Sachsen-Anhalt will harten Lockdown wie in Sachsen vermeiden – 5-Personen-Regel auch Weihnachten?

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53 Antworten

  1. Penny sagt:

    Frau Grimm-Benne war doch die unsägliche Person die Halle abriegeln wollte.
    Furchtbar, genau wie Herr Lauterbach, der zuviel Georg Orwell gelesen hat.

  2. mmm sagt:

    Und wiedermal sind die Politiker Traumtänzer, wann raffen die endlich, das dieses Light-Gedöns nix bringt?

  3. Sam 1205 sagt:

    Dann habt ihr sicher eine bessere Idee? Meckern nützt nix, denn wir müssen da alle durch. Gefallen kann es keinem. Also Klappe zu und tragt euren Beitrag dazu bei.

  4. Hg sagt:

    Ja und dann ist das Gejammere groß wenn die Zahlen nicht runter gehen

  5. Eh sagt:

    Alles zu und keine Kontakte ist die einzigste Lösung

  6. Andreas sagt:

    Vielleicht liegt es auch nicht daran, dass die meisten Menschen vernünftig miteinander sind, sondern daran, dass die selbstgemachten MNS einfach Schwachsinn sind. Es sollten nur zertifizierte Bedeckungen zugelassen werden.

    Und dann ist da auch noch.. mit Angst und Vorwürfen kann man die Menschen leichter kontrollieren.

  7. k.hädicke sagt:

    es sollte nicht vergessen werden, daß die meisten menschen, die ihre bestätigung nicht wie viele militante foristen aus machtallüren ziehen, sondern aus menschlichkeit und mitmenschlichkeit. das heißt, sie brauchen erlebnisse, von denen sie zehren können. wenn nun auch noch das weihnachtsfest quasi wegfällt, braucht man sich nicht wundern, wenn depressionen und aggressionen massiv zunehmen.

    • BurgerBürger sagt:

      Die Aggressionen haben schon vor Corona zugenommen, weil die Leute einfach hypersensibel sind, bzw. Vernunft und Ratio komplett abgelegt haben und narzzistisch veranlagt sind, was viele als Freiheit und Indivudiualität deklarieren. Der Deutsche will zwar selbst alles Tun und Lassen was er will und sich nix vorschreiben lassen (gern kommt dann die DDR-Keule), erwartet aber immer von Anderen sich an Regeln zu halten.

      • k.hädicke sagt:

        so wie sich die eine seite narzismen und egoistische positionen erlaubt, so tut es auch die andere seite und die dazwischen ebenso. das ist schnulli. jeder hat ein recht auf seine argumente. deswegen ist es wichtig die gegeneinander in diskussionen abzuwägen und zu berücksichtigen.
        wenn nur eine seite mit ihrem standpunkt zum tragen kommt, braucht sich keiner wundern über unverständnis, unmut und gegenwehr.
        und daß grundrechte auf viele monate eingeschränkt bzw abgesprochen werden, muß auf jeden fall in der diskussion sein und bleiben.

    • p.anders sagt:

      ohne eine bundesweiten harten Lockdown wird alles nur schlimmer…und Depressionen werden auch entstehen wenn ihr Freunde und Familie beerdigt…Leute das ist nicht euer Ernst oder?!

      • k.hädicke sagt:

        ja, das ist ernst.
        jeder kann was tun, wenn er wen zu schützen hat. wenn jmd betagtes besucht oder empfängt, kann er sich vorher quarantinieren u/einen test machen. und der betagte besuchende/besuchte kann für sich überlegen, ob er das risiko lieber ablehnt.
        warum wird so getan, als könne das ältere volk nicht mündig und selbstverantwortlich handeln?

