Rassismus an der Kunsthochschule? Senatsbericht: kein absichtliches rassistisch-diskriminierendes Verhalten der Professorin

Die Hochschulleitung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bestätigt, dass die Untersuchung zu dem öffentlich gewordenen Rassismus-Vorwurf gegen eine Professorin abgeschlossen ist und ein Ergebnis vorliegt. Ein ägyptischer Student hatte eine Professorin Rassismus vorgeworfen. Die Hochschullehrerin solle gesagt haben, er würde anders malen, weil er Araber sei und bezüglich Arbeitsproben gefragt haben, ob er denn schon mal gezeichnet haben.

Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der BURG, betont: „Rassismus und Diskriminierung haben an unserer Hochschule keinen Platz. Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Respekt und setzen uns aktiv für ein diskriminierungsfreies Umfeld ein. Der Vorwurf des Rassismus wurde von uns mit größter Sorgfalt behandelt, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten fair gehört und angemessene Maßnahmen ergriffen werden. Die persönliche Erfahrung und das Erleben des Betroffenen bestätigen wir aus seiner Sicht als real. Wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit den beteiligten Parteien.“

Aus der Untersuchung der Senatskommission geht hervor, dass kein absichtliches rassistisch-diskriminierendes Verhalten seitens der Professorin festgestellt wurde. Prof. Erzgräber fügt hinzu: „Uns ist bewusst, dass auch Äußerungen, die nicht beabsichtigt waren, als diskriminierend wahrgenommen werden können. Die Hochschule arbeitet fortlaufend daran, Formate zur Sensibilisierung und Prävention von Diskriminierung weiter zu entwickeln und auf den Weg zu bringen.“

Die Senatskommission zum Schutz vor Benachteiligung hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe ihre Arbeit aufgenommen. Eine unabhängige Anlaufstelle für Diskriminierungsfälle wurde bereits geschaffen. Anfang April wird auf einer Vollversammlung der Studierenden, zu der auch Lehrende und Mitarbeiter*innen eingeladen werden, der Umgang mit Diversität, Diskriminierung und Rassismus weiter diskutiert. Eine Arbeitsgruppe der Hochschule entwickelt derzeit fundierte Fortbildungsprogramme mit dem Ziel, frühzeitig Probleme, die im Zusammenhang mit Diskriminierung stehen, zu erkennen. Zudem ist für das Sommersemester eine öffentliche Veranstaltungsreihe geplant, die die Thematik aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bietet Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten verschiedene Anlaufstellen und Hilfsangebote an. Ansprechpartner*innen finden sich auf der Website unter www.burg-halle.de/hilfsangebote

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34 Antworten

  1. Noch eine Anlaufstelle bitte sagt:

    Das sind die Werkzeuge, die ihnen der Zeitgeist zur Verfügung stellt, nun gehen sie also schon untereinander auf einander los. 😁

  2. Löwe73 sagt:

    Da es ja laut Wissenschaft keine Rassen gibt, kann es ja logischerweise auch keinen Rassismus geben. Also logisch kann man ja nicht gegen etwas sein was es garnicht gibt! Willkommen in der grün-roten Wokgesellschaft, wo richtig ist was ideologisch korrekt ist und der Rest wird mit der Nazikeule oder dem Totschlagsargument Rassismus niedergemacht.

    • Blindschleiche sagt:

      Peinlich, Löwe73, einfach nur peinlich.

    • https://de.wikipedia.org/wiki/Lwenmuler sagt:

      Es gibt nur einen einzigen Bestandteil Deines Unsinns der stimmt, nämlich dass es keine menschlichen Rassen gibt, Logik ist bei Deinen Ausführungen erst recht nicht zu erkennen.

      Wikipedia sagt dazu: „Rassismus oder Rassenideologie ist eine Weltanschauung, nach der Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale oder negativer Fremdzuschreibungen, die übertrieben, naturalisiert oder stereotypisiert werden, als „Rasse“, „Volk“ oder „Ethnie“ kategorisiert und ausgegrenzt werden. Verstehst Du den Begriff „Fremdzuschreibung“?

      Aber wahrscheinlich verstehst Du das eben nicht oder willst es nicht verstehen.

  3. PaulusHallenser sagt:

    „Die Hochschullehrerin solle gesagt haben, er würde anders malen, weil er Araber sei“

    Solche Aussagen gehen ja mal gar nicht und sollten meiner Meinung nach hart sanktioniert werden. Vielen Menschen ist heutzutage noch immer nicht bewusst, dass auf die Herkunft abzielende Vorurteile einfach ein Unding sind und in öffentlichen Einrichtungen nichts zu suchen haben.

    Wenn es nach mir ginge, würde die Professorin nicht mehr an dieser Hochschule arbeiten.

    • Mensch sagt:

      Paulus ,zum Glück geht es nicht nach ihnen .

    • JM sagt:

      „Solle gesagt haben…“ und du regst dich natürlich gleich auf

    • 10010110 sagt:

      Vielen Menschen ist heutzutage noch immer nicht bewusst, dass auf die Herkunft abzielende Vorurteile einfach ein Unding sind …

      Sagt der, der seine Kinder auf eine Privatschule schickt, damit sie nicht mit vermeintlichen Unterschichtkindern zusammen lernen müssen, und der regelmäßig über Halle-Neustadt und seine Bewohner ablästert. 🙄

    • bin_gespannt sagt:

      Darf man sagen er spricht mit Dialekt, weil er Araber sei?

