebdruckaktionen, Kinderprogramm, Bühnenauftritte sowie Stände von Perspektive Ost, dem hæßlig-Magazin, Studierenden der Burg Giebichenstein und weiteren Partnern. Heiße Getränke, Gespräche und spontane Kunstmomente sorgen für eine herbstlich-festliche Atmosphäre. Der Eintritt ist frei.

Parallel findet im Werkraum (Zugang Große Ulrichstraße 51) der Workshop „WIR kochen gut – Die XXL-Mettigel-Prozession“ mit „Ostfluencerin“ Olivia Schneider statt. In drei Workshop-Runden entsteht gemeinsam eine vegane Neuinterpretation des legendären DDR-Mettigels – als Eat-Art-Skulptur und Symbol für gemeinsames Schaffen.

Der kulinarische Höhepunkt folgt am Abend: Um 17:30 Uhr startet am neuen theater die farbenfrohe XXL-Mettigel-Prozession – begleitet von Blasmusik, Kostümen und performativen Szenen – Richtung Volkspark Halle. Dort endet der Zug mit einem gemeinsamen Kunstessen, unterstützt von einer lokalen Bäckerei, die 300 Brötchen beisteuert. Die Aktion dauert etwa 25 Minuten, jeder kann daran teilnehmen.

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13 Antworten

  1. Rot Front Genossen sagt:

    Natüüürlich. Unsere „Kulturschaffenden“ standen schon immer fest an der Seite von Partei und Staatsführung.

  2. 10010110 sagt:

    Darf es überhaupt „Mettigel“ heißen, wenn es vegan ist? 😛

    • Frage sagt:

      Wollen Sie das verbieten? Bestrafen? Gefängnis?

    • Rentner sagt:

      Beim Austausch-Praktikum in Leningrad (68?) haben wir uns selbst verpflegt. Mittags meist in ne Stolowaja, ansonsten eingekauft. Eine Wurstsorte hieß da ‚Doktorskaja‘, war bestimmt nicht von einem Doktor gemacht worden und auch nicht aus einem.
      Und Jagdwurst wird meist nicht auf einer Jagd erzeugt.
      Und wer trinkt denn Scheuermilch?

      Wenn die EU nix anderes zu tun hat, wie sowas (was den meisten Menschen doch wurscht ist) zu entscheiden, anstatt sich um die wirklichen Probleme in Europa zu kümmern, sollte die eingedampft werden.

  3. Borstel sagt:

    Vielleicht ist Met (Honigwein) im Spiel .

    • Rentner sagt:

      Vielleicht kommts von MEAT.

      Soziologen, Philologen,… haben vielleicht. ne Erklärung.
      Hauptsachel, man weiß, was man erwarten kann.

  4. Kinder August Bebels sagt:

    Ich fühle mich als Fleischesser diskriminiert

  5. Ralf sagt:

    Ich würde ja den Mettigel eher im Ruhrgebiet verorten. Typisch DDR eher nicht.
    Da gab es „Gehacktes“ beim Fleischer und kein Mett beim „Metzger“.

    • Martin Warnke sagt:

      Sie haben durchaus recht. Der Verzehr von Mett ist (mit Ausnahmen im Süden) ein nahezu gesamtdeutsches Phänomen. Für die Ost Lesart ist jedoch weniger das Mett als solches entscheidend, sondern die Ikonographie der Igel-Form, der eine spezifisch kleinbürgerliche Buffetkultur der Vergangenheit aufruft, eine ästhetische Chiffre für die DDR-Alltagskultur

  6. Eat-Art a la Giebichenstein sagt:

    Wie eine woke Eat-Art-Skulptur nach Art Giebichensteiner Kunststudenten tatsächlich schmeckt, leite ich aus Galerieerlebnissen mit dem Kientel ab und tu mir den Gefallen, nicht in die politische Falle zu tappen und Social Distancing zu praktizieren.