        • Andreas sagt:

          Wenn ich hier die Kommentare lese, wird mir Angst und bange.
          Wie kann man nur so engstirnig sein und sich einseitig und oberflächlich informieren.
          Glaubt auch mal den Menschen, die sachlich diskutieren und ihre Meinung auch belegen können.
          Die Politik stellt nur Behauptungen auf, die so gut wie keiner hinterfragt oder prüft. Sie verfälschen die Wahrheit.
          Und die, die eine andere Meinung haben, sind sofort verschwörungstheoretiker oder noch schlimmer.. Da möchte ich jetzt nicht weiter ausholen. Die klardenkenden, wissen was ich meine.
          Und die jasager und hurraschreier, sollen mal ihre komfortzone verlassen und ein wenig länger fristig denken.
          Wacht auf und hört und lest auch mal seriöse Medien. BITTE

          • UM sagt:

            👍👍👍irgendwie muss ich dir recht geben

          • Sebastian Orlach sagt:

            @Andreas: Genau das denke ich mir bei Kommentaren, wie von dir.
            Da wird einem Angst und Bange, wie viele immer noch nicht den Ernst der Lage begreifen und unbelegten Schwurbeleien von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern Glauben schenken. Gruslig!

  8. p.anders sagt:

    Es ist doch unglaublich wie sinnlos und planlos unsere Politik agiert. Bei der Infektionslage hilft nur ein bundesweiter harter Lockdown. Außer Grundversorgung alles schließen, Grenzen und Flughäfen weitestgehend zu machen. Lieber harte 4 Wochen als halbharte 3 Jahre…Das ist Kleinstaaterei vom Feinsten und meiner Meinung nach schon fahrlässig und strafbar. Die Politik muss jetzt reagieren und sich nicht in die Weihnachtspause verabschieden. Was nützen frohe Weihnachten in der Familie wenn danach unter Umständen die Familie kleiner wird !!!

    • Frau Mohr sagt:

      Richtig. JETZT und SOFORT reagieren. Nicht mehr warten bis „Jahresanfang“, was soll das? Der Lockdown kommt doch so oder so. Je länger wir warten, umso schlimmer wird sich alles entwickeln. Das müssten nur noch alle verstehen 🙁 Am Verzicht an Weihnachten in großer Familie und Silvester wird keiner sterben, aber möglicherweise am Virus. Selbst wenn es „nur“ eine Quarantäne wäre, wäre das ja ähnlich. Da muss man auch zu Hause bleiben.

  9. Leser sagt:

    Der harte Lockdown in Sachsen-Anhalt wird nicht zu vermeiden sein. Spätestens nächste Woche werden wohl viele Leipziger nach Halle fahren und das Virus während dem Shoppen hier verteilen.
    16 Länderfürsten entscheiden nach Belieben. Der Bund soll die Kompetenz zur Bekämpfung der Pandemie entziehen und alles weitere wird auf Bundesebene entschieden.
    Worte die Wirtschaft muss aufrecht erhalten bleiben bringen nichts. Was nützt es, die Betriebe weiterzuführen, wenn deren Mitarbeiter*innen wegsterben. Die Todesrate von 10.000 auf jetzt über 20.000 ist erschreckend. Wenn weiter täglich 400 – 500 oder gar mehr täglich sterben, kann man sich ausrechnen wie viel Tote wir bis in den Frühjahr 2021 zu beklagen haben. Dann ist es doch besser jetzt strikt zu handeln, und alles was nicht systemrelevant ist herunterzufahren. Diese Maßnahmen hätte man viel früher durchführen sollen. Australien hat es vorgemacht. Ein wochenlanger totaler Lockdown brachte nun den Erfolg. Die Menschen dort können nun in ihren Familien Weihnachten und Silvester feiern. Klar kommt Australien nun der Sommer entgegen. Wie hier bei uns im Sommer, gibt es nur eine geringe zweistellige Zahl von Neuinfizierten!

    • p.anders sagt:

      Genau so ist es…jetzt nicht zu handeln ist nicht nur fahrlässig, sondern meiner Meinung nach eventuell sogar strafbar . Dies sollte vielleicht mal ein vernünftiger Jurist prüfen ! Des weiteren müssen die Anordnungen auch systematisch geprüft und wenn nötig hart geahndet werden. Leider gibt es noch viel zu viele unvernünftige Egoisten und selbsternannten Experten.