      Oder für einen Araber spricht er sehr gut deutsch?

    • egibert sagt:

      @“Paulus Hallenser“ Sie sind genau das Klientel das dafür verantwortlich ist dass solche Themen in dieser Gesellschaft dermaßen aufgebauscht werden .Es gibt wahrlich größere Probleme als eine Proffessorin für eine Äusserung auf den Scheiterhaufen zu stellen.

  4. Weltenbummler sagt:

    Jetzt lasst die Kirche mal im Dorf!

  5. Litanei sagt:

    Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der BURG, betont: „Rassismus und Diskriminierung haben an unserer Hochschule keinen Platz. Wir stehen für Vielfalt, Toleranz und Respekt und setzen uns aktiv für ein diskriminierungsfreies Umfeld ein….

    usw usf. die ganze Litanei halt. Buntheit und Weltoffenheit fehlen noch…

  6. Sirah sagt:

    Interessant, dass die Hochschule keine echt Verantwortung übernimmt. Damit werden gerade internationale und moderne Talente weg bleiben, der Ruf ist beschädigt.

  7. Miraculix sagt:

    Wer keine Probleme hat, macht sich welche.

  8. Inquisitor der Neuzeit sagt:

    Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen und sollte verständlicher Weise intern gehalten werden. Das Volk hat aber schon Gericht gehalten und den Scheiterhaufen angezündet.

    Der Kontext ist offiziell nicht bekannt.

    War es vielleicht eine Aufnahmeprüfung?
    Ich weiß das man seine Mappe zeigen und verschiedene Aufgaben erfüllen muß und das es sehr schwer ist an der Kunsthochschule angenommen zu werden. Einzig das Talent zählt, nicht die Herkunft und auch nicht die Schulbildung.
    Arabisch schreibt man von rechts nach links. Ich kann mir vorstellen, das es tatsächlich Einfluß auf das Zeichnen hat.(Weiß jemand mehr?) Vielleicht ist er einfach nur schlecht gewesen, hat es nicht geschafft und ist ein schlechter Verlierer. Studiert er noch dort ? …..

    Hier geht es um die Kunst, nicht um Herkunft. Ob die Kunstprofessorin auch Pädagogin ist, weiß ich nicht.
    Für Rassismus ist die Burg jedenfalls nicht bekannt, dafür weltweit für hohe Qualität.
    Einfach das Ende der Untersuchung abwarten und vorverurteilen vermeiden. Keiner von uns war dabei.
    Dieser Vorfall passt in diese hysterische Zeit. Viel Rauch um nix. George Orwell läßt grüßen.
    Haben wir nicht andere Probleme?

  9. Johann T sagt:

    Die sollen mal die Regenbogenfahne vor ihrem Laden abnehmen. Auch die Burg ist der Neutralität verpflichtet als steuerfinanzierte Einrichtung, statt für sexuelle und sexualisierte Trends zu werben. Wir haben ohnehin zu viele „Kunstschaffende“, die alle das gleiche machen und gleich aussehen und zu wenige Künstler, die Schönheit schaffen, die inspiriert. Darauf sollte doch das Augenmerk liegen.

  10. Minueto sagt:

    Wenn mir jemand sagen würde: „Du zeichnest oder malst anders, weil du Chinese bist“, wäre meine Antwort: Du hast recht!
    Der Mensch ist ein soziales Produkt.
    Wir sind alle Produkte einer Familie, einer Kultur oder einer Religion.
    Die Meinung des Professors über den ägyptischen Jungen ist nicht rassistisch, sondern völlig rational.
    Du musst ein Künstler sein und keine Mimose!

  11. 10010110 sagt:

    Eine unabhängige Anlaufstelle für Diskriminierungsfälle wurde bereits geschaffen. Anfang April wird auf einer Vollversammlung der Studenten, zu der auch Lehrende und Mitarbeiter eingeladen werden, der Umgang mit Diversität, Diskriminierung und Rassismus weiter diskutiert. Eine Arbeitsgruppe der Hochschule entwickelt derzeit fundierte Fortbildungsprogramme mit dem Ziel, frühzeitig Probleme, die im Zusammenhang mit Diskriminierung stehen, zu erkennen. Zudem ist für das Sommersemester eine öffentliche Veranstaltungsreihe geplant, die die Thematik aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

    So ein riesen Aufwand wegen einzelner Leute, die mit ihrem Ego nicht klarkommen. 🙄

  12. So sagt:

    Der junge Ägypter sollte mal zu eiben Psychologen gegen und sich über Selbstbewusstsein behandeln lassen. Natürlich malt jeder anders auch ein Ägypter und die was anderes sagen spinnen

  13. Navigator sagt:

    Hauptsache Er, der Äthiopier, nennt uns nicht Weissbrot..

  14. egibert sagt:

    Was heutzutage alles als Rassismus gilt ist schon erstaunlich.