    • Ich und meie Maske sagt:

      Die Todesrate in Deutschland liegt seit Jahren täglich bei ca. 2700 Menschen! Nur weil davon 500 mit einen Virus Namens „Covid“ sterben, erhöht sich diese Zahl von 2700 auch nicht. Also mach mal mit den 500 nicht so ein Drama .Covid gibt es auch schon viele Jahre und war auch damals in den 2700 Menschen vorhanden. Jedoch wurden nicht solche Tests und Zählungen durchgeführt die es eh nicht nachweisen!

    • Scholli sagt:

      @Leser, wo wollen die vieeelen Leipziger denn in Halle shoppen gehen?

  10. Oberlehrer sagt:

    Die sollen sich ihr Weihnachten dahin stecken wo die Sonne nicht scheint. Das RKI definiert den Aufenthalt im geschlossenen Raum länger als 30min als engen Kontakt. So schnell ist keine Weihnachtsgans gefressen.

  11. 07 sagt:

    Ich würde richtig durchgreifen und nicht erst mal so lasch, dann werden die Zahlen nie kleiner

  12. p.anders sagt:

    Mal noch eine Anmerkung: ich kann nur für den Landkreis Wittenberg / OL Gräfenhainichen sprechen…Kaufhallen 5% ohne Maske – interessiert keinen…Spielplätze jede Menge Kinder und Muttis zusammen- interessiert keinen….Gaststätte (mind. 3) verdunkelt und abgeschlossen, mit Gästen- interessiert keinen….Polizei/Ordnungsamtspräsenz null… und das ist kein Witz…..-Resümee Lockdown komplett und die Sachen aber auch durchsetzen!!! JETZT

  13. GtotheO sagt:

    Die meisten haben doch den Schuss nicht gehört. Corona hat dieselbe Mortalität wie Grippe (Studie der WHO). Lockdown-Maßnahmen bringen überhaupt nichts (auch hier gibt es Studien, die zeigen, dass keine Kausalität zwischen Lockdowns und „Infektionsgeschehen“ besteht). Dass Problem ist die falsche Anwenundung eines Tests, der nicht zwischen Infiziert oder infektiös unterscheiden kann. Die Teststrategie sollte sich wieder auf die Personen konzentrieren, die Symptome zeigen. Die Sterblichkeitsraten sind gleich und teilweise sogar niedriger als die letzten Jahre (siehe statistisches Bundesamt). Die Intensivstationen sind ebenso „voll“ wie jedes Jahr zu dieser Zeit. Dieses Jahr werden allerdings die Ärzte und Pflegekräfte in Quarantäne gesteckt, eben aufgrund dieses sinnlosen Tests, wodurch das Personal fehlt. Die meisten der Foristen hier, die sich noch härtere Maßnahmen wünschen, scheinen diese ganzen Zusammenhänge nicht zu verstehen oder verstehen zu wollen.

    Vielen Dank an das Personal in den Klinken und Pflegeheimen für eure Arbeit. Ich drücke euch die Daumen, dass dieser ganze Schwachsinn bald ein Ende hat und ihr eine Würdigung für eure Arbeit bekommt, die sich auch auszahlt.

    Würden wir einfach alle Maßnahmen zurücknehmen und uns wieder darauf konzentrieren, die wirklich Bedürftigen zu behandeln und zu versorgen, hätten wir diese ganzen Diskussionen und Probleme nicht.

    • p.anders sagt:

      Ja genau diese Leute die alles und jeden in Frage stellen und ggf. noch zur Demonstration gegen Corona Maßnahmen laufen – spalten unsere Gesellschaft. Sollte die ganze Welt irren und Milliarden in die Abwehr dieser Krankheit stecken? Normale Grippe mitnichten, wenn man selbst Erkrankte kennt und deren Version hört. Da fehlen nur noch die Verschwörungsansätze dann rundet sich das Bild. Aber sicher arbeiten Sie in der Virologie und stehen kurz vor der Promotion…

    • Andi sagt:

      Hier ist dein „siehe statistisches Bundesamt“: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

      In den letzten Wochen sterben 5 Prozent mehr Menschen als im Durchschnitt der letzten vier Jahre. Das kann natürlich auch Zufall sein. Oder daran liegen, dass die Menschen durch die Masken keine Luft bekommen und qualvoll ersticken.

      Zu den Intensivbetten empfehle ich dir die folgende Informationsquelle, insbesondere die Statistiken zu Sachsen: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

      Als Gegenleistung für diese vielen nützlichen Informationen, die ich dir verschafft hab, könntest du dich auch mal erkenntlich zeigen und mir zumindest eine Studie nennen, die zeigt, „dass keine Kausalität zwischen Lockdowns und „Infektionsgeschehen“ besteht“.

    • Paul sagt:

      Durch solche Corona Leugner wie dich haben wir erst das Problem. Hoffentlich bekommt in deiner
      Verwandtschaft keiner Corona und muß an die Beatmungsmaschine. Ach braucht er ja nicht, es
      gibt ja kein Corona, na dann erstickt er eben.

      • GtotheO sagt:

        Falsche Aussage… Ich leugne nicht, dass es ein Coronavirus bzw. mehrere gibt, sondern stelle nur die Gefährlichkeit, die derzeit propagiert wird infrage. Übrogens halte ich mich ebenfalls an die Maßnahmen, gehe aber kritisch damit um. Haben Sie noch nie etwas hinterfragt?

    • +++ sagt:

      Endlich mal ein sinnvoller Kommentar, den man auch selbst prüfen kann. Danke GetotheO. Die meisten Kommentatoren, die nach noch mehr Verboten und Schließungen schreien sind ja nicht mehr bei Trost und haben jegliche Rationalität verloren. Man kann ja schon von wahnhaft Kranken hier sprechen, meine Güte.

    • rellah sagt:

      Du bist oberschlau. Dass die WHO DICH noch nicht zum Ober-Coronamanager gemacht hat!

  14. Andi sagt:

    „Zudem will Sachsen-Anhalt ab 15. Dezember die ersten Impfungen durchführen, zunächst bei den Hochbetagten.“

    Interessant, soll doch über die Zulassung der Impfstoffe in der EU erst am 29. Dezember entschieden werden. Oder geht’s um Masern?

  15. Wusch sagt:

    Harter Lockdown ohne wenn und aber auf Bundesebene und kein Flickenteppich auf Länderebene. Das ist Quatsch !

    Wir wollen unsere Großeltern behalten das sie gesund bleiben wer das nicht versteht hat weder Respekt noch Hochachtung vor den Alten.
    Es kann doch nicht sein das die jungen Menschen hier so tun als gebe es kein Corona feiern sich treffen und Disco veranstalten und sich dann wundern wenn sie krank werden.
    Da sieht man mal wieder wie verroht die Menschen schon geworden sind .

    • Emma sagt:

      Stimme deinem Kommentar voll und ganz zu. Harter Lockdown auf Bundesebene. Jetzt!!!

      • kammerjäger sagt:

        DU stimmst zu?
        Willst die alten wohl loswerden- erbmasse sticht wohl ins auge?
        Wer hat denn mal die alten gefragt ob sie das überhaupt wollen?
        Wenn ein 85-90 jähriger mensch , statt isolierung, einsamkeit, verrecken an den maschinen lieber in kauf nimmt gerade zu den feiertagen , vielleicht zum letzten male im kreis seiner familie zu sein, ist das zu akzeptieren!
        WAS maßt du dir an!, auch das ist ne form von euthanasie, menschen durch erzwungene einsamkeit in die urne zu befördern.

  16. W.Holt sagt:

    Man sollte sich an Sachsen ein Beispiel nehmen. So bekommt man die Infektionen nicht unter Kontrolle.

  17. Hastalavista sagt:

    Was nützt ein harter Lockdown wenn die Leute weiter zur Arbeit
    müssen in überfüllten Verkehrsmitteln und Hunderte sich bei
    der Ausübung ihrer Tätigkeit begegnen ? Es ist und bleibt Viruszeit.

  18. Rudi sagt:

    Wann kommt endlich die 1-Personen-Regel? Eine Person +ein Weihnachtsbaum, und fertig!!!!

    • Scholli sagt:

      Die wäre aber völliger Mist, erstens müsste ich mich scheiden lassen oder einen zweiten Baum kaufen und schmücken! Vorschlag abgeleht!!!

  19. Andreas sagt:

    Wenn ich hier die Kommentare lese, wird mir Angst und bange.
    Wie kann man nur so engstirnig sein und sich einseitig und oberflächlich informieren.
    Glaubt auch mal den Menschen, die sachlich diskutieren und ihre Meinung auch belegen können.
    Die Politik stellt nur Behauptungen auf, die so gut wie keiner hinterfragt oder prüft. Sie verfälschen die Wahrheit.
    Und die, die eine andere Meinung haben, sind sofort verschwörungstheoretiker oder noch schlimmer.. Da möchte ich jetzt nicht weiter ausholen. Die klardenkenden, wissen was ich meine.
    Und die jasager und hurraschreier, sollen mal ihre komfortzone verlassen und ein wenig länger fristig denken.
    Wacht auf und hört und lest auch mal seriöse Medien. BITTE

  20. So isses sagt:

    So viel zur WAHRHEIT… Jeder glaubt an SEINE Wahrheit…

    Ein Artikel der Neuen Züricher Zeitung, den ich eben gefunden habe: (ich weiß leider nicht, wie ich das hierher weiterleiten kann, deshalb kopiert) :

    Wir müssen spinnen, um das Virus zu besiegen – Weshalb wir ohne Einbildungskraft keine Chance gegen das Virus haben

    Wissenschaft verkündet nicht die Wahrheit. Sie interpretiert die Realität. Und wir als Gesellschaft müssen entscheiden, welcher Interpretation wir folgen wollen. Welche der gesponnenen Szenarien wir als Handlungsgrundlage wählen.

    Es sind neue Fronten innerhalb der Gesellschaft entstanden, an denen ein erbitterter Kampf geführt wird: ein Kampf um die Deutungshoheit über die Realität. Die einen sprechen von einer Jahrhundertpandemie mit bisher über 60 Millionen Infektionsfällen. Die anderen vermuten eine Weltverschwörung, wahlweise gesteuert durch Bill Gates, die Unicef, Geheimgesellschaften. Es wirkt, als verlaufe die Grenzlinie in diesem Konflikt zwischen Realisten, die die Fakten betrachten und an «die Wissenschaft» glauben, und Spinnern, die wild phantasieren. Doch Wissenschaft hat mehr mit Spinnerei zu tun, als es auf den ersten Blick scheint.

    Im achtzehnten Jahrhundert trafen sich junge Mädchen und alte Frauen, um Garn zu spinnen. Weil die Arbeit eintönig war, erzählten sie sich Märchen, malten sich Geschichten aus. Einige dieser Geschichten fanden Eingang in die Märchensammlungen der Gebrüder Grimm. Noch heute spricht man davon, dass «Geschichten gesponnen» werden.

    Auch der exponentielle Anstieg der Fallzahlen fordert unser kreatives Denken heraus. Wer nicht gerade als Kernphysiker oder Kaninchenzüchter arbeitet, der hat das Prinzip der exponentiellen Vermehrung nicht verinnerlicht. Es widerspricht unserer Erfahrung, weil viele natürliche Entwicklungen linear verlaufen. Exponentielles Wachstum bewirkt einen scheinbar plötzlichen sprunghaften Anstieg nach einer längeren Phase vermeintlicher Kontinuität. Wir halten die Gefahr darum lange Zeit für gebannt, nehmen die Bedrohung erst wahr, wenn sie auftritt. Wollen wir das Virus also bekämpfen, müssen wir bereits zu einem Zeitpunkt alarmiert sein, in dem wir die Gefahr intuitiv noch als gering wahrnehmen. Gelingen kann uns das nur, wenn wir uns den sprunghaften Anstieg ausmalen, bevor er eintritt.
    Bin ich überängstlich?

    Wir können das Virus selbst nicht wahrnehmen. Um eine Ansteckung zu verhindern, müssen wir es dennoch im Bewusstsein behalten. Also nutzen wir unsere Phantasie, gleichen damit unsere beschränkte Sinneswahrnehmung aus. Wir stellen uns vor, wie das Virus durch die Luft fliegt, wie es an den Haltestangen im Bus klebt oder an fremden Händen, die wir darum nicht mehr schütteln. Je besser uns diese innerliche Visualisierung des Virus gelingt, desto effektiver schützen wir uns davor. Einbildungskraft ist auch hier eine unserer wichtigsten Waffen im Kampf gegen das Virus.

    Ein Verhalten, das vor kurzem noch als pathologisch eingestuft worden wäre, wird jetzt zur Notwendigkeit. Wir müssen eine Art kollektive Zwangsstörung entwickeln. Fast jeder wird in diesem Jahr sich selbst hinterfragt haben: Ist mein Verhalten angemessen? Bin ich überängstlich? Oder leichtsinnig?

    Fast schon amüsant erscheinen in diesem Zusammenhang die Schlussfolgerungen, die Forscher der Uni Giessen und der Medical School Hamburg aus einer ihrer Studien ziehen. Tausend Personen hatten sie online dazu befragt, wie sich Pandemie und Lockdown auf die psychische Gesundheit auswirken. Nach Auswertung der Daten schreiben die Forscher: «Rund die Hälfte der Befragten zeigte Symptome mindestens einer psychischen Krankheit.» Neben einer depressiven Symptomatik seien «Gesundheitsangst», Panik- sowie Zwangssymptome wie ständiges wiederholtes Händewaschen besonders deutlich erhöht gewesen. Auch hätten viele der Befragten mit «komplettem sozialem Rückzug» reagiert, der «weit über das nötige Social Distancing hinausging». Durchgeführt wurde die Studie jedoch von Ende März bis Anfang April, zu einer Zeit also, als unser Wissen über das Virus und seine Verbreitungswege noch sehr begrenzt war. Welche Form der Hygiene und des Social Distancing angemessen ist, war zu jenem Zeitpunkt höchst umstritten.

    Eine solche Pathologisierung wird der Realität darum nicht gerecht. Die in normalen Zeiten gültigen Grenzen, die die Welt des Rationalen vom Irrationalen trennen, haben sich verschoben. Covid-19 zwingt uns, unser Handeln an einer unsichtbaren Grösse auszurichten. Hierin ähnelt die Pandemie dem Klimawandel, dessen Gefährdungspotenzial ebenfalls nicht hinreichend durch menschliche Sinneswahrnehmung erfasst werden kann – zumindest heute noch nicht.

    Eigentlich ist diese Beschränktheit unserer Wahrnehmung etwas Alltägliches: Sie ist die Grundlage der menschlichen Fähigkeit zur Abstraktion. Wir setzen Abstraktionsvermögen ein, wenn wir Sprache verwenden, wenn wir rechnen, wenn wir über Recht und Moral nachdenken, wenn wir unsere Empfindungen in abstrakte Gefühlskategorien einteilen. Wir schöpfen im Alltag aus einem Fundus an abstraktem Wissen: Wir bemessen die Zeit nach abstrakten Regeln, die nicht davon abhängen, ob sich eine Zeitspanne kurz oder lang angefühlt hat. Wir verstehen ein physikalisches Prinzip wie die Schwerkraft, ohne ständig ein rohes Ei fallen sehen zu müssen. Wir wissen um die Weltbevölkerung von knapp acht Milliarden Menschen, haben dabei aber nicht jede argentinische Familie vor Augen, die sich darum streitet, wer den letzten Rest Dulce de leche bekommt.

    Mit anderen Worten: Was wir als Wahrheit definieren, ist immer eine Mischung vieler Realitätsebenen, denen in unterschiedlichem Masse konkrete und abstrakte Elemente zugrunde liegen.

    Hierin liegt die gefährliche Kraft der alternativen Fakten: Unsere individuell wahrgenommene Wahrheit ist keine absolute Grösse, sie hängt davon ab, welche Realitätsebenen wir gelten lassen und welche wir aus unserem Bewusstsein verbannen. Darum sind wir anfällig für Manipulation – ganz besonders, wenn es um abstrakte Faktoren geht. Sie lassen sich im Gegensatz zu wahrnehmbaren Faktoren viel leichter leugnen, wenn sie uns nicht in den Kram passen oder uns beängstigen.

    Wer heute herablassend auf die Corona-Leugner blickt, sollte sich an das Frühjahr erinnern: Noch im März sagte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn, die Folgen von Angst könnten weit grösser sein als die durch das Virus selbst. In der Öffentlichkeit wurden Vorsichtige nicht selten als Hysteriker verunglimpft, eine Maske zu tragen, galt als irrational und verursachte Kopfschütteln.

    Heute werden mit demselben Kopfschütteln diejenigen bedacht, die keine Maske tragen, erneut begleitet vom Vorwurf der Irrationalität. Diese Kurskorrektur der öffentlichen Meinung ist Zeichen einer gesunden Demokratie. Problematisch aber ist die Selbstgerechtigkeit, mit der eine Realität als offensichtlich und unanzweifelbar ausgegeben wird, die man selbst vor nicht allzu langer Zeit noch anzweifelte. Problematisch ist der Vorwurf der Dummheit, mit dem stets jene vom Diskurs ausgeschlossen werden sollen, die die augenblicklich gültige Mainstream-Meinung hinterfragen. Wahrheit scheint vielen das zu sein, worauf sich die Mehrheit gerade einigt.

    Hätte uns jemand vor einem Jahr prophezeit, dass die neue Dekade mit einer Pandemie begänne, die über eine Million Menschen das Leben kosten und uns für Monate in den Lockdown führen würde, dann hätten wir ihm geraten, sich weniger Katastrophenfilme anzusehen. Zu verrückt wäre uns ein solches Szenario erschienen. Die Verschwörungstheorien wirken auf den ersten Blick mindestens ebenso abgefahren, doch sind sie in gewisser Hinsicht konventioneller als die Realität.

    Wissenschaft verkündet nicht die Wahrheit. Sie interpretiert die Realität. Und wir als Gesellschaft müssen entscheiden, welcher Interpretation wir folgen wollen. Welche der gesponnenen Szenarien wir als Handlungsgrundlage wählen. Das weiss auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Selbst die so nüchterne Wissenschafterin setzt in dieser Ausnahmesituation auf die Einbildungskraft, um die Bedrohung zu illustrieren. Kürzlich zitierte sie im Bundestag eine längere Passage der Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim, die sich in einem Fernsehinterview einen Dialog zwischen dem Coronavirus und den Menschen ausgemalt hatte.

    Das Virus sagt: «Ich hab hier den perfekten Wirt. Diese Menschen, die leben auf dem ganzen Planeten, die sind global stark vernetzt, sind soziale Lebewesen, (. . .) die gehen gerne feiern. Also besser kann’s gar nicht sein!» Und die Menschen antworten: «Nee, Virus! Hast du denn gar nichts aus der Evolution gelernt? Da haben wir Menschen ja schon mehrfach gezeigt, dass wir verdammt gut darin sind, uns in schwierigen Situationen anzupassen. Wir werden dir zeigen, dass du dir den falschen Wirt ausgesucht hast.»

  21. 07 sagt:

    Warum muss Sachsen- Anhalt immer eine Extrawurst braten um es dann später doch so zu machen wie alle, ist doch nur Bauernfängerei

  22. torrent sagt:

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